5. April 2022
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5. April 2022

Hungerkrise verschärft sich im Osten Afrikas / Russische Wagner-Truppe geht brutal gegen Zivilbevölkerung in Afrika vor / Urteil gegen Paul Rusesabagina

1. Hungerkrise verschärft sich im Osten Afrikas

Am Horn von Afrika, in Teilen Somalias, Äthiopiens und Kenias sind durch die schlimmste Dürre seit 1981 mehr als 13 Millionen Menschen von akutem Hunger bedroht, erklärt das UN-Welternährungsprogramm (WFP). Darüber berichten das ZDF und der Standard. Drei Regenzeiten in Folge seien am Horn von Afrika ausgeblieben. “Hier ist die Klimakrise angekommen”, so Florian Westphal, Vorstandsvorsitzender der Hilfsorganisation Save the Children. Seit Dezember gebe es vertrocknete Ernten, verbranntes Weideland und verdurstetes Vieh. Die Menschen seien auf der Suche nach Wasser und Nahrung. Besonders hart betroffen sei Somalia. Dort seien 4,5 Millionen Menschen direkt von der Dürre betroffen und laut UN-Angaben sind deswegen etwa 700.000 Menschen auf der Flucht. In weiten Teilen des Landes habe sich der Preis für Wasser verdoppelt. Nach UN-Angaben droht 1,4 Millionen Kindern in Somalia unter fünf Jahren akute Mangelernährung. Sie werden dadurch anfälliger für Erkrankungen wie Durchfall und Lungenentzündung. Um die humanitäre Katastrophe zu verhindern, werden nach Schätzungen mindestens 140 Millionen Dollar (knapp 127 Millionen Euro) benötigt. Bisher seien rund 57 Millionen Dollar zugesagt. Hilfsorganisationen befürchten, dass durch den Krieg in der Ukraine andere Krisen an Aufmerksamkeit verlieren könnten.

2. Russische Wagner-Truppe geht brutal gegen Zivilbevölkerung in Afrika vor

Die Söldner der russischen Wagner-Gruppe stärken immer mehr umstrittene afrikanische Herrscher, thematisiert Johannes Dieterich in der Frankfurter Rundschau. Die Söldner seien auch in anderen Konflikten der Welt im Einsatz gewesen, wie im Donbass und in Syrien. Ihnen werden schwere Verstöße gegen die Menschenrechte vorgeworfen. Seit Beginn des Jahres seien rund Tausend auch in Mali aktiv, weswegen Frankreich seine 5000 Fremdenlegionäre der Barkhane-Mission aus Mali abziehen ließ. Das Militärregime in Mali bestreite, dass russische Profi-Kämpfer im Land seien und behauptet stattdessen, dass es sich um „militärische Ausbilder“ handle. Mittlerweile häufen sich jedoch die Berichte von brutalen Vorgehen der malischen Streitkräfte gegenüber der Zivilbevölkerung, die auf die Beteiligung der Wagner-Truppe an den Militäraktionen zurückgeführt werden. So erklärte die Armee, in der vergangenen Woche mehr als 200 islamistische Extremisten in der zentralmalischen Region Moura getötet zu haben. In den sozialen Netzwerken finden sich jedoch Berichte, dass sich darunter auch zahlreiche Zivilpersonen, wie Frauen und Kinder befunden hätten. Vor zwei Wochen soll es zu einem Massaker in der Region um die Provinzstadt Segou gekommen sein. Dabei sollen nach Angaben der französischen TV-Sender rfi und France 24 die überwiegend blonden und blauäugigen Söldner malische Soldaten beim Überfallen von Dörfern und Exekutieren von Zivilist*innen unterstützt haben.

3. Urteil gegen Paul Rusesabagina

Der Regimekritiker Paul Rusesabagina, der während des Völkermordes in Ruanda 1994 vielen Menschen das Leben rettete, ist jetzt durch das Oberste Gericht in Ruanda wegen Terrorismus zu einer 25-jährigen Haftstrafe verurteilt worden, wie Spiegel berichtet. Dabei sei er für schuldig befunden worden, eine Terrororganisation gegründet und terroristische Aktivitäten finanziell unterstützt zu haben. Die Strafe entspräche der Schwere seiner Verbrechen, so Richter François Regis Rukundakuvu. Auch die Haftstrafen der 20 Mitangeklagten seien bestätigt worden. Sowohl Belgien, als auch die USA und das EU-Parlament sollen ihre Zweifel an einem fairen Prozess geäußert haben. International berühmt sei Rusesabagina durch den Film “Hotel Ruanda” geworden, der vom Völkermord 1994 in Ruanda handelt.

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