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UN-sichere Entwicklungsziele? UN-Notfallgipfel zu weltweiter Armut. Berlin, 24. September. Über 80 Staaten, Bono und Bob Geldof als Vertreter von ONE, zahllose Organisationen und private Stiftungen. Überschattet von der Finanzmarktkrise findet morgen in New York das weltweit wichtigste Treffen der vergangenen Jahre für das erste Millenniumprojekt der Menschheit statt: Unnötige Armut zu beenden. Die Teilnehmer wollen auf dem „High-Level Event“ beraten, wie man den Prozess der Millennium-Entwicklungsziele bis 2015 wieder auf Kurs bringen kann. Deutschland ist durch Vizekanzler Steinmeier und Entwicklungsministerin Wieczorek-Zeul vertreten. Auch die Zivilgesellschaft drängt auf Erfolge: Bono und Bob Geldof führen als Lobbyisten gegen Armut in New York zahlreiche Gespräche mit politischen Entscheidern. Bono bloggt über den Fortgang der Konferenz täglich auf der Website der Financial Times. „700 Milliarden US-Dollar können kurzfristig für die Rettung von Banken locker gemacht werden. Dass muss nicht falsch sein. Die Rettung unserer Mitmenschen würde nur ein Bruchteil dieser Summe kosten – und wäre mindestens ebenso vernünftig“, kommentiert Tobias Kahler, Deutschlandchef der entwicklungspolitischen Organisation ONE. „Wir brauchen eine unmittelbare Antwort auf die Lebensmittelkrise. Und wir haben die große Chance, in New York einen weltweiten Pakt für den Ausbau von Gesundheitssystemen zu begründen. Frank-Walter Steinmeier und Heidemarie Wieczorek-Zeul können das politische Gewicht Deutschlands und die deutsche Vorreiterrolle etwa bei der Versteigerung von CO2-Zertifikaten hierfür nutzen“, so Kahler. Vor acht Jahren trafen sich 189 Staaten, um am Beginn des neuen Jahrtausends ein Zeichen zu setzen. Ihr Ziel: eine Welt ohne extreme Armut und einem Mindestmaß an Bildungschancen und medizinischer Versorgung. Acht Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) sollten ein nachprüfbarer Maßstab für den Fortschritt bis 2015 sein. Nachdem bereits die Hälfte der Zeit verstrichen ist, kann die Weltgemeinschaft Erfolge vermelden. Insgesamt kommt man jedoch zu langsam voran, um die selbstgesteckten Ziele zu erreichen, wie der aktuelle Bericht von VN-Generalsekretär Ban Ki-moon zeigt. Gründe sind die aktuelle Nahrungsmittelkrise und die Nichteinhaltung wichtiger Finanzierungszusagen durch die Industriestaaten, darunter Deutschland. |






