Die Themen des Tages:
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2000 haben sich die Staaten der Welt ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Die Halbierung der Armut bis zum Jahr 2015. Gemssen wird der Fortschritt an acht Zielen, den so genannten Millennium-Entwicklungszielen (MDGs). Und es gab erhebliche Fortschritte. Dennoch wird es schwierig bleiben, alle Ziele bis 2015 zu erreichen, weil die ärmsten Menschen zurückbleiben. Das ist das Ergebnis eines aktuellen Berichts, den UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon heute vorstellte. Weiterlesen
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Heute berichten unsere Kollegen von IAVI, das ist die “International Aids Vaccines Initiative”, über ihre Initiative und darüber, wo die Welt steht bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen Aids. Sehr lesenswert…
Seit 30 Jahren schockt der HI-Virus die Welt. Der Immunologe Dr. Michael Gottlieb von der University of California in Los Angeles beschrieb im Juni 1981 im „Morbidity and Mortality Weekly Report“ der US-Gesundheitsbehörde erstmals die Symptome von AIDS. Seit jenem Zeitpunkt hat sich diese Krankheit von einer lokalen Epidemie in eine globale Pandemie verwandelt. Bisher haben sich mehr als 60 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert und mehr als 30 Millionen starben. Täglich infizieren sich noch immer mehr als 7.000 Menschen. 95% der HIV Infizierten lebt in Entwicklungsländern, mehr als die Hälfte davon sind Frauen. Laut der WHO ist HIV/AIDS die Haupttodesursache von Frauen im gebärfähigen Alter in Afrika südlich der Sahara.
HIV/AIDS gefährdet die Verwirklichung vieler Millenniumsentwicklungsziele. Dies gilt nicht nur für die Bekämpfung von HIV/AIDS, sondern auch für die Beseitigung extremer Armut oder für die Vermindering der Kindersterblichkeit. Außerdem entwickeln HIV-Infizierte in einem Jahr eine 50 mal größere Anfälligkeit an TB zu erkranken als nicht Infizierte, den bei einer von vier TB Todesfällen lag eine HIV Infektion vor.

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Gute Literatur eröffnet uns Einblicke in andere Leben, andere Schicksale, andere Länder. Das Allerweltshaus in Köln hat deshalb eine Reihe gestartet, in der unterschiedliche literarische Stimmen aus Afrika vorgestellt werden. Unsere lesebegeisterte Living Proof-Botschafterin Sandra Nordhaus war vergangene Woche auf einer Lesung des Autors Lutz van Dijk – und hat die Gelegenheit gleich genutzt, um über ONE und Living Proof zu informieren:

Im Rahmen der Aktion “Stimmen Afrikas” fand vergangene Woche im Allerweltshaus in Köln eine Lesung des in Kapstadt lebenden Autors Lutz van Dijk statt. Neben mehreren literarischen Auszeichnungen erhielt der in Berlin geborene Autor im Jahre 2001 den Gustav-Heinemann-Friedenspreis und im Jahre 2009 die Poetik-Ehrenprofessur der Universität Oldenburg.
Lutz van Dijk war aus Südafrika angereist, um seinen Roman “Romeo und Jabulile” vorzustellen, welcher Tage zuvor im Allerweltshaus Köln im Zuge eines Jugendworkshops thematisiert worden war. Der Roman handelt von einer Liebesgeschichte, welche mit Vorfällen ausländerfeindlichen Ausschreitungen und die Bedrohung durch AIDS konfrontiert wird, aber auch die verbindende Kraft des Fußballs kommt hier zum Ausdruck.
Die Gesprächsrunde mit Lutz van Dijk war sehr bereichernd. Zu Begin gab es eine Begrüßung, die schon fast familiär schien, denn es befanden sich viele langjährige Freunde und Unterstützer im Publikum. Eindrucksvoll und engagiert erzählte er von seinem Werdegang und auch von seinen Beweggründen, die ihn im Jahre 2001 die Stiftung HOKISA gründen ließen.HOKISA steht für “Home for Kids in South Africa” und setzt sich in Kapstadt für von AIDS betroffenen Kinder ein. Kein geringerer als Erzbischof Desmond Mpilo Tutu, der auch zum Kreis der ONE-Unterstützer zählt, hat im Jahre 2002 das erste HOKISA Haus eingeweiht.
Besonders bewegt hat mich die Geschichte von Mbu Maloni, einem ehemaligen Straßenjungen, aufgewachsen inmitten extremer Armut und Gewalt. Als er im Gartenhaus des Kinderheims HIKOSA zum ersten mal in seinem Leben die Geborgenheit eines Zuhauses und somit auch Hoffnung erfährt, erleidet er kurze Zeit später einen erneuten Schicksalsschlag: sein bester Freund Atie wurde im Alter von nur 15 Jahren bei einer schier harmlosen Prügelei erstochen. Dennoch hat Mbu Maloni mit einem unglaublich starken Willen die Kraft gefunden, sich aus der Spirale des Leidens zu befreien. Lutz van Dijk erzählt, dass es Mbus größter Wunsch ist, seinen Schulabschluss zu machen. Heute ist Mbu 18 Jahre alt und besucht die elfte Klasse einer Oberschule im Township Masiphumelele bei Kapstadt. Er hat sogar schon ein Buch geschrieben, seine authentische Lebensgeschichte trägt den Titel “Niemand wird mich töten” und erscheint im Juli 2011. Ein herzerweichendes Lachen ging durch den Raum als Lutz van Dijk davon erzählte, wie er und Mbu zusammen zur Bank gingen um ein Konto für Mbu zu eröffnen. Ein großer Schritt in ein selbstbestimmtes Leben. Diese Geschichten machen Mut und zeigen eine Willensstärke auf, von der jeder rund um den Globus etwas lernen kann. Das ist Living Proof!
Im Anschluss an die Veranstaltung hatte ich die Möglichkeit, mit Lutz van Dijk über ONE und die Living Proof Kampagne zu sprechen. Er war sehr angetan über unser Engagement und ließ es sich nicht nehmen, ONE mit seiner Stimme zu unterstützen. “Darf ich ONE überhaupt unterstützen?” fragte er mich, da er ja in Kapstadt lebt. “ONE engagiert sich international”, sagte ich. ONE Afrika hat nun also eine Stimme mehr im Kampf gegen extreme Armut!
- Sandra Nordhaus –
Was wäre, wenn die Geburtslotterie mich nicht nach Deutschland verschlagen hätte? Wenn ich in Benin geboren wäre? Oder inmitten der Flutkatastrophe von Pakistan? Mit der Internetseite ifitweremyhome.com kann man das jetzt zumindest theoretisch durchspielen. Weiterlesen
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Gestern übergab eine ONE-Delegation 269.664 Unterschriften an Gudrun Kopp, die Parlamentarische Staatssekretärin im Entwicklungsministerium. So viele ONE-Unterstützer hatten mit ihren Namen gefordert, dass im Jahr 2015 kein Kind mehr mit HIV zur Welt kommt. Was viele Menschen nicht wissen: Mit den richtigen Medikamenten kann man die HIV-Übertragung von der Mutter auf ihr Kind leicht verhindern – aus medizinischer Sicht muss heute also kein Baby mehr mit HIV zur Welt kommen. Und dennoch werden jeden Tag 1000 Babies bereits mit dem Virus infiziert geboren.
Diesen Babies wollten ONE-Unterstützer aus aller Welt eine Stimme geben. Los ging es im Vorfeld des UN-Entwicklungsgipfels mit dem ONE Baby Protest, über die Wiederauffüllung des Globalen Fonds, bis hin zum Weltaidstag. So kam über eine Viertel Million Unterschriften zusammen. Ende Februar hatten unsere britischen Kollegen die Unterschriften an den britischen Entwicklungsminister Andrew Mitchell übergeben. Und gestern war also endlich “Team Germany” dran!

Das ONE-Team übergibt eure Unterschriften an Gudrun Kopp
Und jetzt wollt ihr bestimmt wissen: “Was hat sie denn nun gesagt, die Frau Kopp?” Gudrun Kopp bedankte sich für das Engagement der ONE-Unterstützer und versprach, dass das Entwicklungsministerium die Gesundheit von Müttern und Kindern zu einem Schwerpunkt seiner Arbeit machen werde. Die Zielgruppe der Frauen und Mütter solle bei BMZ-geförderten Programmen stärker berücksichtigt werden. So werde sich das Ministerium für einen stärkeren Einsatz ambulanter Gesundheitsfachkräfte stark machen, und diese auch als Hebammen schulen. Gerade in ländlichen Regionen sei es wichtig, gut ausgebildete Hebammen zu haben, die hochschwangere Frauen zuhause besuchen und die ohne lange Wege erreichbar sind. Zur Hebammenausbildung gehöre auch die Sensibilisierung für HIV-bezogene Aufgaben. Deutschland unterstütze bereits die WHO, UNAIDS und den GFATM, die alle in dem Bereich der Verhinderung der Mutter-Kind-Übertragung aktiv sind. Außerdem gebe es weitere Möglichkeiten, um Frauen mit Beratungsangeboten zu sensibilisieren und zu unterstützen.
Die Parlamentarische Staatssekretärin machte – gerade angesichts der bald anstehenden Entscheidung über den Haushalt für 2012 – deutlich, dass das Entwicklungsministerium mehr Mittel noch effizienter einsetzen möchte, um die Gesundheit von Müttern und Kindern in Entwicklungsländern zu verbessern. Wir von ONE können das nur unterstützen. Denn mehr Mittel + mehr Wirksamkeit = mehr gerettete Menschenleben.
Wir werden nun genau verfolgen, inwieweit die von Gudrun Kopp angekündigten Maßnahmen auch wirklich von der Bundesregierung umgesetzt werden. Denn das ONE-Team und 269.664 ONE-Unterstützer wissen: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
– Alicia Blázquez —
P.S. Mehr Beweisfotos von der Übergabe gibt es bei uns auf Facebook.
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Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.
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