In unserem Impfblog haben wir euch in den vergangenen Wochen immer wieder über GAVI und ihre Arbeit und Erfolge informiert. Gestern war nun der große Tag der Konferenz, und es gibt Grund, richtig zu feiern. Die Geber haben insgesamt 4,3 Milliarden US-Dollar für GAVI zugesagt – das ist viel mehr, als wir gehofft hatten.
Gestern konnten wir von ONE dank eurer Hilfe einen super Kampagnenerfolg zusammen mit unseren Partnern verbuchen. Die Staats- und Regierungschef und andere Geber haben insgesamt 4,3 Milliarden US-Dollar bis 2015 für GAVI zugesagt. Das heißt, dass GAVI jetzt nicht nur in der Lage ist, die Nachfrage nach neuen Impfungen gegen Durchfallerkrankungen und Lungenentzündungen zu stillen. GAVI kann jetzt schon anfangen, die nächsten Prioritäten zu setzen und seine Anstrengungen verdoppeln, um auch die ärmsten Kinder in den entlegensten Gegenden dieser Erde mit Impfungen zu versorgen.

Mehr als 300 000 ONE Unterstützer haben uns bei dieser wichtigen Kampagne unterstützt und unsere Petition unterzeichnet. Dies ist ein echter Sieg für Mütter und Kinder auf dieser Welt. Den Erfolg dieser Konferenz kann man tatsächlich an den Millionen von Leben messen, die sie gerettet hat.

Der britische Premierminister David Cameron und Bill Gates können auf ihre moralische Führung stolz sein. Die USA, Norwegen, Australien und viele andere haben sich ihrer Verantwortung gestellt und die Zukunft von Millionen Kindern gesichert. Auch Deutschland hat seinen Beitrag zu GAVI deutlich erhöht, was wir sehr begrüßen. Wir hoffen jetzt, dass sich dieses Engagement verstetigt.
Vor einigen Wochen hat sich der amerikanische Präsident Barack Obama in London mit dem britischen Premierminister David Cameron getroffen. Die beiden haben sich laut einer öffentlichen Erklärung und ganz zu unserer Freude auch über Impfungen unterhalten. Deswegen ist das was für unseren Impfblog. Und wenn ihr Obama und Cameron zustimmt, unterzeichnet unsere aktuelle Petition, um vier Millionen Kinderleben in fünf Jahren zu retten.
Obama und Cameron haben bei ihrem Treffen beschlossen, GAVI die benötigten Mittel zur Verfügung zu stellen, damit die Allianz weiterhin in der Lage ist, seine Arbeit – Kindersterblichkeit zu vermeiden – auszuführen. Hier findet ihr die offizielle Erklärung:
Die heutigen technischen Entwicklungen und Innovationen helfen, unsere Entwicklungsziele zu erreichen. Wir werden zukünftig zusammen arbeiten, nicht nur auf der GAVI Geberkonferenz im Juni, und sicherstellen, dass GAVI die Mittel zur Verfügung gestellt bekommt, die sie benötigt, um ihrer Arbeit nachzugehen. Mit der Einführung neuer und ungenutzter Impfstoffe können weitere 250 Millionen Kinder geimpft werden und fünf Millionen Todesfälle bei Kindern bis 2015 verhindert werden. Wir wollen die Versorgung schwangerer Mütter und Neugeborener verbessern und werden daher die globale Strategie für Frauen-und Kindergesundheit der Vereinten Nationen unterstützen. Unser Bündnis mit Australien und der Gates Stiftung verfolgt das Ziel, dass zusätzlich 100 Millionen Frauen bis 2015 ein Recht auf moderne Familienplanung haben.
Die Themen des Tages:
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Was die „Pisastudie“ für die Bildungssysteme der OECD-Länder, ist der sogenannte „Prüfbericht“ des Entwicklungsausschusses DAC (Development Assistance Committee) der OECD für die Entwicklungszusammenarbeit der Geberländer. Ungefähr alle fünf Jahre wird ein Geberland von anderen DAC-Mitgliedern durchleuchtet. 2010 wurde dabei die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) unter die Lupe genommen: Nachdem Entwicklungsexperten aus Australien, Großbritannien und der OECD die Strategien der deutschen Entwicklungspolitik studiert, Gespräche mit Entwicklungspolitikern geführt und auch Partner der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Sambia und Marokko interviewt hatten, erstellten sie in Rückkopplung mit dem BMZ einen Abschlussbericht mit konkreten Empfehlungen.
Wir im Berliner ONE-Büro haben ein bisschen mit QuODA herumgespielt. Fazit: Dieses neu vom US-Entwicklungs-Think Tank Center for Global Development (CGD) entworfene Online-Tool verbreitet Spaß und Erkenntnis.
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Heute wurde in Großbritannien gewählt. Und während wir gespannt auf die Ergebnisse warten, haben wir Gelegenheit, die abwechslungsreiche Wahlkampagne unserer britischen Kollegen, ONE Vote 2010, noch einmal Revue passieren zu lassen.
Am 6. Mai wird im Vereinigten Königreich gewählt. So wie ONE in Deutschland im letzten Jahr mit dem Artikel ONE und Be ONE of us Entwicklungszusammenarbeit und den Kampf gegen extreme Armut zu einem Wahlkampfthema gemacht hat, haben wir die britischen Parteien auf unserer Online-Plattform ONE Vote 2010 nach ihren Plänen zur Entwicklungszusammenarbeit befragt.
Die Parteien haben unsere Fragen, basierend auf unserem Wahlprogramm beantwortet.
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Deutschland verfehlt seine Entwicklungshilfeziele – aber bringen die überhaupt was?
Tagesspiegel, taz, Handelsblatt und Frankfurter Allgemeine Zeitung berichten über die Kritik von der OECD angesichts der Tatsache, dass mehrere Länder, darunter auch Deutschland, ihre Versprechen nicht halten werden, bis 2010 0,51 % des BNE für Entwicklungszusammenarbeit einzusetzen. In diesem Jahr wird Deutschland wohl 0,4 % des BNE für offizielle Entwicklungshilfe (ODA) ausgeben, bekräftigte aber erneut, bis 2015 das 0,7 %-Ziel zu erreichen. Entwicklungsminister Niebel sagte, es sei seit seinem Amtsantritt klar gewesen, dass das 0,51 % Ziel verfehlt würde. Angesichts des stetigen Anwachsens der ODA-Zahlungen in den letzten Jahren sei aber auch klar, dass sich Deutschland dem Ziel verpflichtet fühle. ONE und Oxfam kritisieren im Tagesspiegel den „Wortbruch“ Deutschlands. Doch eine Sprecherin des Entwicklungsministeriums verteidigte die Regierung. Bei dem 0,51 %-Ziel habe es sich um eine „Willensbekundung“ gehandelt, nicht um eine „völkerrechtliche Verpflichtung“. Weitere Länder, die ihr Versprechen nicht halten werden, sind Italien, Portugal, Frankreich, Österreich und das hoch verschuldete Griechenland. Einige Länder gingen aber sogar noch über ihre Verpflichtungen hinaus: Schweden (1,03%), Norwegen und Luxemburg (1%), Dänemark (0,83%) und Großbritannien (0,56%). Trotz der teilweise schlechten Zahlungsmoral der Geberländer werden die ODA-Zahlungen der Industrienationen zusammengenommenen 2010 ein Rekordhoch von $128 Mrd. erreichen.
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Am letzten Donnerstag veröffentlichte das Center for Global Development (CGD) den Commitment to Development Index (CDI) für 2009. Dieser listet reiche Staaten nach ihrer Politik zur Unterstützung von Entwicklungsländern. Der CDI wird seit 2003 veröffentlicht mit dem Gedanken, über die Messung von Hilfszahlungen hinaus herauszufinden, ob sich die Industriestaaten an ihre Versprechen in allen entwicklungspolitisch relevanten Bereichen halten. 22 reiche Nationen werden so nach den politischen Rahmenbedingungen und den tatsächlichen Handlungen eingeordnet, mit denen sie arme Nationen dabei unterstützen, bessere Lebensstandards, bessere Regierungen und mehr Sicherheit zu erlangen. Im Detail werden die Länder in sieben Kategorien beurteilt: Höhe und Qualität der Entwicklungshilfe, Handel, Investitionen, Migration, Umwelt, Sicherheit und Technologie. Weiterlesen

Ein bitterer Rekord – erstmals in der Geschichte überschreitet die Zahl der hungernden und unterernährten Menschen die Schwelle von einer Milliarde Menschen. Für diese unvorstellbar umfassende Entwicklung gibt es bislang keine „Rettungsschirme“ oder Konjunkturpakete. Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) schlug deshalb diese Woche Alarm: Die jüngste Hungerkrise ist lautlos, folgt auf den Einbruch der Weltwirtschaft und könnte „den Weltfrieden und die Sicherheit erheblich gefährden“.
Da scheint es höchste Zeit zu sein, dass sich die Staaten der Welt zu dieser Frage zusammensetzen und gemeinsam nach Auswegen und Antworten suchen. Weiterlesen

Auf ihrem Gipfel im schottischen Gleneagles machten die G8-Staaten eine ganze Reihe historischer Versprechen an Afrika, darunter die Verdopplung der Entwicklungshilfegelder bis zum Jahre 2010, Förderung von Handel und Investitionen, Schuldenabbau, verbesserte Gesundheitsversorgung sowie universelle Grundschulausbildung bis 2015. Vielleicht dachte ja jemand, das würde man wieder vergessen. Wir wollten sicherstellen, dass das nicht passiert. Deswegen rechnen wir seitdem jedes Jahr nach. Weiterlesen
In London wurde der DATA Bericht 2009 von Jamie Drummond (Mitbegründer und geschäftsführender Direktor von ONE), Bob Geldof, Erzbischof Desmond Tutu, Dr. Francoise Ndayshimye (Leitende Beraterin beim Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria), Bill Gates und Arunma Oteh (Vizepräsidentin bei der African Development Bank) vorgestellt. Sehen Sie hier noch einmal die gesamte Pressekonferenz:
Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.
Schlagworte: GAVI Alliance, Gesundheit von Müttern und Kindern, Großbritannien, Impfungen, Politik Aktuell