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Gesundheit von Müttern und Kindern Weltweit tragen Frauen die Hauptlast, wenn Gesundheitssysteme zerfallen. Jedes Jahr sterben etwa eine halbe Million Mütter durch Komplikationen während der Geburt. Und mehrere zehn Millionen Frauen leiden unter Krankheiten und Verletzungen, die durch Schwangerschaften entstanden sind. Die Müttersterblichkeit war 2005 in Afrika fast 140-mal so hoch wie in Deutschland. Schwer trifft es auch Kinder. Jedes Jahr sterben fast zehn Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag. Die meisten an Unterernährung und an vermeidbaren und behandelbaren Krankheiten wie Masern und Durchfall, die wohlhabenderen Ländern kaum noch Sorgen bereiten. Die Kindersterblichkeit in Afrika ist fast 30-mal so hoch wie in Deutschland. Die Herausforderung besteht nicht darin, Lösungen für dieses Problem zu finden. Die Herausforderung besteht in dem Willen, sie umzusetzen. Es gibt zu wenig medizinisches Personal. Die medizinische Grundausstattung ist oftmals ungenügend. Verlässliche Finanzierung und Infrastruktur der Gesundheitssysteme fehlen. Doch bei den politisch Verantwortlichen wächst langsam das Bewusstsein dafür, dass globale Gesundheitsprogramme so gestaltet werden müssen, dass sie den Zugang zu grundlegender Geburtsversorgung für Mutter und Kind erleichtern und Vorbeugemaßnahmen wie Impfungen umfassen. Erfolg in Zahlen
Als 189 Länder im Jahr 2000 die Millennium-Entwicklungsziele verabschiedeten, haben sie sich dazu verpflichtet, bis 2015 die Kindersterblichkeit um zwei Drittel und die Müttersterblichkeit um drei Viertel zu senken. Die Weltgemeinschaft hat die notwendigen Mittel dazu noch nicht aufgebracht; auf halbem Weg zum Jahr 2015 ist sie noch immer gefährlich weit ab vom Kurs. Dies gilt insbesondere für die Länder südlich der Sahara, wo weiterhin die Mehrzahl der Todesfälle unter Müttern und Kindern zu verzeichnen ist. Die Aufmerksamkeit, die in den vergangenen Jahren den Themen HIV/Aids, TB und Malaria geschenkt wurde, hat – so notwendig wie dies ist – weiter den notwendigen Fokus von den Gesundheitssystemen in Afrika genommen. So wurden die ohnehin begrenzten Gelder, Sachmittel und menschlichen Ressourcen von der Grundversorgung und der Versorgung der Mütter abgezogen. Inzwischen aber gibt es zwischen den Verantwortlichen in der Politik breite Übereinstimmung, dass globale Gesundheitsprogramme so gestaltet werden müssen, dass sie Gesundheitssysteme insgesamt stärken. Mit politischem Willen und Engagement durch Entwicklungsländer und die Gebergemeinschaft kann die Prognose für Mütter und kleine Kinder in den ärmsten Ländern dieser Welt eine viel hoffnungsvollere sein. Weiterführende Links Weltgesundheitsorganistion (WHO) - Gesundheit von Müttern (englisch)
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