05. Dezember 2018
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05. Dezember 2018

Uganda: Korruption in Flüchtlingshilfe? / EU muss Afrika als strategischen Partner sehen / Solarzellen erleuchten Sahara

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1. Uganda: Korruption in Flüchtlingshilfe?

Simone Schlindwein schreibt heute in der taz über einen Korruptionsskandal in der Flüchtlingshilfe Ugandas. Schon Anfang des Jahres seien Korruptionsvorwürfe gegen das sogenannte Flüchtlings-Musterland laut geworden. Diese fingen bei den Zahlen an: Über 300.000 der 1,4 Mio. als Flüchtlinge gelisteten Menschen gäbe es in Wirklichkeit gar nicht. Sie seien nur gelistet, um mehr Geld für Hilfsgüter zu veranschlagen. Ein Bericht des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR kritisiere weiter die Verwendung der Hilfsgelder in Uganda. Viele Mittel werden demnach durch Korruption und Vetternwirtschaft verschwendet. Weiter belege der Bericht, dass ugandische Regierungsmitglieder Firmen von Familienmitgliedern beauftragt haben, die ungeeignet für Projekte seien oder sich gar nicht beworben haben. Auch die Verteilung von Hilfsgütern werde kritisiert: so gebe es z.B. einen Überschuss an Decken und Küchensets, es fehle jedoch an Solarlampen und Hygienebinden. Wie und ob das UNHCR jedoch gegen diese systematische Korruption vorgehen würde, sei fragwürdig.

2. EU muss Afrika als strategischen Partner sehen

Der Evangelische Pressedienst (epd) hat heute ein Gespräch von Phillipp Saure mit Stephan Exo-Kreischer, Direktor von ONE in Deutschland, veröffentlicht. Exo-Kreischer fordert die EU auf, Afrika als strategischen Partner zu begreifen, um international größeres Gewicht zu haben. Die Entwicklungsfinanzierung solle daher als Investition verstanden werden. Dazu fordere ONE mehr Mittel für Entwicklungszusammenarbeit im Mehrjährigen Finanzrahmen der EU (2021-2027), über den beim kommenden Europäischen Rat zum ersten Mal ausführlicher diskutiert werde: Um auf den richtigen Kurs zu kommen, die Ziele der Agenda 2030 zu erreichen, müsse die EU 140 Milliarden für Entwicklungszusammenarbeit bereitstellen. Davon sollten mindestens 20 Prozent in Gesundheit, Bildung und soziale Sicherung fließen, so Exo-Kreischer.

3. Solarzellen erleuchten Sahara

Im Rahmen der Themenseite ‚Deutschland 2030 Wie wollen wir zusammenleben? Wünsche, Träume und Sorgen zum Miteinander von Einheimischen und Geflüchteten‘ proträtiert die Süddeutsche Zeitung die Südsudanesin Angelina Jolong. Diese habe bereits für Hilfsorganisationen und als Diplomatin gearbeitet, bevor sie 2013 in Berlin einen Master in ‚European International Energy Law‘ absolvierte. Nach Ausbruch des Kriegs habe Jolong fliehen müssen und in Deutschland Asyl gesucht. Mit der Hilfe eines Pilotprojekts, das Geflüchteten in die berufliche Selbständigkeit hilft, setze sie jetzt ihre Idee um, Solarzellen nach Afrika zu exportieren. Jolong habe noch weitere Ideen und möchte ihr Know-how weitergeben um ihre Vision einer afrikanischen Energiewende wahr werden zu lassen.

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