K. Y. Amoako ist Leiter des African Center for Economic Transformation (ACET), einer gemeinnützigen Einrichtung mit Sitz im ghanaischen Accra. Diese bietet fachlich fundierte politische Analysen und Beratungsleistungen zur Förderung langfristigen Wachstums und einer nachhaltigen Entwicklung in Afrika an. Von 1995 bis 2005 leitete er im Rang eines Under-Secretary-General der Vereinten Nationen die Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Afrika (Economic Commission for Africa - ECA). Unter seiner Führung erfuhr die ECA eine Neuausrichtung mit dem Ziel, afrikanische Politiker wirksamer zu unterstützen, der Stimme Afrikas international mehr Gewicht zu verleihen und größeren Einfluss auf die afrikanischen Partner auszuüben.
Dr. Amoako war neben führenden Fachleuten in Entwicklungsfragen und politischen Führern Mitglied hochrangiger internationaler Kommissionen und Arbeitsgruppen. Dazu gehörten die Commission for HIV/AIDS and Governance in Africa unter dem Vorsitz des damaligen Generalsekretärs der Vereinten Nationen Kofi Annan, die vom früheren britischen Premier Tony Blair ins Leben gerufene und geleitete Commission for Africa sowie die Commission on Macroeconomics and Health unter dem Vorsitz von Professor Jeffrey Sachs. Vor seinem Posten als Leiter der ECA war er Director of Education and Social Policy bei der Weltbank.
2006 war Dr. Amoako Distinguished African Scholar am Woodrow Wilson Center. Er promovierte an der University of California im Fachbereich Wirtschaft. 2003 wurde ihm von der Universität Addis Abeba ein Ehrendoktortitel in Recht verliehen. 2005 erhielt er in Anerkennung seines Einsatzes für die Entwicklung Afrikas den Ehrendoktortitel der Kwame Nkrumah University of Science and Technology in Ghana.
Paul Collier ist der Autor des preisgekrönten Buches „Die unterste Milliarde”. Er ist Wirtschaftsprofessor an der Oxford University. Außerdem leitet er das Centre for the Study of African Economics, ist Gastprofessor am St. Anthony's College, außerordentlicher Professor am CERDI (Centre for Studies and Research in International Development) der l'Université d'Auvergne und Mitglied des in London ansässigen Centre for Economic Policy Research (CEPR).
Schwerpunkt der Forschungstätigkeit von Paul Collier bilden Fragen der Makro- und Mikroökonomie sowie der politischen Ökonomie mit Schwerpunkt Afrika. Insbesondere untersucht er die Ursachen und Folgen von Bürgerkriegen, die Auswirkungen von Aids und die Probleme der Demokratie in Gesellschaften mit niedrigen Einkommen aber großem Reichtum an natürlichen Ressourcen.
Paul Collier war zudem hochrangiges Mitglied der von Tony Blair gegründeten Commission for Africa. Darüber hinaus leitete er die erste externe Prüfung der Tätigkeit des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Auftrag des IWF-Vorstands. Von 1998 bis 2003 leitete er die Entwicklungsforschungsgruppe bei der Weltbank.
Für seine Arbeit wurde er von der Oxford University ausgezeichnet. Ferner erhielt er den Edgar Graham Book Prize, der alle zwei Jahre für wissenschaftliche Veröffentlichungen im Bereich landwirtschaftliche oder industrielle Entwicklung in Afrika oder Asien verliehen wird.
Als Journalist recherchierte John Githongo in seiner kenianischen Heimat zu den Themen Bestechung und Betrug. Unter Präsident Mwai Kibaki erhielt er einen offiziellen Regierungsposten mit dem Auftrag, die Korruption zu bekämpfen.
Er studierte Wirtschaft und Philosophie an der University of Wales und kehrte anschließend in sein Heimatland zurück. 1999 gründete er zusammen mit anderen die kenianische Sektion von Transparency International, einer regierungsunabhängigen Anti-Korruptions-Organisation.
Im Januar 2003 erhielt er unter dem neu gewählten Präsident Kibaki, dessen Wahlkampf stark auf die Bekämpfung der Korruption ausgerichtet war, den Posten eines Staatssekretärs für Governance und Ethik. Am 7. Februar 2005 trat er zurück, weil er in seinem Kampf für verantwortungsvolles staatliches Handeln einen zu geringen Rückhalt durch die Regierung spürte. Auch heute ist er einer der aktivsten Kämpfer gegen die Korruption.
Gegenwärtig ist John Githongo Senior Associate Member des St Antony's College an der Oxford University.
Ned Jannotta begann seine berufliche Laufbahn 1985 als Gesellschafter bei der Investmentfirma GTCR. Nach drei Jahren bei GTCR wechselte er als Managing Director zu William Blair Capital Partners, wo er mehr als neun Jahre tätig war. 1998 ging er zurück zu GTCR, wo er 2002 zum Managing Principal ernannt wurde. Ned Jannotta studierte Politik in Princeton und machte seinen Abschluss mit Cum Laude. Außerdem erwarb er in Harvard den Master of Business Administration.
Ned Jannotta ist Mitglied des Vorstands bei Chester Valley Pharmaceuticals, ForeFront Education, GeneraMedix Pharmaceuticals, Morton Grove Pharmaceuticals, Ovation Pharmaceuticals sowie Trans Healthcare. Darüber hinaus war er Vorstandsmitglied bei GTCR und hatte in dieser Position entscheidenden Anteil an den erfolgreichen Beteiligungen an CuraScript und LifeCare Management Services.
Richard P. Kiphart ist Leiter der Finanzabteilung bei William Blair & Company's Corporate, wo er seit 1965 verschiedene Positionen inne hatte. Als junger Offizier der U.S. Navy erwarb Kiphart 1963 einen B.A. am Dartmouth College und 1965 einen M.B.A. an der Harvard Business School.
Kiphart ist Mitglied des Vorstandes der First Data Corporation und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Lime Energy Company. Zudem ist er Präsident und CEO der Lyric Opera von Chicago und Leiter des Erikson Institute.
Youssou N'Dour ist einer der berühmtesten afrikanischen Musiker aller Zeiten. Mit seinem Mix aus traditionellem senegalesischem Mbalax und schöpferisch verarbeiteten Einflüssen, die vom kubanischen Samba bis zu Hip Hop, Jazz und Soul reichen, hat sich der bekannte Sänger, Songwriter und Komponist weltweit eine riesige Fangemeinde erobert. Er arbeitete mit Musikern wie Peter Gabriel, Sting, Bran Van 3000, Neneh Cherry, Wyclef Jean, Paul Simon, Bruce Springsteen, Tracy Chapman und Branford Marsalis zusammen. In seiner Heimat, dem Senegal, genießt Youssou N'Dour Kultstatus - auch weil er sich stark für soziale Belange engagiert.
Im Juli 1993 feierte in der Opéra Bastille eine von N'Dour komponierte afrikanische Oper Premiere. Zusammen mit Axelle Red schrieb er „La Cour des Grands”, die offizielle Hymne der FIFA-Fußballweltmeisterschaft 1998. In der New York Times wurde seine Stimme kürzlich als „faszinierender Tenor, eine mit prophetischer Autorität geführte geschmeidige Waffe” beschrieben. N'Dour greift in seinem Werk das gesamte musikalische Spektrum des Senegals auf - häufig angereichert mit dem Repertoire genreübergreifender westlicher Rock- und Popmusik.
Seit vielen Jahren engagiert sich N'Dour für soziale Gerechtigkeit und die Bekämpfung von Armut. 1985 organisierte er ein Konzert für die Freilassung Nelson Mandelas. 1988 war er einer der Künstler der weltweit gastierenden Amnesty International Human Rights Now! Tour. Er rief das Projekt Joko ins Leben, das in Afrika Internet-Cafés betreibt und ein Netzwerk für im Ausland lebende Senegalesen unterhält. Am 2. Juli 2005 trat N'Dour auf drei der Live 8-Konzerte auf.
Njongonkulu Ndungane ist Erzbischof von Kapstadt und Primas der anglikanischen Kirche Südafrikas. Anfang der sechziger Jahre war er politischer Gefangener auf Robben Island. Später studierte Ndungane Ethik am Londoner King's College. Heute leitet er die Aktivitäten der weltweiten anglikanischen Kirchengemeinschaft gegen Armut und Aids, unfaire Handelsschranken und für Schuldenerlasse.
Trevor Neilson ist hochrangiger Berater bei APCO Worldwide, einer global tätigen Beratungsagentur im Bereich Public Affairs mit Niederlassungen in allen großen Städten in Nord- und Südamerika, Europa, dem nahen Osten, Afrika und Asien.
Davor war Trevor Neilson Geschäftsführer von GBC (Global Business Coalition on HIV/AIDS, Tuberculosis and Malaria). Unter seiner Leitung wuchs der Mitgliederbestand des GBC auf mehr als 200 multinationale Unternehmen, die sich im Kampf gegen Krankheiten engagieren, unter denen vor allem Einwohner ärmerer Länder leiden. Zudem wurden in dieser Zeit Büros in New York, Paris, Peking, Genf und Johannesburg eröffnet, und in 20 Ländern entstanden Partnerschaften.
Trevor Neilson war Director of Public Affairs and Special Projects bei der Bill & Melinda Gates-Stiftung. Dort unterstanden ihm die Bewilligung von Stiftungsgeldern, die Pflege der Beziehungen zu Regierungen und der Bereich Public Affairs. Außerdem war er Sprecher und Kontaktperson für die Vereinten Nationen, Regierungen, Unternehmen und NROs. Darüber hinaus arbeitete er für Bill und Melinda Gates an persönlichen Projekten sowie als Sprecher für die Gates-Familie.
Trevor Neilson arbeitete unter dem damaligen Präsidenten Clinton im Office of Scheduling and Advance und im Travel Office des Weißen Hauses. Er ist Mitglied der Clinton Global Initiative, des Council on Foreign Relations, des Beraterstabes der Wikimedia Foundation, des Beraterstabes des Genocide Intervention Network, des Business & Human Rights Resource Center sowie einer Reihe weiterer Organisationen. Trevor Neilson ist Vizepräsident von Saflink, einem Unternehmen, das schwerpunktmäßig biometrische Sicherheitssysteme für Regierungsbehörden in den USA entwickelt. Ferner ist er Gastlektor am Center for Public and Nonprofit Leadership des Public Policy Institute der Georgetown University, wo er Vorträge zur Verantwortung von Einzelnen und Unternehmen für das Gemeinwohl und die internationalen Beziehungen hält.
Dr. Ngozi Okonjo-Iweala ist Dozentin an der Brookings Institution. Von 2003 bis 2006 war sie Finanz- und Wirtschaftsministerin und später Außenministerin Nigerias und damit die erste Frau, die beide Ämter inne hatte. Vor ihrer politischen Karriere war Okonjo-Iweala 21 Jahre als Entwicklungsökonomin bei der Weltbank tätig.
Während der Zeit bei der Weltbank und ihres politischen Amtes erwarb sie sich große Anerkennung für ihre Bemühungen um Demokratisierung und die Bewältigung der Schuldenlast. Mit ihrer Arbeit leistete sie einen wichtigen Beitrag für den Wiederaufbau Nigerias nach mehr als 15 Jahren Militärdiktatur, die 1999 mit der Wiederherstellung der Demokratie endete. Im Oktober 2005 stand sie der nigerianischen Abordnung vor, die mit der G10, einer Gruppe bilateraler Geldgeber, einen Vertrag über die Tilgung der Auslandsschulden Nigerias aushandelte.
Ferner sorgte sie für Transparenz in den Finanzen der nigerianischen Regierung, indem sie die monatlichen finanziellen Zuwendungen an die einzelnen Bundesstaaten durch die Bundesregierung in der Zeitung veröffentlichen ließ. Dadurch konnten die Einwohner Nigerias genau verfolgen, welche Mittel an die einzelnen Bundesstaaten flossen - ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Korruption im Land.
Okonjo-Iweala studierte an der Harvard Universität und promovierte in Regionaler Wirtschaft und Entwicklung am M.I.T. Sie ist verheiratet und hat vier Kinder. Ihr Sohn, Uzodinma Iweala, ist Autor des von der Kritik gelobten Romans „Du sollst Bestie sein!”.
Steven Radelet ist Senior Fellow am Center for Global Development in Washington. Dort befasst er sich mit folgenden Fragen: Entwicklungszusammenarbeit, Schulden der Entwicklungsländer, wirtschaftliches Wachstum und Handel zwischen reichen und armen Ländern. Von Januar 2000 bis Juni 2002 war er Deputy Assistant Secretary im US-amerikanischen Finanzministerium und dort zuständig für Afrika, den Nahen Osten und Asien. In dieser Funktion entwickelte er Modelle für die US-Finanzbeziehungen mit den Ländern dieser Regionen, darunter Umschuldungspläne und Programme mit dem IWF, der Weltbank und anderen internationalen Finanzinstitutionen. Von 1990 bis 2000 war er am Harvard Institute for International Development (HIID) der Harvard Universität Leiter des dortigen Makroökonomie-Programms und hielt Vorlesungen zu Ökonomie und öffentlicher Ordnung. Gegenwärtig arbeitet er in Liberia als Wirtschaftsberater der Präsidentin und des Finanzministers.
Schwerpunkt seiner Forschungsarbeit und seiner Publikationen sind Entwicklungszusammenarbeit, wirtschaftliches Wachstum, Finanzkrisen und Handelspolitik in Entwicklungsländern, insbesondere in Afrika südlich der Sahara und Ostasien. Er verfasste zahlreiche Artikel für Wirtschaftsmagazine und andere Publikationen, ist Mitautor eines akademischen Standardwerkes (Economics of Development) sowie Autor von „Challenging Foreign Aid: A Policymaker's Guide to the Millennium Challenge Account”.
Amre Youness ist CEO von TMC Financial, einer Vermögensverwaltungsfirma. Mit seiner mehr als 20-jährigen Tätigkeit im Wirtschafts- und Finanzsektor - von den Anfängen beim institutionellen Anleger Jefferies and Company bis hin zu seiner eigenen Investmentfirma - bringt Arme Youness einen riesigen Erfahrungsschatz in den Politischen Beirat von ONE ein.
Als langjähriger Verfechter von Bildung und Menschenrechten war er Mitglied des Verwaltungsrates des Pacific Oaks College im kalifornischen Pasadena, nahm am World Economic Forum teil und setzte sich gemeinsam mit seiner Frau Caroline für Entwicklungsfortschritte im ländlichen Tansania ein.
Er erwarb an der School of Foreign Service der Georgetown University einen Bachelor of Science.