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Millennium-Entwicklungsziele (MDGs)

Das Ende der Kinderlähmung. Die Top-Themen des Tages


Apr 12th, 2013 3:56 PM UTC
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Die Top-Themen des Tages

  1. Das Ende der Kinderlähmung
  2. Europäischer Entwicklungsbericht 2013
  3. Zentralafrika: Regionale Auswirkungen des Umsturzes (more…)

Nelson Mandela im Krankenhaus. Die Top-Themen des Tages


Mar 28th, 2013 3:50 PM UTC
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Die Top-Themen des Tages

  1. Nelson Mandela im Krankenhaus
  2. Endspurt zu den UN-Millenniumszielen
  3. Banking per Handy (more…)

Welt-Tuberkulose-Tag am 24. März: Wo bleibt der Rock’n‘Roll?!?


Mar 22nd, 2013 10:30 AM UTC
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Wenn du dir eine Organisation mit dem Namen Globaler Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria vorstellst, was siehst du da? Vielleicht Sex (da HIV durch ungeschützten Sex übertragen werden kann), vielleicht auch Drugs – Arzneimittel – (Malariatabletten die auf einer Reise in ein Gebiet mit Malariamücken eingenommen werden), aber ich vermute nicht Rock’n’Roll.

Jede Minute sterben drei Menschen an Tuberkulose (kurz TB) – das sind 1,4 Millionen Menschen jährlich. TB ist eine ansteckende Krankheit, die über die Luft übertragen wird und Rachen  und Lungen infiziert. Ohne geeignete Medikamente, ist sie tödlich. TB trifft besonders die verwundbarsten: Die Armen. Sie trifft aber auch jene, die bereits schwach sind: Besonders Menschen, die HIV infiziert sind.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht jedes Jahr einen Welt-TB-Bericht. Der aktuellste Report zeigt, dass im Jahr 2011 1,1 Millionen Menschen mit HIV, zusätzlich auch an TB erkrankt sind (von insgesamt 8,7 Millionen Menschen mit Tuberkulose). Davon entfallen fast 80% auf Afrika südlich der Sahara. Der Report warnt, dass sich Afrika einer TB, HIV sowie einer kombinierten TB/HIV Epidemie gegenüber sieht, die sich auf Afrikas Kampf gegen Armut, sowie die wirtschaftliche Entwicklung des Kontinents auswirkt.

Zum Glück gibt es eine Vielzahl von Organisationen und engagierten Menschen, die an der Beseitigung von TB arbeiten. Wie schon bei HIV/Aids und Malaria, scheint dank aktueller wissenschaftlicher Entwicklungen auch das Ende von Tuberkulose so nahe wie nie zu vor. Eine kombinierte Behandlung von TB und HIV/Aids ist möglich. Global gesehen sind die Neu- Infizierungsraten mit TB zwischen 2010 und 2011 um 2,2% gesunken. Die Welt ist auf dem Weg,  das Millenniums-Entwicklungsziel (MDG) einer Reduktion um 50% bis zum Jahr 2015 zu erreichen. Seit 2002 hat der Globale Fonds, in dem über 80% der internationalen Finanzmittel für TB gebündelt werden, die Behandlung von 9,7 Millionen Menschen gegen Tuberkulose ermöglicht.

Problematisch ist jedoch, dass der globale Erfolg die regionalen Unterschiede verschleiert. Afrika ist weit von der Erreichung der MDG Ziele entfernt, multiresistente Tuberkulose (MDR-TB) ist auf dem Vormarsch. Für den Kampf gegen TB besteht eine jährliche Finanzierungslücke von 3 Milliarden US- Dollar, dies trifft die ärmsten 35 Länder (von denen 25 in Afrika liegen) am härtesten.

Im Gegensatz zu HIV/Aids und Malaria, die auch für Menschen in den Industrieländern tödlich verlaufen können, ist TB, solange frühzeitig erkannt, behandelbar. TB muss nicht tödlich sein und Millionen Menschenleben können durch Organisationen wie den Globalen Fonds gerettet werden.

Der Globale Fond ist von der Geberfinanzierung abhängig und muss alle paar Jahre aufgestockt werden. Für die nächste Wiederauffüllungsrunde, Ende 2013, ziehen einige Staaten auf Grund der Finanzkriese Kürzungen in Betracht. Kürzungen für den Fonds bedeuten Kürzungen bei den Programmen und den Medikamenten für die Ärmsten der Armen. Rock’n’Roll oder nicht, es ist Zeit deiner Stimme Gehör zu verschaffen.

- Katri Kemppainen-Bertram -

EU-Strategiepapier für Entwicklungspolitik nach 2015. Die Top-Themen des Tages


Feb 28th, 2013 4:19 PM UTC
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Die Top-Themen des Tages

  1. EU-Strategiepapier für Entwicklungspolitik nach 2015
  2. Mali das neue Afghanistan?
  3. Deutsche Botschafterin für Somalia (more…)

Impfprogramm von GAVI in Tansania. Die Top-Themen des Tages


Feb 25th, 2013 7:02 PM UTC
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Die Top-Themen des Tages

  1. Impfprogramm von GAVI in Tansania
  2. Friedensabkommen für den Kongo
  3. Kämpfe um Goldminen in Darfur (more…)

FAQ: Wie wir die nächsten Entwicklungsziele (MDGs) verbessern können.


Feb 14th, 2013 7:16 PM UTC
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M-D-G: Diese drei Buchstaben werden uns in den nächsten Wochen häufig begegnen, denn das UN-Spitzengremium (das sogenannte High Level Panel) plant die nächste Runde der Entwicklungsziele. Bevor ihr vor lauter Abkürzungen nicht mehr durchblickt, wollen wir einen Schritt zurückgehen. Deswegen möchten wir einige der häufig gestellten Fragen zu unserer Kampagne beantworten. Unsere Kampagne hat das Ziel, das High Level Panel davon zu überzeugen, dass die künftigen Entwicklungsziele  transparent und verantwortungsvoll ausgestaltet sind und sie die Bedürfnisse und Ansichten der Menschen in Entwicklungsländern repräsentieren.

Zu allererst: Wer ist das UN-Spitzengremium (HLP)?

Das HLP heißt eigentlich High Level Panel of Eminent Persons on the Post-2015 Development Agenda, was so viel bedeutet wie: Hochrangige Gruppe namhafter Persönlichkeiten zur Erarbeitung einer Agenda für die Zeit nach dem Jahr 2015. Dieses Spitzengremium besteht aus 27 Personen, ausgewählt von UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, die den Entwicklungsrahmen, der nach dem Ende der Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) 2015 folgt, beraten und mitbestimmen sollen. Dieses Gremium hat drei Vorsitzende: Indonesiens Präsident Susilo Bambang Yudhoyono, die liberianische Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf und den britischen Premierminister David Cameron. Das UN-Spitzengremium wird dem Generalsekretär der UN im Mai seine Empfehlungen vorlegen.

Ok, was waren die MDGs nochmal?

Die ursprünglichen Millennium-Entwicklungsziele (Millennium Development Goals, MDGs) basieren größtenteils auf den Internationen Entwicklungszielen, die in den 1990er Jahren von den Geberländern mit der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) entwickelt wurden. Die Ziele wurden von technischen Experten der OECD Mitgliedsstaaten entwickelt, um Unterstützung für laufende Programme in Entwicklungsländern zu gewinnen. Das war ihr ursprünglicher Zweck, die Bevölkerung und die Regierungen der Entwicklungsländer spielten dabei jedoch keine aktive Rolle. Dennoch stand die Welt hinter diesen Millennium-Entwicklungszielen, und die Ziele führten zu einem nie dagewesenem Fortschritt dank der dadurch entstandenen Ressourcenmobilisierung und der Fokussierung von Entwicklungsergebnissen.

Was sind dann MDGs 2.0?

MDGs 2.0 – das  ist der Ausdruck, den wir für die nächsten Entwicklungsziele für die Zeit von 2015 bis 2030 benutzen. Das High Level Panel ist im Begriff, einen Bericht zusammenzustellen, den sie im Mai an den UN-Generalsekretär übergeben wollen. Dieser Berichtenthält ihre Empfehlungen dazu, wie die MDGs 2.0 aussehen sollen. Wir wollen, dass die Stimmen der Bevölkerung in Entwicklungsländern Teil davon sind.

Warum brauchen die MDGs 2.0 die Stimmen der Menschen aus Entwicklungsländern?

Obwohl viele der wichtigsten Bedürfnisse der ärmsten Menschen der Welt in den MDGs Beachtung fanden, zeigen unsere Analysen regionaler Erhebungen, dass manch zentrales Problem nicht adressiert wurde. In den letzten 12 Jahren ist es einfacher geworden, diese Bedürfnisse mit einzubeziehen. Deshalb wollen wir nicht zu lange warten. Wir wollen nicht feststellen müssen, dass wichtige Punkte fehlen, wenn die Planungen für die MDGs 2.0 beendet sind. . Deswegen bitten wir das UN-Spitzengremium, den Prozess zu öffnen und Feedback einzubeziehen – bevor der Prozess abgeschlossen ist und der Weg für die nächsten 15 bis 20 Jahre festgelegt ist.

Warum ist „Open Data“ so wichtig für die MDGs 2.0? Könnt ihr ein Beispiel für „Open Data“ nennen?

Die Millennium-Entwicklungsziele sind acht Ziele (die 21 Indikatoren beinhalten). Oft ist es aber nicht möglich, zu messen, wo wir hinsichtlich der Erreichung der Ziele stehen oder ob und welche Erfolge unser Einsatz hat. MDG 1 – wohl das wichtigste der acht – bezieht sich auf extreme Armut. Ziel 1 a) ist es, die Zahl der Menschen zu halbieren, die täglich mit weniger als einem US-Dollar leben müssen. Das ist der Indikator, der extreme Armut in der ganzen Welt kennzeichnet. Doch für 40 Entwicklungsländer, das sind ein Drittel aller Entwicklungsländer, haben wir schlicht nicht genug Daten, um herauszufinden, ob Ziel 1 a) erreicht wurde.

Die Daten, die wir haben, werden außerdem ständig geändert oder wieder zurück genommen – auch noch 20 Jahre später. Um es noch deutlicher zu machen: In den letzten drei Jahren haben sich 83% der Ausgangsdaten für Armut in Entwicklungsländern geändert. Aber wie sollen Länder Tore schießen können, wenn jemand ständig die Torpfosten bewegt?

Die Daten zu Armut, die wir haben, sind bis zu fünf Jahre alt. Die Daten zu Hunger sind vier Jahre alt und der Großteil der Zahlen zu Geschlechter-Gleichberechtigung, Bildung und HIV/AIDS sind drei Jahre alt. Um also einen offenen, transparenten und verlässlichen Entscheidungsprozess für die nächsten Entwicklungsziele zu erwirken, bittet ONE* um offene und rechtzeitige Berichterstattung darüber, was wofür ausgegeben wurde und welcher Fortschritt erreicht wurde. Außerdem bitten wir um Unterstützung, um „Open Data Plattformen“ zu entwickeln und auf dem neuesten Stand zu halten.

Großartig. Wo komme ich ins Spiel?

Die UN hat ein Weltklasse-Gremium von Vertretern aus der ganzen Welt zusammengestellt, um diese wichtige Aufgabe anzugehen. Wir glauben, dass sie zustimmen werden, wenn wir ihnen sagen, dass die Bürger nicht aus diesen Diskussionen ausgeschlossen werden dürfen. Aber sie müssen von euch hören, dass ihr euch dafür interessiert. Ihr müsst sagen, dass die Ziele, die sie für das nächste Jahrzehnt oder länger gesetzt haben, die Stimmen von Menschen auf der ganzen Welt berücksichtigen sollen. Und zwar insbesondere von denjenigen, die am meisten von einem erneuten Vorstoß, extreme Armut zu bekämpfen, profitieren würden.

Wir müssen unsere Botschaft an die UN-Gruppe lange bevor die Tinte auf den Empfehlungen für die nächsten Entwicklungsziele getrocknet ist abschicken. Dafür brauchen wir dich jetzt. Wir brauchen deine Stimme, bevor sich das UN-Spitzengremium das nächste Mal im März auf Bali in Indonesien trifft. Hilf uns, damit die nächsten Ziele offen für Entwicklung sind!

* Gemeinsam mit diesen Partnern: The Center for Transparency and Accountability in Liberia (CENTAL), Development Initiatives, Fundar (Mexiko), Global Witness, Global Movement for Budget Transparency, Accountability and Participation, Integrity Action, International Budget Partnership, Luta Hamutuk Institute (Timor Leste), Publish What You Fund, Publish What You Pay, Revenue Watch Institute, Transparency International und W3C (Brasilien).

Afrika eine Stimme geben – You choose!


Feb 8th, 2013 6:18 PM UTC
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Die Zeit läuft. Bis zum Jahr 2015 haben die Länder der Vereinten Nationen noch Zeit, ihre im Jahr 2000 beschlossenen Millenniums-Entwicklungsziele zu erfüllen. Ein großer Teil der Strecke ist schon geschafft, jedoch liegt noch ein langer Weg vor uns, bis niemand mehr hungrig schlafen gehen muss.

Nun ist es außerdem an der Zeit, neue Forderungen an die Regierungen der Vereinten Nationen für die Zeit nach 2015 zu stellen. Die Situation der Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern hat sich seit dem Beschluss der Millenniums-Entwicklungsziele im Jahr 2000 allgemein verbessert. Dennoch gibt es noch sehr viel zu tun, bis kein Mensch auf der Welt mehr in Armut leben muss und niemand mehr Hunger leidet. Bis alle Kinder zur Schule gehen und Krankheiten wie Malaria und Tuberkulose keine Menschenleben mehr bedrohen.

In einem sind sich eigentlich alle einig: Um die Herausforderungen in den Entwicklungsländern gezielt angehen zu können, müssen wir wissen, was die Menschen eigentlich benötigen. Das erfährt man am besten, indem man nachfragt.

Deswegen hat ONE in Südafrika eine ganz besondere Aktion gestartet: Unter dem Motto „You choose“ haben sich afrikanische Prominente ONE angeschlossen, um gemeinsam eine SMS-Umfrage zu starten. Dabei geht es vor allem darum herauszufinden, was die Menschen in Südafrika,  Malawi und Sambia von ihren Regierungen erwarten, um ihr Leben zu verbessern. Was brauchen sie am dringendsten? Was soll sich in der Politik ändern?  Was macht ihnen die meisten Sorgen? Die Ergebnisse dieser SMS-Umfrage sollen dann bei dem sogenannten High Level Panel, dem Treffen der wichtigsten Entscheider der Vereinten Nationen, Ende März in Bali vorgestellt werden. So soll der zukünftige Entwicklungsrahmen der UN näher an die wirklichen Bedürfnisse der betroffenen Menschen angepasst werden.

Weil viele afrikanische Prominente meinen, dass das genau der richtige Weg ist, um die Bevölkerung dabei einzubinden, ihre Zukunft zu gestalten, machen sie sich dafür stark. In Radiospots wollen sie die Menschen dazu zu animieren, sich beim Kampf gegen extreme Armut zu beteiligen. Die Spots werden seit dem 30. Januar von den Radiostationen der Länder gesendet.

Dann sind die Hörer gefragt. Wer teilnehmen möchte, muss nur eine SMS mit „VOICE“ an eine der drei Hotline-Nummern für Südafrika, Malawi und Sambia schicken und kann dann bequem per SMS auf die zugesendeten Fragen antworten. Durch die SMS-Meinungen sollen die wichtigsten Dinge im Leben der Menschen sichtbar werden. Was beschäftigt sie am meisten – Bildung, Gesundheit, Korruption, Ernährung? Damit ergibt sich ein realistisches Bild der tatsächlichen Bedürfnisse.

Der südafrikanische Jazzmusiker und ONE-Unterstützer Hugh Maseleka, ein Botschafter dieser Kampagne, sagte, es sei eine „exzellente Initiative für Afrikaner, um ihr Schicksal mitzubestimmen“. Man wolle diese Angelegenheit nicht Experten in ihren Büros überlassen, so Maseleka: „Niemand versteht Afrika besser als die Afrikaner selbst. ONE verlangt nicht mehr als deine Stimme. Du wirst gehört. Deine Stimmte macht einen Unterschied. Sprich es aus… oder besser, fang an zu simsen.“

Der technische Fortschritt ist auch in Afrika rasant – so sollen mittlerweile über 650 Millionen Afrikaner ein Handy besitzen. Das sind zwei Drittel aller Menschen, die in Afrika leben. Was liegt da näher, als ihnen die Möglichkeit zu geben, per Mobiltelefon die Zukunft ihres Landes aktiv mitbestimmen zu können? Die ONE Afrika-Direktorin Dr. Sipho Moyo erklärt: „ONEs Versprechen an jeden afrikanischen Bürger, der seine Meinung mitteilt, ist: Wir sorgen dafür, dass deine Stimme von den Weltpolitikern gehört und darauf reagiert wird.

Wer kein Handy hat, kann auch online an der Umfrage teilnehmen. Auch deine Stimme als Europäer ist gefragt – you choose!

- Josephine Friedrich -

EU-Budgetverhandlungen in Brüssel. Die Top-Themen des Tages


Feb 7th, 2013 4:17 PM UTC
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Die Top-Themen des Tages

  1. EU-Budgetverhandlungen in Brüssel
  2. Die Welt: Essay von Bill Gates
  3. Oppositionspolitiker in Tunis ermordet (more…)

Was ich über Korruption denke.


Feb 5th, 2013 8:26 PM UTC
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Vergangene Woche trafen sich 26 Delegierte aus der ganzen Welt in Liberia, um darüber zu beraten, wie die globalen Herausforderungen der Entwicklungszusammenarbeit der nächsten ein oder zwei Jahrzehnte in Angriff genommen werden können. Ben Leo, Global Policy Director bei ONE, erklärt seinen Standpunkt zum Thema Korruption: Die Welt muss besser nachverfolgen, wo was investiert wird und welchen Erfolg die Investitionen haben. Das gilt hier und jetzt, aber auch für die nächsten globalen Entwicklungsziele.

Bei der Diskussion über die nächsten globalen Entwicklungsziele ist es essenziell, dass Transparenz, Verantwortlichkeit und besserer Zugang zu Offenen Daten im Zentrum der Debatte  stehen und hier aktiv etwas geschieht. Das so genannte High-Level Panel of Eminent Persons (HLP) hat einerseits die Riesenchance, den Kampf gegen Armut und vermeidbare Krankheiten zu gestalten; es hat gleichzeitig aber auch eine große Verantwortung, die Wünsche und Sorgen von Millionen Menschen weltweit sorgfältig zu Bündeln. Im Mai wird diese Gruppe bestehend aus amtierenden und ehemaligen Politikern, Entwicklungsexperten sowie Unternehmern ihre Empfehlungen dazu abliefern, wie der gemeinsame  Kampf in Zukunft geführt gebracht werden soll. Die Ergebnisse dieses Prozesses werden gemeinsam mit den Überlegungen der formellen UN-Generalsversammlung im September das Feld der Entwicklungspolitik mindestens bis zum Jahr 2030 abstecken. Auf den Punkt gebracht bedeutet dies: Es steht viel auf dem Spiel. Wissenschaft, Politik und Pragmatismus müssen hier aufeinander abgestimmt zusammenwirken.

Wir müssen nicht bei Null anfangen

Auch wenn die Aufgabe entmutigend wirken mag, wir müssen nicht bei Null anfangen. Die derzeitigen Millennium Entwicklungsziele (MDGs), die im Jahr 2000 von 189 UNO Mitgliedsstaaten einstimmig angenommen wurden, bieten einige hilfreiche Hinweise zur Orientierung. Die größte Stärke der MDGs liegt wohl in ihrer Aussagestärke, Messbarkeit und Kommunizierbarkeit.  Indem sie die Welt dazu gebracht haben, bestimmte festgelegte Ziele zu verfolgen, haben die MDGs geholfen, einen beeindruckenden Fortschritt der Menschheitsgeschichte zu befördern. Seit ihrer Verabschiedung konnten 600 Millionen Menschen von extremer Armut befreit werden, über 6 Millionen Afrikaner erhalten seither lebensrettende AIDS Medikamente, über  5 Millionen Leben konnten dank Impfstoffen gerettet werden und fast 51 Millionen mehr Kinder erhalten seither Zugang zu Schulbildung.

Credits: Trust Law

Die MDGs haben Stärken, aber auch einige Schwächen

Doch neben diesen vielen Stärken, haben die MDGs auch einige Schwächen, die im neuen Rahmenwerk nach 2015 angegangen werden müssen. Erstens wurden die Ziele von Experten in den Geberländern, der OECD und der UNO entwickelt. Die Bevölkerung der Entwicklungsländer hatte dabei nur geringen Einfluss. Durch diesen „Top-Down“-Prozess lässt sich nur schwer sicherstellen, dass die globalen Ziele auf die dringlichsten Bedürfnisse der Menschen  abgestimmt sind. Es gibt jedoch erste Anzeichen dafür, dass die UNO aus ihren bisherigen Fehlern gelernt hat, denn Sie unternimmt große Anstrengungen um  sowohl von den armen, marginalisierten und  verwundbaren Bevölkerungsgruppen, als auch von  Politkern, Entwicklungsexperten und NGOs ein Input zu bekommen. Dies ist ein ausgezeichneter erster Schritt (ließ dazu den Report von ONE, der letzten Herbst bereits dazu aufrief). Jetzt liegt es am HLP und den Mächtigen der Vereinten Nationen, die verschiedenen  Informationen der unzähligen „Stakeholder“ zu verdauen und als Ausgangspunkt für ein neues Bündel von Zielen zu verwenden.

Zweitens war der Mangel an verlässlichen, aktuellen und verfügbaren Daten zu Investitionen und Ergebnissen zu den MDGs  eine große Herausforderung. Zum einen, was die Überprüfung der Fortschritte anging, zum anderen hinsichtlich der Sicherstellung der Effizienz von Investitionen. Nach Jahrzehnten der Anstrengungen wissen wir noch immer nicht genug darüber, wie viel Geld zur Verfügung steht, wohin es fließt und welche Ergebnisse damit erzielt werden.  Dies ist einer der größten Skandale im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Beispielsweise haben über 40 Entwicklungsländer nicht genügend Daten, um die Fortschritte bei der Überwindung von extremer Armut – dem wahrscheinlich wichtigsten MDG – in ihrem Land zu messen. In anderen Worten bedeutet das: Unzureichendes Datenmaterial  macht es uns unmöglich festzustellen, ob Staaten ihr MDG Ziel zur Armutsvermeidung erreicht haben. Dis gilt für fast ein Drittel aller Entwicklungsländer.

Darüber hinaus gibt es immer noch unakzeptable Zeitverzögerungen für Daten zur Erreichung der MDGs  (sofern diese überhaupt verfügbar sind). Im Durchschnitt sind die Daten zur extremen Armut bereits fünf Jahre alt. Zahlen über Hunger und Mangelernährung sind vier Jahre alt, gefolgt von den Zahlen zu Gendergerechtigkeit, Bildung und HIV/AIDS, die zumindest 3 Jahre im Rückstand sind. Das muss sich ändern. Nur mit aktuellem und verfügbarem Datenmaterial zu den Investitionen und Ergebnissen können wir sicherstellen, dass eine Rechenschaftspflicht für die Billionen ausgegebener Naira, Pfund, Pesos, Euros, Rupien und Dollar besteht und wir unsere Arbeit fortlaufend verbessern und anpassen können.

ONE fordert mehr Offenheit und Transparenz

Gemeinsam mit 13 Organisationen aus Afrika, Asien, Lateinamerika, Europa  und den Vereinigten Staaten hat ONE vergangen Woche einen Bericht veröffentlicht, der eine Reihe von Empfehlungen dazu enthält.  Erstens fordern wir einen transparenten und offenen Verhandlungsprozess um sicherzustellen, dass die Anliegen der Bürger aus den Entwicklungsländern im Zentrum der neuen Entwicklungsziele stehen.  Zweitens fordern wir alle Entwicklungsländer und Industriestaaten dazu auf, einheitliche und aktuelle Daten über die Investitionen zur Erreichung der neuen Ziele sowie über ihre Ergebnisse bereit zu stellen.  Drittens fordern wir Investitionen, um das Statistische Fassungsvermögen sowie die Open Data Systeme zu erweitern, damit Bürgern und Entscheidungsträgern die relevanten Daten zur Verfügung stehen, um ihre Regierungen und andere Stakeholder zur Verantwortung mahnen zu können.

Die aktuellen MDGs haben gezeigt, welche Kräfte freigesetzt werden können, wenn konkrete Ziele gesteckt werden. Die MDGs konnten die Weltöffentlichkeit auf sich ziehen, ihre Strahlkraft kanalisieren und so einige der bedeutendsten Fortschritte in der Entwicklungszusammenarbeit erzielen. Nichtsdestotrotz haben wir erst die Hälfte des Weges hinter uns, und in den nächsten drei Jahren muss noch viel, viel mehr getan werden. Während wir auf die Zielgerade zu laufen und uns schon Gedanken über das nächste Rennen machen, dürfen wir die Gelegenheit nicht verpassen, aus unseren gegenwärtigen Fehlern zu lernen. Durch die Umsetzung der hier vorgeschlagenen Verbesserungen können wir das erreichen. Die Ergebnisse der sehr knappen Ressourcen für Entwicklungspolitik könnten maximiert und der Fortschritt im Kampf gegen extreme Armut in der Zukunft beschleunigt werden.

Dieser Blogbeitrag erschien ursprünglich bei Trust Law

Mali: Frieden in Sicht? Die Top-Themen des Tages


Jan 24th, 2013 6:11 PM UTC
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Die Top-Themen des Tages

  1. Mali: Frieden in Sicht?
  2. Vier-Tage-Woche für Gambia
  3. EurActiv veröffentlicht ODA-Quoten (more…)

Erste Erfolge in Mali. Die Top-Themen des Tages


Jan 22nd, 2013 4:41 PM UTC
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Die Top-Themen des Tages

  1. Erste Erfolge in Mali
  2. Niebels Afrika-Initiative nur Wahlkampf?
  3. Erfolgsmodelle der Entwicklungshilfe (more…)

Dialog zwischen Rebellen und Regierung in Mali. Die Top-Themen des Tages


Dec 5th, 2012 6:18 PM UTC
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Die Top-Themen des Tages

  1. Dialog zwischen Rebellen und Regierung in Mali
  2. Klimagipfel bisher erfolglos
  3. USA und Nato drohen syrischer Regierung (more…)

Niebel kommentiert Etatkürzungen. Die Top-Themen des Tages


Nov 30th, 2012 3:37 PM UTC
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Die Top-Themen des Tages

  1. Niebel kommentiert Etatkürzungen
  2. Finanztransaktionssteuer einen Schritt weiter
  3. Wachsende Gefahren in Mali (more…)

Neue Allianz für Ernährungssicherheit. Die Top-Themen des Tages


Oct 17th, 2012 4:35 PM UTC
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Die Top-Themen des Tages:

  1. Neue Allianz für Ernährungssicherheit
  2. Hunger durch Armut
  3. Erwartetes Scheitern des Millenniumziels “Bildung für alle” (more…)

Finanztransaktionsteuer wird in elf Ländern eingeführt. Die Top-Themen des Tages


Oct 11th, 2012 1:13 PM UTC
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Die Top-Themen des Tages:

  1. Finanztransaktionsteuer wird in elf Ländern eingeführt
  2. Lebensmittelindustrie ist schuld an Hunger
  3. Milleniumsziel könnte erreicht werden (more…)

Hörst Köhler engagiert sich für mehr Entwicklungspolitik. Die Top-Themen des Tages


Sep 26th, 2012 2:00 PM UTC
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Die Top-Themen des Tages:

  1. Hörst Köhler engagiert sich für mehr Entwicklungspolitik
  2. Deutsche Börse kritisiert die Finanztransaktionssteuer
  3. Unternehmen wollen Bio-Sprit fördern (more…)

Millennium-Entwicklungsziele weit entfernt. Die Top-Themen des Tages


Sep 10th, 2012 6:05 PM UTC
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Die Top-Themen des Tages:

  1. Millennium-Entwicklungsziele weit entfernt
  2. Anhaltende Aufstände in Südafrika
  3. Bundesregierung weigert sich den Völkermord an die Herero und Nama anzuerkennen (more…)

EU setzt Priorität auf Hungerbekämpfung. Die Top-Themen des Tages


Aug 15th, 2012 3:31 PM UTC
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Die Top Nachrichten des Tages:

  1. EU setzt Priorität auf Hungerbekämpfung
  2. Bluthochdruck steigt in Entwicklungsländern
  3. Ineffiziente Wiederverwertung von Elektroschrott (more…)

Horst Köhler ist Mitglied der UN-Arbeitsgruppe für neue MDGs. Die Top Nachrichten des Tages


Aug 2nd, 2012 4:30 PM UTC
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Die Top Nachrichten des Tages:

  1. Horst Köhler ist Mitglied der UN-Arbeitsgruppe für neue MDGs
  2. Somalia verabschiedet eine neue Verfassung
  3. Frankreich im Alleingang (more…)

Die Eurokrise macht sich bei der Entwicklungshilfe bemerkbar. Die Themen des Tages


Jul 3rd, 2012 3:04 PM UTC
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Die Top Nachrichten des Tages:

  1. Die Eurokrise macht sich bei der Entwicklungshilfe bemerkbar
  2. Landgrabbing und Pensionfonds schlagen vor allem in Afrika zu
  3. Die Spendenbereitschaft der Superreichen in der ARD (more…)

DATA Bericht zum Stand der Entwicklungsversprechen erschienen. Die Top Nachrichten des Tages


Jun 25th, 2012 5:32 PM UTC
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Die Top Nachrichten des Tages:

  1. DATA Bericht zum Stand der Entwicklungsversprechen erschienen
  2. Niebel wegen Billigung eines Amtswechsels in Paraguay in der Kritik
  3. Koalition der Willigen für eine Transaktionssteuer (more…)

Aussagen von BND-Chef und Niebel widersprechen sich. Die Top Nachrichten des Tages


Jun 15th, 2012 7:11 PM UTC
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Die Top Nachrichten des Tages:

  1. Aussagen von BND-Chef und Niebel widersprechen sich
  2. G20 – Deutschlands Kräfte sind nicht unbegrenzt
  3. Blockade bei Weltgipfel von Rio befürchtet (more…)

ONE fordert mehr Gelder im Kampf gegen Hunger. Die Zeitungsschau


May 11th, 2012 3:21 PM UTC
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Die Themen des Tages:

  1. ONE fordert mehr Gelder im Kampf gegen Hunger
  2. 30 Milliarden Euro Mehreinnahmen
  3. Deutschland gibt 15 Millionen zusätzlich für Sahel-Zone
  4. Abstimmung über Atalanta-Mission
  5. Vermeidbare Krankheiten sind Haupttodesursache bei Kindern (more…)

Der ONE Blog

Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.

Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.