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Doha: Verpasste Gelegenheiten Doha, 2. Dezember. Nach vier Verhandlungstagen mit über 3.000 Teilnehmern, darunter 40 Staats- und Regierungschef und über 53 Begleitveranstaltungen endet heute die Konferenz von Doha zur Entwicklungsfinanzierung. Angesichts der weltweiten Finanzkrise und der Übergangsperiode in der US-Regierung waren die Erwartungen niedrig – und wurden nicht übertroffen. „Doha war die Chance der reichen Staaten ein Ausrufezeichen gegen jede Rückzugsbewegung im Kampf gegen extreme Armut zu setzen. Nicht trotz, sondern gerade wegen einer weltweit schwierigen Situation. Nach einigem Hin und Her haben die Geber ihre bestehenden Zusagen an die Ärmsten im Grunde bestätigt. Aber jenseits der Verhandlungstische werden diese Zusagen nicht überall umgesetzt“, sagt Oliver Buston, Europadirektor der entwicklungspolitischen Organisation ONE. „Erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit hat die Zahl der Menschen, die in Afrika lebensrettende Aids-Medikation erhalten, von 50.000 im Jahr 2002 auf über zwei Millionen im Jahr 2007 katapultiert. Sie hat auch dazu beigetragen, dass in Afrika seit 1999 über 34 Millionen Kinder zusätzlich eingeschult wurden. Trotz dieser eindrucksvollen Ergebnisse kommen einige reiche Staaten ihren selbst gegebenen Verpflichtungen noch immer nicht nach. Frankreichs jüngster Etatentwurf bedeutet eine Stagnation. Italien – der kommende Gastgeber der G8 – hat sein Entwicklungsbudget gekürzt. Diese Rückwärtsentwicklungen müssen sich umgekehren, wenn die Aussagen von Doha eine Bedeutung haben sollen. Die Geber müssen Zeitpläne vorlegen, wie sie ihre Ziele erfüllen wollen“, so Buston. „Wir blicken nun auf den G20-Gipfel in London, der Afrikas Belange berücksichtigen muss. Wenn die Entscheider Lösungen der Weltfinanzkrise beraten, müssen sie bedenken, welche Auswirkungen diese Krise für die ärmsten Länder der Welt hat und dass diese Krise hier zur Nahrungs- und Energiekrise hinzukommt. Wir begrüßen deshalb, dass man sich in Doha auf eine hochrangige VN-Konferenz zu den Auswirkungen der Finanzkrise auf Entwicklung geeinigt hat“ so Buston weiter. Weitere Ergebnisse von Doha:
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