06. Juni 2019
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06. Juni 2019

Merkel spricht mit Trump über Afrika / Kritik an Entwicklungsinvestitionsfonds / Freihandel in Afrika: Hoffnung für alle?

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Merkel spricht mit Trump über Afrika
Unter anderem Welt Online, Spiegel Online, FAZ.net, Focus Online, n-tv.de, die Dresdner Neueste Nachrichten, die Augsburger Allgemeine und die Deutsche Welle berichten von einem kurzen Treffen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump am Rande Feierlichkeiten zum 75-jährigen Jubiläum der Landung der Alliierten (D-Day) in der Normandie. Laut Regierungssprecherein seien die Situation in Europa nach den EU-Parlamentswahlen, der Kampf gegen Terrorismus, insbesondere in Nordafrika und der Sahelzone thematisiert worden. Nach Angaben der Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, sollen die Gespräche beim diesjährigen G20-Gipfel in Japan fortgesetzt werden. Das letzte Gespräch zwischen Merkel und Trump habe telefonisch am 22. März stattgefunden.

Kritik an Entwicklungsinvestitionsfonds
Wie die Tagespost meldet, kritistiert die Entwicklungsorganisation Brot für die Welt den neuen Entwicklungsinvestitionsfonds der Bundesregierung. Dieser bevorteilige europäische und deutsche Unternehmen, für die 60 Prozent der Mittel reserviert seien. Unternehmen aus Afrika sollten gleichberechtigten Zugang zu den Fördergeldern erhalten. Diese Mittel müssten wiederum an die Einhaltung von Menschenrechten gebunden sein, so Reinhard Palm von Brot für die Welt. Ähnliche Kritik kam vonseiten des entwicklungspolitischen Sprechers der Grünen im Bundestag, Uwe Kekeritz. Die Linke kritisierte zudem, dass die Finanzierung des Fonds, der günstige Kredite für Investitionen in Afrika vergebe, noch nicht gesicher sei.

Freihandel in Afrika: Hoffnung für alle?
Die Deutsche Welle (DW) thematisiert die neue Afrikanische Freihandelszone AfCFTA, die Ende Mai in Kraft getreten sei. Allerdings bestehe sie derzeit nur auf dem Papier, da die bisher 23 Mitgliedsländer sich noch auf die konkrete Umsetzung einigen müssen. In der äthiopischen Hauptstadt Addid Abeba diskutieren die zuständigen Minister*innen ab morgen über nächste Schritte. Mit einem Umfang von andertahlb Milliarden Menschen wäre AfCFTA die größte Freihandelszone der Welt. Bisher werden ein Großteil afrikanischer Rohstoffe außerhalb des Kontinents exportiert. Durch die neue Vereinbarung solle der innerafrikanische Handel verstärkt sowie neue Geschäftsmöglichkeiten und Arbeitsplätze geschaffen werden. Bisher halten sich jedoch die beiden größten Wirtschaftsnationen Afrikas, Nigeria und Südafrika, zurück mit einer Beteiligung dem Projekt. Beide Länder sind jeweils Teil eines regionalen Freihandelsabkommens.

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