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Geldof: G20 müssen Ausgrenzung der Ärmsten beenden

Mittelmeerunglück „Fanal für die G20“

Berlin, 1. April. Vor dem Treffen der Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrienationen in London hat die entwicklungspolitische Organisation ONE die Teilnehmer dazu aufgerufen, die Ausgrenzung ärmerer Entwicklungsländer in globalen Finanzfragen zu beenden.

Der Musiker und Afrika-Aktivist Bob Geldof machte heute deutlich: „50 Prozent der Weltbevölkerung lebt von weniger als zwei Euro pro Tag. Wenn wir diese Menschen ausschließen, schließen wir deren Produktivität, Kreativität, ihre Ideen und ihre Dynamik aus. Und wenn wir das tun, verhindern wir, dass unsere Produkte dorthin exportiert werden und umgekehrt.“

Die aktive Integration der ärmsten Länder in die Weltwirtschaft kann nach Ansicht zahlreicher Experten zu einer Belebung der globalen Wirtschaftstätigkeit insgesamt führen. Laut einer Studie des Overseas Development Institutes und des Londoner Instituts für Wirtschafts- und Sozialforschung im Auftrag von ONE würde eine Investition von weniger als zwei Prozent der aktuellen Konjunkturpakete in Entwicklungsländer ein weltweites Wachstum von 250 Milliarden US-Dollar stimulieren. Deutschlands Exporte würden noch in diesem Jahr um 1,9 Milliarden US-Dollar zunehmen.

Der Direktor von ONE in Deutschland, Tobias Kahler, nannte den Tod von Hunderten von Flüchtlingen im Mittelmeer ein „Fanal für die G20“. „Die Wirtschaftskrise trifft die Unschuldigen und Wehrlosen am stärksten. Die G20, die an den Flüchtlingsursachen etwas ändern können, könnten nicht dringender zum Handeln aufgefordert sein.“

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