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Landwirtschaft und Nahrung Wirtschaftswachstum und der Kampf gegen Armut hängen von einer soliden Landwirtschaft ab. Dies gilt insbesondere für Afrika, wo mehr als die Hälfte der Bevölkerung zum Überleben auf Landwirtschaft angewiesen ist. Nach Angaben der Weltbank ist Wachstum im landwirtschaftlichen Bereich eines der wirksamsten Mittel in der Armutsbekämpfung. Doch in den letzten 25 Jahren sind die Einkommen aus Landwirtschaft in Afrika im Schnitt um nicht einmal ein Prozent gewachsen. Das ist die niedrigste Quote weltweit und entspricht nicht einmal der Hälfte der Erhöhungen, die alle anderen Erdteile erzielten. Die steigenden Kosten der Nahrungsmittelproduktion und der Klimawandel bedrohen den Sektor zusätzlich – Kosten für Material und Transporte steigen, während gleichzeitig die Erträge aufgrund erschwerter Wetterbedingungen sinken. Der Internationale Klimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change – IPCC) sagt voraus, dass in einigen afrikanischen Ländern die Erträge aus regenbewässerter Landwirtschaft bis 2020 um die Hälfte gesunken sein könnten. Damit würden Nahrungsmittelunsicherheit und Unterernährung weiter ansteigen. Die erhöhten Nahrungsmittelpreise drohen, die erst kürzlich erzielten Erfolge im Kampf gegen extreme Armut zu untergraben und den ohnehin schon langsamen Fortschritt auf dem Weg zur Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele ganz zum Erliegen zu bringen. Die Krise stellt für die Ärmsten der Welt – diejenigen, die fast ihr gesamtes Einkommen für Nahrungsmittel ausgeben – einen harten Rückschlag dar. Steigende Nahrungsmittelpreise drohen die Krise durch Hunger und Unterernährung zu verschärfen. Schon heute ist Unterernährung für fast die Hälfte aller Todesfälle bei Kindern und mehr als 20 Prozent der Todesfälle bei Müttern verantwortlich. Sowohl die Länder Afrikas südlich der Sahara als auch der Mittlere Osten und Nordafrika sind noch weit von der Erreichung der Vorgaben für das Millennium-Entwicklungsziel zu Hunger und Unterernährung entfernt. Die steigenden Nahrungsmittelpreise werden aller Wahrscheinlichkeit nach den Fortschritt noch weiter hinauszögern. Und weil Hunger und Unterernährung eng mit wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, Bildungserfolgen und der Fähigkeit, Krankheiten zu widerstehen, verbunden sind, bedrohen steigende Nahrungsmittelpreise auch alle anderen Anstrengungen der Armutsbekämpfung. Blick in die Zukunft Die Erhöhung von Lebensmittelhilfe wird allein nicht in der Lage sein, den Kampf gegen weltweiten Hunger und Unterernährung zu gewinnen. Berechnungen zeigen, dass steigende Nahrungsmittelpreise kein schnell vorübergehendes Phänomen sind – Getreidepreise werden wohl bis mindestens 2015 über dem Niveau von 2004 bleiben. Um dieser wachsenden Herausforderung gerecht zu werden, müssen sich die weltweiten Anstrengungen vor allem auf die Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft, insbesondere in Afrika, konzentrieren. Durch größere Investitionen in Landwirtschaft, Infrastruktur, Saatgut, Werkzeuge und Düngemittel könnten afrikanische Bauern nicht nur von höheren Erträgen sondern auch von gestärkten Verbindungen zu heimischen, regionalen und internationalen Märkten profitieren. Was kann getan werden? Lesen Sie mehr Weiterführende Links Alliance for a Green Revolution in Africa (englisch)
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