Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Die Themen des Tages:
Anlässlich der Vorstellung des Weltbevölkerungsberichts 2010 bringen wir euch heute Hintergrundinformationen zum Thema von der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung:
In bewaffneten Konflikten wird geschlechtsspezifische Gewalt einschließlich Vergewaltigung immer häufiger als Instrument der Kriegsführung eingesetzt. Diese Form der Gewalt steht im Mittelpunkt des diesjährigen UNFPA-Weltbevölkerungsberichts „Krise, Frieden, Wiederaufbau: Gesellschaften im Wandel“. Anlass für den Themenschwerpunkt ist der zehnte Jahrestag der UN-Resolution 1325. Mit der Resolution hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen im Jahr 2000 erstmals alle Parteien bewaffneter Konflikte aufgefordert, Frauen und Mädchen vor sexueller Gewalt besser zu schützen und sie stärker bei Friedensvereinbarungen mit einzubeziehen. Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) stellte den Bericht heute gemeinsam mit UNFPA, dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen, und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Berlin vor.
Die Themen heute:
Die Themen heute:
Vor einigen Wochen gab es großartige Neuigkeiten: Liberia hat die Initiative zu Gunsten hoch verschuldeter armer Länder (HIPC) erfolgreich durchlaufen. Dieses Instrument ermöglicht Entschuldungen armer Länder durch tiefgreifende und oftmals mühsame Finanz- und Wirtschaftsreformen um sie zumindest von einem Teil ihrer Verschuldung – insbesondere der bei multilateralen Organisationen – zu befreien.
Die Themen heute:
Wie versprochen bringen wir euch einen weiteren Beitrag aus der von Bono und Bob Geldof herausgegebenen Ausgabe der kanadische Globe and Mail vom letzten Montag. Nachdem ihr Land am Freitag erst den Tag der Einheit gefeiert hat, wollen wir heute die liberianische Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf zu Wort kommen lassen. In ihrem Beitrag über gute Regierungsführung und wirksame Entwicklungszusammenarbeit in Afrika betont sie, dass „afrikanische Regierungen sowie – und das ist ganz entscheidend – auch ihre Entwicklungspartner, weiterhin ihre Verpflichtung gegenüber der Art von Führung und Verantwortungsübernahme demonstrieren sollten, die Veränderungen bewirken“.
In der aktuellen Le Monde diplomatique berichten Wibke Hansen und Volker Perthes von dem Phänomen zerfallender Staaten.
Der jährliche Failed States Index der Zeitschrift Foreign Policy zählt für das Jahr 2009 14 Länder zur Kategorie „höchste Alarmstufe“. Während komplett zerfallene Staaten eher die Ausnahme bilden (wie Somalia), gibt es zahlreiche Staaten, die auf einem internationalen Level leidlich gut funktionieren, wo aber die staatliche Kontrolle über einzelnen Regionen gänzlich fehlt (wie Sudan). Ähnliche Probleme gibt es in Ländern wie dem Tschad oder der DR Kongo, wo die Staatlichkeit im Prinzip auf die Hauptstadt beschränkt ist. Dann gibt es noch Länder, die nach außen Stärke demonstrieren, deren Regierungsführung im Innern aber so defizitär ist, dass man kaum von Stabilität sprechen kann (wie Simbabwe). Gründe für Staatszerfall sind vielfältig: Krieg oder Bürgerkrieg (Somalia), Korruption und Misswirtschaft (Simbabwe), die Marginalisierung einzelner Landesteile (Sudan) oder die Instabilität in Post-Konfliktgesellschaften (Liberia, Guinea).
Internationale Hilfe für Haiti von teilweise unerwarteter Seite
Der Nachrichtenagentur epd zufolge forderte Ban Ki Moon 3.500 zusätzliche UN-Soldaten für Haiti, um die bereits stationierten 9.000 Soldaten und Polizisten zu unterstützen. Der haitianische Premierminister Jean Max Bellerive sagte, 72.000 Menschen seien bereits beerdigt worden und er erwarte etwa 150.000 bis 200.000 Todesopfer. Der Präsident der Dominikanischen Republik, Leonel Fernández, rief zur Schaffung eines Entwicklungsfonds über $10 Mrd. über die nächsten fünf Jahre und zum Erlassen aller haitianischen Schulden auf. Die Interamerikanische Entwicklungsbank hat angekündigt, die ausstehenden Schulden Haitis zu erlassen – gegenwärtig sind das $480 Mio. Weiterlesen
Zukünftige Ausrichtung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
Die Entscheidung der Koalitionspartner Dirk Niebel als nächsten Entwicklungsminister zu benennen, hat ein großes Medienecho hervorgerufen. Diese Entscheidung kam überraschend, da die FDP sich im Wahlkampf für die Integration des BMZ in das AA starkgemacht hatte, schreibt Der Tagesspiegel. Der Tagesspiegel schreibt weiter, dass Niebel noch im vergangenen Januar gesagt haben soll, €100 Mio. wären besser investiert, wenn man damit 2.000 Grundschullehrer in Deutschland finanziere, als wenn man dieses Geld Entwicklungsländern gäbe. Dennoch zeigt die Autorin Dagmar Dehmer auch auf, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass Niebel nun sei eigenes Ministerium schließen wird oder es wagen wird, offen mit internationalen Vereinbarungen zu brechen. Die Frankfurter Rundschau schreibt, dass Sascha Raabe und Thilo Hoppe, die Entwicklungsexperten von SPD und Grünen befürchten, dass die Entwicklungszusammenarbeit in Zukunft außenwirtschaftlichen Interessen untergeordnet wird.
Der Kommentar aus dem Tagesspiegel auf Zeit online: Dagmar Dehmer, „Minister für Abwicklung“
Europäische Entwicklungszusammenarbeit
Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.
Schlagworte: Äthiopien, Benin, Dirk Niebel, Entwicklungszusammenarbeit, Ernährung, Gambia, Landwirtschaft, Liberia, Malawi, Politik Aktuell, Regierungsführung, Rohstoffe, Ruanda, Sudan, Was wir lesen