Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Heute veröffentlichen wir einen Blogbeitrag von ONE-Mitbegründer Bono. Das Original erschien am 4. Oktober 2011 auf Englisch bei The Huffington Post.
Ich bin bekannt dafür, gelegentlich mit einem Schimpfwort um mich zu werfen. Das anstößigste Wort ist für mich jedoch nicht “f***” sondern Famine – zu Deutsch Hungersnot. Am anstößigsten finde ich die Hungersnot in Somalia.
Dürre, Gewalt und politische Instabilität haben den Tod auf den Plan gerufen, wie seit zwanzig Jahren nicht mehr… Mehr als 30.000 Kinder sind in nur drei Monaten gestorben. Die Bilder von Daddab sehen aus wie einen Albtraum aus einem vergangenen Jahrhundert. Und doch schreiben wir das 21. Jahrhundert, die Bilder sind real, bleiben jedoch zum großen Teil ungesehen. Die Nahrungsmittelkrise am Horn von Afrika ist nichts weniger als eine humanitäre Katastrophe, erhält aber weniger Aufmerksamkeit als der aktuellste Promi-Klatsch aus Hollywood.
ONEs neuer Film „The F-Word“ ist nicht gerade der typische emotionale Aufruf zur Nothilfe. Es geht darum, die Medienaufmerksamkeit auf die sich abspielende Tragödie zu richten. Es geht darum, weltweit politische Unterstützung zu mobilisieren, um die akute Not der Menschen zu stoppen und den Teufelskreislauf der Hungersnöte auch für die Zukunft zu durchbrechen. Vor allem geht es darum, zu handeln – denn die Hungersnot ist vom Menschen gemacht.
Natürlich ist die Lage komplex und die Lösung ist schwierig, gerade in Somalia, wo es seit zwanzig Jahren keine richtige Regierung gibt. Aber das ist keine Ausrede für die Welt, um wegzusehen. Die meisten von uns haben (glücklicherweise) keine Vorstellung davon, was es heißt, zu verhungern. Aber die meisten von uns wissen wie es ist, einen geliebten Menschen zu verlieren. Jedes dieser 30.000 Kinder war jemandes Tochter oder Sohn, jemandes Schwester oder Bruder. Vom Horn von Afrika erreichen uns Berichte von Müttern, die entscheiden müssen, welches Kind sie füttern und welches sie sterben lassen; von Frauen, die wochenlang unterwegs sind, auf der Suche nach Essen und Wasser, und die dabei die toten Körper ihrer Kinder am Wegrand zurücklassen müssen, um für die noch lebenden Kinder weiterzusuchen.
Die Geschichte zeigt, dass es Möglichkeiten gibt, damit aus einer Dürre keine Hungersnot entsteht, auch wenn es kompliziert ist. Also seht euch den Film an und unterschreibt ONEs Petition an die Staats- und Regierungschefs, damit diese ihre eigenen Versprechen umsetzen und in Dinge investieren, die nachweislich funktionieren: Frühwarn- und Bewässerungssysteme, dürre-resistentes Saatgut… und, natürlich, Frieden und Sicherheit. Auf ONE.org findest du weitere Erklärungen und Informationen. Auch wenn ONE selbst keine Spenden sammelt, findest du dort auch Links anderer Organisationen, die am Horn von Afrika Nothilfe leisten und die jede Unterstützung brauchen können.
– Bono –
Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Heute veröffentlichen wir auf unserem Blog den ersten Beitrag unseres neuen Geschäftsführers Michael Elliot. Darin kündigt er an, dass ONE auch nach Abschluss der Petition zum Horn von Afrika dafür kämpfen wird, dass Hungersnöte wie diese sich nicht mehr wiederholen. Dies ist eine gekürzte Übersetzung des Originalbeitrags, der am 23. September auf dem internationalen ONE-Blog erschienen ist.
Als Folge der Hungersnot in Somalia und der Hungerkrise am Horn von Afrika sind innerhalb der letzten drei Monate mehr als 30.000 Kinder gestorben. Die Leben von 13 Millionen Frauen, Kindern und Männern sind in Gefahr. Niemand von uns kann bei diesen Geschehnissen einfach nur zusehen, deshalb haben wir von ONE im September bei der Clinton Global Initiative (CGI) unsere Kampagne “Dürren sind nicht vermeidbar – Hungernöte schon“ angekündigt. Die CGI ist ein alljährliches Zusammentreffen von Führungspersönlichkeiten aus der ganzen Welt in New York, bei dem die wichtigsten globalen Herausforderungen beraten werden.
Die Themen des Tages:
ONE-Unterstützer aus aller Welt haben mit ihren Stimmen dazu beigetragen, dass die Regierungen der Welt endlich etwas gegen die Hungersnot am Horn von Afrika unternehmen. Über 223,ooo Unterstützer haben unsere Petition unterzeichnet und darauf gedrängt, dass die internationale Gemeinschaft ihren Anteil zur Krisenbewältigung beiträgt. Seit Beginn unserer Kampagne vor zwei Monaten wurden 700 Millionen US-Dollar im Kampf gegen die Hungersnot eingesetzt, und weitere 970 Millionen US-Dollar wurden zugesagt. Auch die Bundesregierung, die anfangs viel zu langsam reagiert hatte, will jetzt Dank des öffentlichen Drucks ihren fairen Anteil beitragen.
Vergangenen Samstag sprach unser Geschäftsführer beim Sondertreffen der Vereinten Nationen und übergab die Petition mit deiner Unterschrift. „Dürre mag unvermeidbar sein, aber Hungersnöte sind es nicht. Über 200.000 ONE-Unterstützer fordern mit ihrer Stimmen die internationalen Staats- und Regierungschefs auf, jetzt zu handeln“, erkläre er vor den Delegierten.

Jetzt heißt es: Dranbleiben! ONE wird sich weiterhin für dieses lebenswichtige Thema einsetzen. Wir werden den Druck auf die Staats- und Regierungschefs der G20 vor ihrem nächsten Gipfeltreffen weiter erhöhen. Wir erwarten, dass sie ihre Versprechen halten, um dem Hunger langfristig ein Ende zu setzen. Unsere Kampagne geht jetzt also in die nächste Runde – und viele interessante und prominente Personen werden uns dabei unterstützen, also halten Augen und Ohren offen. Wir machen weiter – und wir zählen weiterhin auf eure Unterstützung. Vielen Dank für euer Engagement!
- Alicia Blázquez –
Die Themen des Tages:
Unser Botschafter Sascha Müller war vor ein paar Wochen für ONE wieder an seiner alten Schule, um Living Proof vorzustellen. Nach seinem Vortrag debattierter er mit Staatssekretär Peter Bleser unter anderem über Deutschlands Beitrag im Kampf gegen Armut – und über die Existenz von Agrarexportsubventionen:
Am 13. September 2011 durfte ich an der berufsbildenden Schule Cochem einen Vortrag über Living Proof halten. Für mich war es was Besonderes, wieder an meine alte Schule zurückzukehren, an der ich auch zwei Jahre lang Schülersprecher war. Diesmal stand ich jedoch auf der anderen Seite des Pults.

Als Vertreter der Politik lud ich zu dieser Veranstaltung Peter Bleser ein, der Cochem im Bundestag vertritt und der zugleich Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist. Zusammen wollten wir mit den circa 140 Schülerinnen und Schülern über Entwicklungszusammenarbeit diskutieren. Nach einer kurzen Begrüßung durch Schuldirektor Zietz hielt ich meine Präsentation. Aus aktuellem Anlass sprach ich zunächst über die Hungerkrise am Horn von Afrika. Ich erklärte den Schülerinnen und Schülern einige Gründe der Hungersnot. Zum Beispiel machte ich deutlich, was extreme Preisschwankungen bei Grundnahrungsmitteln für die Menschen in Entwicklungsländern bedeuten. Anschließend sprachen wir über die Kampagne „Living Proof“. Denn trotz Katastrophen wie der am Horn von Afrika sehen wir in vielen Entwicklungsländern auch eine Menge positive Entwicklungen! So haben mittlerweile 87 Prozent der Weltbevölkerung genügend zu Essen, und zwischen 1999 und 2008 wurden 46,5 Millionen mehr Kinder in Afrika eingeschult. Beeindruckende Zahlen! Natürlich sprachen wir auch darüber, welche Versprechen Deutschland im Bereich Entwicklungspolitik gegeben hat und inwieweit diese schon erfüllt wurden: Deutschland hat zugesagt 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens in Entwicklung zu investieren, gibt aktuell jedoch nur 0,38 Prozent des Bruttonationaleinkommens, wie ONE mit dem DATA-Report belegt hat.
Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Heute geschieht etwas besonderes. Es ist ein weiterer Beleg dafür, dass es eine panafrikanische Zivilgesellschaft gibt, die zunehmend stärker wird und sich zunehmend einmischt: Ein Zusammenschluss von über 50 afrikanischen Persönlichkeiten aus Musik, Schauspiel und Wirtschaft hat die Regierenden in Afrika und der Welt heute mit Blick auf die UN-Generalversammlung an diesem Samstag in New York aufgerufen, dem Leiden und Sterben am Horn von Afrika ein Ende zu bereiten. Nichtafrikanischer Mitunterstützer (als “backing vocal”, wie er sagt) ist ONEs Mitgründer Bono. Weiterlesen
Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Nächste Woche trifft sich die Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York, um über die Bekämpfung der Wüstenbildung zu beraten. Für uns ist das ein sehr spannendes Thema, denn der Mangel an fruchtbaren Böden verschärft die Situation von Menschen in extremer Armut ganz massiv, wie die aktuelle Krise am Horn von Afrika verdeutlicht. Im Vorfeld dieser Konferenz veröffentlichen wir deshalb heute einen Gastbeitrag von Luc Gnacadja, dem Exekutivsekretär des Sekretariats des Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung.
Stell dir vor du hättest eine Sanduhr. Der Sand braucht genau eine Minute um durchzulaufen. Dreh die Sanduhr jetzt um. Stell dir nun vor, dass in dieser Minute 23 Hektar Boden durch Desertifikation und Landdegradation zerstört wird. 23 Hektar entsprechen 20 Fußballfeldern. Auf das Jahr umgerechnet gehen so 24 Milliarden Tonnen fruchtbarer Boden für immer verloren. 24 Milliarden Tonnen pro Jahr!
Während nun der restliche Sand durch die Uhr läuft stell dir vor, welche Folgen der Verlust von fruchtbarem Boden auf die Wasser- und Nahrungsmittelversorgung hat. Innerhalb der nächsten 25 Jahre könnte die Nahrungsmittelproduktion um 12 Prozent abnehmen, die Nahrungsmittelpreise aber um 30 Prozent ansteigen könnten.
Wir alle spüren den Preisanstieg bei Lebensmitteln bei unserem täglichen Einkauf. Für uns ist das ärgerlich, aber nicht lebensbedrohlich. Was aber wäre wenn du zu Ärmsten der Armen gehören würdest? Als armer Bauer am Horn von Afrika siehst du deine Ernte vertrocknen. Dein ehemals fruchtbares Land verwandelt sich in eine Staubpiste. Wovon sollst du nun deine Familie ernähren?
Glücklicherweise gibt es eine Lösung. Wir müssen nicht nur dafür sorgen, die Ausbeutung der Natur zu stoppen, sondern auch auf die Anwendung nachhaltiger Landbewirtschaftung drängen. Nachhaltiges Landmanagement hat nicht nur positive Effekte auf die Wasser und Nahrungsmittelversorgung, es hilft auch, Armut zu bekämpfen.
Am 20. September 2011 trifft sich die Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York, um das Problem der Desertifikation, Landdegradation und Dürre im Kontext der Armutsbekämpfung zu diskutieren. Politiker müssen endlich verstehen, dass nachhaltiges Landmanagement einen wichtigen Beitrag zur globalen Nahrungsmittelsicherheit, Armutsbekämpfung und nachhaltigem Wachstum leistet.
Politiker müssen endlich handeln. Land und Böden müssen vor weiterer Degradation geschützt werden. Nur so kann der Teufelskreis von Dürre und Hungersnot wirksam durchbrochen werden.
Wenn wir jetzt nicht handeln, nehmen wir die fatalen Folgen der Desertifikation, wie beispielsweise Hunger, soziale Konflikte, Arbeitslosigkeit, Migration und politische Instabilität billigend in Kauf. Wir brauchen eine umfassende Bodenschutzstrategie, die nicht nur das Wohlergehen der Böden sondern auch das heutiger und zukünftiger Generationen absichert.
Sicherlich, Hungerbekämpfung dauert länger als eine Minute und die nachhaltige Methoden des Landmanagements brauchen Zeit, um zu wirken. Deswegen müssen wir jetzt anfangen. Mit Hilfe von ONE kann es uns gelingen, nachhaltiges Landmanagement auf globaler als auch auf lokaler Ebene in die Praxis umzusetzen.
– Luc Gnacadja, Exekutivsekretär, Übereinkommen der UN zur Bekämpfung der Wüstenbildung —
Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.
Schlagworte: Afrika, Ban Ki-moon, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ), Dirk Niebel, Entwicklungszusammenarbeit, Ernährung, FAO, FDP, G20, Gesundheit, Handel, Infrastruktur, Intelligente Hilfe, Interviews, Klimawandel, Landwirtschaft, Liberia, Millennium-Entwicklungsziele (MDGs), ONE, Politik Aktuell, Regierungsführung, Rohstoffe, Uganda, UNO, Was wir lesen, Welternährungsprogramm (WFP), Wirksamkeit