09. Oktober 2019
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09. Oktober 2019

Lyon: Macron fordert gemeinsame Anstrengung gegen Aids / Kamerun: Kein Konfliktende in Sicht / Ruanda: US-Prediger ausgewiesen

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1. Lyon: Macron fordert gemeinsame Anstrengung gegen Aids

Wie das Handelsblatt meldet, fordert Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die Weltgemeinschaft auf, insgesamt 14 Milliarden US-Dollar in den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria zu investieren. Die zweitägige Geberkonferenz beginne am heutigen Nachmittag in Lyon. Die Mehrheit der anwesenden Staats- und Regierungsoberhäupter werde aus Afrika erwartet. Morgen werde Präsident Macron selbst sprechen. Bereits beim G7-Gipfel im August habe Bundeskanzlerin Angela Merkel verkündet, dass Deutschland für die kommenden drei Jahre eine Milliarde Euro für den Globalen Fonds bereitstellen werde. Laut der Agentur AFP sei Deutschland nach den USA, dem Vereinigten Königreich und Frankreich der viergrößte Geber für den Globalen Fonds.

2. Kamerun: Kein Konfliktende in Sicht

Johannes Dieterich thematisiert in der Frankfurter Rundschau die anhaltenden Auseinandersetzungen in Kamerun. Die Konflikte im Westen des Landes zwischen der frankophonen Mehrheit und dem anglophonen Teil der Bevölkerung halten auch nach Jahren der Kämpfe weiter an. Die Journalistin Roselinde Obah berichtet, dass sowohl viele der anglophonen Rebell*innen als auch die Soldat*innen der Regierung in Zivil unterwegs seien, um so flexibel und unerkannt Zugriffe durchführen zu können. Der Konflikt spiele sich nach wie vor fast unsichtbar für die restliche Welt ab. Dies liege auch daran, dass sie Regierung Kameruns oft keine ausländischen Reporter*innen in die betroffenen Regionen lasse. Die 2016 friedlich begonnenen Proteste seien in gewaltsame Auseinandersetzungen umgeschlagen. Bis heute seien dem Konflikt über 3.000 Menschen zum Opfer gefallen. Unter der Regierung Paul Biyas, der seit 37 Jahren regiert, haben die Spannungen innerhalb der Bevölkerung zugenommen. Inzwischen entstehen immer mehr Rebellengruppen in den westlichen Provinzen des Landes. Oft sei hierbei nicht klar, ob sie die Befreiung von der Regierung anstreben oder primär die Ausplünderung der Bevölkerung. Eine Beteiligung zu dem ‚Nationale Dialog‘ von der Regierung haben die Rebell*innen ausgeschlossen.

3. Ruanda: US-Prediger ausgewiesen

Wie die Deutsche Welle und das Domradio melden, wurde der US-amerikanische Prediger Gregg Schoof aus Ruanda verwiesen. Seit Juli halte sich der Pastor laut ruandischen Behörden bereits illegal im Land auf. Nun sei er nach einer öffentlichen Rede und Verteilung von Erklärungen in Kigali, der Hauptstadt Ruandas, festgenommen worden. In den Erklärungen bezichtigte Schoof unter anderem die Regierung des Heidentums. Bereits im Januar 2018 sei der Gründer einer baptistischen Kirche aufgefallen, als er auf seinem Radiosender ‚Amazing Grace‘ Frauen als „Inkarnation des Bösen“ beschrieben habe. Dies habe den Lizenzentzug sowie die Schließung seiner Kirche durch ruandische Behörden zur Folge gehabt. Schoof wolle sich nun in Uganda niederlassen.

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