08. Februar 2019
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08. Februar 2019

Südafrika: Kampf gegen Korruption / Afrika bald größte Freihandelszone der Welt? / Afrikas Weg in den Weltraum

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Südafrika: Kampf gegen Korruption
Wie unter anderem das ZDF und die schweizerische Nachrichtenagentur sda berichten, verkündete Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa, vor den kommenden Parlamentswahlen im Mai und darüber hinaus stärker gegen die Korruption im Land vorzugehen. Zudem wolle die Regierung für Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen sorgen. Daran, dass der Kampf gegen Korruption jahrelang stillgestanden habe, seien der Opposition zufolge allerdings Ramaphosas eigene Partei, der African National Congress (ANC), sowie sein Amtsvorgänger Jacob Zuma Schuld. Zuma habe 2018 nach schweren Korruptionsvorwürfen zurücktreten müssen. ANC-Politiker*innen in hohen Funktionen sollen sich während seiner Amtszeit an der Staatskasse bereichert haben. Ramaphosa gebe sich als Erneuerer und Kämpfer, sei allerdings selbst von 2014 bis 2018 Vizepräsident unter Zuma gewesen. Laut eigener Aussage habe er von den Skandalen jedoch nichts gewusst. Mit der Ankündgung der Korruptionsbekämpfung habe für Ramaphosa auch der Wahlkampf begonnen. Beobachter*innen rechnen bei der Wahl trotz aller Skandale mit einem erneuten Sieg seiner Partei.

Afrika bald größte Freihandelszone der Welt?
Über die Pläne der Afrikanischen Union (AU), auf dem Kontinent die größte Freihandelszone der Welt einzuführen, berichten die Deutsche Welle und Focus Online. Den Weg dorthin solle das Afrikanische Freihandelsabkommen (AfCFTA) ebnen, das im vergangenen März nach jahrelangen Verhandlungen von 44 afrikanischen Staaten unterzeichnet wurde. Um den Vertrag geltend zu machen, müssen ihn mindestens 22 Staaten ratifizieren. Bisher sei dies erst in 17 Staaten der Fall. Das Ziel des AfCFTA sei eine deutliche Steigerung des bislang schwachen innerafrikanischen Handels. Der AU-Kommissar für Handel und Industrie, Albert Muchanga, betonte, das Abkommen schaffe „Chancen für große Investitionen in Afrika“. Zu den Ländern, auf deren Ratifizierung die AU noch warte, gehöre auch das wirtschaftlich starke Nigeria. Dessen Regierung befürchte, das Abkommen könnte nigerianischen Unternehmern schaden und dazu führen, dass ausländische Billigprodukte den nigerianischen Markt überschwemmen. Doch Jamie Macleod, Handelspolitik-Experte des African Trade Policy Centre, weist darauf hin, dass das Abkommen bereits Schutzmaßnahmen gegen diese Risiken beinhalte. Sowohl Macleod als auch Muchanga seien optimistisch, dass sich ausreichend viele afrikanische Staaten finden, die das Abkommen ratifizieren – einschließlich Nigeria.

Afrikas Weg in den Weltraum
In der Tageszeitung (taz) berichtet Peter Schneider von den Bestrebungen und Erfolgen einiger afrikanischer Staaten im Weltraum. Äthiopien bekomme in diesem Jahr mit Unterstützung Chinas den ersten eigenen Erdbeobachtungssatelliten. Nigeria, Südafrika, Ghana, Angola und Kenia haben zusammen bereits mehr als ein Dutzend Satelliten im All platziert. Die AU habe Ende 2017 eine Raumfahrtstrategie verabschiedet mit dem Ziel einer panafrikanischen Raumfahrtagentur. Damit sollen bereits vorhandene Ressourcen gemeinsam genutzt und ein kohärentes afrikanisches Raumfahrtprogramm gefördert werden. Das Interesse afrikanischer Staaten an der Raumfahrt habe auch praktische Gründe. Ein von Südafrika entwickeltes Informationssystem beispielsweise werte Satellitenbilder im Bezug auf Buschbrände aus, die ohne diese Technologie oft lange unbemerkt blieben und Stromtrassen beschädigten. Zudem können mithilfe von Satelliten lokale Regenfälle vorhergesagt und die Vorgänge in Nationalparks überwacht werden. Nicht zuletzt könne man sich mit einem eigenen Programm langfristig aus der Abhängigkeit von Europa, den USA und kommerziellen Unternehmen befreien. Wirkliche Unabhängigkeit sei jedoch nur erreicht, wenn die Satelliten auch von afrikanischen Ingenieur*innen gebaut und betrieben würden, wozu bisher lediglich Südafrika in der Lage sei.

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