01. Februar 2021
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01. Februar 2021

Reiche Länder hamstern Impfstoffe / Müller fordert Impfstoffe für Entwicklungsländer / Shell muss Menschen in Nigeria entschädigen

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1. Reiche Länder hamstern Impfstoffe

Im aktuellen Spiegel warnen Laura Höflinger, Katrin Kuntz und Fritz Schaap vor dem Scheitern der globalen Impfstoff-Initiative COVAX. Neun Monate nach der Gründung von COVAX sei von Solidarität wenig zu spüren. Laut dem Duke Global Health Institute haben sich 16 Prozent der Weltbevölkerung 60 Prozent des verfügbaren Impfstoffs gesichert. Anstatt sich allein auf COVAX zu verlassen, haben die EU, Großbritannien und Kanada Impfstoffe massenweise bei den Herstellern direkt bestellt. So sei der Markt erst einmal blockiert und die Preise in die Höhe getrieben worden. Damit geschehe genau das, was COVAX verhindern wollte. Anstatt zusammenzuarbeiten, machen die Staaten einander Konkurrenz. Für ärmere werde dabei wieder einmal deutlich, dass nicht jene die Impfstoffe erhalten, die sie am dringendsten benötigen, sondern diejenigen, die am meisten dafür bezahlen. Die WHO fürchtet, dass die Welt in zwei Impfblöcke zerfallen könnte. Auf der einen Seite stehe eine kleine Elite aus Ländern, die ihre Bevölkerung zu großen Teilen immunisieren und ihre Wirtschaft wieder ankurbeln. Auf der anderen Seite stehen große Teile Lateinamerikas, Afrikas und Asiens, wo die Mehrheit der Menschheit lebt und wo die Pandemie weiter wüten würde. Indien und Südafrika haben nun bei der Welthandelsorganisation gefordert, den Patentschutz auf Corona-Medikamente während der Pandemie auszusetzen, damit Impfstoffe in Schwellenländern lizenzfrei und wesentlich kostengünstiger hergestellt werden können.

2. Müller fordert Impfstoffe für Entwicklungsländer

In einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung mahnt Bundesentwicklungsminister Gerd Müller an, Impfstoffe auch ärmeren Ländern schnell bereitzustellen. Darüber berichten auch die Welt, das Redaktionsnetzwerk Deutschland, Deutschlandfunk.de und die Berliner Zeitung. Müller fordere Europa auf, sich stärker an der globalen Impffinanzierung zu beteiligen. Es fehlten 25 Milliarden Euro, um wenigstens 20 Prozent der Bevölkerung in den Entwicklungsländern zu impfen, so Müller. Der Impfstoff müsste auch den Ärmsten schon in diesem Jahr zur Verfügung stehen. Europa dürfe nicht den Fehler machen, zu glauben, das Virus nur auf dem eigenen Kontinent besiegen zu können. Müller plädierte dafür, in den Ausbau der weltweiten Produktionskapazitäten zu investieren und Impfstoffe auch in Afrika herzustellen. Dazu müsste Deutschland seinen Anteil an der globalen Impffinanzierung in diesem Jahr auf eine Milliarde Euro erhöhen. “Das wäre ein wichtiges Zeichen der internationalen Solidarität”, sagte Müller.

3. Shell muss Menschen in Nigeria entschädigen

Wie mehrere Medien, darunter die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung und das Redaktionsnetzwerk Deutschland melden, erhalten nigerianische Bäuerinnen und Bauern eine finanzielle Entschädigung vom Ölkonzern Shell. Ein niederländisches Gericht habe entschieden, dass ein Tochterunternehmen des Ölkonzerns Shell in Nigeria für die Ölverschmutzung im Niger-Delta aufkommen muss, die zwischen 2004 und 2005 durch ein Ölleck zustande gekommen sind. Die Höhe der Entschädigung werde später bestimmt. Vier Bauern aus den Dörfern Oruma und Goi sowie die Umweltorganisation Milieudefensie hatten das Unternehmen in Den Haag auf Schadenersatz verklagt und auch die Sanierung des Bodens im Niger-Delta gefordert. Wegen der schlechten Wartung der Infrastruktur verlieren Pipelines in Nigeria immer wieder Öl. Dadurch wurde den Klägern zufolge das Trinkwasser verseucht, der Fischbestand in Gewässern getötet und Ackerland unbrauchbar.

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