09. Mai 2019

09. Mai 2019

Bundeswehr-Einsätze in Afrika / Müller gegen Müll / Merkel für mehr Gesundheitsanstrengungen

1. Bundeswehr-Einsätze in Afrika
Wie unter anderem der Tagesspiegel, die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Rundschau, die Hannoversche Allgemeine Zeitung, die Stuttgarter Nachrichten und die Rheinische Post berichten, stimmt der Deutsche Bundestag heute über die Verlängerung der Bundeswehr-Mandate in Somalia und in Mali ab. Der europäische Einsatz „Atlanta“ bekämpfe vor der Ostküste Afrikas erfolgreich Piraterie. Deshalb wolle der Bundestag die Mission um ein weiteres Jahr verlängern. Die beiden Bundeswehr-Missionen in Mali sollen ebenfalls fortgesetzt werden. Bis Mai 2020 werde Deutschland für die drei Einsätze 400 Millionen Euro ausgegeben haben. Die Opposition kritisierte, dass deutsche Soldat*innen in Niger, Kamerun, Jordanien und Tunesien ohne Zustimmung des Bundestages stationiert seien. Hans-Peter Bartels, Wehrbeauftragter des Bundestages, sei bei einem Truppenbesuch in Afrika nur per Zufall auf die Mission in Niger gestoßen. Die Bundesregierung sagte, dass es keinen Grund für eine Mandatierung gebe, da es sich nicht um einen bewaffneten Einsatz handle.

2. Müller gegen Müll
Wie die Stuttgarter Zeitung heute berichtet, ruft die deutsche Bundesregierung eine Anti-Müll-Allianz ins Leben. Die unter der Schirmherrschaft von Entwicklungsminister Gerd Müller gestartete Initiative solle das Wissen von Expert*innen, Unternehmen, Organisationen und der Wissenschaft bündeln und Ländern mit Müllproblemen bei der Entsorgung und Wiederverwertung helfen. Weltweit werde der Abfall von zwei Milliarden Menschen nicht professionell entsorgt. Oftmals werde Abfall verbrannt oder gelange ins Meer, was die Umwelt zusätzlich belaste. Momentan fallen jährlich rund zwei Milliarden Tonnen Müll an. In 30 Jahren werden es bereits um die 3,5 Milliarden Tonnen sein. In Afrika südlich der Sahara werde sich das Müllaufkommen im selben Zeitraum sogar verdreifachen. Momentan verursachen gerade Länder mit hohem Einkommen viel Müll: 16 Prozent der Weltbevölkerung produzieren ein Drittel davon, wovon jedoch wiederum ein Drittel wiederverwertet werde. In Entwicklungsländern seien vor allem die wachsende Bevölkerung und die geringe Recyclingquote von lediglich vier Prozent besorgniserregend.

3. Merkel für mehr Gesundheitsanstrengungen
Das entwicklungspolitische Magazin Welt-Sichten thematisiert die gestrige Gesundheitskonferenz der Union-Bundestagsfraktion in Berlin. Laut Bundeskanzlerin Angela Merkel sei Gesundheit eine Gemeinschaftsaufgabe. Krankheiten haben immer Folgen für die gesamte Gesellschaft, so die Kanzlerin. Insbesondere in Bezug auf Antibiotikaresistenzen und Ebola müssen die Anstrengungen und die Zusammenarbeit weiter verstärkt werden. Es reiche zudem nicht aus, nur auf Probleme zu reagieren. Prävention müsse ebenfalls ein fester Bestandteil sein. Merkel habe außerdem den Vorstoß zur Masern-Impfpflicht von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) befürwortet. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) habe auf dem Kongress davor gewarnt, dass Entwicklungsetat weiter zu kürzen, da 90 Prozent der deutschen Gesundheitsleistungen weltweit darüber finanziert werden. Das Ende von Aids, Tuberkulose und Malaria sowie ein besserer Zugang zu Medikamenten und Impfstoffen seien auch Teil der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, auf die sich die internationale Staatengemeinschaft 2015 verständigt habe.

 

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Mach mit

Jetzt mitmachen und extreme Armut bekämpfen

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

Du willst immer auf dem Laufenden sein, wie du dich im Kampf gegen extreme Armut engagieren kannst?

Dann trag dich auf unserem Verteiler ein, um E-Mails von ONE zu erhalten und gemeinsam mit Millionen Menschen weltweit extreme Armut und vermeidbare Krankheiten zu bekämpfen. Deine Unterstützung bedeutet uns sehr viel. Wir werden dich niemals um Spenden bitten. Du kannst dich jederzeit austragen.
Privacy options
Bist du sicher? Wenn du 'Ja' auswählst, zeigen wir dir weitere Wege, dich mit deiner Stimme im Kampf gegen extreme Armut einzusetzen. Du kannst dich jederzeit austragen.

Durch deine Teilnahme erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden. Da ONEs Hauptsitz in den USA ist, befinden sich dort auch unsere Server. Dorthin werden deine Daten übermittelt.

Ich möchte per E-Mail über aktuelle Kampagnen informiert werden (Du kannst dich jederzeit hier austragen)

Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt. Es gelten die Google Datenschutz & Geschäftsbedingungen

Ähnliche Beiträge