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Zeitungsschau - 5. November 2009

05.11.2009 15:32 Uhr
von ONE Deutschland

Kopenhagen

Die Zeit berichtet über jüngste Entwicklungen und Perspektiven für den Klimagipfel in Kopenhagen: Die Verfasserin des Artikels Andrea Böhm fordert die Industrienationen auf, im Vergleich zu Entwicklungsländern größere Verpflichtungen einzugehen. Darüber hinaus vertritt sie die Meinung, dass eine Zusammenarbeit der EU mit Schwellen- und Entwicklungsländern den größtmöglichen Druck auf die USA ausüben könnte. Sie lehnt einen Ansatz der nationalen Aktionspläne ab und zeigt auf, dass die internationale Gemeinschaft sich nicht zwingend von Kyoto verabschieden müsste.
Die Berliner Zeitung schreibt über die Auswirkungen des Klimawandels auf Afrika. Johannes Dietrich weist in dem Artikel darauf hin, dass die gesamtafrikanischen Emissionen denen des US-Bundesstaates Texas entsprechen. Er fügt hinzu, wie einmalig es in der Geschichte der Klimaverhandlungen sei, dass die afrikanischen Staatsoberhäupter sich auf eine gemeinsame Strategie für Kopenhagen einigen konnten. Sie verlangen $67 Mrd. als Kompensation für Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel und entsenden eine gemeinsame Delegation nach Kopenhagen.
AFP berichtet, dass die EU unterdessen zugesagt hat, Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien in Entwicklungsländern mit €200 Mio. unterstützen.

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5 bis 15 – Vom Gipfel zum ersten Welttag gegen die Lungenentzündung

03.11.2009 18:00 Uhr
von ONE Deutschland

Wie wir schon letzte Woche berichteten, ist die Lungenentzündung weltweit bei Kindern die Todesursache Nummer 1. Und dennoch hat die Krankheit bisher nur einen Bruchteil der Finanzmittel und Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit für sich einnehmen können, die andere weltweite Gesundheitsthemen erhalten haben. Gestern hat ONE in New York einen Gipfel zum ersten Welttag gegen die Lungenentzündung mit organisiert. Ziel war es, diesen Trend umzukehren und verschiedenste Interessenvertreter für ein Ziel zu mobilisieren: bis 2015 fünf Millionen Kinderleben zu retten. Dazu sollen die Menschen in den am stärksten betroffenen Ländern Zugang zu medizinischen Behandlungen bekommen, die in vielen anderen Ländern bereits weiträumig angewendet werden. (more…)

Zeitungsschau - 29. Oktober 2009

29.10.2009 14:58 Uhr
von ONE Deutschland

Globale Gesundheit

Harro Albrecht kritisiert in Die Zeit scharf das mangelnde Engagement Deutschlands in Fragen der globalen Gesundheit. Er zeigt, dass dieses Thema bisweilen total ignoriert wurde und führt als Beispiel die Live-Schaltung ins Weltall während des Weltgesundheitsgipfels in Berlin an. Gesundheitliche Fragen im Feld der Raumfahrt hätten mit den dringendsten globalen medizinischen Fragen wenig zu tun. Mary Robinson (GAVI) fordert von Deutschland eine stärkere Beteiligung, gar eine Führungsrolle: Auf Grund der relativ kurzen Kolonialvergangenheit könnte Deutschland das neutrale Zentrum für Europa für eine globale Gesundheitspolitik sein.

Zum Weltgesundheitsgipfel auch Weltexpress:Sigurd Schulze, „Rat der Götter oder Ratschlag für Gesundheit?

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Bericht vom 1. World Health Summit in Berlin: Nächstes Mal geht’s besser

20.10.2009 17:30 Uhr
von ONE Deutschland

In Berlin fand letzte Woche der erste World Health Summit statt. Veranstaltet wurde er von der Berliner Charité und anderen Mitgliedern der M8 (Medical8), einem Zusammenschluss von einflussreichen medizinischen Forschungseinrichtungen. Obwohl ein Großteil der Veranstaltung sich mit der Zukunft der Gesundheitssysteme westlicher Länder beschäftigte, gab es einige interessante Programmpunkte, die direkt mit der Gesundheitssituation in Entwicklungsländern zu tun hatten. Damit der Gesundheitsgipfel in Zukunft auch den Zusatz „Welt-“ verdient, sollten die Veranstalter die nun jährlich stattfindenden Gipfel aber stärker auf die Bedürfnisse in den Entwicklungsländern richten. Veranstaltungen wie „Raumfahrtmedizin: Ergebnisse für die Anwendung auf der Erde, Herausforderungen für Langzeitaufenthalte auf Mond und Mars“ sind zwar spannend, die Lösungen für die größten Gesundheitsherausforderungen unserer Zeit - Malaria, HIV/Aids und die Sterblichkeit von Müttern und Kindern - müssen nicht auf dem Mond gesucht werden. (more…)

Ich bin doch nur ein Musiker!

09.10.2009 20:00 Uhr
von ONE Deutschland

Musiker Rea Garvey schreibt in seinem Facebook-Blog über seine Erlebnisse und Eindrücke von der Reise nach Tansania. Heute über ein Abendessen mit dem obersten Korruptionsbekämpfer der tansanischen Regierung Dr. Edward Hoseah und Betty Missokia von Haki Elimu sowie unserem Besuch beim Unternehmen Twiga Cement:

Rea Garvey mit einer Mutter und ihrem Kleinkind in einer Grundschule in Daressalam

Gestern Abend, nachdem wir verschiedenste Aspekte Tansanias gesehen hatten, trafen wir uns im Hotel mit einem Regierungsmitarbeiter und einem Mitglied einer angesehenen Lobbygruppe. Zunächst machte mir die Tatsache, dass wir Gelegenheit haben sollten, auf solch wichtige Menschen zu treffen, Angst. Erst da erkannte ich die Bedeutung, die ONE in afrikanischen Ländern hat. Ich fühlte mich wichtig und geehrt und wenig später frustriert. Der Regierungsmitarbeiter begann, das Ausmaß der Korruption in seinem Land zu erklären, die Ineffizienz der Verwendung der Gelder der internationalen Entwicklungsorganisationen hier. Ich hörte zu und wurde irgendwann der Sprecher der Gruppe (das muss bei ONE so ein irisches Ding sein). (more…)

Tag 1: Ngarenaro – Eine Klinik für Schwangere und Mütter

07.10.2009 10:00 Uhr
von ONE Deutschland

Die Gesundheit von Müttern und Kindern ist noch immer hochsensibel und in Ländern wie Tansania um ein vielfaches stärker bedroht als in Deutschland. Tansania hat sich daran gemacht, dies Schritt für Schritt zu verbessern. Eine Maßnahme: die Gesundheitsversorgung von werdenden Müttern und Kindern bis zu fünf Jahren ist kostenlos. „Gesundheitsversorgung“ heißt es natürlich immer im Rahmen der lokalen Möglichkeiten. Was das bedeutet, erleben wir in der Ngarenaro-Klinik für Gesundheit von Müttern und Kindern.

In Ngarenaro umfasst die gesundheitliche Versorgung die Untersuchung der Mütter. Hierfür gibt es allerdings nicht einmal ein Ultraschallgerät, so dass Untersuchungen des kindlichen Herzschlags über ein Horchrohr erfolgen. Die Klinik bietet eine umfassende Begleitung der Schwangerschaft und der Neugeborenen. Das umfasst natürlich die eigentliche Geburt. Außerdem werden die Mütter und die Kinder mit Impfungen unter anderem gegen Hepatitis, Mumps-Masers-Röteln und Tollwut betreut. Mit HIV-Tests, mit Medikamenten für HIV-positive Mütter, um während Geburt und Stillzeit die Übertragung des Virus auf das Kind zu verhindern, wenden die Ärzte und Schwestern in Ngarenaro mit zunehmendem Erfolg ab, dass sich HIV/Aids weiter verbreitet. Auch die Säuglinge werden bei Krankheiten von Malaria über Durchfall bis hin zu Atemwegserkrankungen von Dr. Solomon Ole und seinem Team rundum versorgt. (more…)

Tansania - Die Gesundheitsversorgung

04.10.2009 16:30 Uhr
von ONE Deutschland

Gesundheit und Armut sind in Tansania untrennbar miteinander verbunden. So gibt es in Tansania pro 100.000 Menschen nur zwei Ärzte (verglichen mit 370 in Deutschland). 67 % aller Tansanier haben keinen Zugang zu elementarer sanitärer Versorgung, und 45 % haben keinen Zugang zu sauberem Wasser.

HIV/Aids

In Tansania gibt es geschätzte 970.000 Aids-Waisen und geschätzte 1,4 Millionen Menschen, die mit HIV/Aids infiziert sind. Dies entspricht 6,2 % der erwachsenen Bevölkerung. (more…)

Versammlung der Nationen – aller Nationen

21.09.2009 16:30 Uhr
von ONE Deutschland

Letzten Dienstag begann die 64. Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York. Aber was geschieht dort eigentlich? Und warum sollte es uns interessieren?

Die Vollversammlung wurde 1945 gegründet. Unter anderem ist sie das Gremium der Vereinten Nationen (Uno), in dem meisten politischen Richtlinien der Uno vereinbart werden (die Uno besteht aus fünf Hauptgremien: Vollversammlung, Sicherheitsrat, Wirtschafts- und Sozialrat, Treuhandrat und Internationaler Gerichtshof). Da in ihr alle 192 Mitglieder der Uno zusammenkommen, stellt die Vollversammlung die einzigartige Gelegenheit dar, verschiedenste Themen, die alle Staaten betreffen, zu diskutieren. Jedes Mitgliedsland – egal wie groß oder einflussreich außerhalb der Vollversammlung – hat eine Stimme. Das bedeutet, dass es oft die Entwicklungsländer sind, die die Tagesordnung und den Verlauf der Debatten bestimmen. (more…)

Entdeckungen: Neuer HIV-Stamm und der Ursprung von Malaria

24.08.2009 16:30 Uhr
von ONE Deutschland

Diesen Monat wurden zwei bedeutende medizinische Entdeckungen gemacht: ein neuer Stamm des Immunschwächevirus HIV bei Menschen wurde entdeckt ebenso wie der Ursprung der Malaria.

Wie das wöchentliche Magazin Nature Medcine berichtete, wurde ein neuer HIV-Stamm entdeckt, der auf Gorillas zurückgeführt werden kann. Die drei bereits vorher bekannten Varianten des Virus standen alle in Verbindung mit Schimpansen. Die Wissenschaftler glauben, dass der neu entdeckte Virus wahrscheinlich durch Kontakt oder Verzehr von Gorillafleisch auf den Menschen übergesprungen ist. Allerdings wäre auch möglich, dass der Virus zuerst von Schimpansen auf Gorillas übertragen wurde und dann auf Menschen, oder direkt auf den Menschen und von dort auf Gorillas. (more…)

HIV-Rate unter südafrikanischen Jugendlichen gesunken

04.08.2009 17:50 Uhr
von ONE Deutschland

Aus Südafrika erreichen uns gute Nachrichten zum Thema HIV/Aids. Ein im Juni veröffentlichter Bericht fand heraus, dass die Epidemie derzeit stagniert: 10,9 % der Südafrikaner, die älter als zwei Jahre sind, tragen das Virus in sich. Die Infektionsrate der 20-Jährigen sank gar von 2,2 % im Jahr 2005 auf 1,7 % im Jahr 2008. Außerdem hat sich die Zahl der Neuinfektionen unter den 18-Jährigen seit 2005 halbiert. (more…)

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