Die Themen des Tages:
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Diese Woche feiert ONE zehn Jahre lebensrettende Arbeit des Globalen Fonds gegen Aids, Tuberkulose und Malaria. Der Fonds ist innovativ, weil es einen so konstruierten Mechanismus vorher noch nie gab. Der Fonds ist transparent, weil er sich in beispielhafter Weise extern prüfen lässt und alle Prüfberichte sofort veröffentlicht. Und das Wichtigste: Er rettet Leben. Monat für Monat überleben mehr als 100 000 Menschen, dank des Globalen Fonds. Weiterlesen
Die Themen des Tages:
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Gestern konntet ihr live auf unserem Blog die Rede von Bill Gates vor dem Europäischen Parlament verfolgen und euch mit uns auf Twitter über den Hashtag #livingproof dazu austauschen. Heute veröffentlichen wir hier einen Gastbeitrag von Bill Gates, der seinen “Annual Letter” vorstellt. Dies ist eine Übersetzung des englischen Originals, das zuerst auf “Impatient Optimist”, dem Blog der Bill & Melinda Gates Stiftung, veröffentlicht wurde. Es gibt auch eine deutschen Fassung von Bill Gates’ Brief. Wir twittern dazu heute unter dem Hashtag #Billsletter – und freuen uns, wenn ihr mitmacht.
Mein Job ist es, mehr über globale Gesundheit und Entwicklung zu lernen – und in arme Länder zu reisen, um Bauern zu treffen, die nicht genug Lebensmittel anbauen können, Mütter, die ihre Kinder nicht gesund aufziehen können, und Helden vor Ort, die etwas gegen diese Notstände machen. Nur sehr wenige Menschen haben die Zeit, um sich mit diesen komplexen Probleme umfassend zu beschäftigen. Noch weniger Menschen haben die Chance, jene Menschen treffen, diese sich abmühen, diese Probleme zu bewältigen. Deswegen schreibe ich jedes Jahr einen Brief.
Ich möchte, dass die Leute über den unglaublichen Fortschritt Bescheid wissen, den wir gemacht haben. Ich möchte auch, dass sie wissen, wie viel Fortschritt noch nötig ist, damit wir in einer wirklich gerechten Welt leben.
Dieses Jahr möchte ich mich in meinem Brief auf Ernährung und Landwirtschaft konzentrieren (obwohl ich auch Updates über unsere Arbeit zu den Themen globale Gesundheit und amerikanisches Schulwesen geben werde). Als ich in der High School war, zeichnete ein beliebtes Buch namens „Die Bevölkerungsbombe“ ein albtraumhaftes Bild über massenhaftes Hungersterben auf einem Planeten, der seine Grenzen seiner Tragfähigkeit erreicht hat. Diese Vorhersage war falsch, vor allen Dingen weil Forscher produktivere Samen und andere Hilfsmittel entwickelten, die armen Bauern in vielen Teilen der Welt halfen, ihre Ernte zu vervielfachen. Als eine Folge davon konnte der Prozentsatz der Menschen in extremer Armut in meiner Lebenszeit halbiert werden. Das ist der Teil der Geschichte über den großartigen Fortschritt, der gemacht wurde, und nicht genug Menschen wissen das.
Aber da ist auch der Teil über den Fortschritt, der noch gemacht werden muss. Auch das müssen die Menschen wissen. Es immer leben über eine Milliarde Menschen in extremer Armut. Sie sind vor allem in Südasien und Subsahara-Afrika zu finden und sie leben am Rande des Hungertods. Dies ist ironisch, denn die meisten von ihnen sind Bauern. Wir können dieser Milliarde helfen, sich selbst zu versorgen, genau wie wir den Milliarden zuvor geholfen haben – aber wir haben aufgehört, es zu versuchen. An einem bestimmten Punkt verschwand die Krisenstimmung zum Thema Ernährung. Der Teil der Entwicklungsinvestitionen, die der Landwirtschaft zu Gute kamen, sank von einem Fünftel auf weniger als ein Zwanzigstel.
Ich erhoffe mir von meinem jährlichen Brief, dass er die Menschen auf die Entscheidung aufmerksam macht, die wir alle treffen müssen. Relativ geringe Investitionen änderten die Zukunft für Hundert Millionen kleine Bauerfamilien. Jetzt müssen wir uns entscheiden: Setzen wir unsere Investitionen weiter fort, sodass die eine Milliarde Menschen, die immer noch arm sind, davon profitieren? Oder tolerieren wir eine Welt, in der ein Mensch von sieben unterernährt, unterentwickelt und vom Hungertod bedroht ist?
In Zeiten knapper Staatskassen müssen wir Prioritäten setzen. Natürlich besteht die Gefahr, dass wir in diesen besonderen Zeiten entscheiden, dass die Hilfe für die Ärmsten nicht zu unseren Prioritäten zählt. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass Menschen darauf bestehen würden mehr in Entwicklung zu investieren, und nicht weniger – wenn sie verstehen, was ihre Hilfe bereits vollbracht hat und was sie noch bewirken könnte. Deswegen habe ich meinen Brief geschrieben. Ich hoffe, dass ihr euch die Zeit nehmt, ih
Ich habe Schüler auf der ganzen Welt dazu eingeladen, ihre eigenen Briefe zu schreiben. Du kannst deinen Brief oder Fragen, die du an mich hast, an annualletter@gatesfoundation.org schicken. Ich werde darauf antworten und über die Ideen in deinem Brief in einem Live-Webcast am 2. Februar auf meiner Facebook-Seite sprechen.
- Bill Gates –
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Nun ist der G20-Gipfel in Cannes fast schon wieder vorbei. Tobias Kahler, Direktor von ONE in Deutschland, ist für uns noch vor Ort und zieht eine gemischte Bilanz. Immerhin hat er 75 Minuten Hoffnung erlebt – nämlich als endlich auch mal über Entwicklungsthemen gesprochen wurde:
“Wichtige Themen wurden von der griechischen Schuldenlast zerquetscht. Es gab jedoch 75 Minuten Hoffnung, in denen über starke Ideen im Kampf gegen Armut diskutiert wurde. Diese 75 Minuten mögen den Gipfel gerettet haben. Die Vorschläge von Bill Gates zur Finanzierung von Entwicklungshilfe und zur Transparenz im Rohstoffbereich müssen nun rasch umgesetzt werden. Dafür muss sich Angela Merkel, die in der Euro-Krise eine starke Führungsrolle übernommen hat, einsetzen.“
Auch viele andere Nichtregierungsorganisationen, Experten und Beobachter die Vorschläge. In der deutschsprachigen Presse war dazu zu lesen:
Wenn ihr euch selbst ein Bild machen wollt, könnt ihr hier den vollständigen Bericht und eine Zusammenfassung auf Englisch herunterladen.
Auch all jene, die unsere Petition gegen die Hungersnot unterzeichnet haben, dürfen sich zumindest ein bisschen freuen, wie Tobias Kahler vorhin erklärte: “Dies war zumindest der erste G20-Gipfel, auf dem die Regierungen ihre Zusagen zur Entwicklungszusammenarbeit anerkannten. Zudem wurden neue Zusagen zu Landwirtschaft und Ernährungssicherung gemacht, indem etwa schädliche Spekulationen eingegrenzt und Investitionen in landwirtschaftliche Produktivität ausgebaut werden sollen. Dies waren konkrete Forderungen von 400.000 ONE-Unterstützern, die in Cannes gehört wurden.” Auch das ist also Grund zur Hoffnung.
Wir werden nun die Ergebnisse des Gipfels und die offiziellen Dokumente ausführlicher unter die Lupe nehmen und euch Anfang nächster Woche eine abschließende Einschätzung geben. Bis dahin vielen Dank an alle, die mit ihrer Stimme, mit ihren Tweets und mit ihren E-Mails mit uns Druck gegen die Hungersnot gemacht haben.
– Alicia Blázquez –
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Am Mittwoch hatten wir euch berichtet, dass ONE in der französischen Zeitung Libération zum G8-Gipfel die Armutsbekämpfung thematisiert. Heute erzählt euch unsere Kollegin Verena aus dem Pariser Büro von ONE in Frankreich noch ein wenig mehr über die einizelnen Beiträge…
Das Programm des G8-Gipfels in Deauville ist vollgestopft. Doch Afrika soll darin einen besonderen Platz einnehmen, mit der Präsenz der neugewählten Präsidenten der Elfenbeinküste, Nigers und Guineas als Sondergäste, Seite an Seite mit den Staatschefs der Nepad-Gründerländern, Algerien, Ägypten, Äthiopien, Nigeria, Senegal und Südafrika.
Aber angesichts der Nachrichten der letzten Wochen von den arabischen Revolten zur DSK-Affäre, über Erdbeben und Atomkatastrophen in Japan, läuft Afrika die Gefahr, wieder mal auf den zweiten Platzt verwiesen zu werden. Und die Versprechen könnten die Bürger Afrikas noch einmal enttäuschen. Um sicher zu gehen, dass Afrika im Herzen der Debatte stehen wird, haben ONE und Bob Geldof elf renommierte Persönlichkeiten mobilisiert, die in der französischen Zeitung Libération ihren Standpunkt zur Frage Afrika vertreten. Eine Doppelseite ist am 24. Mai erschienen, eine dritte Seite am 25.
“Wenn wir das Leben eines kranken Kindes in einem Land retten können, müssen wir es in allen Ländern tun”, schreibt Bill Gates, der die G8 Leader an dieses Gleichheitsgesetz erinnert. Er bedient sich des Beispiels der Impfungen “die ein unglaubliches Kosten-Effizienzverhältniss haben”, um Leben zu retten.
“Nur durch Erziehung, Handel und verantwortliche Staatsführung kann Afrika sich verändern”, unterstreicht der Präsident der europäischen Kommission, José Manuel Barroso, der sich für mehr Transparenz im Rohstoffsektor engagieren will.
“Der einzige Reichtum der meisten Afrikaner, ob Land oder Stadtbewohner, ist das natürliche, wiederverwendbare Kapital, Wasser, Wälder, Energiequellen und Agrarland. Der G8-Gipfel kann entscheiden, afrikanische Initiativen zu unterstützen, die sich für dieses Naturkapital einsetzten, ein echter Reichtum der auch die Schönheit dieses Kontinents ausmacht”, sagen Yann Arthus-Bertrand und Denis Loyer von der GoodPlanet Stiftung.
Das ehemahlige Topmodel, Christy Turlington-Burns, spricht über ihren Film, der ihren Kampf gegen Müttersterblichkeit illustriert, der Wirtschaftsexperte François Bourguignon empört sich über die nicht gehaltenen Versprechen an Afrika, und der Präsident des panafrikanischen Parlaments, Idriss Ndélé, unterstreicht, dass Afrikas Zukunft weiblich ist.
„Innovativ sein, heisst auch die internationalen Handelsregeln zu verändern, die meistens im Norden zu Gunsten der Industrien aus dem Norden getroffen werden“, schreibt Philippe Douste-Blazy, der Präsident von Unitaid. Michel Kazatchkine, der Direktor vom Global Fund, ruft seinerseits die G8 Staatschefs dazu auf, die Gesundheitsfragen weiter intensiv zu unterstützen.
Der Text des Schriftstellers und Holocaustüberlebenden, Stéphane Hessel, ist eine harsche Kritik an all denen, die Afrikas Landwirtschaft durch Chemieprodukte und genetisch veränderte Samen ankurberln wollen. „Die Lösung heisst Agrar-Ökologie, sie respektiert die Gesundheit der Umwelt, der Landwirte, der Verbraucher und garantiert eine dauerhafte Tragbarkeit der Böden“, schreibt Hessel der alle „Philantropen, die gegen Hunger in der Welt kämpfen“ dazu aufruft, sich dafür einzusetzten.
Für den Präsident der afrikanischen Entwicklungsbank, Donald Kaberuka, “ist der Zeitpunkt gekommen, Afrikas inneres Potential zu befreien”, wie es die arabischen Revolten – die er vom Sitz der Bank in Tunis aus erster Hand miterlebt hat – gezeigt haben. “Nach dem arabischen Frühling wird der Sommer vielleicht afrikanisch”, hoffen die Präsidenten der französischen NGO’s Nathalie Péré-Marzano (AMPC) et Jean-Louis Viélajus (Coordination Sud).
Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, dass die G8 Staatschefs auf die Bühne treten, und uns zu beweisen, dass sie die Wünsche und Bestrebungen des afrikanischen Kontinents gehört haben.
Alle Texte sind auf Französisch unter http://www.liberation.fr/debats zu lesen.
– Verena von Derschau –
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Es ist mittlerweile eine Tradition: Vor jedem G8-Gipfel bitten wir zusammen mit Bono und Bob Geldof eine große Tageszeitung des Gastgeberlandes darum, dem Thema Armutsbekämpfung eine Sonderausgabe zu widmen. Damit wollen wir Jahr für Jahr sicherstellen, dass die Ärmsten nicht von der Agenda G8 gestrichen werden. Nach der Bild-Zeitung 2007, Asahi-Shimbun 2008, La Stampa 2009 und The Globe and Mail 2010 folgt dieses Jahr, voilà — Libération. Weiterlesen
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Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.
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