Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Diese Woche feiert ONE zehn Jahre lebensrettende Arbeit des Globalen Fonds gegen Aids, Tuberkulose und Malaria. Der Fonds ist innovativ, weil es einen so konstruierten Mechanismus vorher noch nie gab. Der Fonds ist transparent, weil er sich in beispielhafter Weise extern prüfen lässt und alle Prüfberichte sofort veröffentlicht. Und das Wichtigste: Er rettet Leben. Monat für Monat überleben mehr als 100 000 Menschen, dank des Globalen Fonds. Weiterlesen
Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
WeiterlesenDie Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Heute veröffentlichen wir einen Beitrag aus unserem gestern anlässlich des Weltaidstages erschienen Berichts “Der Anfang vom Ende von Aids“. Für den Bericht baten wir Menschen, die sich in verschiedenen Teilen der Welt gegen HIV/Aids engagieren, uns über von ihren Erfahrungen zu berichten. Einer von ihnen war Philipp Lahm, der Kapitän der deutschen Fußballnationalmannschaft und Gründer der Philipp Lahm-Stiftung.
Meine prägendste Begegnung mit der Krankheit Aids ist jetzt über vier Jahre her Es war während meines Besuchs in Südafrika im Sommer 2007. Ich wollte mir das Land anschauen, das drei Jahre später die Fußball-Weltmeisterschaft austragen wird. Das ganze Land. Nicht nur die Hotels, den Flughafen und die geschützten Villenviertel der Großstädte, sondern auch die Townships außerhalb. Was ich hier erlebte, war eine andere Welt. Eine Welt, die Wellblechhütten bestand. Ärmlichste Behausungen ohne Wasser und Strom, in denen mehrere Generationen in einem einzigen Raum zusammen lebten. Vor allem im harten Kontrast zu den riesigen Villen, die nur wenige Kilometer zuvor noch am Autofenster vorbeigezogen waren, erschütterte mich der Anblick dieser Lebensumstände zutiefst.
Vor der schockierenden Kulisse aber traf ich zu meinem Erstaunen auf Menschen, die mich und meine Begleiter trotz all ihrer Probleme mit Freude und Herzlichkeit empfingen. Wir waren immer von Neugierigen umringt, bekamen etwas zu Trinken angeboten und kamen schnell ins Gespräch. Die vielen persönlichen Schicksale, die ich dabei erfuhr, machten mir die sonst so anonymen Zahlen greifbar. Am stärksten ist mir noch heute die Begegnung mit Busisiwe in Erinnerung. Sie erzählte mir, dass sie allein mit ihren zwei jüngeren Geschwistern lebte und diese großzog. Ihre Eltern, Onkel und Tanten waren alle an Aids gestorben. Busisiwe war gerade mal 13 Jahre alt. Ihre Geschichte ist mir damals sehr nahe gegangen. Sie hatte keine Kindheit, keinen der für sie da war. Und alles wegen einer schrecklichen Krankheit, die in ihrem Land zum traurigen Alltag zählt und unzählige Leben auslöscht. Ich hatte das Glück, in Deutschland und einer Generation aufzuwachsen, in welcher wir Hunger, Durst oder Krieg nicht mehr kennen. Ein Land, in welchem jeder Zugang zu medizinischer Versorgung hat und gesundheitliche Aufklärung ein wichtiges Thema ist. Dieses dreizehnjährige afrikanische Mädchen aber hatte keine behütete Kindheit, wie ich. Keine Familie, die half und beschützte. Und wie Busisiwe ging es unzähligen Kindern und Jugendlichen in den Townships.
Bei meiner Rückkehr aus Südafrika stand fest, dass ich helfen wollte. Ich gründete noch im Dezember desselben Jahres die Philipp Lahm-Stiftung. Ich habe es damit zu meiner Aufgabe gemacht, benachteiligte Kinder und Jugendliche in den Bereichen Sport und Bildung und Gesundheit zu fördern. In allen Projekten auf dem afrikanischen Kontinent spielt die Aids-Aufklärung dabei eine wichtige Rolle. Bei allem Engagement bin ich mir darüber im Klaren, dass einige lokale Projekte nicht die Krankheit Aids bekämpfen können. Aber selbst, wenn ich jedes Jahr nur ein paar jungen Menschen wie Busisiwe erreiche und ihnen Hoffnung und eine Perspektive geben kann, dann hat sich der Einsatz in meinen Augen gelohnt. Sport und insbesondere Fußball ist wie eine gemeinsame Sprache, die dabei hilft, die Kinder und Jugendlichen anzusprechen und ihnen langfristig über Werte, Wissen und Bildung eine Chance zu bieten, der Spirale aus Armut, Gewalt und Krankheit zu entkommen.
– Philipp Lahm, Kapitän der deutschen Fußballnationalmannschaft und Gründer der Philipp Lahm-Stiftung –
Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Back to school – unsere Botschafter Alex, Johanna und Sascha sind für ONE wieder zurück an die Schule, um den Schülern von heute etwas über Herausforderungen und Erfolge im Kampf gegen extreme Armut zu vermitteln. Jetzt hat auch Sandra Nordhaus für ONE den Weg zurück zur Schule gefunden:
Was würde ich tun, wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte? Wäre ich denselben Weg gegangen? Wenn ich einen anderen gewählt hätte, wie würde er aussehen und wer wäre ich dann heute? Diese Fragen gingen mir durch den Kopf, als ich am vergangenen Dienstag die Montessori-Hauptschule in Köln betrat. Es war ein merkwürdiges Gefühl, nach so langer Zeit wieder eine Schule zu betreten. Ich fühlte mich irgendwie zurückversetzt, wie auf einer Reise mit einer Zeitmaschine.

Anlass meines Besuchs war die Projektwoche zum Thema Afrika und Entwicklungspolitik, zu deren Auftakt mich Joachim Bettermann und seine Schüler der Abschlussklasse eingeladen hatten. Sie wollten mehr über ONE und die Living-Proof Kampagne erfahren. Vor meinem Besuch wurden die Schülerinnen und Schüler von ihrem Lehrer bereits ausführlich vorbereitet, indem sie mit ihrem Lehrer die von mir zur Verfügung gestellten ONE-Informationen zu Millenniumszielen durchnahmen. Dadurch waren sie ein wenig auf die Eindrücke vorbereitet, die ihnen der Film “Themba” vermitteln würde.
Grundlage des Films ist das Buch “Themba”, geschrieben von Lutz van Dijk, welchen ich im Zuge meiner Botschafter-Zeit bereits im April begegnen durfte. Buch und Film erzählen die Geschichte eines afrikanischen Jungen, der Fußballprofi werden will, trotz seiner HIV-Infektion. Anhand dieser Geschichte vermittelt der Film eine Menge über das Millenniumsziel Nummer 6: “Bekämpfung von HIV/Aids, Malaria etc.” Gerade im Kampf gegen Krankheiten besteht oft viel Aufklärungsbedarf. Durch unzureichende Informationen und durch Schweigen, entstehen gefährliche Gerüchte und Glaubenssätze, welche katastrophale Auswirkungen haben können. Umgekehrt sind durch das Brechen des Schweigens und durch Aufklärungskampagnen beachtliche Erfolge im Kampf gegen Aids zu verzeichnen. Das HI-Virus kann man inzwischen dank medikamentöser Behandlungen soweit in den Griff bekommen, dass die Betroffenen trotz Infektion ein lebenswertes Leben führen können – und die Ansteckung von einer infizierten Mutter auf ihr ungeborenen Kind kann dank antiretroviraler Behandlungen sogar verhindert werden. Diese großartigen Fortschritte kommen im Film sehr gut zum Ausdruck.
Während des Films sah ich immer wieder mal in die Gesichter der Schüler. Ich sah eine große Aufmerksamkeit, mit der sie den Film und die Schicksale der Figuren verfolgten. Ich bin mir sicher, dass sie ein Gefühl dafür bekommen haben, welchen Problemen sich viele Jugendliche in Entwicklungsländern tagtäglich stellen müssen. Vielleicht stärken sie diese Eindrücke auch persönlich, und helfen ihnen mit dem einen oder anderen Problem ein wenig gelassener umzugehen. Denn obwohl auch wir uns manchmal in die Enge getrieben fühlen, so haben wir in den Industrienationen doch oft ganz andere Möglichkeiten, mit unseren Problemen umzugehen.
Der Film zeigt außerdem – und das lag mir ebenfalls besonders am Herzen -, dass wir wirklich alles erreichen können, wenn unser Wille stark genug ist, wir beharrlich sind und wir den Glauben an unsere Träume nicht verlieren. Das zeigt das Beispiel von Themba, der es trotz schwieriger Lebensumstände und seiner HIV-Infektion geschafft hat, in der afrikanischen Fußball-Nationalmannschaft aufgenommen zu werden.
Nur ein Film? Ein Traum?
Es gibt genug lebende Beweise, die uns nicht nur daran glauben lassen, sondern uns zur Nachahmung inspirieren, um uns für das einzusetzen, was uns wichtig ist und wofür unser Herz schlägt. Wenn ich an diesem Tag auch nur ein wenig den Wunsch der Schüler geweckt habe, sich für mehr Gerechtigkeit in dieser Welt einzusetzen, dann bin ich sehr froh, auf diese Art und Weise einen kleinen Beitrag geleistet zu haben. Ich danke Herrn Bettermann und seinen Schülern der 10. Klasse. Ich bin davon überzeugt, dass jeder von ihnen seinen ganz eigenen Weg finden und gehen wird. Alles Gute dafür!
- Sandra Nordhaus –
Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Erinnert ihr euch noch an unseren ONE-Baby Protest? Bei dieser Kampagne machten stinkige Babys ihrem Ärger darüber Luft, dass noch immer Kinder mit HIV zur Welt kommen. Jetzt ist der Baby-Protest in der Lindenstraße angekommen. Vergangenen Sonntag tauchte das Poster zur Kampagne in der aktuellen Folge der Erfolgsserie auf. In Minute 25 ist unser Protest-Baby mehrere Sekunden lang zu sehen. Da hat’s uns vor Freude direkt vom Sofa gehauen! Klick auf das Bild und schau dir die Folge vom 4. September an.
Aber von Anfang an: Unsere Kampagne kritisierte, dass immer noch Kinder mit HIV geboren werden, obwohl es doch längst Medikamente und Verfahren gibt, um zu verhindern, dass HIV-positive Schwangere das Virus auf ihr Baby übertragen. Mit unserer Kampagne forderten wir Staats- und Regierungschefs weltweit auf, sich in diesem Bereich mehr anzustrengen, damit bis 2015 kein Kind mehr mit HIV auf die Welt kommt.
ONE-Unterstützer aus Deutschland konnten im Vorfeld des Weltaidstages bei uns Poster zum Baby-Protest bestellen, um diese in ihrer Stadt aufzuhängen und Unterschriften zu sammeln. Aber auch online sammelten wir Unterschriften. Viele Prominente – darunter zum Beispiel Lady Gaga und Alicia Keys – und Tausende ONE-Unterstützer wie du und ich haben uns bei dieser Kampagne unterstützt. Fast 270.000 Unterschriften aus aller Welt kamen so zusammen. Diese haben wir natürlich in eurem Namen an mehrere Regierungen übergeben. Unsere politischen Experten beobachten, was sich seither in dem Bereich getan hat. Wir werden bald hier darüber berichten. Eins steht in jedem Fall fest: Zum Weltaidstag am 1. Dezember werden wir wieder öffentlichen Druck im Kampf gegen HIV/Aids aufbauen – und wir zählen auch diesmal wieder auf deine Hilfe. Zur Einstimmung seht ihr hier nochmal ausgewählte Fotos vom ONE Baby-Protest 2010.





— Alicia Blázquez —
Die Themen des Tages:
Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.
Schlagworte: Afrika, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ), CDU/CSU, Deutschland, Entwicklungszusammenarbeit, EU, Frankreich, Gesundheit, Gesundheit von Kindern, Globaler Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM), Gudrun Kopp, HIV/Aids, Malaria, Nigeria, Politik Aktuell, Tuberkulose, USA, Was wir lesen, Weltgesundheitsorganisation (WHO)