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Zeitungsschau – 13. November 2009

13.11.2009 16:56 Uhr
von ONE Deutschland

Hungersnot in Ostafrika

Zahlreiche Medien berichten heute über die Hungersnot in Ostafrika und den anstehenden FAO Gipfel zur Nahrungsmittelsicherheit in Rom. Judith Raupp spricht in der Süddeutschen Zeitung von politischem Versagen, da verschiedene UN-Organisationen, die den Hunger bekämpfen sollen, oftmals mehr gegen – statt miteinander arbeiten. AFP zufolge, warnen Hilfsorganisationen wie Oxfam vor einer wachsenden Verelendung in Entwicklungsländern. Oxfams Agrarexpertin Marita Wiggerthale sagte dem Tagesspiegel, dass das Problem durch die Landnahme reicher Staaten oder Investoren noch verschlimmert würde. Diese kauften Land in Afrika oder Asien zu Spottpreisen, um sich vor möglichen Nahrungsmittelengpässen zu schützen oder zu spekulieren. In Äthiopien sind 13,7 Millionen Menschen von ausländischer Nahrungsmittelhilfe abhängig. Geberländer sollten statt Nahrungsmittel zu importieren, vielmehr lokal produzierte Lebensmittel kaufen. Oxfam fordert eine stärkere Vertretung der Entwicklungsländer im Welternährungskomitee und verbindliche Zeit- und Aktionspläne.

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Zeitungsschau – 12. November 2009

12.11.2009 19:41 Uhr
von ONE Deutschland

Eva Joly über Korruption in Afrika und die Rolle großer Unternehmen

Die tageszeitung (taz) druckt heute ein Interview mit Eva Joly mit dem Titel: „Afrika wird geschmiert, wir schmieren“. In dem Interview spricht Joly, ehemalige Untersuchungsrichterin mit Schwerpunkt Korruption und für die französischen Grünen im Europaparlament, über Korruption in Afrika. Joly kritisiert, multinationale Unternehmen, darunter etwa das Transport und Logistikunternehmen Bolloré, seien mit unverantwortlichen Geschäftstaktiken für die anhaltende Korruption in vielen afrikanischen Ländern mit verantwortlich. Der Chef von Bolloré, Vincent Bolloré, sei darüber hinaus ein enger Freund des französischen Premiers Nicolas Sarkozy. In ihrer jetzigen Funktion als Vorsitzende des Ausschusses für Entwicklungszusammenarbeit des Europäischen Parlaments betont sie, dass arme Länder stark unter der Finanzkrise zu leiden hatten und deshalb größere Unterstützung der EU benötigten. Sie zeigt sich besorgt darüber, dass die EU keine Mittel habe, um Entwicklungsländer ausreichend in ihrem Kampf gegen extreme Armut und die Folgen von Finanzkrise und Klimawandel zu unterstützen. Deshalb unterstützt sie auch die Einführung einer Steuer auf Finanztransaktionen, um das europäische Budget für Entwicklungszusammenarbeit dadurch erhöhen zu können.

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Die G7 nutzt nicht alle ihre Möglichkeiten zur Bekämpfung globaler Armut

29.10.2009 18:30 Uhr
von ONE Deutschland

Am letzten Donnerstag veröffentlichte das Center for Global Development (CGD) den Commitment to Development Index (CDI) für 2009. Dieser listet reiche Staaten nach ihrer Politik zur Unterstützung von Entwicklungsländern. Der CDI wird seit 2003 veröffentlicht mit dem Gedanken, über die Messung von Hilfszahlungen hinaus herauszufinden, ob sich die Industriestaaten an ihre Versprechen in allen entwicklungspolitisch relevanten Bereichen halten. 22 reiche Nationen werden so nach den politischen Rahmenbedingungen und den tatsächlichen Handlungen eingeordnet, mit denen sie arme Nationen dabei unterstützen, bessere Lebensstandards, bessere Regierungen und mehr Sicherheit zu erlangen. Im Detail werden die Länder in sieben Kategorien beurteilt: Höhe und Qualität der Entwicklungshilfe, Handel, Investitionen, Migration, Umwelt, Sicherheit und Technologie. (more…)

Was steht eigentlich im DATA Bericht?

22.06.2009 14:47 Uhr
von ONE Deutschland

Die Pressekonferenz zum DATA Bericht am 11. Juni 2009.
Auf ihrem Gipfel im schottischen Gleneagles machten die G8-Staaten eine ganze Reihe historischer Versprechen an Afrika, darunter die Verdopplung der Entwicklungshilfegelder bis zum Jahre 2010, Förderung von Handel und Investitionen, Schuldenabbau, verbesserte Gesundheitsversorgung sowie universelle Grundschulausbildung bis 2015. Vielleicht dachte ja jemand, das würde man wieder vergessen. Wir wollten sicherstellen, dass das nicht passiert. Deswegen rechnen wir seitdem jedes Jahr nach. (more…)

Video: DATA Bericht 2009 - Die Pressekonferenz in London

11.06.2009 20:59 Uhr
von ONE Deutschland

In London wurde der DATA Bericht 2009 von Jamie Drummond (Mitbegründer und geschäftsführender Direktor von ONE), Bob Geldof, Erzbischof Desmond Tutu, Dr. Francoise Ndayshimye (Leitende Beraterin beim Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria), Bill Gates und Arunma Oteh (Vizepräsidentin bei der African Development Bank) vorgestellt. Sehen Sie hier noch einmal die gesamte Pressekonferenz:

Tobias Kahler zur Vorstellung des DATA Berichts 2009

11.06.2009 15:00 Uhr
von ONE Deutschland

Tobias Kahler, Direktor von ONE in Deutschland, bei der Vorstellung des DATA Berichts 2009 in Berlin:

Die Vorstellung des DATA-Berichts hat in diesem Jahr besondere Relevanz. Zum einen sind die Versprechen der G8 im nächsten Jahr fällig und in dem laufenden Haushaltsverfahren muss nun etwa Deutschland seine Zusagen einhalten. Zum anderen macht die Finanzkrise – die in Deutschland Jobs, in Afrika Leben vernichtet – die Einhaltung der Versprechen für fairen Handel mit Afrika, für Schuldenerlass und für bessere und mehr Entwicklungszusammenarbeit umso wichtiger.

Der DATA Bericht ist der TÜV für die G8-Versprechen an Afrika. Er schaut auf das, was die G8-Mitglieder versprochen und was sie bisher gehalten haben. Dabei basieren wir unsere Untersuchung vor allem auf den aktuellen Zahlen der OECD, welche den Stand von 2008 wiederspiegeln. (more…)

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