ZURÜCK ZUR BLOG HAUPTSEITE // Archiv für ‘ONE in Tansania 2009’

Tausende Stimmen aus Deutschland und Afrika

20.10.2009 17:24 Uhr
von ONE Deutschland

Volker Kauder möchte wieder eine Dankeskarte von uns. Als wir heute im Bundestag waren, war das einer der Sätze des Vorsitzenden der Unionsfraktion im Bundestag, der hängen blieb. Was sich anhört wie ein sehr direkt geäußerter Wunsch, ist eigentlich ein Grund zur Hoffnung für die ärmsten Menschen der Welt.
Es ist fast genau zehn Monate her, dass sich hunderte ONE-Unterstützerinnen und -Unterstützer aus ganz Deutschland beim Deutschen Bundestag für eine Erhöhung des Entwicklungsetats um €800 Mio. bedankt haben. Heute waren wir mit Cherno Jobatey, Jan Josef Liefers und Minh-Khai Phan-Thi wieder im Bundestag. Und diesmal hatten wir weit über 6.000 Unterschriften aus ganz Deutschland mitgebracht. Darunter über hundert Bundestagsabgeordnete, dazu bekannte Intellektuelle, Unternehmer, Gewerkschafter, Künstler. Die Koalitionsvereinbarungen sind fast zu Ende und wir wollten den Wunsch all dieser Menschen überbringen, dass der Artikel ONE in den Koalitionsvertrag eingeht.
Und wir hatten noch mehr mitgebracht. Auf unserer Tansania-Reise hatten wir die Menschen, die wir trafen - Ärzte, Bäuerinnen, Ingenieure, Schüler – gebeten, einen Wunsch an Deutschland auf ein Taschentuch zu schreiben. Denn geknotete Taschentücher sind das, womit wir momentan die Politik an ihre Versprechen an die ärmsten Menschen der Welt erinnern.

Übergabe des Artikel ONE Weiterlesen

Bilder der Entwicklung puzzeln. Ein Rückblick auf Tansania

17.10.2009 11:30 Uhr
von ONE Deutschland

Vor nicht einmal zwei Wochen machten wir uns auf den Weg, in Tansania Bilder der Entwicklung zu entdecken. Gemeinsam mit Minh-Khai Pan-Thi, Jana Pallaske und Rea Garvey besuchten wir Gesundheitszentren, Schulen, Unternehmen, auf Märkte und in die Heime der Menschen. Wir wollten wissen: Wie funktioniert Entwicklung? Wir trafen uns mit Aktivisten, Bauern, Lehrern, Schülern, Anti-Korruptionskämpfern, Künstlern, städtischen Angestellten, Entwicklungsexperten aus Tansania und Deutschland, Unternehmern und Angestellten, um wie in einem Puzzle die verschiedenen Bilder zu einem Ganzen zusammenzusetzen.

ONE mit Rea Garvey, Minh-Khai Phan-Thi und Jana Pallaske in Tansania Weiterlesen

We are ONE!

10.10.2009 20:00 Uhr
von ONE Deutschland

Musiker Rea Garvey schreibt in seinem Facebook-Blog über seine Erlebnisse und Eindrücke von der Reise nach Tansania. Heute zieht er ein Resüme:

Gestern Abend trafen vier ganz unterschiedliche Personen, die alle auf ganz unterschiedliche Weise in Tansania leben. Einer war ein berühmter Musiker namens Banana, ein anderer ein Poet namens Mrisho Poto und dann war da noch eine Frau namens Margaret, die eine Bank nur für die Frauen Tansanias eröffnet hatte und Rackesh, der einst Haki Elimu gegründet hatte und nun eine Organisation leitet, die afrikanischen Regierungen auf die Finger schaut. Weiterlesen

Ich bin doch nur ein Musiker!

09.10.2009 20:00 Uhr
von ONE Deutschland

Musiker Rea Garvey schreibt in seinem Facebook-Blog über seine Erlebnisse und Eindrücke von der Reise nach Tansania. Heute über ein Abendessen mit dem obersten Korruptionsbekämpfer der tansanischen Regierung Dr. Edward Hoseah und Betty Missokia von Haki Elimu sowie unserem Besuch beim Unternehmen Twiga Cement:

Rea Garvey mit einer Mutter und ihrem Kleinkind in einer Grundschule in Daressalam

Gestern Abend, nachdem wir verschiedenste Aspekte Tansanias gesehen hatten, trafen wir uns im Hotel mit einem Regierungsmitarbeiter und einem Mitglied einer angesehenen Lobbygruppe. Zunächst machte mir die Tatsache, dass wir Gelegenheit haben sollten, auf solch wichtige Menschen zu treffen, Angst. Erst da erkannte ich die Bedeutung, die ONE in afrikanischen Ländern hat. Ich fühlte mich wichtig und geehrt und wenig später frustriert. Der Regierungsmitarbeiter begann, das Ausmaß der Korruption in seinem Land zu erklären, die Ineffizienz der Verwendung der Gelder der internationalen Entwicklungsorganisationen hier. Ich hörte zu und wurde irgendwann der Sprecher der Gruppe (das muss bei ONE so ein irisches Ding sein). Weiterlesen

Man kann auch gegen eine Übermacht die Schlacht gewinnen!

08.10.2009 20:00 Uhr
von ONE Deutschland

Rea Garvey stieß am dritten Tag unserer Reise zu uns. In seinem Facebook-Blog schreibt Rea über seine Erlebnisse und Eindrücke. Heute über den Besuch der Mchangani-Grundschule in Daressalam und unsere Treffen in der deutschen Botschaft:

Meine Theorie zum Thema „wenn du dran glaubst, kann es wahr werden“ hat heute mal wieder funktioniert: Die Adresse meines Hotels in Tansania ist irgendwo tief unten in meinem Koffer vergraben und ich weiß, dass die Tatsache, dass ich diesen Teil der Landekarte nicht ausgefüllt hatte, dazu führen wird, dass ich meine Unterwäsche und alles andere auf dem Boden vor der Dame vom Zoll werde ausbreiten müssen. Dankenswerterweise entscheidet sie aber, dass ich es nicht wert bin, hundert oder mehr Leute warten zu lassen, die sich offensichtlich ein wenig besser auf ihre Reise vorbereitet haben. Also ziehe ich meinen Koffer – der nun aussieht, als wäre er explodiert –zur Seite und packe wieder ein. Weiterlesen

Tag 2: Muugano heißt „gemeinsam“

08.10.2009 10:15 Uhr
von ONE Deutschland

Eine ähnliche Erfolgsgeschichte wie bei Shiri finden wir nur wenige Meter weiter. Bei einer Familie, die Austernpilze in einer kleinen Hütte in ihrem Garten anbaut. Auch diese Familie gehört einer Gruppe an. Diese hatte vor einigen Jahren aus dem von IFAD unterstützten Programm die ersten Sporen und eine Anbauanleitung erhalten. Auch das war erst ein schwerer Beginn. Dazu muss man wissen, dass Austernpilze in der Gegend gänzlich unbekannt waren. Die Kleinbauern gingen also nicht nur die relativ hohe finanzielle Verpflichtung ein, einen luftdichten und lichtundurchlässigen Raum zu bauen, sie wussten auch nicht, ob sich wirklich Abnehmer für ihr Produkt finden würden. So waren zunächst die Hotels und Restaurants, die vor allem westliche Touristen beherbergen, die einzigen Abnehmer. Nach und nach gewöhnten sich aber auch die Einheimischen an den Pilz: sie verarbeiten ihn zu Brot, Pulver für Suppen, Marmelade und Kuchen; sie lernten, dass der Pilz ähnlich viel Eiweiß wie Fleisch besitzt und daher ein guter Ersatz ist. Und so verkauft die Gruppe der Pilzzüchter nicht nur die Pilze und daraus hergestellte Erzeugnisse, sondern auch die Sporen. Inzwischen gehören über 200 Familien der Gruppe an. Weiterlesen

Tag 2: Die Shiri-Frauengruppe im Bezirk Hai bei Moshi

08.10.2009 10:00 Uhr
von ONE Deutschland

Uns erwartet ein voller Tag. Wir machen uns deshalb früh auf den Weg in Richtung Kilimandscharo zur Stadt Moshi. Hier besuchen wir die Ergebnisse von Projekten, die IFAD, der Internationale Fonds zur Förderung von landwirtschaftlicher Entwicklung, unterstützt.

Zunächst besuchten wir Shiri, eine Gruppe von 13 Frauen, die im Jahr 2000 die Idee hatten, die Ernteüberschüsse aus ihren eigenen Gärten und von ihren kleinen Feldern zu konservieren. Und so erhielten sie nicht nur die Anleitung zum Bau von Trockenböden, sondern auch Unterstützung beim Aufbau eines Vertriebs der getrockneten Waren. Shiri verkauft ihre getrockneten Mangos, Bananen und Hibiskusblüten, Kräuter, Ingwerpulver und, und, und nicht nur lokal in Moshi selbst sondern auch an Supermärkte bis nach Daressalam. Weiterlesen

Tag 1: Ngarenaro – Eine Klinik für Schwangere und Mütter

07.10.2009 10:00 Uhr
von ONE Deutschland

Die Gesundheit von Müttern und Kindern ist noch immer hochsensibel und in Ländern wie Tansania um ein vielfaches stärker bedroht als in Deutschland. Tansania hat sich daran gemacht, dies Schritt für Schritt zu verbessern. Eine Maßnahme: die Gesundheitsversorgung von werdenden Müttern und Kindern bis zu fünf Jahren ist kostenlos. „Gesundheitsversorgung“ heißt es natürlich immer im Rahmen der lokalen Möglichkeiten. Was das bedeutet, erleben wir in der Ngarenaro-Klinik für Gesundheit von Müttern und Kindern.

In Ngarenaro umfasst die gesundheitliche Versorgung die Untersuchung der Mütter. Hierfür gibt es allerdings nicht einmal ein Ultraschallgerät, so dass Untersuchungen des kindlichen Herzschlags über ein Horchrohr erfolgen. Die Klinik bietet eine umfassende Begleitung der Schwangerschaft und der Neugeborenen. Das umfasst natürlich die eigentliche Geburt. Außerdem werden die Mütter und die Kinder mit Impfungen unter anderem gegen Hepatitis, Mumps-Masers-Röteln und Tollwut betreut. Mit HIV-Tests, mit Medikamenten für HIV-positive Mütter, um während Geburt und Stillzeit die Übertragung des Virus auf das Kind zu verhindern, wenden die Ärzte und Schwestern in Ngarenaro mit zunehmendem Erfolg ab, dass sich HIV/Aids weiter verbreitet. Auch die Säuglinge werden bei Krankheiten von Malaria über Durchfall bis hin zu Atemwegserkrankungen von Dr. Solomon Ole und seinem Team rundum versorgt. Weiterlesen

Tag 1 – Gesundheitsversorgung in Arusha

07.10.2009 9:30 Uhr
von ONE Deutschland

Arusha am Fuße des berühmten Kilimandscharo. Hier erleben wir den ersten Tag unserer Reise durch Tansania und haben uns dafür einen Blick auf die Gesundheitsversorgung im Land vorgenommen. Das Mkonoo-Gesundheitszentrum im ländlichen Umland der 600.000 Einwohner-Stadt Arusha ist unser erster Stop. Es liegt irgendwo jenseits der Müllkippe des Bezirks, in einer Gegend, in der die Kleinbauern entweder Glück haben und ihre Maisfelder bewässern können oder aber Pech haben und eine der schlimmsten Dürren seit Jahren erleben. Der Bezirk muss in der Zuweisung seiner knappen Mittel für Gesundheitsversorgung Entscheidungen treffen. Und so erhält Mkonoo gerade genügend Unterstützung, um zwei Ärzte zu beschäftigen und die einfachste Versorgung der Menschen vor Ort anzubieten. Das einzige Gerät im Labor ist ein Mikroskop, um Proben auf Malaria oder das HI-Virus zu untersuchen und ein Gerät zur Sterilisierung von medizinischem Gerät. Weiterlesen

Die tansanische Landwirtschaft

05.10.2009 19:30 Uhr
von ONE Deutschland

Die Landwirtschaft spielt eine beherrschende Rolle in der tansanischen Wirtschaft. Auf sie entfallen mehr als zwei Drittel aller Arbeitsplätze, meist im Bereich der kleinbäuerlichen Subsistenzwirtschaft bzw. in Betrieben mit geringen Überschüssen für den Verkauf. Dennoch betrug der Beitrag der Landwirtschaft am BIP im Jahr 2007 lediglich 28 %.

Der Großteil der landwirtschaftlichen Flächen in Tansania wird nicht künstlich bewässert. Entsprechend groß ist die Abhängigkeit vom Wetter. Es gibt beträchtliche nicht voll genutzte Flächen, und auf den genutzten Flächen wird vorrangig Subsistenzwirtschaft betrieben. Die Regierung räumt der Landwirtschaft in ihrem Ausgabenplan zwar Vorrang ein (Investitionen und Bewässerung), scheute aber bisher die grundlegende Reform, die erforderlich wäre, um das Wachstum in diesem Sektor zu fördern. Mit einem mittleren Wachstum von 4 % pro Jahr liegt der Landwirtschaftssektor zurück. Weiterlesen

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Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.

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