ZURÜCK ZUR BLOG HAUPTSEITE // Archiv für ‘Klimawandel’
„Kein Blut ins Handy”
In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung berichtet Manfred Schäfers davon, wie Coltan, ein metallisches Erz, welches für Mikroelektronik z.B. in Handys oder Flachbildschirmen verwendet wird, den Konflikt in der Demokratischen Republik Kongo finanziert. Bis jetzt landet das Geld aus dem Coltan-Abbau, das so dringend für den Bau von Schulen, Krankenhäusern usw. benötigt wird, in den Händen der Rebellen. Verschiedene Akteure fordern nun eine Initiative, die die Rohstoffquellen identifizieren soll, um den Abbau und Export transparenter zu machen. Es gibt ein gemeinsames Ziel – aber verschiedene Interessen. Die Regierung in Kinshasa möchte die Gewinne gern in die eigene Kasse umleiten, aber ob sie dann zugunsten der Armen ausgegeben werden, ist fraglich. Die internationalen Firmen haben ein Interesse an einem transparenten Handel - und wenn es nur ist, um eine Imageschädigung zu vermeiden. Deutschland unterstützt die DR Kongo nun dabei, ein transparentes System zu schaffen, dass Coltan vom Handy bis in die Lagerhalle zurück verfolgbar macht. So sollen Menschenrechtsverletzungen und Korruption im Zusammenhang mit Coltan-Abbau verhindert oder zumindest erschwert werden.
Ist Afrika der nächste Wachstumskontinent?
Ein Artikel mit dem Titel „Afrika ist, wo Asien vor 20 Jahren war“ in der österreichischen Zeitung Der Bund, attestiert der afrikanischen Wirtschaft in den letzten zehn Jahren eine positive Entwicklung und nun sei sie weniger von der globalen Krise betroffen als andere. Dies führte zu einem größeren Interesse ausländischer Investoren an dem Kontinent und dazu, dass junge, gut ausgebildete Afrikaner, die ausgewandert sind, wieder zurückkommen.
Niebel in Namibia
Die Berliner Morgenpost berichtet über Niebels Trip nach Namibia, wo er erneut die Bedeutung von privaten Investitionen und Public-Private-Partnerships betont hatte.
Personalentscheidungen im BMZ
Der General-Anzeiger berichtet, dass sich im BMZ Unmut breit mache, da Minister Niebel Personalentscheidungen nach politischen Loyalitäten und nicht nach Kompetenz treffe.
Dem Focus zufolge soll Günter Nooke (CDU), jetziger Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung, zum Afrika-Beauftragten ernannt werden, ein Posten, der im BMZ angesiedelt ist.
Deutschland hält an Agrarsubventionen fest
Die deutsche Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) rief zu einer Fortsetzung der EU-Agrarsubventionen auch nach 2013 auf berichtet die Süddeutsche Zeitung.
Die ersten 100 Tage der schwarz-gelben Koalition
Fast 100 Tage nach Antritt der schwarz-gelben Regierung schneiden deren Minister bei der Bevölkerung eher schlecht ab. Laut einer Umfrage von Emnid, von Bild am Sonntag in Auftrag gegeben, schneiden Weiterlesen
Kompletter Schuldenerlass für Haiti?
Klaus Ehringfeld erklärt in der Frankfurter Rundschau, dass zwei Wochen nach dem Erdbeben in Haiti Staaten und internationale Organisationen zunehmend bereit seien, Haiti seine Schulden zu erlassen. Am Montag verzichtete Venezuela, Haitis größter bilateraler Geldgeber, komplett auf noch ausstehende Zahlungen von $295 Mio. und der Pariser Club will einen bereits im Juli beschlossenen Schuldenerlass von $215 Mio. beschleunigen. Die größten verbleibenden Gläubiger sind nun die Interamerikanische Entwicklungsbank mit $440 Mio. und Taiwan mit $90 Mio. Die US-amerikanische Außenministerin Hilary Clinton rief zu einem kompletten Schuldenerlass auf. Weiterlesen
Afrika wird als Verlierer dastehen, wenn die Gelder, die von den reichen Staaten im letzten Dezember beim Klimagipfel in Kopenhagen zugesagt wurden, nicht zusätzlich zu bereits bestehenden Hilfszusagen sind. Das ist das Ergebnis eines Forschungspapiers, welches ONE bei der führenden Denkfabrik in Sachen Entwicklung, dem Overseas Development Institute (ODI) in Auftrag gegeben hat.
In einer Rede vor dem Diplomatischen Korps im Vatikan in der letzten Woche kritisierte Papst Benedikt die Herrschenden der Welt für ihre Unfähigkeit, sich in Kopenhagen auf ein bindendes Klimaabkommen zu einigen. Er warnte, dass diese Unfähigkeit zu handeln die Zukunft einiger Nationen – insbesondere in Afrika – riskiere:
Internationale Hilfe für Haiti von teilweise unerwarteter Seite
Der Nachrichtenagentur epd zufolge forderte Ban Ki Moon 3.500 zusätzliche UN-Soldaten für Haiti, um die bereits stationierten 9.000 Soldaten und Polizisten zu unterstützen. Der haitianische Premierminister Jean Max Bellerive sagte, 72.000 Menschen seien bereits beerdigt worden und er erwarte etwa 150.000 bis 200.000 Todesopfer. Der Präsident der Dominikanischen Republik, Leonel Fernández, rief zur Schaffung eines Entwicklungsfonds über $10 Mrd. über die nächsten fünf Jahre und zum Erlassen aller haitianischen Schulden auf. Die Interamerikanische Entwicklungsbank hat angekündigt, die ausstehenden Schulden Haitis zu erlassen - gegenwärtig sind das $480 Mio. Weiterlesen
Nahrungsmittelsicherheit und Klimaschutz im Konflikt
Die Fachzeitschrift Lebensmittelzeitung berichtet, dass sich auf dem internationalen Gipfel der Agrarminister in Berlin auf einen „Klimacheck“ geeinigt wurde, der Klimaschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft voranbringen sollte. Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) gab jedoch zu, dass Klimaschutz und Nahrungsmittelsicherheit in Konflikt miteinander stünden. Um jeden Einzelnen auf diesem Planeten bis 2015 mit ausreichend Nahrungsmitteln zu versorgen, müsse die Versorgung um 70 % gesteigert werden, sagte Aigner. Aber Landwirtschaft verursache eben auch CO2-Emissionen. Weiterlesen
Was tun gegen die Auswirkungen der Finanzkrise?
Weltbankchef Robert Zoellick sagte laut der taz, dass die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise 64 Millionen mehr Menschen in die extreme Armut getrieben hat. Er sagte weiter, dass während sich Menschen in den Industrieländern Sorgen um ihre Jobs machten, die Krise für Menschen in Afrika Hunger und Krankheiten bedeute. Bis jetzt habe die Weltbank über $100 Mrd. zur Bekämpfung der Krisenfolgen ausgegeben, doch es bedarf zukünftig einer noch besseren Finanzierung, so Zoellick weiter. Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) sagte, Deutschland wolle sich grundsätzlich an einer stärkeren Finanzierung beteiligen, konkrete Zahlen und Details seien aber noch zu besprechen. Um Neufinanzierungen zu bezahlen, verwies Niebel auf die G20, die zum momentanen Zeitpunkt neue Finanzierungsmöglichkeiten prüfe. Ein Sprecher des Finanzministeriums sagte, Deutschland plane keine Sondersteuer wie sie Obama vorsehe. Dem Handelsblatt zufolge sagte Angela Merkel (CDU), sie wolle für den Moment die Ergebnisse der internationalen Diskussion abwarten und begutachten. Sie sagte aber auch, sie könne sich eine Finanztransaktionssteuer vorstellen. Finanzexperten von CDU, SPD und Grünen befürworteten Obamas Vorschlag, den die FDP ablehnt. Weiterlesen
Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.
Weiterempfehlen:
Schlagworte: DR Kongo, Deutschland, Fußball-WM der Herren 2010 in Südafrika, Handel, Klimawandel, Politik Aktuell, Regierungsführung, Somalia, Sudan, Südafrika, UNO, Was wir lesen