1. April 2020
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1. April 2020

Wie steht es um die grüne Mauer in der Sahelzone? / Wie afrikanische Machthaber die Coronakrise ausnutzen / Corona und die Folgen für HIV- und Tuberkulose-Patient*innen

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1. Wie steht es um die grüne Mauer in der Sahelzone?
Um die Ausbreitung der Saharawüste zu verhindern, wollen die Länder der Sahelzone bis 2030 zehntausende Quadratkilometer Bäume pflanzen, wie die Deutsche Welle berichtet. Diese „grüne Mauer“ solle sich von der Küste Senegals am Atlantik bis in den Osten Äthiopien erstrecken. Sie wäre 15 Kilometer breit und 7.775 Kilometer lang. Seit 2007 arbeite die Afrikanische Union (AU) an der Initiative. Das Ziel sei, den Verlust von fruchtbaren Böden und die Lebensgrundlage von Millionen Menschen durch die Ausbreitung der Wüste zu stoppen. Das Projekt würde außerdem 250 Millionen Tonnen Kohlenstoff Dioxid binden und zehn Millionen nachhaltige Arbeitsplätze schaffen. Auch die Europäische Kommission habe bereits mehr als sieben Millionen Euro in das Projekt investiert. Dennoch sei der Fortschritt bisher langsam und nach über der Hälfte der Laufzeit erst zu 15 Prozent der Arbeiten umgesetzt. In Äthiopien, Nigeria und dem Senegal seien laut Bericht der Vereinten Nationen bereits große Landflächen erfolgreich wiederhergestellt worden. Im mittleren Afrika, etwa in Burkina Faso, Mali und Niger, sei die Gefährdung durch den Terrorismus jedoch so stark, dass die Entwicklungen erheblich gelähmt worden seien. In diesen Regionen werde aufgrund der kritischen Sicherheitslage auch weniger investiert.

2. Wie afrikanische Machthaber die Coronakrise ausnutzen
In der Frankfurter Rundschau thematisiert Johannes Dietrich, dass einige der afrikanischen Staatsoberhäupter die Coronakrise zu ihren Gunsten instrumentalisieren. Die geplanten Wahlen in Malawi werden nun nicht wie geplant im Mai stattfinden. Aufgrund von Betrugsvorwürfen wäre eine Wiederwahl des langjährigen Staatspräsident Peter Mutharika unwahrscheinlich gewesen. Mit Bezugnahme auf die Corona-Pandemie habe er aber nun den Notstand über das Land ausgerufen. Als Folge können die Wahlen nicht stattfinden. Dabei sei noch kein einziger Covid-19-Fall in Malawi registriert worden. Ähnliche „Schicksalswahlen“ stehen auch in weiteren afrikanischen Staaten wie Guinea, Äthiopien, der Elfenbeinküste und Burkina Faso an. Zudem nutzen viele Staatsoberhäupter die aktuelle Situation, um Wahlkampf zu betreiben. Mit strikten Maßnahmen und schnellen Lockdowns wollen sie Vertrauen erwecken. Faktisch sei ein Lockdown in vielen Regionen, wie etwa in Slums, nicht möglich. Es sei daher bereits zu Protesten gekommen, die mit Gewalt unterdrückt worden seien.

3. Corona und die Folgen für HIV- und Tuberkulose-Patient*innen
In einer Spiegel-Reportage berichtet Anne Backhaus über die Situation für HIV- und Tuberkulose-Vorerkrankte in einem Krankenhaus in Simbabwe. Durch das geschwächte Immunsystem seien HIV-Infizierte einer größeren Bedrohung durch Covid-19 ausgesetzt. In medizinischer Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten, die eine Virusvermehrung hemmen, werde davon ausgegangen, dass die HIV-Patient*innen im Krankenhaus in Simbabwe relativ sicher seien. Jedoch seien viele der HIV-Infizierten zusätzlich von der bakteriellen Infektionskrankheit Tuberkulose betroffen. Laut einer neuen Studie seien Menschen mit Tuberkulose anfälliger, sich mit Corona zu infizieren. Häufiger werde hierbei ein schwerer Verlauf beobachtet. Laut Klinikgründer und Mediziner Ruedi Lüthy, müsse davon ausgegangen werden, dass eine mit HIV infizierte Person innerhalb von zehn Jahren nach Ansteckung auch eine Tuberkulose entwickle und dauerhafte Schäden an der Lunge davontrage. Derzeit bekommen alle 7000 Patient*innen der Klinik eine Tuberkuloseprophylaxe.

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