05. August 2019
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05. August 2019

Sudan: Endlich Frieden? / Müller für Ökostrom in Afrika / Impfen gegen Ebola

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1. Sudan: Endlich Frieden?
Viele Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die tageszeitung (taz), Zeit Online, n-tv.de, der Deutschlandfunk und die Deutsche Welle berichten, dass sich die Militärführung und die Opposition im Sudan auf Eckpunkte einer neuen Verfassung geinigt haben, die auch die lange umstrittene Machtfrage regelt. Am 18. August solle ein „souveräner Rat“, der aus sechs Vertreter*innen der Opposition und fünf Militärs bestehen werde, die Regierungsgeschäfte übernehmen. Im Beisein ausländischer Regierungsvertreter*innen solle einen Tag vorher ein entsprechendes Abkommen feierlich unterzeichnet werden. Die Demonstrierenden auf den Straßen der Hauptstadt Khartum sowie Vertreter*innen der Afrikanischen Union und der Regierung Äthiopiens, die im Konflikt vermittelt hatten, haben die Einigung begrüßt. Seit dem Sturz des Langzeitpräsidenten Omar al-Bashir habe es einen langen Konflikt zwischen Militärs und Zivilist*innen um die Führung des Landes gegeben, bei dem insgesamt 250 Menschen ums Leben gekommen seien.

2. Müller für Ökostrom in Afrika
Wie die Bild am Sonntag meldet, will Entwicklungsminister Gerd Müller aktiver gegen die globale Erderwärmung vorgehen. In einem Brief an die Regierungsfraktionen von Union und SPD habe er gemeinsames und entschlossenes Handeln in dieser Frage gefordert. 90 Prozent aller Kohlekraftwerke werden in Entwicklungsländern geplant, so Müller. Die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5°C sei nicht möglich, wenn die geplanten 1000 Kohlemeiler ans Netz gehen. Daher müsse Deutschland die afrikanischen Länder darin unterstützen, ihren wachsenden Energiebedarf aus erneuerbaren Energien zu decken. Die Mittel dazu sollen aus dem neu aufgelegten Klimafonds der Bundesregierung kommen.

3. Impfen gegen Ebola
Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung benennt der Epidemologe und Geschäftsführer der Impfallianz Gavi Seth Berkley die Herausforderungen im Kampf gegen die derzeitige Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo. Derzeit seien 2700 Ansteckungen und über 1800 Tote gemeldet worden. Als Vorsichtsmaßbahme habe das Nachbarland Ruanda seine Grenzen vorübergehend geschlossen. Berkley sei kürzlich von einer Reise aus dem Krisengebiet zurückgekehrt. Die Grenzschließungen könne er nachvollziehen, allerdings erhöhe sich damit auch das Risiko von alternativen Grenzüberquerungen, bei denen kein Fieber festgestellt werden könne. Er betonte auch die Notwendigkeit von flächdeckenden Routineimpfungen. Derzeit erliegen in Kongo mehr Menschen den Masern als Ebola. Lediglich etwa ein Drittel der Bevölkerung könne mit Masernvakzinen erreicht werden. Obwohl es bereits einen Ebola-Impfstoff gebe, der erfolgreich im Kongo eingesetzt werde, sei mehr Handeln erforderlich, um einen Ausbruch effektiv entgegenzuwirken. Es sei kaum möglich, alle Ebola-Kontaktpersonen aufzuspüren. Und wenn geimpft werde, geschehe dies noch nicht schnell genug, so der Mediziner. Uganda habe mit seiner schnellen Reaktion und gezielten Impfungen vorgemacht, wie man Ebola in den Griff bekommt, bevor es sich zu einer Epidemie entwickle. Insgesamt sei es wichtig, ein stabiles Gesundheitssystem aufzubauen, so Berkley.

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