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Was kann getan werden Der Ausbau der landwirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ist eine der wirksamsten Möglichkeiten, Armut zu reduzieren. Die Landwirtschaft in Afrika hat über Jahrzehnte unter Vernachlässigung und mangelnden Investitionen gelitten. Investitionen in Landwirtschafts- und Marktinfrastruktur tragen dazu bei, Erträge zu erhöhen und den Landwirten Afrikas Zugang zu Binnen-, Regional- und internationalen Märkten zu geben. Eine aktuelle Studie der Weltbank sieht im Ausbau der Landwirtschaft einen Schlüssel für den Erfolg Chinas in der Armutsbekämpfung und beim Aufstieg zur Industrienation. Zusätzlich kann Entwicklungszusammenarbeit dazu beitragen, den Risiken durch Klimaveränderung für landwirtschaftliches Wachstum entgegen zu wirken. Deutschland sollte daher afrikanische Landwirtschaft mit aller Kraft unterstützen, damit sie die Versorgung mit Nahrungsmitteln sicherstellen kann. Dies kann auf dreierlei Art geschehen: 1. Afrikas Landwirtschaft beleben Nach Angaben der FAO werden nur 14,2 Prozent des landwirtschaftlich nutzbaren Landes in Afrika tatsächlich genutzt. Durch Investitionen in die Landwirtschaft kann ein größerer Teil bewirtschaftet werden, was wiederum zu höheren Erträgen führt. Die Alliance for a Green Revolution in Africa (AGRA) unter Vorsitz des ehemaligen Generalsekretärs der Vereinten Nationen Kofi Annan ist eine neue Partnerschaft unter afrikanischer Führung. Ziel ist es, afrikanischen Kleinbauern zu den erforderlichen landwirtschaftlichen Investitionen zu verhelfen, so dass sie ihre Produktivität auf ein gesichertes Subsistenzniveau erhöhen und perspektivisch einen Überschuss erwirtschaften. Ein großzügiger Beitrag Deutschlands in der Größenordnung von €80 – 160 Mio. für 2009 würde einerseits ein Beispiel setzen und andererseits grundlegende Fortschritte möglich machen. Zusätzlich wird deutsches Expertenwissen im Bereich landwirtschaftlicher Forschung und Entwicklung für die aufstrebenden Bemühungen in Afrika von großem Wert sein. 2. Anpassung an den Klimawandel unterstützen Klimafachleute weisen auf ein umgekehrtes Verhältnis zwischen dem Grad an Information über den Klimawandel und dem Ausmaß hin, wie stark man seinen Risiken ausgesetzt ist. Im Voraus zu wissen, wie sich die Wetterlage über längere Zeit entwickelt, kann den Unterschied zwischen einer erfolgreichen Ernte und deren Ausbleiben bedeuten. Die Wirtschaftskommission für Afrika (Economic Commission for Africa - ECA) und die Weltorganisation für Meteorologie (World Meteorological Organization –WOM) haben einen Plan erarbeitet, der vorsieht, die afrikanische Beobachtungsinfrastruktur auszubauen. Dafür werden über zehn Jahre €160 Mio. benötigt. Die Mittel für dieses finanziell bescheidene – aber in seinem Mehrwert kaum zu überschätzende – Unternehmen müssen erst noch beschafft werden. Deutschland kann hier eine Führungsrolle übernehmen, indem es dieses Planungsinstrument zusammen mit seinen G8-Partnern auf den Weg bringt. 3. Handelsbezogene Hilfe verbessern Eine kürzlich durch ONE in Auftrag gegebene Analyse hat gezeigt, dass jährlich €9,6 – 10,4 Mrd. erforderlich sind, um Afrikas Handelsinfrastruktur aufzubauen und die auf den Exportmärkten geltenden Hygienestandards zu erreichen. Im Oktober 2007 hat der europäische Rat die EU-Strategie für handelsbezogene Hilfe (Aid for Trade) verabschiedet, die zum Ziel hat, die jährlichen Beiträge der EU bis 2010 auf €2 Mrd. zu erhöhen. Während dies unterhalb des angemessenen Anteils von ca. €3,2 Mrd. allein für die europäischen G8-Staaten liegt, sollte Deutschland sicherstellen, dass dieses in der EU-Strategie festgelegte Ziel ohne Verzögerungen erreicht wird.
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