Die Themen des Tages:
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Fast 48.000 ONE-Unterstützer haben unsere Petition für ein offenes, transparentes und leistungsorientiertes Verfahren bei der Nachfolge des IWF-Chefposten unterzeichnet.
Jetzt steht das Ergebnis fest. Diese Woche kündigte der IWF-Vorstand an, dass die Französin Christine Lagarde die Nachfolge von Dominique Strauss-Kahn antritt und Geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds wird.
Als erste Frau an der Spitze des IWF wird sie eine der mächtigsten Positionen in der globalen Finanzwelt bekleiden. Sie ist als IWF-Chefin unter anderem dafür verantwortlich, mit den Mitgliedsländern an einer internationalen Finanzpolitik zu arbeiten und die Armut auf der Welt zu verringern. Ihre Kandidatur wurde von vielen wichtigen afrikanischen Ländern unterstützt, darunter die Elfenbeinküste und die Demokratische Republik Kongo.
Christine Lagarde bringt eine Menge Erfahrung mit. Sie war zuletzt Finanzministerin in Frankreich, und somit einer der mächtigsten Volkswirtschaften Europas und hat in diesem Kontext an der Bewältigung der europäischen Schuldenkrise mitgewirkt. Diese Erfahrung wird ihr bei der Leitung des IWF in schwierigen finanziellen Zeiten sicher zu Gute kommen.
“Mein übergeordnetes Ziel wird es sein, dass unsere Institution weiterhin ihrer gesamten Mitgliedschaft mit dem gleichen Fokus und demselben Engagement dient”, sagte sie in ihrer ersten offiziellen IWF-Erklärung.
“Wie ich dem Exekutivdirektorium des IWF im Rahmen des Auswahlverfahrens sagte, muss der IWF relevant, zugänglich, effektiv und legitim sein, um ein stärkeres und nachhaltigeres Wirtschaftswachstum, makroökonomische Stabilität und eine bessere Zukunft für alle sicherzustellen.“
Und wenn sie von einer “Zukunft für alle” spricht, meint sie auch Afrika. Das hören wir natürlich gerne. In ihrer Bewerbungsrede sagte sie, dass der IWF sich stärker an den Bedürfnissen der Länder mit niedrigem Einkommen, insbesondere in Afrika, orientieren sollte.
Sie hat auch deutlich gemacht, dass der IWF vielfältiger werden muss: “Die Vielfalt des IWF sollte sich auf der Ebene der Mitarbeiter wiederfinden, um sowohl die Vielfalt als auch die Universalität des IWF auszudrücken.“
Wir freuen uns, dass sich Christine Lagarde gegen die weltweite Armut stark machen will und beglückwünschen sie zu ihrer neuen Aufgabe. Aber sie sollte wissen, dass wir sie beobachten um sicherzustellen, dass sie ihre Versprechen gegen Armut und für Vielfalt auch wirklich einhält.
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Du hast es bestimmt schon mitbekommen: der Internationale Währungsfonds braucht einen neuen Chef, da Dominique Strauss-Kahn zurücktreten musste. Nun soll die Stelle des IWF-Direktors sehr schnell neu besetzt werden.Bisher haben Europa und die USA immer unter sich ausgekungelt, wer diese Aufgabe bekommen soll. Der Chef der Weltbank kommt aus den USA – und dafür kommt der Chef des IWF immer aus Europa. So lief das bisher.
Wir bei ONE finden, es ist an der Zeit für ein offenes und leistungsorientiertes Verfahren, dass allen geeigneten Kandidaten eine faire Chance gibt – egal woher sie kommen. Das Nominierungsverfahren läuft bereits und soll in den nächsten Tagen abgeschlossen werden. Hilf uns, gegenüber dem Internationalen Währungsfonds ein deutliches Signal zu setzen und unterzeichne unsere Petition.
Der IWF beeinflusst mit seiner Politik ganz maßgeblich das Leben von Menschen in extremer Armut (z.B. entscheidet der IWF über Schuldenerlasse). 2009 hatten Gruppen wie ONE deshalb bereits ein leistungsorientiertes und offenes Verfahren bei der Besetzung der IWF-Leitung gefordert. Der IWF hatte damals Besserung gelobt. Wir möchten diesen Worten gerne glauben—aber um sicherzugehen, dass das Versprechen nicht vergessen wird, haben wir diese Petition gestartet. Der IWF soll wissen: wir beobachten das Verfahren ganz genau.
Wie der ehemalige südafrikanische Finanzminister Trevor Manuel so treffend sagte: “Der Geburtsort darf nicht wichtiger sein als die Kompetenz.” Lass uns gemeinsam dafür eintreten, dass der neue Chef oder die neue Chefin des IWF nach Leistung und Kompetenz ausgesucht wird – und wirklich die Interessen aller Menschen aus allen Erdteilen vertritt. Bitte unterstütze uns mit deiner Stimme.
Möge der oder die Bessere gewinnen!
– Dr. Sipho S. Moyo, Africa Director, ONE.org –
Im Plenum des Bundestages dreht sich alles um die Entwicklungszusammenarbeit. Den Eindruck haben zumindest die Reichstagsbesucher gewinnen müssen, die am Mittwoch, den 24. November 2010 in den Abendstunden das Parlament betreten haben. Denn zu der Zeit wurde der Haushalt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) verhandelt, der einen Großteil der deutschen Entwicklungsfinanzierung ausmacht. Die Abgeordneten hatten über die Schwerpunktsetzung der deutschen Entwicklungspolitik und das Haushaltsvolumen von €6,22 Mrd. zu entscheiden. Dies ist zwar der bisher höchste Entwicklungshaushalt, er bleibt allerdings stark hinter dem Volumen zurück, das notwendig gewesen wäre, um das bereits 2010 fällige Versprechen zu erfüllen, 0,51 % des Bruttonationaleinkommens für die Zusammenarbeit mit den ärmsten Ländern aufzuwenden. Somit ist er im positivsten Fall eine schwache Zwischenmarke für das 2015 fällige 0,7 %-Ziel.
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Am vergangenen Wochenende kamen Weltbank und Internationaler Währungsfonds (IWF) zu ihrer Jahrestagung in Washington, DC zusammen. In den Gesprächen ging es um die Vielzahl an globalen Wirtschaftsthemen von der Reduzierung der Armut, über wirtschaftliche Entwicklung bis hin zu internationalen Finanzeinrichtungen, an denen beide Organisationen arbeiten. Nur kurz nach dem MDG-Gipfel und inmitten der Verhandlungen zur Wiederauffüllung der International Development Association (IDA) hatten Weltbank und IWF mit ihrer Jahrestagung Gelegenheit, Reformansätze und ihre Bemühungen, Ländern bei der Erholung nach der Finanzkrise zu unterstützen, zu besprechen.
Hier meine drei Höhepunkte des Wochenendes:
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Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.
Schlagworte: Afrika, Christine Lagarde, DR Kongo, Entwicklungszusammenarbeit, EU, Internationaler Währungsfonds (IWF), Kenia, Klimawandel, Landwirtschaft, Migration, ONE, Schulden, Südsudan, Uganda, UNO