ZURÜCK ZUR BLOG HAUPTSEITE // Archiv für ‘Entwicklungszusammenarbeit’
Deutsche Unterstützung für die AU
Wie dpa und Financial Times Deutschland berichten, haben in Addis Ababa Verhandlungen über deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit der Afrikanischen Union (AU) stattgefunden. Die deutsche Delegation betonte die Schlüsselrolle der AU für den afrikanischen Integrationsprozess und für eine Partnerschaft in der globalisierten Welt von heute. Nach Angaben des BMZ soll insbesondere die Zusammenarbeit in den Bereichen Frieden und Sicherheit sowie Demokratieförderung und Menschenrechte verstärkt werden. Die Afrikanische Union solle damit bei ihren Anstrengungen zur Entwicklung einer programmatischen Ausrichtung in diesen Bereichen unterstützt werden, schreibt epo.de. Insgesamt wurde die finanzielle Unterstützung auf 30 Mio. Euro verdoppelt.
Bananen Krieg
Das Ende eines sehr langen und zähen Handelsstreit um Bananen und andere Tropenfrüchte scheint in Sicht. Der Financial Times Deutschland zufolge könnte dies zu niedrigeren Preisen für die Konsumenten führen. Laut einem der Zeitung vorliegenden Entwurf über eine mögliche Einigung, erklärt sich die EU bereit, ihre Zölle auf Bananen und Dutzende weitere tropische Produkte deutlich zu reduzieren. Die Übereinkunft könne noch diese Woche unterzeichnet werden und einen entscheidenden Impuls für die Doha Welthandelsrunde geben.
ONE übergibt über 6.300 Unterschriften und über 100 persönliche Botschaften an den neuen Entwicklungsminister
Heute Morgen haben wir die Unterschriften für den Artikel ONE an Dirk Niebel übergeben. Über 6.300 Menschen hatten ihren Namen unter den Artikel ONE gesetzt, darunter viele Abgeordnete aus dem neuen Bundestag, Künstler, Intellektuelle, Multiplikatoren, Sportler und – nicht zuletzt – tausende ONE-Unterstützer. Zusätzlich übergaben wir heute über 100 persönliche Nachrichten an den frisch gebackenen Minister. (more…)
Niebel will Fokus auf Klima
Wie Die Welt berichtet, hat Dirk Niebel angekündigt, er werde seine Politik auf den Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz konzentrieren. Sein Ministerium werde dafür mehr als die eine Milliarde Euro ausgeben, mit der schon jetzt „klimarelevante Projekte“ finanziert werden.
Die Welt: Philipp Neumann, „Niebel konzentriert Entwicklungshilfe auf den Klimaschutz“
Europäische Entwicklungspolitik
Dr. Sven Grimm, wissenschaftlicher Mitarbeiter am DIE schreibt auf Zeit Online über die Chancen der europäischen Entwicklungspolitik. Eine der besten Nachrichten sei, dass der Vertrag von Lissabon eine global nachhaltige Entwicklung und die Beseitigung der Armut als Ziele der europäischen Außenpolitik benennt. Damit wird die Entwicklungspolitik ein Teil des EU–Selbstverständnisses. Der Vertrag sagt jedoch wenig über die Gestaltung der Aufgaben und die Zusammensetzung des künftigen Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD). Die größten Konfliktlinien ziehen sich entlang der Fragen nach Legitimität und Finanzierung.
Der komplette Beitrag auf Zeit online: Dr. Sven Grimm, „Eine Chance für die europäische Entwicklungspolitik“
EU: Anpassung an den Klimawandel
Die Süddeutsche Zeitung titelt am Wochenende „EU will arme Länder für Klimaschutz bezahlen“. Der Artikel berichtet über die Ergebnisse des EU-Gipfels letzte Woche. Die Mitgliedsstaaten bekannten sich erneut zu den von den Vereinten Nationen vorgeschlagenen Emissionsreduktionsraten. Sie einigten sich auf eine jährliche Unterstützung in Höhe von €17 Mrd. für die ärmsten Länder ab 2020. Noch nicht entschieden wurde, wie hoch der jeweilige Anteil der einzelnen Mitgliedsstaaten ausfallen wird. Die Ausgaben sollen nicht mit der ODA verrechnet werden. Die EU schätzt, dass bis 2020 insgesamt €100 Mrd. für die Anpassung an den Klimawandel benötigt werden. Angela Merkel sagte, dass die EU damit ein Drittel der Kosten übernehmen wird und verlangt von der internationalen Gemeinschaft eine Beteiligung in Höhe von €22 bis 50 Mrd. Aufgrund des unmittelbaren Bedarfs sollen die ärmsten Länder bis 2012 bereits €7 Mrd. erhalten.
Dazu auch Handelsblatt online: „Klimaschutz: EU kommt Entwicklungsländern entgegen“
Am letzten Donnerstag veröffentlichte das Center for Global Development (CGD) den Commitment to Development Index (CDI) für 2009. Dieser listet reiche Staaten nach ihrer Politik zur Unterstützung von Entwicklungsländern. Der CDI wird seit 2003 veröffentlicht mit dem Gedanken, über die Messung von Hilfszahlungen hinaus herauszufinden, ob sich die Industriestaaten an ihre Versprechen in allen entwicklungspolitisch relevanten Bereichen halten. 22 reiche Nationen werden so nach den politischen Rahmenbedingungen und den tatsächlichen Handlungen eingeordnet, mit denen sie arme Nationen dabei unterstützen, bessere Lebensstandards, bessere Regierungen und mehr Sicherheit zu erlangen. Im Detail werden die Länder in sieben Kategorien beurteilt: Höhe und Qualität der Entwicklungshilfe, Handel, Investitionen, Migration, Umwelt, Sicherheit und Technologie. (more…)
Globale Gesundheit
Harro Albrecht kritisiert in Die Zeit scharf das mangelnde Engagement Deutschlands in Fragen der globalen Gesundheit. Er zeigt, dass dieses Thema bisweilen total ignoriert wurde und führt als Beispiel die Live-Schaltung ins Weltall während des Weltgesundheitsgipfels in Berlin an. Gesundheitliche Fragen im Feld der Raumfahrt hätten mit den dringendsten globalen medizinischen Fragen wenig zu tun. Mary Robinson (GAVI) fordert von Deutschland eine stärkere Beteiligung, gar eine Führungsrolle: Auf Grund der relativ kurzen Kolonialvergangenheit könnte Deutschland das neutrale Zentrum für Europa für eine globale Gesundheitspolitik sein.
Zum Weltgesundheitsgipfel auch Weltexpress:Sigurd Schulze, „Rat der Götter oder Ratschlag für Gesundheit?
EU: Keine Finanzierungszusagen an Entwicklungsländer
Der Tagesspiegel und die Süddeutsche Zeitung berichten beide, dass die Chancen eines Erfolgs in Kopenhagen weiter schwinden. Sie berichten, dass besonders die EU, ehemals Pionierin in den Verhandlungen, keinen wirklichen Fortschritt in der Frage nach der Verteilung der Finanzierungslasten erzielen konnte. Entwicklungsländer bräuchten diese finanzielle Unterstützung, um den Klimawandel zu bekämpfen. Einige Regierungen, darunter auch die deutsche, sind der Meinung, es wäre zu früh, um ein klares Finanzierungsangebot auf den Tisch zu legen. Sie befürchten dadurch Verhandlungsmacht zu verlieren.
Kritik an Dirk Niebel als neuen BMZ-Chef
Ein Gastbeitrag von Melinda Gates:
In dieser Woche werden Bill und ich in Washington sein, um etwas zu tun, das auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen mag: wir sagen „Danke!”. Wir sagen denjenigen Danke, die Teil hatten an den großen Anstrengungen der US-Regierung, die globale Gesundheit zu verbessern. Unter anderem werden wir unsere neue Kampagne namens Living Proof Project: U.S. Investments in Global Health are Working vorstellen. Ihr Ziel ist es, Amerikanern von den enormen Erfolgen zu berichten, die wir auf vielen Gebieten bei der Verbesserung der Gesundheit überall auf der Welt machen. Unsere Hoffnung ist es, dass, wenn mehr Menschen die Ergebnisse sehen, sie diese fesselnden Geschichten mit anderen teilen werden und damit Amerika weiterhin dabei unterstützen werden, auf diesem Gebiet eine Führungsrolle einzunehmen. (more…)
Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.
Weiterempfehlen:
Schlagworte: Bildung, Deutschland, Dirk Niebel, Entwicklungszusammenarbeit, Handel, Klimawandel, Kopenhagen Prozess, Politik Aktuell, Regierungsführung, Sudan, Was wir lesen