02. Oktober 2019

02. Oktober 2019

Nigeria: Menschenhandel aufgedeckt / Angriff auf Militärstationen in Mali / Günter Nooke über Kamerun

1. Nigeria: Menschenhandel aufgedeckt

Wie mehrere Medien, darunter die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Deutsche Welle, die Hannoversche Allgemeine Zeitung und die Ostsee Zeitung berichten, wurden in Nigeria 19 Frauen und Mädchen aus der Hand von Menschenhändler*innen befreit. Diese haben die Frauen in sogenannten „Babyfabriken“ festgehalten. Die Frauen befanden sich im Alter zwischen 15 und 28 Jahren und seien unter Vorwänden und Versprechen auf Arbeit in die Metropole Lagos gelockt worden, so Bala Elkana, Polizeisprecher. Dort seien sie dann entführt und anschließend vergewaltigt worden, um die Mädchen und Frauen zu schwängern. Die Kinder seien nach der Geburt direkt in ein anderes Haus gebracht worden, dort seien sie dann an interessierte Kund*innen weitverkauft worden. Die Frauen hätten in Interviews berichtet, dass sie keinen Kontakt zur Außenwelt gehabt hätten und vollkommen isoliert waren. Neben zwei bereits festgenommenen Frauen suche man noch nach einer dritten verdächtigen Person. Die befreiten Frauen werden nun wieder zurück in ihre Heimat gebracht. In Nigeria seien vor Menschenhandel nur Korruption und Drogenhandel noch häufigere Straftaten, so die Vereinten Nationen.

2. Angriff auf Militärstationen in Mali

Wie Zeit Online, die Süddeutsche Zeitung, die Neue Zürcher Zeitung, der Deutschlandfunk und die Deutsche Welle melden, gab es in Mali einen vermutlich islamistischen Angriff auf Armeestützpunkte. Bei zwei zeitgleich stattfinden Anschlägen auf die Militärbasen in Boulikessi sowie Mondoro seien mindestens 25 Soldat*innen ums Leben gekommen. Yaya Sangare, Sprecher der malischen Regierung, teilte mit, dass auch 15 Terrorist*innen getötet wurden. Laut der Regierung gelten weitere 60 Soldat*innen als vermisst. Der Angriff auf die Basis Boulikessi sei vermutlich der Terrorgruppe Al-Kaida zuzurechnen. Die Angriffe seien in diesem Jahr der schwerste Verlust, den die malischen Truppen bisher erlitten haben. Die UNO-Mission für Frieden in Mali werde auch von Deutschland mit rund 1.000 Soldat*innen unterstützt.

3. Günter Nooke über Kamerun

Dirke Köpp interviewt in der Deutschen Welle den Afrikabeauftragen der Bundeskanzlerin, Günter Nooke, zu seinem Besuch in Kamerun und die andauernde Krise im anglophonen Teil des Landes. Nach der Rede Präsident Paul Biyas gebe es eine größere öffentliche Wahrnehmung für die Probleme innerhalb des Landes, so Nooke. Es sei wichtig, sich für einen erfolgreichen Dialog einzusetzen und schlimmere gewalttätige Auseinandersetzungen zu verhindern. Gewalt und Verbrechen in Kamerun gebe es von beiden Seiten, sowohl von Polizei als auch von denjenigen, die für die Unabhängigkeit des anglophonen Landesteils kämpfen. Laut Nooke gehe es nicht mehr nur um Nordwest- und Südwest-Regionen und die anglophonen Gebiete, sondern um die gesamte Staatsverfassung. Der föderalistische Staat sei zugunsten eines zentralistischen Systems abgeschafft worden, föderale Strukturen könnten jedoch gewisse Dinge erleichtern, so Nooke. So könnten beispielsweise freie und faire Wahlen auch auf kommunaler und regionaler Ebene stattfinden, und kleinere Kommunen und Provinzen könnten mehr Eigenständigkeit bekommen. Die Gewalt müsse zunächst auf beiden Seiten eingestellt werden, um Vertrauen zu schaffen. Deutschland sei als Beobachter geladen, doch wenn in Kamerun der Wunsch einer spezifischen Rolle bestehe, werde man auch darüber verhandeln, so Nooke.

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