Die Themen des Tages:
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Seit nunmehr 20 Jahren veröffentlicht das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) alljährlich seinen Bericht über die menschliche Entwicklung, den Human Development Report. In der letzten Woche wurde unter der Überschrift „Der wahre Wohlstand der Nationen: Wege zur menschlichen Entwicklung“ der 2010er Bericht in London vorgestellt. Neben dem thematischen Fokus enthalten die Berichte auch immer den Human Development Index (HDI), in welchem die Entwicklung der Staaten der Welt bewertet wird. Zu den Wertungsfaktoren zählen neben vielen anderen Wohlstand, Redefreiheit, Gesundheit und Zugang zu Stromversorgung. Auch wenn man den HDI dafür kritisieren kann, dass er versucht, die diversen Entwicklungsthemen in einen Indikator zusammenzupressen, sind die Daten des HDI im Zeitverlauf dennoch nützlich, da man so feststellen kann, ob sich die Bedingungen in einem Land verbessert haben.
Jeder Mensch muss dann und wann auf’s Klo. So, jetzt habe ich es gesagt! Das ist ein Thema, über das kaum jemand wirklich gern spricht, aber das muss sich ändern. Und darum begehen wir heute den Welttoilettentag.
Okyereko Reis-Genossenschaft, Ghana. Es ist ein richtig heißer Tag und ich habe Durst. Könntest du mir bitte ein eiskaltes Glas Nahrung eingießen?
Ich weiß, das klingt unsinnig. Aber das Erreichen einiger Entwicklungsziele – das beginnt damit, den weltweiten Nahrungsbedarf zu decken und geht bis hin zum Aufbau einer besseren Zukunft (also Armutsbeseitigung) – hat sehr viel mit Wasser im Zusammenhang mit Nahrung zu tun. Genauer gesagt mit dem Vorhandensein und dem Zugang zu sauberem Wasser für arme Menschen in ländlichen Gegenden, die für ihren Lebensunterhalt, ihre Nahrung, Ernährung und Gesundheit auf die Landwirtschaft angewiesen sind.
Die Themen heute:
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Ja, die Zeit ist wirklich schon um. Bis 2010 wollte die G8 ihre Versprechen eingelöst haben, die sie Afrika mit großer Geste 2005 im schottischen Gleneagles gegeben hatte. Vorangegangen war etwas, das manche sogar die größte soziale Bewegung aller Zeiten nennen: 24 Millionen Menschen hatten unterschrieben. Über drei Milliarden Fernsehzuschauer verfolgten, was auf den Live8-Konzerten rund um den Globus verlangt wurde. Ein Ende unnötiger Armut und vermeidbarer Krankheiten.
Anfang April reiste Tobias Kahler, Direktor von ONE Deutschland, auf Einladung von Evangelischem Entwicklungsdienst und Brot für die Welt nach Äthiopien. Was er dort erlebte, hat er in Reisenotizen niedergeschrieben. Bereits beim letzten Mal berichtete Tobias vom Besuch in Hossaina.
Auf einer Modellfarm der Mekane Yesus Kirche kommen wir mit Bauern der umliegenden Dörfer zusammen, die uns von ihren Erfahrungen des Boshe-Ilgira Integrated Rural Development Projects berichten, das inzwischen abgeschlossen ist. Von dem Projekt waren knapp 50.000 Personen mittelbar und unmittelbar betroffen.
Vor wenigen Tagen kehrten wir von einer Reise unter dem Motto „Zuhören und lernen” zurück, die Mitglieder des Vorstandes von ONE sowie Mitarbeiter und Berater von ONE nach Senegal, Ghana, Mosambik und Kenia führte. Beth Adler schreibt dazu über einen Public Private Partnership (öffentlich-private Partnerschaft – PPP) im Bereich Wasser und sanitäre Versorgung in Mosambik:
Einen unserer Tage im heißen und grünen Mosambik verbrachten wir mit der ONE-Delegation bei einem Projekt im Bereich Wasser und sanitäre Versorgung. Die PPP, die das Projekt unterhält, nennt sich Water and Sanitation for the Poor (WSUP) und wird unter anderem von unserem langjährigen Netzwerkpartner CARE unterstützt.
Seit 1993 begeht die Welt jedes Jahr am 22. März, initiiert durch die UN, den Weltwassertag. Dieser Tag soll daran erinnern, wie wichtig sauberes Wasser für unsere Umwelt und unsere Gesundheit ist – und wie sehr es die Entwicklung armer Länder beeinflusst.
Gestern stellte UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon in New York den Bericht Keeping the Promise vor, der Erfolge, Erfolgsfaktoren, Herausforderungen und Empfehlungen auf dem Weg zur Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele zusammenfasst. Hier eine Einschätzung der Millenniumkampagne:
Es ist ein dringender Appell: UN-Generalsekretär Ban Ki-moon fordert die Staats- und Regierungschefs in seinem heute vorgestellten Bericht auf, einen weltweiten Aktionsplan zur Umsetzung der MDGs zu verabschieden. Dadurch sollen Fortschritte erzielt werden, um die Millenniumentwicklungsziele bis 2015 zu erreichen. Die Ziele zu verfehlen wäre „ein inakzeptables Versagen – moralisch und praktisch. Die Risiken dieser Welt – Instabilität, Gewalt, Epidemien, Umweltzerstörung und unkontrollierbares Bevölkerungswachstum – würden sich vervielfachen“, warnt Ban.
Die Themen heute:
Was tun gegen die Auswirkungen der Finanzkrise?
Weltbankchef Robert Zoellick sagte laut der taz, dass die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise 64 Millionen mehr Menschen in die extreme Armut getrieben hat. Er sagte weiter, dass während sich Menschen in den Industrieländern Sorgen um ihre Jobs machten, die Krise für Menschen in Afrika Hunger und Krankheiten bedeute. Bis jetzt habe die Weltbank über $100 Mrd. zur Bekämpfung der Krisenfolgen ausgegeben, doch es bedarf zukünftig einer noch besseren Finanzierung, so Zoellick weiter. Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) sagte, Deutschland wolle sich grundsätzlich an einer stärkeren Finanzierung beteiligen, konkrete Zahlen und Details seien aber noch zu besprechen. Um Neufinanzierungen zu bezahlen, verwies Niebel auf die G20, die zum momentanen Zeitpunkt neue Finanzierungsmöglichkeiten prüfe. Ein Sprecher des Finanzministeriums sagte, Deutschland plane keine Sondersteuer wie sie Obama vorsehe. Dem Handelsblatt zufolge sagte Angela Merkel (CDU), sie wolle für den Moment die Ergebnisse der internationalen Diskussion abwarten und begutachten. Sie sagte aber auch, sie könne sich eine Finanztransaktionssteuer vorstellen. Finanzexperten von CDU, SPD und Grünen befürworteten Obamas Vorschlag, den die FDP ablehnt. Weiterlesen
Berichte aus und um Kopenhagen
Der Klimawandel könnte dazu führen, dass weitere 24 Millionen Kinder hunger müssen. Dies ist, laut Dagmar Dehmer vom Tagesspiegel, eines der Ergebnisse eines am Mittwoch in Kopenhagen vorgestellten Berichts des Welternährungsprogramms. Dehmer weist darauf hin, dass diese Zahl deshalb so wichtig sei, weil – wie IFRPRI in früheren Studien nachweisen konnte – eine Unterernährung in den ersten fünf Lebensjahren katastrophale Auswirkungen vor allem auf die geistige Entwicklung des Menschen haben kann. Der Bericht des Welternährungsprogramms geht insgesamt davon aus, dass der Klimawandel die Zahl der Hungernden weltweit bis zu 20 % erhöhen könnte. Die Autoren schlagen daher vor, dass bei Anpassungsmaßnahmen vor allem Kleinbauern und die Flächennutzung im Vordergrund stehen sollten.
Zu den Verhandlungen zwischen Staaten aus aller Welt vom 7. bis 18. Dezember in Kopenhagen werden bei ONE alle ihr Möglichstes tun, um das denkbar günstigste Ergebnis für die Ärmsten der Welt sicherzustellen – insbesondere für die Menschen in Afrika. Weiterlesen
Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.
Schlagworte: Bill Gates, Bill und Melinda Gates Stiftung, China, Entwicklungszusammenarbeit, Ernährung, G20, Gesundheit, Internationaler Währungsfonds (IWF), Politik Aktuell, Rohstoffe, Transparenz, UNO, Was wir lesen, Wasser, Weltbank, Welthungerhilfe