Ich freue mich bekannt geben zu können, dass die Groupe de Reflexion et d’action, Femme et Democratie Developpment (GF2D) aus dem Togo dieses Jahr die Gewinner des vierten jährlichen ONE Africa Awards sind.
Der ONE Africa Award ehrt und stärkt innovative Afrika-geführte, Afrika-bezogene Lobbyarbeit, welche eines oder mehrere der Millennium-Entwicklungsziele verfolgt, quasi dem weltweiten Plan zur Bekämpfung von extremer Armut und vermeidbaren Krankheiten. Die Ziele beziehen sich dabei speziell auf elementare Faktoren im Rahmen von Entwicklung, wie z. B. die Halbierung der extremen Armut, die Eindämmung von HIV/AIDS und Malaria und die Gewährleistung der Grundschulbildung.
GF2D hilft Frauen dabei, ihr Recht auf Teilhabe an Entscheidungsprozessen in ihrem Land wahrzunehmen.
Einer der Ansätze von GF2D ist der Einsatz von juristischen Hilfskräften, die bezüglich der togoischen Gesetze von GF2D geschult und befähigt sind, Nachrichten an Gemeinden über die Rechte der Frauen zu kommunizieren, streitschlichtend in Ehe-, Erb- und Kinderangelegenheiten einzugreifen sowie helfend im Rahmen von Gerichtsverhandlungen zur Seite zu stehen. Viele der juristischen Hilfskräfte sind ganz normale Frauen: – Händlerinnen, Näherinnen, Mütter, deren Lebensweisen sich aufgrund ihrer Rollen als juristische Hilfskräfte verändert haben, weshalb sie sich nun für lokalpolitische Angelegenheiten einsetzen. Diese Frauen und Männer sind nicht zuletzt aufgrund ihrer Kenntnisse über das togoische Gesetz angesehene Mitglieder ihrer Gemeinden, aber auch aufgrund ihrer Fähigkeit, die Rechte der Frauen in Form von einfachen Botschaften zu vermitteln. GF2D hat bedeutend dazu beigetragen, dass sich die Anzahl der Frauen in politischen Ämtern im Togo erhöht hat.
Als Gewinner des diesjährigen ONE Africa Award erhält GF2D 100.00 US-Dollar Preisgeld.
Im Rahmen der Bekanntgabe des Gewinners hier in Johannesburg äußerte sich Léontine, GF2D-Generalsekretärin, wie folgt:
“Wir widmen den 2011 ONE Award allen togoischen Frauen, deren Mut und Dynamik uns wohl bekannt sind. Wir wollen die schweigende Mehrheit würdigen, welche unter Gewalt, Diskriminierung und hart verdientem, niedrigem Einkommen leidet. Die Bekanntgabe der Auszeichnung wurde vom “Haus der Frauen” und allen Mitgliedern und Mitarbeitern der GF2D mit großer Freude begrüßt.
Diese Auszeichnung steht für die Anerkennung der seit über 20 Jahren währenden Bemühungen, um eine Vision zu verwirklichen: Frauen sollen ihre Rechte kennen und in vollem Umfang davon profitieren:
Wir erhalten diese Auszeichnung als Ermutigung, uns weiterhin für die Verteidigung der Frauen einzusetzen. Wir bedanken uns bei ONE, deren Aufgabe es ist, die wichtige Arbeit von Organisationen inmitten der afrikanischen Zivilgesellschaft zu erkennen, zu belohnen und weiterhin zu unterstützen, um damit einen Beitrag zur Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) zu leisten. “
Die Zweitplatzierten der diesjährigen Auszeichnung sind (ohne wertende) Reihenfolge: Prévention Information et Lutte contre le Sida (PILS) – Mauritius, Africa Youth Trust (AYT) – Kenia, Alliance for Reproductive Health Rights (ARHR) – Ghana und Sylva Food Solutions Limited (SFSL) – Sambia
Frühere Preisträger sind Nigerias Development Communications Network (Devcoms) und Kenias Slums Information Development and Resources Centres (SIDAREC) sowie SEND aus Westafrika.
Wir sind heute hier, um Afrikas stille Helden zu feiern und unseren Teil zum Wandel der klischeehaften Erzählungen über Afrika beizutragen. Wir leugnen nicht, dass es Herausforderungen gibt, doch wir müssen auch die Erfolge, die Entschlossenheit und die offen und ehrliche Kreativität der Menschen in Afrika hervorheben, die trotz dieser Herausforderungen existiert.
Ich bin mir sicher, dass du dich meinen Glückwünschen an GF2D und unseren runner ups anschließen wirst, und ihnen ebenfalls Dank aussprichst für die erstaunliche Arbeit, welche sie quer über den Kontinent leisten. Wir wünschen ihnen für die Zukunft viel Erfolg!
– Dr. Sipho Moyo –
Wir fahren fort mit der Bekanntgabe der Finalisten für den 2011 ONE Africa Award und stellen hier den dritten Finalisten vor, ein Modell für soziales Unternehmertum in der Landwirtschaft. Wenn Du über die aktuellen Aktivitäten von ONE informiert bist, weißt Du schon, dass wir kürzlich eine Kampagne zur Bekämpfung der Hungersnot am Horn von Afrika gestartet haben. Hunger und Mangelernährung sind weiterhin große Probleme auf dem Kontinent, und daher ist auch die Arbeit unsere nächsten Finalisten, Sylva Food Solutions (SFS), so wichtig.
Es ist Zeit, unseren zweiten Finalisten für den „2011 ONE Africa Award“ bekannt zu geben.
Nach Togo begaben wir uns für ein Treffen mit der Alliance for Reproductive Health Rights (ARHR) nach Accra, Ghana. Die 2004 von einer Gruppe von Nichtregierungsorganisationen ins Leben gerufene Allianz übernahm eine nicht länger aktive Initiative von Save the Children und setzt sich heute für den Anspruch auf medizinische Fürsorge im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit ein. Vicky Okine, Geschäftsführerin der ARHR und ehemalige Leiterin des Save the Children-Programms, erkannte wie wichtig es war, das bestehende Programm fortzuführen. Dieses gründet sich auf das Potenzial der Gesundheitsorganisationen in den lokalen Gemeinden, ihre Gemeinschaften zu stärken und den Anspruch auf leicht zugängliche medizinische Versorgung im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit zu fördern. Hierzu koordiniert die Allianz die Gemeindeorganisationen, stellt ihnen die Charta der Patientenrechte bereit und führt Schulungen im Bereich der reproduktiven Gesundheit durch. Zudem werden lokale Organisationen durch die Allianz darin unterstützt, zusammenzukommen und ihre Erfahrungen in der Gemeinde auszutauschen, voneinander zu lernen und sich zusammenzuschließen.

Das Team der Alliance for Reproductive Health Rights
Mit ihrem rechtsbasierten Ansatz als Grundlage ihrer Aktivitäten bestärkt die ARHR lokale Gemeinden in ihrem Anspruch, medizinische Versorgung von ihren Regierungen zu fordern. Obwohl Ghana Richtlinien für die medizinische Betreuung von Schwangeren und Müttern eingeführt hat, werden diese in dörflichen Gegenden prinzipiell nicht berücksichtigt. Aufgrund der mangelnden Information der Bevölkerung erhalten viele Menschen von den Gesundheitsbehörden lediglich eine unzureichende medizinische Versorgung. Mithilfe der Allianz sind die lokalen Organisationen nun jedoch in der Lage, gemeinsam Lobbyarbeit für eine bessere Versorgung zu betreiben und den Menschen lokal Schulungen anzubieten, damit diese ihre Rechte kennen, die unzureichende medizinische Versorgung öffentlich machen und gemeinsam mit anderen eine bessere Versorgung einfordern können.
Dank einer vor Kurzem durchgeführten Initiative gelang es Patienten beispielsweise, Treffen mit den Gesundheitsbehörden der einzelnen Bezirke zu organisieren, um ihren Anspruch auf eine bessere medizinische Versorgung durchzusetzen.
Das ARHR-Konzept ist einzigartig, denn der rechtsbasierte Ansatz der Allianz überträgt das Prinzip von Nachfrage und Angebot auf den Bereich der Sozialdienste. Die Allianz versorgt die Menschen mit den Informationen, die sie benötigen, um diese Sozialleistungen einzufordern, und beeinflusst zudem die öffentliche Gesundheitspolitik. Des Weiteren veröffentlicht die ARHR Materialien zur Aufklärung der Bevölkerung über die Regierungspolitik und leitet auf lokaler Ebene gesammelte Informationen wiederum an das Gesundheitsministerium weiter, um so Änderungen der bestehenden Gesetze herbeizuführen.
Da die ARHR für ihre Lobbyarbeit die Medien, einschließlich Radio und Fernsehen, nutzt, sind die Betroffenen mittlerweile besser darüber informiert, welche Fortschritte Ghana bezüglich der Millennium-Entwicklungsziele erreicht hat. Anfangs des Jahres produzierte die ARHR einen Dokumentarbericht mit dem Titel „The Lights Have Gone Out Again“ („Die Lichter sind wieder ausgegangen“), welcher im ghanaischen Fernsehen ausgestrahlt wurde und so auf die Versorgungslage im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit aufmerksam machte.

ARHR-Mitarbeiter
Mit ihren zahlreichen Initiativen konnte die ARHR die Vorgehensweise der Regierung erfolgreich beeinflussen. Erste Verbesserungen im Gesundheitswesen in Form einer erweiterten medizinischen Versorgung sind bereits erkennbar. Medizinische Einrichtungen können Gemeindemitglieder nicht länger abweisen und ihnen die Gesundheitsfürsorge verweigern, denn diese sind heute mit Informationen der Allianz gewappnet und bestehen auf ihrem Recht auf medizinische Versorgung.
Weiterhin alles Gute für die Alliance for Reproductive Health Rights!
– Edith Jibunoh –
Es ist uns eine Ehre, den Gewinner des ONE Africa Award 2010 bekanntzugeben: SEND Ghana. Ihre Bemühungen um die Förderung der Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) in Ghana sind herausragend, und wir sind stolz darauf, ihnen nun für ihre gute Arbeit Anerkennung geben zu können.

Wie viele von euch bereits wissen, haben wir im Juli unsere Suche nach dem Gewinner des ONE Africa Award 2010 begonnen. Und es freut mich, euch mitteilen zu können, dass wir bereits einige Bewerbungen von Einzelpersonen und Organisationen aus Afrika erhalten haben, die den Kampf gegen extreme Armut anführen. Ziel des mit bis zu $100.000 dotierten Preises ist es, die Arbeit der afrikanischen Zivilgesellschaft, die den Ärmsten jeden Tag ein bisschen mehr Veränderung hin zu einem besseren Leben bringt, einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Natürlich versuchen wir, jedes Jahr, in dem wir den Preis vergeben, die Messlatte ein wenig höher zu legen. In diesem Jahr suchen wir insbesondere nach Organisationen, die sich mit innovativen und interessanten Strategien für mehr Anstrengungen zur Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) – deren Zieljahr 2015 immer näher rückt – einsetzen.
Noch einen Monat läuft die Bewerbungsfrist für den ONE Africa Award 2010. Grund genug für uns, uns anzusehen, woran der letztjährige Gewinner SIDAREC heute arbeitet. Dazu Barb Alvarado von der Organisation Architecture for Humanity, die ein großes SIDAREC-Projekt mit Know-How und tatkräftiger Hilfe unterstützt.
Ich freue mich, auch in diesem Jahr wieder den ONE Africa Award ankündigen zu dürfen. Einzelpersonen und Organisationen aus Afrika, mit Sitz in Afrika sind aufgerufen, sich und ihr Projekt im Kampf gegen extreme Armut vorzustellen. Ziel des mit bis zu $100.000 dotierten Afrika-Preises von ONE ist es, die Arbeit der afrikanischen Zivilgesellschaft einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. In diesem Jahr suchen wir insbesondere nach Organisationen, die sich gegenüber Regierungen mit innovativen und interessanten Strategien für mehr Anstrengungen zur Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) einsetzen.
Ich bin bei der Mo Ibrahim Stiftung in Daressalam in Tansania. Gleich werde ich den Gewinner des ONE Africa Awards verkünden… Weiterlesen

Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass sich auch in diesem Jahr wieder afrikanische Einzelpersonen und Organisationen um den ONE Africa Award bewerben können. Der mit bis zu $100.000 dotierte ONE Africa Award ist dazu gedacht, diejenigen in Afrika auszuzeichnen, die sich vorbildlich im Kampf gegen extreme Armut und für die Millennium-Entwicklungsziele einsetzen.
Der ONE Africa Award will dazu beitragen, dass gezeigt und gewürdigt wird, wie die Zivilgesellschaft in Afrika jeden Tag Veränderungen hin zum Besseren bewirkt. ONE sucht neue Ideen und Ansätze, von verantwortungsvollen Organisationen umgesetzt, die in Gemeinden, auf regionaler oder auf nationaler Ebene erfolgreich sind.
Der Preisträger des letzten Jahres, Development Communications Network (DevCom), hat seit der Prämierung mit dem ersten ONE Africa Award im letzten Jahr weitere „Trainingslager“ für Journalisten zum Thema Gesundheit von Müttern und Kindern durchgeführt. Außerdem haben sie ein Studio eingerichtet, in dem Journalisten ihre Sendungen zum Thema Gesundheit aufzeichnen können, um sie dann dem nigerianischen Publikum zu zeigen. Innovative Ansätze wie die von DevCom spielen eine wichtige Rolle dabei, Leben zu retten und die Entwicklung in Afrika voran zu bringen. Weiterlesen
Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.
Schlagworte: Afrika, Dr. Sipho Moyo, Frauen, Ghana, Kenia, Mauritius, ONE, ONE Africa Award, Sambia, Togo