Die Themen des Tages:
In der letzten Woche hatten wir in der Zeitungsschau von einem neuen Bericht von UNAIDS, WHO und Unicef berichtet, nach dem jetzt mehr als 5,25 Millionen Menschen in Ländern mit mittlerem und geringem Einkommen eine antiretrovirale Behandlung (ARVs) gegen den Ausbruch von Aids erhalten. Heute wirft unsere Kollegin Brooke Riley noch einmal einen genaueren Blick auf die Zahlen:
Die Themen heute:
Ende August wurde in Ostafrika ein Fälscherring aufgedeckt und mehr als 10t gefälschter Medikamente wurden an über 300 Orten in Uganda, Burundi, Kenia, Ruanda, Tanzania und auf Sansibar sichergestellt. Laut Interpol waren darunter Medikamente gegen Malaria, Impfampullen und Antibiotika.
Medikamentenfälschung, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO als „beabsichtigte und betrügerische Falschauszeichnung in Bezug auf Identität und/oder Quelle“ jedweder Generika oder Markennamen definiert wird, ist in den Entwicklungsländern ein wachsendes Problem.
Die Themen heute:
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Dr. Fred Sai, früherer Berater der ghanaischen Regierung und Mit-Veranstalter der Women Deliver-Konferenz, die im Juni in Washington, D.C. stattfand, schreibt heute über die Rolle Afrikas bei der Verbesserung der Gesundheit von Müttern und Kindern.
Im März veröffentlichte das Magazin The Lancet neue Statistiken, die zeigen, dass die Zahl der Frauen, die jährlich während der Schwangerschaft und bei der Entbindung sterben, drastisch abgenommen hat. Laut der Studie ging die Müttersterblichkeit zwischen 1980 und 2008 weltweit von 500.000 auf 340.000 tote Frauen pro Jahr zurück.
Ich, der ich seit 40 Jahren in Ghana und weiten Teilen Afrikas im Bereich der Mütter- und Kindgesundheit tätig bin, habe mich über diese Fortschritte natürlich sehr gefreut. Allerdings, inmitten der weltweiten Freude, habe ich mich doch gefragt: Wie steht Afrika da?
Die Themen heute:
In diesem Jahr haben wir bei ONE – mehr noch als in anderen Jahren – ein besonderes Augenmerk auf die globale Gesundheit. Deshalb haben wir Experten bei Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen um ihre Sicht darauf, wo Schwerpunkte der weltweiten Anstrengungen im Gesundheitssektor liegen sollten, gebeten. Heute: John Wecker, Leiter des globalen Programmes für den Zugang zu und die Verteilung von Impfstoffen bei PATH:
Die Themen heute:
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Die Themen heute:

Dies ist ein Gästebeitrag Sarah Dunigan, Freiwillige bei Indego Africa. Für mehr Geschichten von Indego Africa könnt ihr auch ihren englischsprachigen Blog Social Enterprising besuchen:
Ich werde oft gefragt, was mich dazu bewegt als Freiwillige in Afrika zu arbeiten. Ich finde es nicht leicht, das in Worte zu fassen. Aber eine Geschichte zu erzählen hilft oft.
Während der letzten zwei Monate war es mir vergönnt, für Indego Africa zu arbeiten, ein nicht-gewinnorientiertes Unternehmen, das hunderte von Frauen in Ruanda befähigt, sich selbst aus der Armut zu helfen, indem sie ihre Handarbeiten verkaufen. 100 % der Profite werden in die Finanzierung von Trainingsmaßnahmen für Betriebsmanagement, Geschäftsführung und Mikrofinanzierung sowie Computerkurse und Alphabetisierung investiert. Weiterlesen
Warum scheitert Entwicklungshilfe?
In einem Artikel in Neues Deutschland betrachtet Gerhard Grote die Diskussion um die Wirksamkeit von Entwicklungszusammenarbeit. Mangelnde Finanzierung, Bürgerkriege und Korruption sowie ein ungerechtes Handelssystem haben in der Vergangenheit zum Scheitern von Entwicklungshilfe geführt. Die Konsequenz dürfe aber nicht sein, ein völlige Streichung zu fordern, im Gegenteil: man müsse aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und sich für Entwicklungszusammenarbeit in größerem Umfang und mit höherer Wirksamkeit einsetzen, schlussfolgert Grote.
„Staatliche Hetze” gegen Homosexuelle in Uganda
In einem Artikel in der Financial Times Deutschland mit dem Titel „Staatliche Hetze gegen Schwule“ betrachtet Johannes Dieterich die Lage der Rechte von Homosexuellen in Afrika. Er konzentriert sich dabei auf den ugandischen Gesetzesentwurf gegen Homosexualität. Der ugandische Minister für Ethik und Integrität verteidigte das Gesetz und erklärte, die Menschenrechte hätten ihre Grenzen und etliche Parlamentarier argumentierten, Homosexualität in Afrika sei das Resultat ausländischen Einflusses. Der Sprecher der „Anti-Gay-Taskforce“ Stephen Langa wird mit den Worten zitiert: „Wir leben lieber in Grashütten mit unserer Moral, als in Wolkenkratzern mit Homosexuellen”. Ein internationaler Aufschrei und Kritik, sogar von US-Evangelikalen, die beschuldigt worden waren, das Gesetz überhaupt erst auf den Weg gebracht zu haben, haben dazu geführt, dass der Präsident ein wenig zurückruderte. Doch selbst wenn die Todesstrafe aus dem Gesetzesentwurf entfernt wird, so wie es einige Beobachter vermuten, bedeutet die Gesetzesverschärfung immer noch einen massiven Einschnitt in die Menschenrechte. Angeblich planen Ruanda und Nigeria ähnliche Gesetzesentwürfe.
Sowohl Außenminister Guido Westerwelle (FDP) als auch Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) haben verkündet, dass ein Inkrafttreten des Gesetzes eine Kürzung bzw. Streichung der Entwicklungshilfe zur Folge haben könnte.
Dieser Tage ist Berlin im Filmfieber: die 60. Berlinale hat Berliner und Besucher gleichermaßen in ihrem Bann. Seit 2002 widmet sich Cinema for Peace in den Berlinale-Wochen dem politischen Film. Am Montag findet wieder die große Gala statt, auf der Filmemacher geehrt werden, deren Arbeiten Frieden und Völkerverständigung fördern.
Vorher jedoch haben interessierte Kinogänger die Möglichkeit, die Preisträgerfilme zu sehen. Einer der Filme ist „As We Forgive“. Regisseurin Laura Waters Hinson illustriert darin sehr eindrucksvoll den oft schmerzhaften Versöhnungsprozess in Ruanda nach dem Genozid im Jahr 1994 und porträtiert zwei ruandische Frauen, Rosaria und Chantal, und deren Begegnung mit den Mördern ihrer Familien.
In dieser Woche trafen sich die Staats-und Regierungschefs der Afrikanischen Union (AU) zu ihrem 14. ordentlichen Treffen. Am Ende standen ein paar interessante Ergebnisse und eine Menge Stoff zum Nachdenken: Die WM im Juni und das Treffen der Vereinten Nationen im September zum Stand der Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele sind zwei wichtige Momente für die Begegnung Afrikas mit der internationalen Gemeinschaft. Dort können Grundsteine für den zukünftigen Entwicklungsfortschritt des Kontinents gelegt werden.

Internationale Hilfe für Haiti von teilweise unerwarteter Seite
Der Nachrichtenagentur epd zufolge forderte Ban Ki Moon 3.500 zusätzliche UN-Soldaten für Haiti, um die bereits stationierten 9.000 Soldaten und Polizisten zu unterstützen. Der haitianische Premierminister Jean Max Bellerive sagte, 72.000 Menschen seien bereits beerdigt worden und er erwarte etwa 150.000 bis 200.000 Todesopfer. Der Präsident der Dominikanischen Republik, Leonel Fernández, rief zur Schaffung eines Entwicklungsfonds über $10 Mrd. über die nächsten fünf Jahre und zum Erlassen aller haitianischen Schulden auf. Die Interamerikanische Entwicklungsbank hat angekündigt, die ausstehenden Schulden Haitis zu erlassen – gegenwärtig sind das $480 Mio. Weiterlesen
Positives Fazit zu Niebels Afrika-Reise?
Ruppert Mayr berichtet für die Nachrichtenagentur dpa, dass Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) nach seiner Afrika-Reise „nachdenklicher“ wirke als zuvor. Auf dem Weg nach Afrika hatte er noch einmal wiederholt, dass sich Entwicklungshilfe im besten Fall selbst unnötig mache und dass er sich stärker auf die Wirtschaft als auf Sozialtransfers konzentrieren möchte. Doch laut Mayr war dies nicht ganz einfach. Alle drei Staaten, die Niebel besuchte, haben unterschiedlich stark mit Problemen in der Regierungsführung und Korruption zu kämpfen. In Ruanda hat Niebel dann auch, laut Frankfurter Allgemeine, seine strikte Opposition zur Budgethilfe teilweise aufgegeben und in der DR Kongo musste er sehen, dass humanitäre Hilfe dringend nötig ist und wirtschaftliche Investitionen kaum möglich, so dpa. Niebel kritisierte die Situation von Menschenrechten und Bildung im Kongo, aber lobte die Erfolge im Umweltschutz. Er versicherte laut dpa weiterhin, dass er an dem Verhältnis 2:1 von bilateraler zu multilateraler Hilfe festhalten werde, jedoch einen größeren Einfluss Deutschlands bei der Vergabe multilateraler Mittel anstrebe. Dieter Ernst vom Bund der Deutschen Industrie (BDI) sagte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, dass die beste Unterstützung für Entwicklungsländer die Schaffung von Arbeitsplätzen sei. Weiterlesen
Dirk Niebel in der Demokratischen Republik Kongo
Die Nachrichtenagentur dpa und mehrere nationale Zeitungen berichten über die Reise von Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) nach Ruanda und DR Kongo. In Ruanda bemerkte Niebel, so die Süddeutsche Zeitung, trotz allgemeiner Erfolge, ein „ungleiches Tempo in der wirtschaftlichen und in der demokratischen Entwicklung“. Menschenrechtsorganisationen hatten im Vorfeld der Wahlen die Unterdrückung von Oppositionellen und Journalisten kritisiert. In der Bedeutung der Privatwirtschaft für Entwicklung sei sich Niebel jedoch mit Präsident Kagame einig. Laut dem Tagesspiegel besuchte Niebel in der DR Kongo zunächst ein vom UNHCR geleitetes Flüchtlingslager und danach ein Hilfsproject für Vergewaltigungsopfer, das von Deutschland unterstützt wird. Nach dem Besuch versprach Niebel zusätzliche €850.000. Der Nachrichtenagentur epd zufolge sagte Niebel einem kongolesischen Fernsehsender, dass Präsident Joseph Kabila in der Pflicht sei, das Land zu befrieden, damit die Flüchtlinge zurück nach Hause kehren könnten. Er rief den Präsidenten weiterhin dazu auf, deutsche Hilfsgelder effizient und zielgerichtet zu verwenden und kritisierte die weit verbreitete Korruption. Weiterlesen
Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
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Schlagworte: Angola, Deutschland, Dirk Niebel, Entwicklungszusammenarbeit, EU, G20, Gesundheit, Globaler Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM), HIV/Aids, Klimawandel, Landwirtschaft, Niger, Politik Aktuell, Ruanda, Sierra Leone, UNO, Was wir lesen