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Am 6. September 2000 haben 189 Staats- und Regierungschefs unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen die acht ehrgeizigen Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) unterzeichnet: deutliche Reduzierung weltweiter Armut, des Hungers, vermeidbarer Krankheiten wie AIDS und Malaria, Analphabetismus, der Diskriminierung von Frauen, der Kindersterblichkeit, aber auch Verbesserung der Gesundheit von Kindern und Müttern und der Solidarität Nord-Süd. Um auf diese Ziele hinzuweisen haben acht berühmte Filmregisseure (Jane Campion, Mira Nair, Wim Wenders, Gus Van Sant, Gaspard Noé, Jan Kounen, Abderhamane Sissako und Gael Garcia Bernal) freie Hand gehabt und jeder einen Kurzfilm zu ihrer Weltsicht gedreht, die ihr euch auf www.letempspresse.org anschauen könnt. Diese Kurzfilme wurden unter dem Namen “8” in einem Film zusammengefasst. Dieser Film ist der Ursprung des Abenteuers von „Le temps presse – Die Zeit drängt“, einem Festival für Kurzfilme, bei dem junge Talente ihren eigenen Blick auf die Welt frei darstellen können. Im Jahr 2011 wurden über 300 Filme eingesendet, von denen 20 in die engere Wahl kamen und sechs prämiert wurden. Die Gewinner erhielten für ihre Arbeit praktische Preise, etwa Profikameras und Unterstützung bei der Produktion einer Reportage. Hier könnt ihr euch einen Film über die Regisseurin und Gewinnerin von “Le temps presse”, Fatou Diarra, ansehen, in dem sie erklärt, wieso die Zeit drängt:
Jetzt geht das Filmfestival in die zweite Runde. Junge Regisseure und solche, die es werden wollen, sind aufgefordert, ihre Kurzfilme einzureichen. Also, wie seht ihr die Welt von heute? Zeigt es uns mit euren Kurzfilmen. Bis zum 4. Mai habt ihr Zeit, uns eure Filme von drei bis zehn Minuten Länge zu einem der acht Themen zuzusenden: Armut, Bildung, Gleichberechtigung, Kindersterblichkeit, Gesundheit von Müttern, HIV oder Malaria, Umwelt und Solidarität Nord-Süd. Alle Filme, die zwischen Januar 2000 und heute realisiert worden sind, dürfen eingereicht werden. Wir suchen Preisträger in sechs Kategorien: Le Temps presse/ Die Zeit drängt, Kino, Publikum, Umwelt, Kinder und Frauen. Die Preisträger werden von einer renommierten Jury ausgewählt. Die Preisübergabe findet am 7. Juni 2012 im Rathaus von Paris statt. Als Gewinne winken Profi-Kameras (Canon 5D/7D), Verträge über Reportagen und die Garantie, dass der prämierte Film über ein Partnernetzwerk verteilt wird. Klingt spannend? Dann macht jetzt mit. Alle Infos dazu findet ihr auf www.letempspresse.org. - Verena von Derschau – |
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Die 7. eLearning Africa (eLA) Konferenz steht nun bevor. Was sind die neuesten Trends im Bereich Bildung und Informations- und Kommunikations-Technologie (IKT) in Afrika? Vollständigen Beitrag lesen |
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Unsere Living Proof Botschafterin Sarah ist nicht zu stoppen. Nur wenige Tage nach dem Termin beim Europa-Abgeordneten Norbert Neuser hat sie dieses Wochenende schon ihre zweite Aktion gemacht, und sich dabei von ihren Freunden Unterstützung geholt. Mein zweites Auftreten als Living Proof Botschafterin war sportlicher Natur: Mit Mirco und Hannah, die sich schnell für einen Lauf gegen die Armut begeistern ließen, spurteten und schwitzen wir gemeinsam am vergangenen Samstag beim 10km Lauf in Mainz Laubenheim. Zugegeben, es war anfänglich wirklich schwer… Wer hat schon Lust im strömenden Regen bei gefühlten 3 Grad, dazu noch in kurzer Hose, über die Felder von Mainz zu keuchen?! Doch gemäß der “Steh auf, wenn du am Boden bist”-Philosophie der Toten Hosen haben wir unsere Gesichter gegen den Wind gehalten, sodass ich sogar meine persönliche Bestzeit von 52 Minuten und 41 Sekunden geschafft habe! Mit dem Sport ist es wie mit der Entwicklungszusammenarbeit: Jeder noch so kleine Schritt bringt dich voran. Jede noch so kleine Anstrengung bringt dich zum Ziel. Jede noch so kleine Unterschrift hilft anderen Menschen!
Hier seht ihr ein Video von uns nach dem Lauf. –Sarah Jaax – |
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Unser Living Proof Jugendbotschafter-Programm hat erst vor wenigen Tagen begonnen, da machen unsere Botschafter schon die ersten Aktionen. Vergangene Woche haben zum Beispiel Sarah, eine unserer 2012-Botschafterinnen, gemeinsam mit dem 2011er „Botschafter-Veteranen“ Sascha dem Europa-Abgeordneten Norbert Neuser einen Besuch abgestattet. Lest hier Sarahs Bericht:
Es war 6.30 Uhr als mein Wecker am vergangenen Freitag – Freitag, der 13. – klingelte und ich mich auf Weg nach Boppard bei Koblenz machte. Nervös fieberte ich meiner ersten „Aktion“ als Living Proof Botschafterin entgegen. In Boppard trafen Sascha Müller und ich auf den Europaabgeordneten Norbert Neuser, der dort seinen Wahlkreis hat. Das Treffen war für uns sehr wichtig, denn der SPD-Politiker bekleidet nicht nur ein hohes politisches Amt, sondern ist auch noch Mitglied im Ausschuss für Entwicklung des Europäischen Parlaments. Zudem arbeitet er als Vorsitzender der überfraktionellen Arbeitsgruppe „Westsahara“. Kurzum: Er kann im Bereich Entwicklungspolitik wirklich etwas bewegen. Meine Nervosität verflog schnell, da das Gespräch mit Norbert Neuser sehr gut verlief. Sein persönliches Interesse an Entwicklungszusammenarbeit zeigte sich durch angeregte Fragen über ONE und Living Proof. Er stimmte mit uns darin überein, dass man das verzehrte Bild Afrikas korrigieren und über die Erfolge in der Entwicklungszusammenarbeit aufklären muss. Norbert Neuser hörte sehr interessiert zu, als Sascha von seinen sportlichen Aktivitäten als Botschafter im Jahr 2011 berichtete, und kündigte an, beim zukünftigen Afrika-Karibik-Pazifik-Treffen den Schwerpunkt auf Sport zu legen. Der Grund hierfür dürfte wohl sein Interesse an Fußball sein: In seiner Freizeit trainiert der Abgeordnete eine Spielergruppe und ist Vorsitzender des SG Boppards. Ob Sascha ihn nicht überreden kann, auch Judo zu machen?! Wir erhielten viele hilfreiche Tipps über mögliche Veranstaltungen in Mainz und Umgebung, an denen wir als Living Proof-Botschafter teilnehmen könnten, zum Beispiel beim „Forum Eine Welt Treffen“ im Landtag von Rheinland-Pfalz. Hierbei sei das Ziel, die Energieversorgung in den Entwicklungsländern als ein Entwicklungsziel zu formulieren. Außerdem sprachen wir über die ONE-Kampagne für mehr Transparenz im Rohstoffsektor. Mit dieser Kampagne fordert ONE Unternehmen auf, Zahlungen an ausländische Regierungen offenzulegen, um Transparenz zu schaffen und Korruption aufzudecken. Auch der Europaabgeordnete engagiert sich für Transparenz im Rohstoffhandel, betonte aber auch, dass man „länderspezifische Regelungen“ einführen müsse. Nicht zuletzt informierten wir ihn auch über ONEs aktuelle Kampagne „In die Zukunft säen“. Das Anliegen gefiel ihm sogar so gut, dass er die dazugehörige Petition sofort unterzeichnete und sich als ONE-Unterstützer registrierte. Dieser Freitag war wohl ein außergewöhnlicher Freitag. Ein lebender Beweis, dass nicht alle Freitage, die auf den dreizehnten Tag des Monats fallen, Unglück herbeiführen – im Gegenteil! Dieser Tag war der lebende Beweis, dass auch Politiker die Notwendigkeit einer besseren Entwicklungszusammenarbeit sehen. Und wer weiß, ob Sascha nicht bald einen Judolehrgang mit dem Hobbyfußballer Norbert Neuser organisiert… Oder ich als leidenschaftliche Joggerin einen Langstreckenlauf!? Ich bin gespannt! Ich möchte mich ganz herzlich bei Sascha Müller bedanken, der dieses Treffen ermöglicht hat. Auch Norbert Neuser gilt mein Dank. Er hat sich viel Zeit für uns genommen hat und uns hilfreiche Ratschläge gegeben, wie Living Proof noch mehr Menschen erreichen kann. Das frühe Aufstehen in den Ferien hat sich um jeden Preis gelohnt! – Sarah Jaax –
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Im Europäischen Parlament ist es in der Woche nach Ostern ruhig. Trotzdem trifft sich der EU-Abgeordnete Klaus-Heiner Lehne, der verantwortlich für die neuen Anti-Korruptionsgesetze ist, mit ONE und Vertretern der Koalition Publish What You Pay. Die Botschaft der ONE-Unterstützer war klar:
„Bitte geben Sie den Lobbyisten nicht nach und setzen Sie sich dafür ein, dass Öl-, Gas- und Bergbauunternehmen ihre Zahlungen an ausländische Regierungen veröffentlichen müssen. Verabschieden Sie ein starkes Gesetz, das es afrikanischen Bürgern ermöglicht, Korruption aufzudecken. Nur so können die Bürger Afrikas einfordern, dass die Einnahmen im Kampf gegen Armut eingesetzt werden.“ Während des Treffens sprachen wir darüber, warum es für uns auf die konkrete Ausgestaltung des Gesetzes ankommt. Denn wenn das Kleingedruckte des Gesetzes das nicht entsprechend vorsieht, werden die Bürger auch weiterhin nicht die notwendigen Informationen erhalten, um ihre Regierung zur Verantwortung zu ziehen
Klaus-Heiner Lehne MdEP (in der Mitte) mit Alexander Wollcombe von ONE und Gavin Hayman von Global Witness. In den kommenden Wochen verhandeln Klaus-Heiner Lehne als Vertreter des Parlaments und Vertretern der EU-Mitgliedsstaaten die Details der projektgenauen Berichterstattung und der Abschaffung von Ausnahmen. Dies ist eine komplexe Angelegenheit, doch die Botschaft der ONE-Unterstützer kommt bei den europäischen Entscheidungsträgern an. Lehne sagte: „Wenn wir Korruption bekämpfen wollen, brauchen wir mehr Transparenz.“ Das klingt gut, doch wir müssen den Druck dennoch aufrecht erhalten. Wir sind nach wie vor besorgt, dass die neuen Gesetze aufgrund ihrer Ausgestaltung im Detail nicht die gewünschte Wirkung erzielen könnten. Hier besteht Nachbesserungsbedarf. Wir brauchen weiterhin deine Stimme, aber die gute Nachricht ist: wir werden gehört. Der Mitarbeiter von Klaus-Heiner Lehne sagte mir im Fahrstuhl: „Wir haben auf jeden Fall die hunderte von Briefe bemerkt, die eure Unterstützer geschrieben haben.“ Danke an alle, die nicht nur die Petition unterschrieben haben, sondern auch fleißig Briefe geschrieben haben! - Alexander Wollcombe -
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Das Trafo in Berlin ist eigentlich besser bekannt als „Tresor“, der Disko, die vor allem in den 90er Jahren mit Technoparties für Schlagzeilen gesorgt hat. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal hier sein würde, um Melinda Gates sprechen zu hören. Aber hier bin ich, und es ist ziemlich cool. Die Blogger-Lounge sieht ein bisschen aus wie ein Filmset – eine altmodische Variante von Star Trek vielleicht. Hier werden wir also gleich Melinda Gates ganz privat sprechen hören. Vollständigen Beitrag lesen |
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Vergangene Woche bezog das Europäischen Parlament eine anfängliche Position zur Gesetzesinitiative der Europäischen Kommission für mehr Transparenz im Rohstoffsektor. Der Richtlinienentwurf sieht vor, europäische Unternehmen zu verpflichten, ihre Zahlungen an Exportländer projektgenau offenzulegen. Der Vorsitzende des Rechtsausschusses, Klaus-Heiner Lehne, unterstützt in seinem Bericht das Gesetzesvorhaben, das dazu dienen soll, Korruption zu vermindern und mehr Geld für Straßen, Krankenhäuser und Schulen bereitzustellen. Die deutsche Regierung hingegen sperrt sich noch und versucht die Gesetze zu verwässern. Daher riefen die zivilgesellschaftlichen Organisationen Transparency International Deutschland, Global Witness, MISEREOR, Brot für die Welt, Global Policy Forum Europe und ONE bei einer gemeinsamen Pressekonferenz die Bundesregierung dazu auf, ihren Widerstand aufzugeben und diese wichtige Initiative der EU zu unterstützen. Tobias Kahler von ONE sagt: „Mehrere Rohstoffkonzerne setzen gerade alles daran, die vorgeschlagenen Regeln aufzuweichen. Im Europäischen Parlament ist dies nicht gelungen. Selbst die Heimatländer der großen Rohstofffirmen unterstützen das Vorhaben.“ Zu der Notwendigkeit einer projektgenauen Offenlegung, die Unternehmen verhindern wollen, fügt Kahler hinzu: “Wir wollen eine Transparenz-Regel mit Substanz. Die Bundesregierung darf sich nicht zur Speerspitze von Öl-Multis machen lassen.”
- Anne Theuerkauf - |
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Heute bloggt für uns aus Anlass der Weltimpfwoche Dan Thomas von der GAVI Alliance. GAVI ist eine öffentlich-private Partnerschaft mit dem Ziel, das Leben von Kindern zu retten und die Gesundheit der Menschen zu verbessern – durch vereinfachten Zugang zu Impfungen in den ärmsten Ländern der Welt. Ist es dir schon einmal passiert, dass du im Kino einen Trailer für einen Film gesehen hast, der dich vorher überhaupt nicht interessiert hat, und plötzlich dachtest: “Den muss ich sehen?” Diese Idee steckt hinter GAVIs neuester Produktion: Ein dreiminütiger Film von einem begabten amerikanischen Filmemacher namens Ryan Youngblood, der mir eines Tages in Ruanda’s Hauptstadt Kigali über den Weg gelaufen ist. Ich finde, er und Produzentin Doune Porter haben ihre Arbeit richtig gut gemacht. Am 26. April, während der Weltimpfwoche der Weltgesundheitsorganisation WHO, wird das westafrikanische Land Ghana nicht nur einen, sondern gleich zwei neue Impfstoffe in sein staatliches Impfprogramm aufnehmen. Die Impfstoffe gegen Rotavirus-Durchfall und Pneumokokken-Infektionen sollen Babys gegen die beiden Krankheiten schützen, an denen die meisten Kinder in Ghana und überall in Entwicklungsländern sterben: Durchfallerkrankungen und Lungenentzündung. Die GAVI Alliance und ihre Partner UNICEF und WHO planen am 26. April zusammen mit Ghanas Gesundheitsministerium eine festliche Großveranstaltung in der Hauptstadt Accra, bei der die ersten Kleinkinder geimpft werden sollen. Am selben Tag – aber auf der anderen Seite des Globus – starten unsere Freunde der UN-Stiftung in Atlanta, Georgia, die shot@Life campaign (wörtlich: Schuss fürs Leben – da im Englischen Impfungen oft kurz als “Schuss” bezeichnet werden). Die Kampagne soll die amerikanische Öffentlichkeit anregen, sich für Impfungen als eine der wirksamsten Maßnahmen einzusetzen, um Kinderleben auf der ganzen Welt zu retten. Dies sind spannende Zeiten für alle, die international im Gesundheitsbereich arbeiten. Mehr und mehr einflussreiche Persönlichkeiten erkennen, wie wichtig es ist, in die Gesundheit der Menschen zu investieren, so dass wir beinahe täglich überall auf der Welt Fortschritte sehen. Du kannst dir vorstellen, dass unsere Kollegen in Ghana diese Erwartungshaltung spüren. Unser Film hat auf brilliante Weise eingefangen, was für ein umsichtiger, methodischer Planungsprozess mit der Einführung eines Impfstoffs in ein staatliches Impfprogramm einhergeht. Der Film zeigt auch die Fähigkeiten, den Verstand und die Energie, die Ghanas Gesundspersonal in diese außergewöhnliche Initiative steckt. -Dan Thomas-
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Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.
Schlagworte: Afrika, Afrikanische Union, Angela Merkel, Äthiopien, Benin, Bill Gates, Bill und Melinda Gates Stiftung, CDU/CSU, Dirk Niebel, FDP, Frauen, G8, Ghana, Klimawandel, Sambia, Südafrika, Swasiland, Tansania, UNO, Was wir lesen