Die Themen des Tages:
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Ende Oktober veröffentlichte Transparency International seinen diesjährigen Korruptionswahrnehmungsindex (Curruption Perception Index, CPI). Zuvor hatten wir euch bereits von einem anderen Instrument zur Messung der Korruption, dem Ibrahim-Index, berichtet.
Auf der Grafik von Transparency International könnt ihr erkennen, als wie korrupt Länder wahrgenommen werden – je dunkler das Rot, desto korrupter.
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Die Themen heute:
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In der aktuellen Le Monde diplomatique berichten Wibke Hansen und Volker Perthes von dem Phänomen zerfallender Staaten.
Der jährliche Failed States Index der Zeitschrift Foreign Policy zählt für das Jahr 2009 14 Länder zur Kategorie „höchste Alarmstufe“. Während komplett zerfallene Staaten eher die Ausnahme bilden (wie Somalia), gibt es zahlreiche Staaten, die auf einem internationalen Level leidlich gut funktionieren, wo aber die staatliche Kontrolle über einzelnen Regionen gänzlich fehlt (wie Sudan). Ähnliche Probleme gibt es in Ländern wie dem Tschad oder der DR Kongo, wo die Staatlichkeit im Prinzip auf die Hauptstadt beschränkt ist. Dann gibt es noch Länder, die nach außen Stärke demonstrieren, deren Regierungsführung im Innern aber so defizitär ist, dass man kaum von Stabilität sprechen kann (wie Simbabwe). Gründe für Staatszerfall sind vielfältig: Krieg oder Bürgerkrieg (Somalia), Korruption und Misswirtschaft (Simbabwe), die Marginalisierung einzelner Landesteile (Sudan) oder die Instabilität in Post-Konfliktgesellschaften (Liberia, Guinea).
Neues UN-Gremium soll sich um Klimafinanzierung für Entwicklungsländer kümmern
Ban Ki-moon hat die Schaffung eines Gremiums verkündet, das finanzielle Unterstützung für Entwicklungsländer zur Anpassung an den Klimawandel organisieren und koordinieren soll, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Er ernannte den Premierminister Großbritanniens Gordon Brown und dessen äthiopischen Kollegen Meles Zenawi zu Vorsitzenden des Gremiums. Das Gremium soll zu gleichen Teilen aus Mitgliedern aus Entwicklungsländern und Industrienationen bestehen und bereits zum Klimagipfel in Bonn einen ersten Bericht vorlegen.
Sichtbare, wirtschaftsnahe Entwicklungszusammenarbeit in Namibia
Regelmäßig betont Entwicklungsminister Niebel die Bedeutung einer guten Kooperation mit der Wirtschaft und dass deutsche Entwicklungshilfe als deutsch sichtbar sein soll. Die Financial Times Deutschland berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe, dass er dementsprechend auf seiner Reise nach Namibia auch die erste Zementfabrik des Landes besichtigt, die mit €260 Mio. von der Ulmer Unternehmensgruppe Schwenk finanziert wurde. Die staatliche Entwicklungsgesellschaft DEG, die europäische Investitionsbank EIB und die südafrikanische Entwicklungsbank DBSA haben das Projekt mitfinanziert, das nun von Niebel als Paradebeispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit präsentiert wird.
In diesem Zusammenhang: Die Regionalzeitung General-Anzeiger berichtet, dass die DEG zunehmend Projekte in Afrika finanziert.
In dieser Woche trafen sich die Staats-und Regierungschefs der Afrikanischen Union (AU) zu ihrem 14. ordentlichen Treffen. Am Ende standen ein paar interessante Ergebnisse und eine Menge Stoff zum Nachdenken: Die WM im Juni und das Treffen der Vereinten Nationen im September zum Stand der Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele sind zwei wichtige Momente für die Begegnung Afrikas mit der internationalen Gemeinschaft. Dort können Grundsteine für den zukünftigen Entwicklungsfortschritt des Kontinents gelegt werden.

Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.
Schlagworte: Afrika, Äquatorialguinea, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ), Burkina Faso, China, Dirk Niebel, DR Kongo, Entwicklungszusammenarbeit, Ernährung, EU, Frankreich, Ghana, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, ONE, Rohstoffe, Sambia, Sierra Leone, Somalia, Südsudan, Tansania, terre des hommes, Transparenz, Tschad, Uganda, UNO