ZURÜCK ZUR BLOG HAUPTSEITE // Archiv für ‘Tuberkulose’
Ende Oktober hat der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria gemeinsam mit dem nigerianischen Gesundheitsministerium die größte Einzelinitiative im Kampf gegen Malaria in der Geschichte des Fonds angekündigt. (more…)
Wie wir schon letzte Woche berichteten, ist die Lungenentzündung weltweit bei Kindern die Todesursache Nummer 1. Und dennoch hat die Krankheit bisher nur einen Bruchteil der Finanzmittel und Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit für sich einnehmen können, die andere weltweite Gesundheitsthemen erhalten haben. Gestern hat ONE in New York einen Gipfel zum ersten Welttag gegen die Lungenentzündung mit organisiert. Ziel war es, diesen Trend umzukehren und verschiedenste Interessenvertreter für ein Ziel zu mobilisieren: bis 2015 fünf Millionen Kinderleben zu retten. Dazu sollen die Menschen in den am stärksten betroffenen Ländern Zugang zu medizinischen Behandlungen bekommen, die in vielen anderen Ländern bereits weiträumig angewendet werden. (more…)
Globale Gesundheit
Harro Albrecht kritisiert in Die Zeit scharf das mangelnde Engagement Deutschlands in Fragen der globalen Gesundheit. Er zeigt, dass dieses Thema bisweilen total ignoriert wurde und führt als Beispiel die Live-Schaltung ins Weltall während des Weltgesundheitsgipfels in Berlin an. Gesundheitliche Fragen im Feld der Raumfahrt hätten mit den dringendsten globalen medizinischen Fragen wenig zu tun. Mary Robinson (GAVI) fordert von Deutschland eine stärkere Beteiligung, gar eine Führungsrolle: Auf Grund der relativ kurzen Kolonialvergangenheit könnte Deutschland das neutrale Zentrum für Europa für eine globale Gesundheitspolitik sein.
Zum Weltgesundheitsgipfel auch Weltexpress:Sigurd Schulze, „Rat der Götter oder Ratschlag für Gesundheit?
In Berlin fand letzte Woche der erste World Health Summit statt. Veranstaltet wurde er von der Berliner Charité und anderen Mitgliedern der M8 (Medical8), einem Zusammenschluss von einflussreichen medizinischen Forschungseinrichtungen. Obwohl ein Großteil der Veranstaltung sich mit der Zukunft der Gesundheitssysteme westlicher Länder beschäftigte, gab es einige interessante Programmpunkte, die direkt mit der Gesundheitssituation in Entwicklungsländern zu tun hatten. Damit der Gesundheitsgipfel in Zukunft auch den Zusatz „Welt-“ verdient, sollten die Veranstalter die nun jährlich stattfindenden Gipfel aber stärker auf die Bedürfnisse in den Entwicklungsländern richten. Veranstaltungen wie „Raumfahrtmedizin: Ergebnisse für die Anwendung auf der Erde, Herausforderungen für Langzeitaufenthalte auf Mond und Mars“ sind zwar spannend, die Lösungen für die größten Gesundheitsherausforderungen unserer Zeit - Malaria, HIV/Aids und die Sterblichkeit von Müttern und Kindern - müssen nicht auf dem Mond gesucht werden. (more…)
Musiker Rea Garvey schreibt in seinem Facebook-Blog über seine Erlebnisse und Eindrücke von der Reise nach Tansania. Heute über ein Abendessen mit dem obersten Korruptionsbekämpfer der tansanischen Regierung Dr. Edward Hoseah und Betty Missokia von Haki Elimu sowie unserem Besuch beim Unternehmen Twiga Cement:

Gestern Abend, nachdem wir verschiedenste Aspekte Tansanias gesehen hatten, trafen wir uns im Hotel mit einem Regierungsmitarbeiter und einem Mitglied einer angesehenen Lobbygruppe. Zunächst machte mir die Tatsache, dass wir Gelegenheit haben sollten, auf solch wichtige Menschen zu treffen, Angst. Erst da erkannte ich die Bedeutung, die ONE in afrikanischen Ländern hat. Ich fühlte mich wichtig und geehrt und wenig später frustriert. Der Regierungsmitarbeiter begann, das Ausmaß der Korruption in seinem Land zu erklären, die Ineffizienz der Verwendung der Gelder der internationalen Entwicklungsorganisationen hier. Ich hörte zu und wurde irgendwann der Sprecher der Gruppe (das muss bei ONE so ein irisches Ding sein). (more…)
Gesundheit und Armut sind in Tansania untrennbar miteinander verbunden. So gibt es in Tansania pro 100.000 Menschen nur zwei Ärzte (verglichen mit 370 in Deutschland). 67 % aller Tansanier haben keinen Zugang zu elementarer sanitärer Versorgung, und 45 % haben keinen Zugang zu sauberem Wasser.
HIV/Aids
In Tansania gibt es geschätzte 970.000 Aids-Waisen und geschätzte 1,4 Millionen Menschen, die mit HIV/Aids infiziert sind. Dies entspricht 6,2 % der erwachsenen Bevölkerung. (more…)
Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria gab diese Woche bekannt, dass durch seine Hilfe in den acht Jahren seit Gründung des Fonds nun insgesamt 2,3 Mio. Menschen lebensrettende HIV/Aids-Behandlungen erhalten (das sind 31 % mehr als noch im letzten Jahr), 5,4 Mio. gegen Tuberkulose behandelt wurden (38 % mehr als noch im letzten Jahr) und 88 Mio. mit Insektizid behandelte Moskitonetze verteilt wurden (49 % höher als die Zahlen aus dem letzten Jahr).
Diese bemerkenswerten Zahlen bedeuten somit eine Ausweitung der Behandlung und Vorsorge um 30 bis 50 % in nur einem Jahr. Wie Michel Kazatchkine, Leiter des Globalen Fonds, es ausdrückte: „In weniger als acht Jahren ist aus dem Konzept ,Globaler Fonds‘ ein Motor des Wandels geworden.”
Die neuesten Ergebnisse des Globalen Fonds geben auch Aufschluss über dessen Wirksamkeit bei der Vorbeugung und Behandlung von HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria. Daher ist es unerlässlich, dass die derzeitige Finanzierungslücke in Höhe von $3 Mrd. von den Gebern aufgefüllt wird.
Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier (auf Englisch).
– Rena Pacheco-Theard –
Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.
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Schlagworte: Globaler Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM), Malaria, Nigeria, Pooja Gupta, Tuberkulose