06. August 2019
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06. August 2019

Strom aus Afrika / Flucht durch den Jemen / Südsudan: Angriff auf Militärfahrzeug

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1. Strom aus Afrika

Wie unter anderem die Welt, Focus Online, ZDF, Deutsche Welle und die Frankfurter Rundschau berichten, ist das Energiegroßprojekt Desertec zehn Jahre nach dessen Start weitgehend gescheitert. Das ursprüngliche Vorhaben habe darin bestanden, Strom in der afrikanischen Sahara-Wüste zu erzeugen und diesen nach Europa zu transportieren. Grund für das Scheitern seien Uneinigkeiten über strategische Fragen zwischen den Gründungsmitgliedern und fehlender politischer Rückhalt. Mittlerweile haben sich die meisten beteiligten deutschen Unternehmen aus der Initiative zurückgezogen. Die Partner kommen nun aus Saudi-Arabien und China. Bei der Gründung von Desertec seien erneuerbare Energie noch nicht marktfähig gewesen, so Paul van Son, Geschäftsführer der Desertec Industrial Initiative (DII). Heute spielen Wind- oder Solaranlangen eine weitaus größere Rolle. Marokko plane, 52 Prozent seines Energiebedarfs aus regenerativen Quellen zu gewinnen. Bemerkenswert sei, dass nicht in erster Linie die Wirtschaft solche Projekte vorantreibt, sondern dass sie „institutionell gefördert“ werden. Im Handelsblatt berichtet Wolfgang Drechsler, dass unter der aktuellen Regierung Südafrikas erneuerbare Energien wieder eine Zukunft haben. Unter dem neuen Präsidenten Cyril Ramaphosa sei das Thema grüne Energie wieder nach oben auf die politische Agenda gerückt. Attraktiv seien neben Solar- und Windkraftanlagen auch Biogas. Dies versorge die Verbraucher*innen nicht nur mit Energie, die Biogasanlagen regeln auch die Verarbeitung von Bio-Abfällen und Abwasser aus industriellen Prozessen.

2. Flucht durch den Jemen

Fanny Facsar berichtet in der Deutschen Welle, dass immer mehr Geflüchtete aus Afrika auf dem Weg nach Saudi-Arabien und Europa die gefährlichere Route über den Jemen wählen. Viele der Migrant*innen kommen an der Küste des Jemens an, um dort in die nächstgelegene Stadt Aden zu gelangen. Dies sei oft mit tagelangen Märschen durch die Wüste verbunden. Von dem seit vier Jahren tobenden Krieg im Jemen erfahren Viele erst mit der Ankunft. Die Route durch den Jemen nach Europa sei günstiger und noch relativ unbekannt, allerdings auch gefährlich. Der anhaltende Krieg verhindere, dass die Migrant*innen von Aden aus weiter nach Dhale gelangen können, wo sie die Grenze nach Saudi-Arabien überqueren können. Genaue Zahlen, wie viele Menschen die Route von Ostafrika über den Jemen wählen, gebe es nicht. Schätzungen gehen von 50.000 bis zu 150.000 pro Jahr aus. An der neuen Route verdienen vor allem die Schleuser*innen. An jedem Geflüchteten, den sie nach Jemen schleusen, verdienen sie rund 400 US-Dollar.

3. Südsudan: Angriff auf Militärfahrzeug

Wie die Junge Welt und die Salzburger Nachrichten berichten, sind im Südsudan zehn Menschen bei einem Angriff auf ein Militärfahrzeug getötet worden. Bereits am Sonntag habe die Rebellengruppe National Salvation Front (NAS) einen Angriff auf Zivilist*innen verübt und dabei fünf Menschen getötet. Das Land befinde sich wegen der anhaltenden Gewalt in einem fragilen Zustand. Die NAS erkenne das im vergangenen Jahr geschlossene Friedensabkommen zwischen Präsident Salva Kiir und den Unterstützern des ehemaligen Vizepräsidenten Riek Machar nicht an. Im November solle nun eine Einheitsregierung in Kraft treten.

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