Die Themen des Tages:
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Seit nunmehr 20 Jahren veröffentlicht das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) alljährlich seinen Bericht über die menschliche Entwicklung, den Human Development Report. In der letzten Woche wurde unter der Überschrift „Der wahre Wohlstand der Nationen: Wege zur menschlichen Entwicklung“ der 2010er Bericht in London vorgestellt. Neben dem thematischen Fokus enthalten die Berichte auch immer den Human Development Index (HDI), in welchem die Entwicklung der Staaten der Welt bewertet wird. Zu den Wertungsfaktoren zählen neben vielen anderen Wohlstand, Redefreiheit, Gesundheit und Zugang zu Stromversorgung. Auch wenn man den HDI dafür kritisieren kann, dass er versucht, die diversen Entwicklungsthemen in einen Indikator zusammenzupressen, sind die Daten des HDI im Zeitverlauf dennoch nützlich, da man so feststellen kann, ob sich die Bedingungen in einem Land verbessert haben.
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Die Themen heute:
Zum Wochenende haben wir heute einen etwas längeren Beitrag für euch: Im letzten Teil unserer losen Reihe über die Zentralafrikanische Republik schreiben Les Roberts, Alina Potts und Kathleen Myer über die Hindernisse für ein besseres und längeres Leben in den ärmsten Ländern.
Für die Menschheit insgesamt hat sich seit 1960 die Gesundheit so sehr verbessert wie nie zuvor. In den letzten 50 Jahren ist die Sterblichkeitsrate bei Kindern unter fünf Jahren um zwei Drittel gefallen – ein Rückgang in dem Ausmaß hätte vor 1960 wahrscheinlich 500 Jahre gebraucht. Im Kern sind die Millenniumziele ein Versuch, den Ländern die Möglichkeit zu geben aufzuholen, in denen in den letzten 50 Jahren derartige Verbesserungen noch nicht stattgefunden haben. Die Zentralafrikanische Republik ist ein Paradebeispiel für ein Land, das viel nachzuholen hat.
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Im Mai waren Bono und Bob Geldof einen Tag lang Chefredakteure der renommierten kanadischen Zeitung Globe and Mail. Darin erschien auch ein Interview mit Dr. Mo Ibrahim, dem Gründer der Mo Ibrahim-Stiftung, aus dem wir euch heute noch einmal ein paar Ausschnitte präsentieren wollen. Im Interview geht es vor allem um Entwicklungszusammenarbeit, Wirtschaft und gute Regierungsführung in Afrika.
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Dr. Fred Sai, früherer Berater der ghanaischen Regierung und Mit-Veranstalter der Women Deliver-Konferenz, die im Juni in Washington, D.C. stattfand, schreibt heute über die Rolle Afrikas bei der Verbesserung der Gesundheit von Müttern und Kindern.
Im März veröffentlichte das Magazin The Lancet neue Statistiken, die zeigen, dass die Zahl der Frauen, die jährlich während der Schwangerschaft und bei der Entbindung sterben, drastisch abgenommen hat. Laut der Studie ging die Müttersterblichkeit zwischen 1980 und 2008 weltweit von 500.000 auf 340.000 tote Frauen pro Jahr zurück.
Ich, der ich seit 40 Jahren in Ghana und weiten Teilen Afrikas im Bereich der Mütter- und Kindgesundheit tätig bin, habe mich über diese Fortschritte natürlich sehr gefreut. Allerdings, inmitten der weltweiten Freude, habe ich mich doch gefragt: Wie steht Afrika da?
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In der aktuellen Le Monde diplomatique berichten Wibke Hansen und Volker Perthes von dem Phänomen zerfallender Staaten.
Der jährliche Failed States Index der Zeitschrift Foreign Policy zählt für das Jahr 2009 14 Länder zur Kategorie „höchste Alarmstufe“. Während komplett zerfallene Staaten eher die Ausnahme bilden (wie Somalia), gibt es zahlreiche Staaten, die auf einem internationalen Level leidlich gut funktionieren, wo aber die staatliche Kontrolle über einzelnen Regionen gänzlich fehlt (wie Sudan). Ähnliche Probleme gibt es in Ländern wie dem Tschad oder der DR Kongo, wo die Staatlichkeit im Prinzip auf die Hauptstadt beschränkt ist. Dann gibt es noch Länder, die nach außen Stärke demonstrieren, deren Regierungsführung im Innern aber so defizitär ist, dass man kaum von Stabilität sprechen kann (wie Simbabwe). Gründe für Staatszerfall sind vielfältig: Krieg oder Bürgerkrieg (Somalia), Korruption und Misswirtschaft (Simbabwe), die Marginalisierung einzelner Landesteile (Sudan) oder die Instabilität in Post-Konfliktgesellschaften (Liberia, Guinea).
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Schlagworte: Bündnis 90 / Die Grünen, China, Entwicklungszusammenarbeit, EU, Gabun, Guinea, Kenia, ONE, Politik Aktuell, Regierungsführung, Rohstoffe, Simbabwe, Sudan, Togo, Tschad, Was wir lesen