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Deutsche Entwicklungszusammenarbeit
In einem Interview mit der Nachrichtenagentur epd hat Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) der Erhöhung des Entwicklungsetats nach dem EU-Stufenplan auf 0,51 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2010 eine Absage erteilt. Der EU-Stufenplan beschreibe eine Willensbekundung, aber keine völkerrechtliche Verpflichtung. In einem Jahr von 0,38 auf 0,51 Prozent zu kommen, sei „in der derzeitigen Situation nicht darstellbar“, so der Minister. Dennoch möchte er sich für eine Erhöhung des Etats einsetzen und benennt 0,7 Prozent im Jahr 2015 als übergeordnetes Ziel. Die Oppositionsparteien kritisierten ihn für diesen Bruch mit dem Stufenplan scharf. Hinsichtlich der zukünftigen Ausrichtung der deutschen EZ betonte er erneut die Wichtigkeit von klimawandelrelevanten Projekten und verkündete, dass er gemeinsame Projekte mit Israel in Afrika initiieren möchte. Auch eine deutsch-chinesische Zusammenarbeit fände er sehr interessant. Darüber hinaus möchte er, soweit dies möglich ist, Guido Westerwelles Forderung umsetzen, Ländern, die Frauen und Homosexuelle schwer diskriminieren, die Unterstützung zu verweigern.
Kopenhagen
Epd berichtet, dass Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Weltklimakonferenz nach Kopenhagen begleiten wird. Niebel machte deutlich, dass er nicht mit einem verbindlichen Klimaabkommen rechne und sagte, dass er auch eine Verständigung auf klare politische und zeitliche Rahmen als Erfolg erachten würde.
Christian Schwägel kritisiert auf Spiegel online Barack Obama heftig. Der US-Präsident hatte geäußert, dass er von Kopenhagen keinen Erfolg erwarte.
In seinem Artikel „Klimakiller Obama” beschuldigt Schwägel Obama, die Europäer in seiner Selbstdarstellung als Weltenbürger belogen zu haben, da er nun in der Klimapolitik dem gleichen Ansatz wie George W. Bush folge. Wenn Kopenhagen scheitern sollte, seidies einzig und allein die Schuld der Amerikaner, so Schwägel. Denn dort sei man nicht bereit, Energieeffizienz und einen grüneren Lebensstil in Betracht zu ziehen.
Gestern begann der UN-Gipfel zur Nahrungssicherheit, der noch bis Mittwoch in Rom tagt. (more…)
FAO-Gipfel zur Nahrungsmittelsicherheit
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, dass offenbar keine Führungspersönlichkeit aus den Industrieländern an der Konferenz der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) teilnehmen will. Laut FAO sind jährlich 44 Milliarden Dollar an Investitionen nötig, um die Unterernährung zu beseitigen. Aber von bestehenden Entwicklungshilfegeldern werde zu wenig in die Landwirtschaft investiert. Während die FAO darauf hinweist, dass immerhin 31 Mitgliedsländern der FAO ihre Situation entscheidend verbessern konnten kritisiert die FAZ, dass die Organisation nicht benennt oder benennen darf, wenn einzelne Länder ihre Hungerkrisen selbst verschulden.
Zu den Verhandlungen zwischen Staaten aus aller Welt vom 7. bis 18. Dezember in Kopenhagen werden bei ONE alle ihr Möglichstes tun, um das denkbar günstigste Ergebnis für die Ärmsten der Welt sicherzustellen – insbesondere für die Menschen in Afrika. (more…)
Jamie Drummond, Mitgründer und Vorstand von ONE, war auf einer sehr persönlichen Reise
Vor 25 Jahren fühlte ich, ich musste handeln. Wie viele meiner Generation wurde ich geradezu dazu aufgerufen. Durch Bilder von Dürre und Hunger – und von ein paar zotteligen irischen Rockstars (mit denen ich jetzt seit einem Jahrzehnt zusammen arbeite). Die Hungersnot in Äthiopien und die Reaktion der Welt darauf mit BandAid und LiveAid prägten das Bild Afrikas für eine ganze Generation und initiierten eine Reihe konzertierter Aktionen zum Kampf gegen extreme Armut. (more…)
Im Oktober stellte Kanadas Ministerin für internationale Zusammenarbeit, Beverly Oda, die Nahrungssicherheitsstrategie der kanadischen Entwicklungsagentur CIDA vor. Dies ist ein wichtiger Schritt des Landes in Richtung der Erfüllung seiner Zusagen vom G8-Gipfel 2009. Kanada hat Nahrungssicherheit zu einer seiner Prioritäten gemacht. Die nun vorgestellte Strategie soll sowohl die nach wie vor spürbaren Folgen der Nahrungsmittelkrise als auch die Folgen der derzeitigen Wirtschaftskrise und des Klimawandels durch nachhaltige und wirkungsvolle Initiativen in Angriff nehmen. (more…)
Es ist jetzt 25 Jahre her, dass die Weltöffentlichkeit von der Hungersnot in Äthiopien erfuhr, die eine Million Menschen töten sollte und Millionen weitere in desolater Situation zurück ließ.
Im Oktober 1984 brachten die Berichte der BBC-Reporter Michael Buerk und Mohamed Amin die Bilder des Leidens biblischen Ausmaßes in die Heime der Menschen in den Industriestaaten.
Sofort wurden weltweite Kampagnen als Antwort auf die Not gestartet. Bob Geldof, der eng mit ONE zusammenarbeitet, rief eine Vielzahl von Sangeskollegen zusammen und nahm unter dem Namen Band Aid eine Single auf, die nach ihrer Veröffentlichung im November 1984 wochenlang weit oben in den Charts überall auf der Welt stand. Im Juli 1985 folgten dann die Live Aid -Konzerte. Insgesamt kamen so für die Notfallhilfe £150 Mio. zusammen. (more…)
Hungersnot
Äthiopien hat die international Gemeinschaft gestern dringend um Hilfe für 6,2 Millionen Menschen gebeten, berichtet dpa. 25 Jahre nachdem eine verheerende Hungersnot in Äthiopien eine Million Menschen getötet hat, fleht die Regierung nach Hilfe für über sechs Millionen Menschen, die vom Hungertod bedroht sind.
Der Tagesspiegel schreibt, dass UN-Schätzungen zufolge insgesamt 24 Millionen Menschen in sieben Ländern von der Hungernot betroffen sind. Die Zeitung schreibt weiter, dass der Hilferuf der Regierung bemerkenswert sei, da diese in den vergangenen Monaten alles getan hätte, um das Problem zu leugnen.
Einige Zeitungen, darunter auch Der Tagesspiegel, berichten über einen Bericht der Zeitung Omvärladen vom Dienstag, die der schwedischen Entwicklungshilfe Organisation sida gehört, demzufolge das Welternährungsprogramm WFP für den G8-Gipfel in Rom ein Treffen zwischen afrikanischen Kindern und den Ehepartnern der Regierungschefs arrangiert hatte. Letztere sollen dabei die Kinder gefüttert haben. Damit wollte das WFP aufzeigen, wie es unterernährte Mütter und Kinder, HIV/Aids-Kranke, Schüler und Katastrophenopfer mit Essen versorgt. Dem Tagesspiegel zufolge soll dieses Treffen $500.000 gekostet haben. Es werden vermehrt Stimmen laut, die eine solche Demonstration der Arbeit des WFP und die damit einhergehende Darstellung der afrikanischen Kinder heftig kritisieren.
Die Zukunft des Europäischen Auswärtigen Diensts (EAD) der EU
Wahlen in Mosambik
dpa berichtet über die anstehenden Wahlen in Mosambik am 28. Oktober. Präsident Afmando Guebuza kandidiert für eine zweite Amtszeit. Die Opposition versammelt sich um Afonso Dhlkama (Renamo) und den ehemaligen Bürgermeister von Beira, Daviz Simango. Im Vorfeld der Wahlen wurde von Übergriffen auf die Oppositionsführer berichtet. Dennoch wird Mosambik als Vorbildnation in Afrika gehandelt. Der Internationale Währungsfond hat dem Land bis 2011 ein Wirtschaftswachstum von beinahe 6 % voraus-gesagt.
Somalia & die Piraten (more…)
Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.
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Schlagworte: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), Deutschland, Dirk Niebel, EU, FAO, Interviews, Klimawandel, Landwirtschaft, Politik Aktuell, Somalia, UNO, Was wir lesen