09. Februar 2021
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09. Februar 2021

Südafrika stoppt Impfungen – WHO warnt / Gespaltenes Uganda / Afrika: Internetkonzerne sollen zahlen

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1. Südafrika stoppt Impfungen WHO warnt

Viele Medien, darunter Tagesschau.de, die Süddeutsche Zeitung, die Tageszeitung, die Frankfurter Rundschau, Spiegel und die Deutsche Welle melden, dass Südafrika den Impfstart mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca vorerst stoppt. Die Regierung habe seine Corona-Impfkampagne wegen Zweifeln an der Wirksamkeit des AstraZeneca-Impfstoffs bei der in Südafrika verbreiteten Corona-Mutation verschoben. Wie eine neue Studie zeige, schütze der Impfstoff möglicherweise nicht vor milden oder moderaten Covid-Verläufen der Virusvariante B.1.351. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt jedoch davor, das Vakzin vorzeitig abzuschreiben. Der Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, habe “wichtige Vorbehalte” gegenüber der Studie. Die Studie sei noch nicht veröffentlicht und wurde noch nicht von anderen Forschenden begutachtet. Andere Studien zeigen außerdem, dass der AstraZeneca-Impfstoff gegen schwere Verläufe der Virusvariante schützen könne. Eigentlich sollte Mitte dieses Monats in Südafrika damit begonnen werden, medizinisches Personal und Pflegemitarbeiter*innen zu impfen. In der vergangenen Woche hatte AstraZeneca die erste Million an Impfdosen an das Land am Kap ausgeliefert. Südafrika weise die meisten Corona-Fälle auf dem afrikanischen Kontinent auf. Laut dem südafrikanischen Gesundheitsminister Zweli Mkhize gehen mittlerweile mehr als 90 Prozent der Corona-Infektionen auf die Mutation zurück. In der ersten Hälfte dieses Jahres plane die internationale Impfstoff-Initiative COVAX die Verteilung von mehr als 337 Millionen Corona-Impfstoffdosen in insgesamt rund 145 Länder. Fast alle Dosen sollen von AstraZeneca kommen.

2. Gespaltenes Uganda

Joachim Buwembo, unabhängiger Journalist in Uganda, schreibt in einem Gastbeitrag in der Tageszeitung über die Gespaltenheit Ugandas nach der Präsidentenwahl am 14. Januar 2021. Die achte Wahl Ugandas sei die blutigste seit der Unabhängigkeit von dem Vereinigten Königreich vor 58 Jahren gewesen und spalte das Land. Amtsinhaber Yoweri Museveni und Herausforderer Bobi Wine haben sich praktisch das Land aufgeteilt. Vor allem im Zentrum des Landes um die Hauptstadt Kampala habe viele Menschen die Oppositionspartei NUP von Bobi Wine gewählt. Diese Region werde von der größten Ethnie der Baganda, zu der auch Bobi Wine gehört, bewohnt. Museveni und andere Minister*innen werfen den Baganda und Bobi Wine daher vor, dass sie Museveni aus ethnischen Gründen ablehnen. Der Autor sieht jedoch Musevenis schlecht umgesetzte Wirtschaftspolitik und grassierende Korruption als klare Gründe für seine Ablehnung in der Region. Auch andere große ethnische Gemeinschaft stimmten gegen Museveni. Tatsächlich würden die Ugander*innen sich immer stärker ihrer ethnischen Identität zuwenden, so der Autor. Wachsende Not, treibe die Menschen zurück zu alten ethnischen Zugehörigkeiten – sechs Jahrzehnte nach der Unabhängigkeit. 

3. Afrika: Internetkonzerne sollen zahlen

Martina Schwikowski thematisiert in der Deutsche Welle, dass afrikanische Länder von internationalen Konzernen wie Google, Amazon und Facebook Steuergelder verlangen wollen. Trotz der weltweiten Krise machen diese Unternehmen großen Umsatz und zahlen dabei kaum Steuern in den Ländern, die ihren digitalen Service nutzen – so auch in Entwicklungsländern. Afrikanische Staaten könnten diese Steuergelder einsetzen, um die angeschlagene Wirtschaft und die schlechte Gesundheitsversorgung gerade in Zeiten von COVID-19 zu stärken, sagen Entwicklungsinstitutionen. Laut der Nichtregierungsorganisation ActionAid International entgehen 20 Ländern des globalen Südens – darunter zwölf Staaten in Subsahara-Afrika – bis zu 2,8 Milliarden US-Dollar an Steuereinnahmen allein von den drei Unternehmen Facebook, Microsoft und der Google-Muttergesellschaft Alphabet.

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