02. Dezember 2019
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02. Dezember 2019

Millionflucht wegen Klimawandel / Neuer Einsatz in der Sahelzone? / Namibia hat gewählt

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1. Millionflucht wegen Klimawandel
In einer neuen Studie warnt die Entwicklungsorganisation Oxfam, dass der globale Klimawandel dazu führt, dass sich jährlich 20 Millionen Menschen auf die Flucht begeben werden, wie unter anderem ZDF.de, Zeit Online, die Westdeutsche Allgemeine Zeitung sowie die Deutsche Welle berichten. Hauptursachen hierfür seien verstärkt auftretende Wetterextreme wie Wirbelstürme, Überschwemmungen oder Waldbrände. Entwicklungsminister Gerd Müller warnte im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) ebenfalls ebenfalls vor einer Zunahme von „Klimaflüchtlingen“. Er werde der anstehenden Klimakonferenz in Madrid jedoch fernbleiben, da das Format der jährlichen Klimakonferenzen „vollkommen aus dem Ruder gelaufen“ sei. Stattdessen befindet sich Müller derzeit zusammen mit Arbeitsminister Hubertus Heil auf Dienstreise in Äthiopien, wie auch Tagesschau.de, die Bild und der Deutschlandfunk. Dort werben sie dafür, dass deutsche Firmen im Ausland zu fairen Konditionen produzieren. Zudem werben sie dafür, die Kaffeesteuer für Fairtrade-Kaffee abzuschaffen.

2. Neuer Einsatz in der Sahelzone?
Gordon Repinski und Marina Kormbaki thematisieren im Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) ein mögliches stärkeres deutsches Engagement in der Sahelzone. In der Generaldebatte im Bundestag habe Bundeskanzlerin Angela Merkel deutlich gemacht, dass sie Afrika ins Zentrum deutscher Sicherheitspolitik rücken wolle. Sie werbe für ein „robustes Mandat“, was im Endeffekt auf einen militärischen Einsatz der Bundeswehr in einem umkämpften Gebiet hinauslaufen werde. Bereits im kommenden Jahr sollen sich die Pläne zu einem deutschen und europäischen Engagement in der Sahelzone konkretisieren. Die bisherige EU-Ausbildungsmission in Mali (EUTM) sei nach Ansicht von Expert*innen bisher wenig effektiv. Die Opposition kritisierte das bisherige Vorgehen als unabgestimmt und intransparent.

3. Namibia hat gewählt
Mehrere Medien, darunter Tagesschau.de, das ZDF, die Frankfurter Rundschau, Zeit Online und der Deutschlandfunk, melden, dass Namibia den amtierdenden Präsidenten Hage Geingob  wiedergewählt hat. Der seit 2015 regierende Amtsinhaber habe dabei allerdings ein historsich schlechtes Ergebnis von rund 56 Prozent erzielt. Themen des Wahlkampfes seien unter anderem die „desolate Wirtschaftslage“ sowie die weit verbreitete Korruption gewesen. 1,3 Millionen seien dem Ruf an die Urnen gefolgt, was einer Wahlbeteiligung von etwa 60 Prozent entspreche. Laut Wahlbeobachter*innen sei die Wahl „weitgehend friedlich und in geordneter Weise“ erfolgt.

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