Tansania

Zeitungsschau – 16. April 2010

16.04.2010 16:40 Uhr
von Carola Bieniek

Die Themen heute:

  1. 3×3=6? Entwicklungsorganisationen klagen Trickserei an –
  2. Südafrika „allerbestens vorbereitet“ –
  3. Wahlen rund um die Großen Seen –

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Zeitungsschau – 9. April 2010

09.04.2010 18:56 Uhr
von Carola Bieniek

Die Themen heute:

  1. Eine Reise nach Afrika… –
  2. …und ein Wiedersehen nach langer Zeit –
  3. Afrika lohnt sich! –
  4. Ungleichheit in Südafrika –
  5. Die Debatte um die Bankabgabe geht weiter –

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Zeitungsschau – 8. April 2010

08.04.2010 13:35 Uhr
von Carola Bieniek

Die Themen heute:

  1. Ist eine Finanztransaktionssteuer unsere (moralische) Pflicht? … –
  2. … Und warum verliert sie gegen eine Bankenabgabe? –
  3. Westerwelle und Niebel fahren nach Afrika und äußern sich optimistisch –
  4. Deutscher Handel mit Afrika schrumpft –

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Zeitungsschau – 26. Februar 2010

26.02.2010 18:54 Uhr
von Carola Bieniek

  • Medikamententransport in Cola-Kisten,
  • Deutschland, der Kolonialismus und die Unterentwicklung,
  • Wirtschaftskrise wird zur Verschuldungskrise,
  • Sarkozy räumt in Ruanda politische Fehler ein,
  • Niebel „hängt Preisschilder an Bäume”

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Anti-Korruptionsaktivist John Githongo über die Bedeutung von Mobiltechnologie in Afrika

08.01.2010 18:30 Uhr
von Carola Bieniek

John Githongo, Anti-Korruptionsaktivist und Leiter der Organisationen Zinduko und Twaweza aus Kenia, besuchte kürzlich unsere Kollegen in London. Die nutzten die Gelegenheit für ein kurzes Interview über den Einfluss von Technologie auf seine Arbeit, aber auch auf die Menschen in Afrika.

Digitale Technologien und mobile Kommunikationsmittel werden eine wichtige Rolle in Afrikas Zukunft einnehmen. Die BBC berichtete unlängst, dass vier von zehn Afrikaners bereits ein Mobiltelefon besitzen. In Kenia allein gibt es mehr als 15 Millionen Handys – vor zehn Jahren waren es noch 15.000. Die Kommunikation über das Mobiltelefon ist inzwischen bei der Verbreitung von Neuigkeiten genauso wichtig wie die persönliche Interaktion und daher ein entscheidendes Mittel für langfristige Veränderungen. Weiterlesen

Zeitungsschau – 18. Dezember 2009

18.12.2009 20:00 Uhr
von Carola Bieniek

Bundesregierung für Entwicklungspolitik kritisiert

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Bärbel Höhn, kritisierte Kanzlerin Merkel in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa dafür, in Kopenhagen keine Vorreiterrolle einzunehmen. Längerfristige Hilfsleistungen an Entwicklungsländer wären nötig gewesen und neue Emissionsreduktionsziele hätten nicht erst in letzter Minute angeboten werden sollen.

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel kritisierte die Regierung in einem taz-Interview in der Frage der Zusätzlichkeit. Er nannte die Anrechnung von Anpassungshilfen an den Klimawandel auf die Entwicklungshilfe das „größte Versagen der neuen Regierung bis heute“.

Die Regierung hat ihre Entscheidung, Anpassungszahlungen und Entwicklungshilfe zusammen zu rechnen, verteidigt. Laut der Nachrichtenagentur epd sagte Christian Ruck (CSU), Weiterlesen

Gesichter des Klimawandels

11.12.2009 19:30 Uhr
von Carola Bieniek

Die erste Woche der Verhandlungen in Kopenhagen ist fast vorbei. Ein guter Moment, uns noch einmal ins Gedächtnis zu rufen, warum die Verhandlungen eigentlich für Afrika so wichtig sind.

Gesichter des Klimawandels

Wir haben mit Hilfe des WWF eine Reihe sehr persönlicher Geschichten zusammengetragen, darüber, wie der Klimawandel schon heute Leben verändert und welche Hoffnungen die Menschen haben.

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Zeitungsschau – 3. November 2009

03.11.2009 17:54 Uhr
von Carola Bieniek

Europäische Entwicklungspolitik

Dr. Sven Grimm, wissenschaftlicher Mitarbeiter am DIE schreibt auf Zeit Online über die Chancen der europäischen Entwicklungspolitik. Eine der besten Nachrichten sei, dass der Vertrag von Lissabon eine global nachhaltige Entwicklung und die Beseitigung der Armut als Ziele der europäischen Außenpolitik benennt. Damit wird die Entwicklungspolitik ein Teil des EU–Selbstverständnisses. Der Vertrag sagt jedoch wenig über die Gestaltung der Aufgaben und die Zusammensetzung des künftigen Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD). Die größten Konfliktlinien ziehen sich entlang der Fragen nach Legitimität und Finanzierung.

Der komplette Beitrag auf Zeit online: Dr. Sven Grimm, „Eine Chance für die europäische Entwicklungspolitik“

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Bericht vom 1. World Health Summit in Berlin: Nächstes Mal geht’s besser

20.10.2009 17:30 Uhr
von Andreas Hübers

In Berlin fand letzte Woche der erste World Health Summit statt. Veranstaltet wurde er von der Berliner Charité und anderen Mitgliedern der M8 (Medical8), einem Zusammenschluss von einflussreichen medizinischen Forschungseinrichtungen. Obwohl ein Großteil der Veranstaltung sich mit der Zukunft der Gesundheitssysteme westlicher Länder beschäftigte, gab es einige interessante Programmpunkte, die direkt mit der Gesundheitssituation in Entwicklungsländern zu tun hatten. Damit der Gesundheitsgipfel in Zukunft auch den Zusatz „Welt-“ verdient, sollten die Veranstalter die nun jährlich stattfindenden Gipfel aber stärker auf die Bedürfnisse in den Entwicklungsländern richten. Veranstaltungen wie „Raumfahrtmedizin: Ergebnisse für die Anwendung auf der Erde, Herausforderungen für Langzeitaufenthalte auf Mond und Mars“ sind zwar spannend, die Lösungen für die größten Gesundheitsherausforderungen unserer Zeit – Malaria, HIV/Aids und die Sterblichkeit von Müttern und Kindern – müssen nicht auf dem Mond gesucht werden. Weiterlesen

Bilder der Entwicklung puzzeln. Ein Rückblick auf Tansania

17.10.2009 11:30 Uhr
von Carola Bieniek

Vor nicht einmal zwei Wochen machten wir uns auf den Weg, in Tansania Bilder der Entwicklung zu entdecken. Gemeinsam mit Minh-Khai Pan-Thi, Jana Pallaske und Rea Garvey besuchten wir Gesundheitszentren, Schulen, Unternehmen, auf Märkte und in die Heime der Menschen. Wir wollten wissen: Wie funktioniert Entwicklung? Wir trafen uns mit Aktivisten, Bauern, Lehrern, Schülern, Anti-Korruptionskämpfern, Künstlern, städtischen Angestellten, Entwicklungsexperten aus Tansania und Deutschland, Unternehmern und Angestellten, um wie in einem Puzzle die verschiedenen Bilder zu einem Ganzen zusammenzusetzen.

ONE mit Rea Garvey, Minh-Khai Phan-Thi und Jana Pallaske in Tansania Weiterlesen

We are ONE!

10.10.2009 20:00 Uhr
von Carola Bieniek

Musiker Rea Garvey schreibt in seinem Facebook-Blog über seine Erlebnisse und Eindrücke von der Reise nach Tansania. Heute zieht er ein Resüme:

Gestern Abend trafen vier ganz unterschiedliche Personen, die alle auf ganz unterschiedliche Weise in Tansania leben. Einer war ein berühmter Musiker namens Banana, ein anderer ein Poet namens Mrisho Poto und dann war da noch eine Frau namens Margaret, die eine Bank nur für die Frauen Tansanias eröffnet hatte und Rackesh, der einst Haki Elimu gegründet hatte und nun eine Organisation leitet, die afrikanischen Regierungen auf die Finger schaut. Weiterlesen

Ich bin doch nur ein Musiker!

09.10.2009 20:00 Uhr
von Carola Bieniek

Musiker Rea Garvey schreibt in seinem Facebook-Blog über seine Erlebnisse und Eindrücke von der Reise nach Tansania. Heute über ein Abendessen mit dem obersten Korruptionsbekämpfer der tansanischen Regierung Dr. Edward Hoseah und Betty Missokia von Haki Elimu sowie unserem Besuch beim Unternehmen Twiga Cement:

Rea Garvey mit einer Mutter und ihrem Kleinkind in einer Grundschule in Daressalam

Gestern Abend, nachdem wir verschiedenste Aspekte Tansanias gesehen hatten, trafen wir uns im Hotel mit einem Regierungsmitarbeiter und einem Mitglied einer angesehenen Lobbygruppe. Zunächst machte mir die Tatsache, dass wir Gelegenheit haben sollten, auf solch wichtige Menschen zu treffen, Angst. Erst da erkannte ich die Bedeutung, die ONE in afrikanischen Ländern hat. Ich fühlte mich wichtig und geehrt und wenig später frustriert. Der Regierungsmitarbeiter begann, das Ausmaß der Korruption in seinem Land zu erklären, die Ineffizienz der Verwendung der Gelder der internationalen Entwicklungsorganisationen hier. Ich hörte zu und wurde irgendwann der Sprecher der Gruppe (das muss bei ONE so ein irisches Ding sein). Weiterlesen

Man kann auch gegen eine Übermacht die Schlacht gewinnen!

08.10.2009 20:00 Uhr
von Carola Bieniek

Rea Garvey stieß am dritten Tag unserer Reise zu uns. In seinem Facebook-Blog schreibt Rea über seine Erlebnisse und Eindrücke. Heute über den Besuch der Mchangani-Grundschule in Daressalam und unsere Treffen in der deutschen Botschaft:

Meine Theorie zum Thema „wenn du dran glaubst, kann es wahr werden“ hat heute mal wieder funktioniert: Die Adresse meines Hotels in Tansania ist irgendwo tief unten in meinem Koffer vergraben und ich weiß, dass die Tatsache, dass ich diesen Teil der Landekarte nicht ausgefüllt hatte, dazu führen wird, dass ich meine Unterwäsche und alles andere auf dem Boden vor der Dame vom Zoll werde ausbreiten müssen. Dankenswerterweise entscheidet sie aber, dass ich es nicht wert bin, hundert oder mehr Leute warten zu lassen, die sich offensichtlich ein wenig besser auf ihre Reise vorbereitet haben. Also ziehe ich meinen Koffer – der nun aussieht, als wäre er explodiert –zur Seite und packe wieder ein. Weiterlesen

Tag 2: Muugano heißt „gemeinsam“

08.10.2009 10:15 Uhr
von Carola Bieniek

Eine ähnliche Erfolgsgeschichte wie bei Shiri finden wir nur wenige Meter weiter. Bei einer Familie, die Austernpilze in einer kleinen Hütte in ihrem Garten anbaut. Auch diese Familie gehört einer Gruppe an. Diese hatte vor einigen Jahren aus dem von IFAD unterstützten Programm die ersten Sporen und eine Anbauanleitung erhalten. Auch das war erst ein schwerer Beginn. Dazu muss man wissen, dass Austernpilze in der Gegend gänzlich unbekannt waren. Die Kleinbauern gingen also nicht nur die relativ hohe finanzielle Verpflichtung ein, einen luftdichten und lichtundurchlässigen Raum zu bauen, sie wussten auch nicht, ob sich wirklich Abnehmer für ihr Produkt finden würden. So waren zunächst die Hotels und Restaurants, die vor allem westliche Touristen beherbergen, die einzigen Abnehmer. Nach und nach gewöhnten sich aber auch die Einheimischen an den Pilz: sie verarbeiten ihn zu Brot, Pulver für Suppen, Marmelade und Kuchen; sie lernten, dass der Pilz ähnlich viel Eiweiß wie Fleisch besitzt und daher ein guter Ersatz ist. Und so verkauft die Gruppe der Pilzzüchter nicht nur die Pilze und daraus hergestellte Erzeugnisse, sondern auch die Sporen. Inzwischen gehören über 200 Familien der Gruppe an. Weiterlesen

Tag 2: Die Shiri-Frauengruppe im Bezirk Hai bei Moshi

08.10.2009 10:00 Uhr
von Carola Bieniek

Uns erwartet ein voller Tag. Wir machen uns deshalb früh auf den Weg in Richtung Kilimandscharo zur Stadt Moshi. Hier besuchen wir die Ergebnisse von Projekten, die IFAD, der Internationale Fonds zur Förderung von landwirtschaftlicher Entwicklung, unterstützt.

Zunächst besuchten wir Shiri, eine Gruppe von 13 Frauen, die im Jahr 2000 die Idee hatten, die Ernteüberschüsse aus ihren eigenen Gärten und von ihren kleinen Feldern zu konservieren. Und so erhielten sie nicht nur die Anleitung zum Bau von Trockenböden, sondern auch Unterstützung beim Aufbau eines Vertriebs der getrockneten Waren. Shiri verkauft ihre getrockneten Mangos, Bananen und Hibiskusblüten, Kräuter, Ingwerpulver und, und, und nicht nur lokal in Moshi selbst sondern auch an Supermärkte bis nach Daressalam. Weiterlesen

Tag 1: Ngarenaro – Eine Klinik für Schwangere und Mütter

07.10.2009 10:00 Uhr
von Carola Bieniek

Die Gesundheit von Müttern und Kindern ist noch immer hochsensibel und in Ländern wie Tansania um ein vielfaches stärker bedroht als in Deutschland. Tansania hat sich daran gemacht, dies Schritt für Schritt zu verbessern. Eine Maßnahme: die Gesundheitsversorgung von werdenden Müttern und Kindern bis zu fünf Jahren ist kostenlos. „Gesundheitsversorgung“ heißt es natürlich immer im Rahmen der lokalen Möglichkeiten. Was das bedeutet, erleben wir in der Ngarenaro-Klinik für Gesundheit von Müttern und Kindern.

In Ngarenaro umfasst die gesundheitliche Versorgung die Untersuchung der Mütter. Hierfür gibt es allerdings nicht einmal ein Ultraschallgerät, so dass Untersuchungen des kindlichen Herzschlags über ein Horchrohr erfolgen. Die Klinik bietet eine umfassende Begleitung der Schwangerschaft und der Neugeborenen. Das umfasst natürlich die eigentliche Geburt. Außerdem werden die Mütter und die Kinder mit Impfungen unter anderem gegen Hepatitis, Mumps-Masers-Röteln und Tollwut betreut. Mit HIV-Tests, mit Medikamenten für HIV-positive Mütter, um während Geburt und Stillzeit die Übertragung des Virus auf das Kind zu verhindern, wenden die Ärzte und Schwestern in Ngarenaro mit zunehmendem Erfolg ab, dass sich HIV/Aids weiter verbreitet. Auch die Säuglinge werden bei Krankheiten von Malaria über Durchfall bis hin zu Atemwegserkrankungen von Dr. Solomon Ole und seinem Team rundum versorgt. Weiterlesen

Tag 1 – Gesundheitsversorgung in Arusha

07.10.2009 9:30 Uhr
von Carola Bieniek

Arusha am Fuße des berühmten Kilimandscharo. Hier erleben wir den ersten Tag unserer Reise durch Tansania und haben uns dafür einen Blick auf die Gesundheitsversorgung im Land vorgenommen. Das Mkonoo-Gesundheitszentrum im ländlichen Umland der 600.000 Einwohner-Stadt Arusha ist unser erster Stop. Es liegt irgendwo jenseits der Müllkippe des Bezirks, in einer Gegend, in der die Kleinbauern entweder Glück haben und ihre Maisfelder bewässern können oder aber Pech haben und eine der schlimmsten Dürren seit Jahren erleben. Der Bezirk muss in der Zuweisung seiner knappen Mittel für Gesundheitsversorgung Entscheidungen treffen. Und so erhält Mkonoo gerade genügend Unterstützung, um zwei Ärzte zu beschäftigen und die einfachste Versorgung der Menschen vor Ort anzubieten. Das einzige Gerät im Labor ist ein Mikroskop, um Proben auf Malaria oder das HI-Virus zu untersuchen und ein Gerät zur Sterilisierung von medizinischem Gerät. Weiterlesen

Die tansanische Landwirtschaft

05.10.2009 19:30 Uhr
von Carola Bieniek

Die Landwirtschaft spielt eine beherrschende Rolle in der tansanischen Wirtschaft. Auf sie entfallen mehr als zwei Drittel aller Arbeitsplätze, meist im Bereich der kleinbäuerlichen Subsistenzwirtschaft bzw. in Betrieben mit geringen Überschüssen für den Verkauf. Dennoch betrug der Beitrag der Landwirtschaft am BIP im Jahr 2007 lediglich 28 %.

Der Großteil der landwirtschaftlichen Flächen in Tansania wird nicht künstlich bewässert. Entsprechend groß ist die Abhängigkeit vom Wetter. Es gibt beträchtliche nicht voll genutzte Flächen, und auf den genutzten Flächen wird vorrangig Subsistenzwirtschaft betrieben. Die Regierung räumt der Landwirtschaft in ihrem Ausgabenplan zwar Vorrang ein (Investitionen und Bewässerung), scheute aber bisher die grundlegende Reform, die erforderlich wäre, um das Wachstum in diesem Sektor zu fördern. Mit einem mittleren Wachstum von 4 % pro Jahr liegt der Landwirtschaftssektor zurück. Weiterlesen

Tansania und Bildung

05.10.2009 16:30 Uhr
von Carola Bieniek

In den zurückliegenden zehn Jahren verzeichnete Tansania im Bildungsbereich im afrikaweiten Vergleich die größten Erfolge. Zwischen 1999 und 2006 sank die Zahl der Kinder, die keine Grundschule besuchen, in Tansania von mehr als 3 Millionen auf unter 150.000. Die Einschulungsrate (der Anteil der Kinder im Grundschulalter, die eine Schule besuchen) stieg von 50 % im Jahr 1999 auf 98 % im Jahr 2006. Auch die Abschlussraten stiegen schnell. Zum Teil ist dies der verbesserten Ausbildung der Lehrer und der steigenden Verfügbarkeit von Lehr- und Lernmaterial zuzuschreiben. Mit Einführung der Pro-Kopf-Zuschüsse stiegen die um die Gehälter bereinigten Ausgaben auf Schulebene von nur 4 % des Budgets für die Grundschulbildung auf 27 % im Jahr 2004. Dies verbesserte beträchtlich die Verfügbarkeit von Lehr- und Lernmaterial in Schulen, auch wenn sich immer noch viele Schüler ein Lehrbuch teilen müssen. Weiterlesen

Wasser und sanitäre Versorgung in Tansania

04.10.2009 19:30 Uhr
von Carola Bieniek

Tansania verfügt über reichlich Wasser, auch wenn die regionale Verteilung ungleich ist. Tansania grenzt an die drei größten Seen des Kontinents und ist von vielen Flüssen durchzogen. Der Zugang zu sauberem Wasser stieg von 46 % in den 1990ern auf 62 % im Jahr 2006. Das heißt aber auch, dass noch zu viele Familien nicht über sauberes und sicheres Trinkwasser verfügen: 50 % der Land- und 25 % der Stadtbevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Wasser. Hinsichtlich der sanitären Versorgung gestaltet sich die Situation noch schlechter.

Dies hat nachteilige Auswirkungen auf viele andere soziale Sektoren: Durch Wasser übertragenen Krankheiten wie Durchfall und Cholera fordern viele Opfer. Durch fehlende Bewässerung ist die Produktivität in der Landwirtschaft niedrig. Weiterlesen

Tansania – Die Gesundheitsversorgung

04.10.2009 16:30 Uhr
von Carola Bieniek

Gesundheit und Armut sind in Tansania untrennbar miteinander verbunden. So gibt es in Tansania pro 100.000 Menschen nur zwei Ärzte (verglichen mit 370 in Deutschland). 67 % aller Tansanier haben keinen Zugang zu elementarer sanitärer Versorgung, und 45 % haben keinen Zugang zu sauberem Wasser.

HIV/Aids

In Tansania gibt es geschätzte 970.000 Aids-Waisen und geschätzte 1,4 Millionen Menschen, die mit HIV/Aids infiziert sind. Dies entspricht 6,2 % der erwachsenen Bevölkerung. Weiterlesen

Regierungsführung in Tansania

03.10.2009 19:30 Uhr
von Carola Bieniek

Hinsichtlich der Regierungsführung in Tansania gibt es seit der Liberalisierung der Politik und der Einleitung der Reformen in den Bereichen Rechts-, öffentliche und Lokalverwaltung sowie öffentliche Finanzverwaltung in der Mitte der 1990er einiges an Fortschritten zu sehen. Das World Bank Institute ermittelte in den letzten Jahren positive Entwicklungen bei den meisten Aspekten der Regierungsführung, auch wenn andere Studien wie Afrobarometer zu dem Ergebnis kommen, dass es noch große Herausforderungen zu bewältigen gibt, etwa im Bereich der Bürgerrechte. Dank der nationalen Strategie zur Korruptionsbekämpfung (NACSAP) scheint Tansania – einst eines der am stärksten von Korruption beherrschten Länder – Anschluss an das internationale Mittelfeld gefunden zu haben. Während seiner beiden Amtszeiten (1995–2005) machte Präsident Benjamin Mkapa gute Regierungsführung zum zentralen Thema seiner Präsidentschaft und rief innerhalb des breit angelegten Entwicklungsrahmenplans das National Framework for Good Governance sowie die National Strategy for Growth and Reduction of Poverty ins Leben – besser bekannt unter dem Suaheli-Begriff MKUKUTA. Zudem wurde ein geordneterer Ansatz für die makroökonomische Entwicklung und den Strukturwandel sowie eine Reihe von Reformen in die Wege geleitet. Weiterlesen

Tansanias Wirtschaft

03.10.2009 16:30 Uhr
von Carola Bieniek

In seiner wirtschaftlichen Entwicklung schnitt Tansania in den vergangenen zehn Jahren im Vergleich der afrikanischen Länder südlich der Sahara gut ab. Die Wirtschaft wuchs von 2000 bis 2008 im Schnitt jährlich um 7 %. Getragen wurde dieses Wachstum vorrangig vom Industrie- und Dienstleistungssektor. Mit einem mittleren Wachstum von „nur“ 4 % pro Jahr liegt der Landwirtschaftssektor zurück. Trotz der hohen Wachstumsraten fallen die Fortschritte bei der Reduzierung der Armut gemischt aus. Aus vorläufigen Daten der Auswertung des Haushaltsplans für 2007 geht hervor, dass die Armut seit 2000/01 nur schwach zurückging (von einem Bevölkerungsanteil von 35,6 % auf einen Anteil von 33,4 %). Geschuldet ist dies dem raschen Bevölkerungswachstum. Das lässt auf einen Anstieg der absoluten Zahl derer schließen, die in Armut leben. Wie in anderen afrikanischen Ländern wird auch die Wirtschaft in Tansania unter der weltweiten Rezession leiden – durch einen Rückgang der Auslandsinvestitionen, des Handelsvolumens sowie des Tourismus. Laut IWF drückt dies die Wachstumsrate in 2009 auf 4–5 %. Weiterlesen

Entwicklungszusammenarbeit in Tansania

02.10.2009 18:30 Uhr
von Carola Bieniek

2008 erhielt Tansania netto insgesamt $2,8 Mrd. an staatlicher Entwicklungshilfe. Zwischen 2003 und 2007 lag die ODA (Official Development Assistance) für Tansania bei circa $1,7–1,8 Mrd. Den Großteil davon bilden bilaterale Mittel, von denen $65 Mio. aus Deutschland stammen. Größter Einzelgeber war in der Regel Großbritannien, gefolgt von starker Unterstützung aus skandinavischen Ländern. Die Höhe der Gelder aus Japan und den USA schwankt projektabhängig von Jahr zu Jahr (Japan finanziert häufig Infrastrukturprojekte, was 2008 zum höchsten Wert bei den ODA-Ausgaben führte; die USA erhöhte kürzlich ihre Mittel für die Bekämpfung von HIV/Aids und die Projekte der Millennium Challenge Corporation). Mit Abstand größter multilateraler Geber ist die Weltbank. Auch aus der EU fließen neben den Mitteln aus den Mitgliedsländern noch erhebliche Summen. Weiterlesen

Erfolgsgeschichten intelligenter Hilfe aus Tansania

02.10.2009 16:30 Uhr
von Carola Bieniek

In den vergangenen 15 Jahren leitete Tansania einen Wandel in der Makroökonomie und Regierungsführung ein, der die Grundlage für ein beeindruckendes Wirtschaftswachstum bildete und dem Land zu einer stabilen Demokratie verhalf. Die Armutsrate Tansanias betrug 2007 circa 33 % und ging damit innerhalb von fünf Jahren lediglich um 2 % zurück. Dennoch bescheinigt die Weltbank dem Land, dass es Kurs auf das Erreichen des ersten Millennium-Entwicklungsziels (Halbierung der Armut bis 2015) hält. Tansania ergriff Maßnahmen zur Beseitigung der Armut und verzeichnet in einigen Bereichen auch bereits Erfolge:

  • Die Wirtschaft Tansanias wuchs von 2000 bis 2008 um durchschnittlich 7 %, auch wenn diese Entwicklung durch die weltweite Finanzkrise wahrscheinlich gebremst wird.
  • Die Wirtschaftsleistung Tansanias pro Kopf (BIP/Einwohner) verdoppelte sich in den letzten zehn Jahren.
  • Zusätzlich zu diesem Wachstum wurde die Entwicklungszusammenarbeit erhöht – von $1,7 Mrd. im Jahr 2003 auf $2,8 Mrd. im Jahr 2008. Weiterlesen

Der ONE Blog

Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.

Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.