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DATA begrüßt Planungen der Bundesregierung zur Entwicklungshilfe

Berlin, 27. Juni 2008. Die entwicklungspolitische Lobbyorganisation DATA begrüßt die Ankündigung des Regierungssprechers Thomas Steg, dass der Haushaltsentwurf 2009 mindestens 800 Millionen Euro zusätzlich für Entwicklungszusammenarbeit vorsehen wird. DATA fordert, dass diese zusätzlichen Gelder in erster Linie der Armutsbekämpfung in Afrika zukommen.

„Mit ihren Anstrengungen scheint die Bundesregierung im Kampf gegen extreme Armut Ernst zu machen. Entscheidend wird nun sein, diese Mittel für wirksame Programme zur Armutsbekämpfung in Afrika einzusetzen. Dies hilft Afrika und uns. Zugleich müssen die Anstrengungen noch verstärkt werden, um die internationalen Zusagen im Jahr 2010 einzuhalten. Noch ist es dafür nicht zu spät“, so der Direktor von DATA Deutschland, Tobias Kahler.

Die Bundesregierung hat noch keine Details zu den geplanten Erhöhungen veröffentlicht. Die in Aussicht gestellte Erhöhung reicht noch nicht aus, bis 2010 das Ziel zu erreichen, 0,51 Prozent des Bruttonationaleinkommens für Entwicklungszusammenarbeit aufzuwenden. Am 18. Juni hatte DATA in seiner jährlichen Studie, dem DATA Bericht, bereits darauf hingewiesen, dass die G8-Staaten mit ihren Versprechen zur Armutsbekämpfung in Afrika hinter dem Zeitplan zurückliegen.

Dennoch wurde in Verbindung mit bemerkenswerten Anstrengungen der Regierungen vor Ort in Afrika viel erreicht: Seit 1999 konnten 29 Millionen Kinder zusätzlich eingeschult werden. 26 Millionen Kinder wurden gegen eine Reihe von lebensbedrohlichen Krankheiten geimpft. 2,1 Millionen Menschen in Afrika erhalten lebensrettende Aids-Medikamente; 2002 waren es nur 50.000.

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