08. Februar 2021
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08. Februar 2021

Schere zwischen Arm und Reich wächst / WTO: Nigerianerin Okonjo-Iweala wird neue Chefin / Corona-Krise verschärft Problem der weiblichen Genitalverstümmelung 

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1. Schere zwischen Arm und Reich wächst

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgiewa, warnt vor wachsendem wirtschaftlichen Abstand zwischen armen und reichen Volkswirtschaften als Folge der Corona-Pandemie, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt. Fortschritte der letzten Jahrzehnte bei der Bekämpfung globaler Armut werden in der Krise zunichtegemacht. Bei jedem zweiten Entwicklungsland wachse der wirtschaftliche Rückstand zu den reicheren Ländern wieder. Südlich der Sahara wachsen die Wirtschaften dieses Jahr nur 3,2 Prozent. Um mehr Wohlstand zu erlangen, wären allerdings sechs bis acht Prozent nötig. Das Wachstum der Weltwirtschaft betrage hingegen 5,5 Prozent. Den Grund für die wachsende Kluft sehe die IWF-Chefin in den unterschiedlichen Mengen mobilisierter staatlicher Hilfen: Während reiche Länder im Schnitt 24 Prozent ihrer Wirtschaftskraft aufbringen, um sich gegen die Corona-Krise zu stemmen, seien es bei Entwicklungsländern lediglich zwei Prozent. Weiterhin seien unterschiedliche Fortschritte bei der Impfung ausschlaggebend für die wachsende Schere. Georgiewa fordert daher, die Impfstoffproduktion zu beschleunigen, die Verteilung von Impfstoffen gerechter zu machen und Impfprogramme in ärmeren Ländern fördern. Außerdem plädiert Georgiewa für eine Neustrukturierung der Schulden für besonders hoch verschuldete Länder. 

2. WTO: Nigerianerin Okonjo-Iweala wird neue Chefin

Zahlreiche Medien, darunter Tagesschau.de, Zeit Online und die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichten, dass die Nigerianerin Ngozi Okonjo-Iweala neue Chefin der Welthandelsorganisation (WTO) werden soll. Nachdem die südkoreanische Handelsministerin Yoo Myung Hee ihre Bewerbung zurückgezogen habe, sei der Weg frei für die erste Afrikanerin an der Spitze der WTO. US-Präsident Joe Biden stelle sich – anders als sein Vorgänger Donald Trump – hinter Okonjo-Iweala. Die promovierte, an US-Eliteuniversitäten ausgebildete Ökonomin bringe mit 25 Jahren bei der Weltbank und ihren zwei Amtszeiten als nigerianische Finanzministerin großen wirtschaftlichen Sachverstand und Erfahrung in internationalen Belangen mit. Zeitweise sei sie auch Vorsitzende des Aufsichtsrats der globalen Impfallianz Gavi gewesen. Die WTO stecke in einer tiefen Krise. Differenzen zwischen den großen Handelsblöcken USA, China, EU sowie zwischen Industrie- und Entwicklungsländern wachsen. Die USA wolle mit der neuen WTO-Chefin Ngozi Okonjo-Iweala zusammenarbeiten, um “notwendige substanzielle” Reformen der Organisation zu erreichen. 

3. Corona-Krise verschärft Problem der weiblichen Genitalverstümmelung 

Viele Medien, wie Tagesschau.de, ZDF.de, die Tageszeitung die Deutsche Welle und Deutschlandfunk, machten am Samstag auf den Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung aufmerksam. Vier Millionen Mädchen werden jedes Jahr beschnitten. Das gehe aus Daten des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen hervor. FGM (Female Genital Mutilation) komme in etwa 30 Ländern Afrikas und des Nahen Ostens vor, teilweise auch in Asien und Lateinamerika. Die Vereinten Nationen habe den 6. Februar zum Internationalen Tag gegen Genitalverstümmelung erklärt, in der Hoffnung, dass dies das Bewusstsein stärke und Eltern dazu bewege, ihr Verhalten diesbezüglich zu ändern. Nach Erfolgen im Kampf gegen FGM, kehre sich der Trend in der Coronapandemie wieder um. In Kenia beispielsweise könne sehr gut beobachtet werden, wie Corona und die damit einhergehende wirtschaftliche Folgen in der Bevölkerung die Genitalverstümmelung befördere.

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