Apr 3rd, 2013 1:34 PM UTC
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Feb 5th, 2013 8:26 PM UTC
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Vergangene Woche trafen sich 26 Delegierte aus der ganzen Welt in Liberia, um darüber zu beraten, wie die globalen Herausforderungen der Entwicklungszusammenarbeit der nächsten ein oder zwei Jahrzehnte in Angriff genommen werden können. Ben Leo, Global Policy Director bei ONE, erklärt seinen Standpunkt zum Thema Korruption: Die Welt muss besser nachverfolgen, wo was investiert wird und welchen Erfolg die Investitionen haben. Das gilt hier und jetzt, aber auch für die nächsten globalen Entwicklungsziele.
Bei der Diskussion über die nächsten globalen Entwicklungsziele ist es essenziell, dass Transparenz, Verantwortlichkeit und besserer Zugang zu Offenen Daten im Zentrum der Debatte stehen und hier aktiv etwas geschieht. Das so genannte High-Level Panel of Eminent Persons (HLP) hat einerseits die Riesenchance, den Kampf gegen Armut und vermeidbare Krankheiten zu gestalten; es hat gleichzeitig aber auch eine große Verantwortung, die Wünsche und Sorgen von Millionen Menschen weltweit sorgfältig zu Bündeln. Im Mai wird diese Gruppe bestehend aus amtierenden und ehemaligen Politikern, Entwicklungsexperten sowie Unternehmern ihre Empfehlungen dazu abliefern, wie der gemeinsame Kampf in Zukunft geführt gebracht werden soll. Die Ergebnisse dieses Prozesses werden gemeinsam mit den Überlegungen der formellen UN-Generalsversammlung im September das Feld der Entwicklungspolitik mindestens bis zum Jahr 2030 abstecken. Auf den Punkt gebracht bedeutet dies: Es steht viel auf dem Spiel. Wissenschaft, Politik und Pragmatismus müssen hier aufeinander abgestimmt zusammenwirken.
Wir müssen nicht bei Null anfangen
Auch wenn die Aufgabe entmutigend wirken mag, wir müssen nicht bei Null anfangen. Die derzeitigen Millennium Entwicklungsziele (MDGs), die im Jahr 2000 von 189 UNO Mitgliedsstaaten einstimmig angenommen wurden, bieten einige hilfreiche Hinweise zur Orientierung. Die größte Stärke der MDGs liegt wohl in ihrer Aussagestärke, Messbarkeit und Kommunizierbarkeit. Indem sie die Welt dazu gebracht haben, bestimmte festgelegte Ziele zu verfolgen, haben die MDGs geholfen, einen beeindruckenden Fortschritt der Menschheitsgeschichte zu befördern. Seit ihrer Verabschiedung konnten 600 Millionen Menschen von extremer Armut befreit werden, über 6 Millionen Afrikaner erhalten seither lebensrettende AIDS Medikamente, über 5 Millionen Leben konnten dank Impfstoffen gerettet werden und fast 51 Millionen mehr Kinder erhalten seither Zugang zu Schulbildung.
Credits: Trust Law
Die MDGs haben Stärken, aber auch einige Schwächen
Doch neben diesen vielen Stärken, haben die MDGs auch einige Schwächen, die im neuen Rahmenwerk nach 2015 angegangen werden müssen. Erstens wurden die Ziele von Experten in den Geberländern, der OECD und der UNO entwickelt. Die Bevölkerung der Entwicklungsländer hatte dabei nur geringen Einfluss. Durch diesen „Top-Down“-Prozess lässt sich nur schwer sicherstellen, dass die globalen Ziele auf die dringlichsten Bedürfnisse der Menschen abgestimmt sind. Es gibt jedoch erste Anzeichen dafür, dass die UNO aus ihren bisherigen Fehlern gelernt hat, denn Sie unternimmt große Anstrengungen um sowohl von den armen, marginalisierten und verwundbaren Bevölkerungsgruppen, als auch von Politkern, Entwicklungsexperten und NGOs ein Input zu bekommen. Dies ist ein ausgezeichneter erster Schritt (ließ dazu den Report von ONE, der letzten Herbst bereits dazu aufrief). Jetzt liegt es am HLP und den Mächtigen der Vereinten Nationen, die verschiedenen Informationen der unzähligen „Stakeholder“ zu verdauen und als Ausgangspunkt für ein neues Bündel von Zielen zu verwenden.
Zweitens war der Mangel an verlässlichen, aktuellen und verfügbaren Daten zu Investitionen und Ergebnissen zu den MDGs eine große Herausforderung. Zum einen, was die Überprüfung der Fortschritte anging, zum anderen hinsichtlich der Sicherstellung der Effizienz von Investitionen. Nach Jahrzehnten der Anstrengungen wissen wir noch immer nicht genug darüber, wie viel Geld zur Verfügung steht, wohin es fließt und welche Ergebnisse damit erzielt werden. Dies ist einer der größten Skandale im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Beispielsweise haben über 40 Entwicklungsländer nicht genügend Daten, um die Fortschritte bei der Überwindung von extremer Armut – dem wahrscheinlich wichtigsten MDG – in ihrem Land zu messen. In anderen Worten bedeutet das: Unzureichendes Datenmaterial macht es uns unmöglich festzustellen, ob Staaten ihr MDG Ziel zur Armutsvermeidung erreicht haben. Dis gilt für fast ein Drittel aller Entwicklungsländer.
Darüber hinaus gibt es immer noch unakzeptable Zeitverzögerungen für Daten zur Erreichung der MDGs (sofern diese überhaupt verfügbar sind). Im Durchschnitt sind die Daten zur extremen Armut bereits fünf Jahre alt. Zahlen über Hunger und Mangelernährung sind vier Jahre alt, gefolgt von den Zahlen zu Gendergerechtigkeit, Bildung und HIV/AIDS, die zumindest 3 Jahre im Rückstand sind. Das muss sich ändern. Nur mit aktuellem und verfügbarem Datenmaterial zu den Investitionen und Ergebnissen können wir sicherstellen, dass eine Rechenschaftspflicht für die Billionen ausgegebener Naira, Pfund, Pesos, Euros, Rupien und Dollar besteht und wir unsere Arbeit fortlaufend verbessern und anpassen können.
ONE fordert mehr Offenheit und Transparenz
Gemeinsam mit 13 Organisationen aus Afrika, Asien, Lateinamerika, Europa und den Vereinigten Staaten hat ONE vergangen Woche einen Bericht veröffentlicht, der eine Reihe von Empfehlungen dazu enthält. Erstens fordern wir einen transparenten und offenen Verhandlungsprozess um sicherzustellen, dass die Anliegen der Bürger aus den Entwicklungsländern im Zentrum der neuen Entwicklungsziele stehen. Zweitens fordern wir alle Entwicklungsländer und Industriestaaten dazu auf, einheitliche und aktuelle Daten über die Investitionen zur Erreichung der neuen Ziele sowie über ihre Ergebnisse bereit zu stellen. Drittens fordern wir Investitionen, um das Statistische Fassungsvermögen sowie die Open Data Systeme zu erweitern, damit Bürgern und Entscheidungsträgern die relevanten Daten zur Verfügung stehen, um ihre Regierungen und andere Stakeholder zur Verantwortung mahnen zu können.
Die aktuellen MDGs haben gezeigt, welche Kräfte freigesetzt werden können, wenn konkrete Ziele gesteckt werden. Die MDGs konnten die Weltöffentlichkeit auf sich ziehen, ihre Strahlkraft kanalisieren und so einige der bedeutendsten Fortschritte in der Entwicklungszusammenarbeit erzielen. Nichtsdestotrotz haben wir erst die Hälfte des Weges hinter uns, und in den nächsten drei Jahren muss noch viel, viel mehr getan werden. Während wir auf die Zielgerade zu laufen und uns schon Gedanken über das nächste Rennen machen, dürfen wir die Gelegenheit nicht verpassen, aus unseren gegenwärtigen Fehlern zu lernen. Durch die Umsetzung der hier vorgeschlagenen Verbesserungen können wir das erreichen. Die Ergebnisse der sehr knappen Ressourcen für Entwicklungspolitik könnten maximiert und der Fortschritt im Kampf gegen extreme Armut in der Zukunft beschleunigt werden.
Dieser Blogbeitrag erschien ursprünglich bei Trust Law
Jun 11th, 2012 2:34 PM UTC
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Feb 2nd, 2012 5:25 PM UTC
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Jan 25th, 2012 3:47 PM UTC
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Gestern stellte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Berlin sein Strategiepapier zum Thema „Investitionen in Land und das Phänomen des ‚Land Grabbing‘“ und die damit verbundenen Herausforderungen für die Entwicklungspolitik vor. Nach jahrelanger Vernachlässigung bekommen ländliche Entwicklung und Landwirtschaftsförderung langsam wieder mehr Aufmerksamkeit durch die Entwicklungspolitik. Sie sind sogar „der Schlüssel im Kampf gegen Armut und Hunger und der Weg aus der Unterentwicklung“, so Stefan Schmitz, BMZ-Referatsleiter für Ländliche Entwicklung und Welternährung. (more…)
Jan 17th, 2012 6:34 PM UTC
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Dec 21st, 2011 5:25 PM UTC
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Nun, da die Feiertage bereits in vollem Gange sind, dachten wir, schauen wir uns mal an, wie verschiedene Länder in Afrika Weihnachten feiern. Das Christentum ist seit der Mitte des 1. Jahrhunderts auf dem Kontinent verbreitet, weshalb rund 350 Millionen Afrikaner Christen sind. Sie haben also eine Menge Zeit gehabt, um Traditionen zu entwickeln, wie sie die Feiertage verbringen, beispielsweise mit Maskeraden und Essen im Freien. Hier ist eine Zusammenfassung der interessantesten Länder, die wir gefunden haben:

Äthiopien: Wenn Du Weihnachten in diesem Jahr in Äthiopien verbringen willst, musst du dich ein bisschen länger gedulden, da man die Weihnachtszeit bzw. die Feiertage nicht wie bei uns am 24./25. Dezember, sondern dem alten Julianischen Kalender folgend erst am 7. Januar beginnt. Traditionell auch Ganna genannt, wird ein äthiopisches Weihnachten typischerweise mit einem Tag des Fastens eingeleitet, auf welchen Gottesdienste und ein Fest mit Fleischeintopf, Gemüse und Sauerteigbrot folgen. Die meisten Freunde und Familien tauschen dabei keine Geschenke aus, sondern versammeln sich in den Gemeinden, um die Feiertage mit Spielen und Sport zu genießen, bevor sie wieder an die Arbeit zurückkehren.

Ghana: Weihnachten bedeutet für die Ghanaer eine wohlverdiente Pause, welche zeitgleich mit dem Ende der Kakao-Ernte am 1. Dezember beginnt, also vier Wochen vor unserem Weihnachten in Deutschland. Familien schmücken ihre Häuser und ganze Nachbarschaften sind, wie in Deutschland, mit Lichtern, Kerzen und glitzernden Ornamenten verziert. Für die meisten Ghanaer ist dies jedoch nur der Anfang. Am ersten Weihnachtsfeiertag kommt alles dann so richtig in Gang, beginnend mit einem Familienessen – in der Regel bestehend aus Ziegenfleisch, Gemüse und Suppe – gefolgt von einem Gottesdienst für die ganze Gemeinde sowie einer bunten Feiertagsparade.
Liberia: Keine iPads, Tickle Me Elmos oder Furbys. Geschenke in Liberia sind viel einfacher, und man bekommt in der Regel Baumwollstoffe, Seifen, Süßigkeiten, Bleistifte und Bücher zu Weihnachten. Liberianer verbringen ihr Weihnachtsfest gerne im Freien beim Essen von Reis, Rindfleisch und Gebäck.

Doch auch andere Gegenden in Westafrika haben ein paar ziemlich coole Traditionen. In Sierra Leone und in weiten Teilen Gambias zum Beispiel feiern Städte und Dörfer mit Maskeraden, wobei nicht nur die Glaubensgemeinschaft an den Feierlichkeiten teilnimmt, sondern sich die ganze Stadt bzw. das Dorf von der Feierlaune anstecken lassen. Als soziales wie auch religiöses Fest bringt Weihnachten dabei in der ganzen Region Freunde und Familien zusammen, um bei gemeinsamem Essen, Sport oder Geschenkeaustausch die Feiertage zu genießen.
Begehst du die Feiertage mit einer bestimmten afrikanischen Tradition? Teile uns deine Vorhaben mit. Vielleicht kannst du ja sogar einige dieser Bräuche in deine eigenen Feierlichkeiten einbauen.
– Jenna Carter –
Dec 12th, 2011 5:28 PM UTC
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Oct 13th, 2011 5:35 PM UTC
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Oct 11th, 2011 1:08 PM UTC
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