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Zeitungsschau - 3. November 2009

03.11.2009 17:54 Uhr
von ONE Deutschland

Europäische Entwicklungspolitik

Dr. Sven Grimm, wissenschaftlicher Mitarbeiter am DIE schreibt auf Zeit Online über die Chancen der europäischen Entwicklungspolitik. Eine der besten Nachrichten sei, dass der Vertrag von Lissabon eine global nachhaltige Entwicklung und die Beseitigung der Armut als Ziele der europäischen Außenpolitik benennt. Damit wird die Entwicklungspolitik ein Teil des EU–Selbstverständnisses. Der Vertrag sagt jedoch wenig über die Gestaltung der Aufgaben und die Zusammensetzung des künftigen Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD). Die größten Konfliktlinien ziehen sich entlang der Fragen nach Legitimität und Finanzierung.

Der komplette Beitrag auf Zeit online: Dr. Sven Grimm, „Eine Chance für die europäische Entwicklungspolitik“

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Bericht vom 1. World Health Summit in Berlin: Nächstes Mal geht’s besser

20.10.2009 17:30 Uhr
von ONE Deutschland

In Berlin fand letzte Woche der erste World Health Summit statt. Veranstaltet wurde er von der Berliner Charité und anderen Mitgliedern der M8 (Medical8), einem Zusammenschluss von einflussreichen medizinischen Forschungseinrichtungen. Obwohl ein Großteil der Veranstaltung sich mit der Zukunft der Gesundheitssysteme westlicher Länder beschäftigte, gab es einige interessante Programmpunkte, die direkt mit der Gesundheitssituation in Entwicklungsländern zu tun hatten. Damit der Gesundheitsgipfel in Zukunft auch den Zusatz „Welt-“ verdient, sollten die Veranstalter die nun jährlich stattfindenden Gipfel aber stärker auf die Bedürfnisse in den Entwicklungsländern richten. Veranstaltungen wie „Raumfahrtmedizin: Ergebnisse für die Anwendung auf der Erde, Herausforderungen für Langzeitaufenthalte auf Mond und Mars“ sind zwar spannend, die Lösungen für die größten Gesundheitsherausforderungen unserer Zeit - Malaria, HIV/Aids und die Sterblichkeit von Müttern und Kindern - müssen nicht auf dem Mond gesucht werden. (more…)

Bilder der Entwicklung puzzeln. Ein Rückblick auf Tansania

17.10.2009 11:30 Uhr
von ONE Deutschland

Vor nicht einmal zwei Wochen machten wir uns auf den Weg, in Tansania Bilder der Entwicklung zu entdecken. Gemeinsam mit Minh-Khai Pan-Thi, Jana Pallaske und Rea Garvey besuchten wir Gesundheitszentren, Schulen, Unternehmen, auf Märkte und in die Heime der Menschen. Wir wollten wissen: Wie funktioniert Entwicklung? Wir trafen uns mit Aktivisten, Bauern, Lehrern, Schülern, Anti-Korruptionskämpfern, Künstlern, städtischen Angestellten, Entwicklungsexperten aus Tansania und Deutschland, Unternehmern und Angestellten, um wie in einem Puzzle die verschiedenen Bilder zu einem Ganzen zusammenzusetzen.

ONE mit Rea Garvey, Minh-Khai Phan-Thi und Jana Pallaske in Tansania (more…)

We are ONE!

10.10.2009 20:00 Uhr
von ONE Deutschland

Musiker Rea Garvey schreibt in seinem Facebook-Blog über seine Erlebnisse und Eindrücke von der Reise nach Tansania. Heute zieht er ein Resüme:

Gestern Abend trafen vier ganz unterschiedliche Personen, die alle auf ganz unterschiedliche Weise in Tansania leben. Einer war ein berühmter Musiker namens Banana, ein anderer ein Poet namens Mrisho Poto und dann war da noch eine Frau namens Margaret, die eine Bank nur für die Frauen Tansanias eröffnet hatte und Rackesh, der einst Haki Elimu gegründet hatte und nun eine Organisation leitet, die afrikanischen Regierungen auf die Finger schaut. (more…)

Ich bin doch nur ein Musiker!

09.10.2009 20:00 Uhr
von ONE Deutschland

Musiker Rea Garvey schreibt in seinem Facebook-Blog über seine Erlebnisse und Eindrücke von der Reise nach Tansania. Heute über ein Abendessen mit dem obersten Korruptionsbekämpfer der tansanischen Regierung Dr. Edward Hoseah und Betty Missokia von Haki Elimu sowie unserem Besuch beim Unternehmen Twiga Cement:

Rea Garvey mit einer Mutter und ihrem Kleinkind in einer Grundschule in Daressalam

Gestern Abend, nachdem wir verschiedenste Aspekte Tansanias gesehen hatten, trafen wir uns im Hotel mit einem Regierungsmitarbeiter und einem Mitglied einer angesehenen Lobbygruppe. Zunächst machte mir die Tatsache, dass wir Gelegenheit haben sollten, auf solch wichtige Menschen zu treffen, Angst. Erst da erkannte ich die Bedeutung, die ONE in afrikanischen Ländern hat. Ich fühlte mich wichtig und geehrt und wenig später frustriert. Der Regierungsmitarbeiter begann, das Ausmaß der Korruption in seinem Land zu erklären, die Ineffizienz der Verwendung der Gelder der internationalen Entwicklungsorganisationen hier. Ich hörte zu und wurde irgendwann der Sprecher der Gruppe (das muss bei ONE so ein irisches Ding sein). (more…)

Man kann auch gegen eine Übermacht die Schlacht gewinnen!

08.10.2009 20:00 Uhr
von ONE Deutschland

Rea Garvey stieß am dritten Tag unserer Reise zu uns. In seinem Facebook-Blog schreibt Rea über seine Erlebnisse und Eindrücke. Heute über den Besuch der Mchangani-Grundschule in Daressalam und unsere Treffen in der deutschen Botschaft:

Meine Theorie zum Thema „wenn du dran glaubst, kann es wahr werden“ hat heute mal wieder funktioniert: Die Adresse meines Hotels in Tansania ist irgendwo tief unten in meinem Koffer vergraben und ich weiß, dass die Tatsache, dass ich diesen Teil der Landekarte nicht ausgefüllt hatte, dazu führen wird, dass ich meine Unterwäsche und alles andere auf dem Boden vor der Dame vom Zoll werde ausbreiten müssen. Dankenswerterweise entscheidet sie aber, dass ich es nicht wert bin, hundert oder mehr Leute warten zu lassen, die sich offensichtlich ein wenig besser auf ihre Reise vorbereitet haben. Also ziehe ich meinen Koffer – der nun aussieht, als wäre er explodiert –zur Seite und packe wieder ein. (more…)

Tag 2: Muugano heißt „gemeinsam“

08.10.2009 10:15 Uhr
von ONE Deutschland

Eine ähnliche Erfolgsgeschichte wie bei Shiri finden wir nur wenige Meter weiter. Bei einer Familie, die Austernpilze in einer kleinen Hütte in ihrem Garten anbaut. Auch diese Familie gehört einer Gruppe an. Diese hatte vor einigen Jahren aus dem von IFAD unterstützten Programm die ersten Sporen und eine Anbauanleitung erhalten. Auch das war erst ein schwerer Beginn. Dazu muss man wissen, dass Austernpilze in der Gegend gänzlich unbekannt waren. Die Kleinbauern gingen also nicht nur die relativ hohe finanzielle Verpflichtung ein, einen luftdichten und lichtundurchlässigen Raum zu bauen, sie wussten auch nicht, ob sich wirklich Abnehmer für ihr Produkt finden würden. So waren zunächst die Hotels und Restaurants, die vor allem westliche Touristen beherbergen, die einzigen Abnehmer. Nach und nach gewöhnten sich aber auch die Einheimischen an den Pilz: sie verarbeiten ihn zu Brot, Pulver für Suppen, Marmelade und Kuchen; sie lernten, dass der Pilz ähnlich viel Eiweiß wie Fleisch besitzt und daher ein guter Ersatz ist. Und so verkauft die Gruppe der Pilzzüchter nicht nur die Pilze und daraus hergestellte Erzeugnisse, sondern auch die Sporen. Inzwischen gehören über 200 Familien der Gruppe an. (more…)

Tag 2: Die Shiri-Frauengruppe im Bezirk Hai bei Moshi

08.10.2009 10:00 Uhr
von ONE Deutschland

Uns erwartet ein voller Tag. Wir machen uns deshalb früh auf den Weg in Richtung Kilimandscharo zur Stadt Moshi. Hier besuchen wir die Ergebnisse von Projekten, die IFAD, der Internationale Fonds zur Förderung von landwirtschaftlicher Entwicklung, unterstützt.

Zunächst besuchten wir Shiri, eine Gruppe von 13 Frauen, die im Jahr 2000 die Idee hatten, die Ernteüberschüsse aus ihren eigenen Gärten und von ihren kleinen Feldern zu konservieren. Und so erhielten sie nicht nur die Anleitung zum Bau von Trockenböden, sondern auch Unterstützung beim Aufbau eines Vertriebs der getrockneten Waren. Shiri verkauft ihre getrockneten Mangos, Bananen und Hibiskusblüten, Kräuter, Ingwerpulver und, und, und nicht nur lokal in Moshi selbst sondern auch an Supermärkte bis nach Daressalam. (more…)

Tag 1: Ngarenaro – Eine Klinik für Schwangere und Mütter

07.10.2009 10:00 Uhr
von ONE Deutschland

Die Gesundheit von Müttern und Kindern ist noch immer hochsensibel und in Ländern wie Tansania um ein vielfaches stärker bedroht als in Deutschland. Tansania hat sich daran gemacht, dies Schritt für Schritt zu verbessern. Eine Maßnahme: die Gesundheitsversorgung von werdenden Müttern und Kindern bis zu fünf Jahren ist kostenlos. „Gesundheitsversorgung“ heißt es natürlich immer im Rahmen der lokalen Möglichkeiten. Was das bedeutet, erleben wir in der Ngarenaro-Klinik für Gesundheit von Müttern und Kindern.

In Ngarenaro umfasst die gesundheitliche Versorgung die Untersuchung der Mütter. Hierfür gibt es allerdings nicht einmal ein Ultraschallgerät, so dass Untersuchungen des kindlichen Herzschlags über ein Horchrohr erfolgen. Die Klinik bietet eine umfassende Begleitung der Schwangerschaft und der Neugeborenen. Das umfasst natürlich die eigentliche Geburt. Außerdem werden die Mütter und die Kinder mit Impfungen unter anderem gegen Hepatitis, Mumps-Masers-Röteln und Tollwut betreut. Mit HIV-Tests, mit Medikamenten für HIV-positive Mütter, um während Geburt und Stillzeit die Übertragung des Virus auf das Kind zu verhindern, wenden die Ärzte und Schwestern in Ngarenaro mit zunehmendem Erfolg ab, dass sich HIV/Aids weiter verbreitet. Auch die Säuglinge werden bei Krankheiten von Malaria über Durchfall bis hin zu Atemwegserkrankungen von Dr. Solomon Ole und seinem Team rundum versorgt. (more…)

Tag 1 – Gesundheitsversorgung in Arusha

07.10.2009 9:30 Uhr
von ONE Deutschland

Arusha am Fuße des berühmten Kilimandscharo. Hier erleben wir den ersten Tag unserer Reise durch Tansania und haben uns dafür einen Blick auf die Gesundheitsversorgung im Land vorgenommen. Das Mkonoo-Gesundheitszentrum im ländlichen Umland der 600.000 Einwohner-Stadt Arusha ist unser erster Stop. Es liegt irgendwo jenseits der Müllkippe des Bezirks, in einer Gegend, in der die Kleinbauern entweder Glück haben und ihre Maisfelder bewässern können oder aber Pech haben und eine der schlimmsten Dürren seit Jahren erleben. Der Bezirk muss in der Zuweisung seiner knappen Mittel für Gesundheitsversorgung Entscheidungen treffen. Und so erhält Mkonoo gerade genügend Unterstützung, um zwei Ärzte zu beschäftigen und die einfachste Versorgung der Menschen vor Ort anzubieten. Das einzige Gerät im Labor ist ein Mikroskop, um Proben auf Malaria oder das HI-Virus zu untersuchen und ein Gerät zur Sterilisierung von medizinischem Gerät. (more…)

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