Die Themen des Tages:
Gestern stellte Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Berlin sein Strategiepapier zum Thema „Investitionen in Land und das Phänomen des ‚Land Grabbing‘“ und die damit verbundenen Herausforderungen für die Entwicklungspolitik vor. Nach jahrelanger Vernachlässigung bekommen ländliche Entwicklung und Landwirtschaftsförderung langsam wieder mehr Aufmerksamkeit durch die Entwicklungspolitik. Sie sind sogar „der Schlüssel im Kampf gegen Armut und Hunger und der Weg aus der Unterentwicklung“, so Stefan Schmitz, BMZ-Referatsleiter für Ländliche Entwicklung und Welternährung. Weiterlesen
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Nun, da die Feiertage bereits in vollem Gange sind, dachten wir, schauen wir uns mal an, wie verschiedene Länder in Afrika Weihnachten feiern. Das Christentum ist seit der Mitte des 1. Jahrhunderts auf dem Kontinent verbreitet, weshalb rund 350 Millionen Afrikaner Christen sind. Sie haben also eine Menge Zeit gehabt, um Traditionen zu entwickeln, wie sie die Feiertage verbringen, beispielsweise mit Maskeraden und Essen im Freien. Hier ist eine Zusammenfassung der interessantesten Länder, die wir gefunden haben:

Äthiopien: Wenn Du Weihnachten in diesem Jahr in Äthiopien verbringen willst, musst du dich ein bisschen länger gedulden, da man die Weihnachtszeit bzw. die Feiertage nicht wie bei uns am 24./25. Dezember, sondern dem alten Julianischen Kalender folgend erst am 7. Januar beginnt. Traditionell auch Ganna genannt, wird ein äthiopisches Weihnachten typischerweise mit einem Tag des Fastens eingeleitet, auf welchen Gottesdienste und ein Fest mit Fleischeintopf, Gemüse und Sauerteigbrot folgen. Die meisten Freunde und Familien tauschen dabei keine Geschenke aus, sondern versammeln sich in den Gemeinden, um die Feiertage mit Spielen und Sport zu genießen, bevor sie wieder an die Arbeit zurückkehren.

Ghana: Weihnachten bedeutet für die Ghanaer eine wohlverdiente Pause, welche zeitgleich mit dem Ende der Kakao-Ernte am 1. Dezember beginnt, also vier Wochen vor unserem Weihnachten in Deutschland. Familien schmücken ihre Häuser und ganze Nachbarschaften sind, wie in Deutschland, mit Lichtern, Kerzen und glitzernden Ornamenten verziert. Für die meisten Ghanaer ist dies jedoch nur der Anfang. Am ersten Weihnachtsfeiertag kommt alles dann so richtig in Gang, beginnend mit einem Familienessen – in der Regel bestehend aus Ziegenfleisch, Gemüse und Suppe – gefolgt von einem Gottesdienst für die ganze Gemeinde sowie einer bunten Feiertagsparade.
Liberia: Keine iPads, Tickle Me Elmos oder Furbys. Geschenke in Liberia sind viel einfacher, und man bekommt in der Regel Baumwollstoffe, Seifen, Süßigkeiten, Bleistifte und Bücher zu Weihnachten. Liberianer verbringen ihr Weihnachtsfest gerne im Freien beim Essen von Reis, Rindfleisch und Gebäck.

Doch auch andere Gegenden in Westafrika haben ein paar ziemlich coole Traditionen. In Sierra Leone und in weiten Teilen Gambias zum Beispiel feiern Städte und Dörfer mit Maskeraden, wobei nicht nur die Glaubensgemeinschaft an den Feierlichkeiten teilnimmt, sondern sich die ganze Stadt bzw. das Dorf von der Feierlaune anstecken lassen. Als soziales wie auch religiöses Fest bringt Weihnachten dabei in der ganzen Region Freunde und Familien zusammen, um bei gemeinsamem Essen, Sport oder Geschenkeaustausch die Feiertage zu genießen.
Begehst du die Feiertage mit einer bestimmten afrikanischen Tradition? Teile uns deine Vorhaben mit. Vielleicht kannst du ja sogar einige dieser Bräuche in deine eigenen Feierlichkeiten einbauen.
– Jenna Carter –
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Vielen Dank an alle ONE-Unterstützer, die bei unserer Kampagne gegen die Hungersnot mitgemacht haben. Unser aller Stimmen haben dazu beigetragen, dass der UN-Aufruf zur Nothilfefinanzierung für das Horn von Afrika um eine Milliarde US-Dollar aufgestockt und weitere 700 Millionen US-Dollar in Form von Zusagen eingeholt werden konnten. Zusammen genommen würden diese Zusagen die Finanzierungslücke von 530 Millionen US-Dollar mehr als füllen.
Während ONE weiterhin Druck auf Staats- und Regierungschefs ausübt, ihre Zusagen einzuhalten und dringend notwendige, lebensrettende Maßnahmen zu unternehmen, sind viele Menschen am Horn von Afrika noch lange nicht über den Berg. Obwohl die Situationen in den Regionen Bay, Bakool und Lower Shabelle in Südsomalia seit dem 18. November nicht mehr den Status einer „Hungersnot“, sondern (lediglich) den einer „humanitären Notsituation“ besitzen, ist die Lage in Somalia nach wie vor besonders schlimm.
Vier Millionen Menschen in Somalia haben nach wir vor einen sehr unsicheren Zugang zu Lebensmitteln, und 250.000 davon in Südsomalia sehen sich weiterhin einer Hungersnot ausgesetzt. Diese Zustände werden voraussichtlich bis mindestens Dezember 2011 und in Abhängigkeit von den Regenfällen möglicherweise sogar bis zum Frühjahr 2012 andauern.
Vertriebene Menschen sind aufgrund der Mangelernährung, der beengten Wohnsituation (bspw. in Flüchtlingslagern) sowie der unzureichenden sanitären Versorgung einem erhöhten Risiko ausgesetzt, an Masern, Cholera, Kinderlähmung, Durchfall oder anderen Krankheiten zu erkranken. In Somalia hat sich die Zahl der Kinder mit schwerer Mangelernährung in der zweiten Hälfte des Jahres 2011 fast verdoppelt. Die Cholera-Fälle mit anschließender Todesfolge setzen sich fort. Die Zahl der Maserausbrüche ist zwar seit September rückläufig, zeigte aber im November einen kleinen Anstieg.
Die internationale Gemeinschaft und lokale NGOs haben 4.000 aufgrund der Dürre vertriebene somalische Familien (24.000Menschen) umgesiedelt, die zuvor im Flüchtlingslager in Mogadishu untergebracht waren. Die Rückkehr der Menschen erfolgt dabei auf freiwilliger Basis, damit diese durch die bevorstehende Regenzeit und die sich bietenden Chancen ihr Leben wieder aufbauen können. Die Rote-Halbmond-Vereinigung aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, die neben anderen Agenturen am Umsiedlungsprozess beteiligt ist, stellt jeder rückkehrenden Familie neben einem Drei-Monats-Versorgungs-Paket bestehend aus Lebensmitteln, Vieh und anderen Ressourcen 150 US-Dollar zusätzlich zur Verfügung.
Ein neues zweiteiliges TV-Programm von Al Jazeera English mit dem Titel “Fault Lines” (zu sehen oben im Player) zeigt einen Einblick in das Flüchtlingslager in Mogadischu, wo Eltern ihre Kinder begraben. Sie fragen sich, was noch getan hätte werden können, um die Krise zu verhindern, und was nun weiter geschehen kann. Diese Frage ist heute noch aktuell, insbesondere angesichts der Tatsache, dass die Al-Shabaab-Miliz 16 Hilfsorganisationen den Einsatz im Krisengebiet untersagt hat.
Nach vereinzelten Angriffen und Entführungen innerhalb des kenianischen Staatsgebietes durch die Al-Shabaab-Miliz marschierten kenianische Streitkräfte letzten Monat in Somalia ein. Das Ziel dabei war die Verkehrsknotenpunkte Afmadow und die Hafenstadt Kismayo zu ergreifen, beides wichtige Hochburgen der Al-Shabaab südlich von Mogadischu. Kenia erhofft sich hierdurch eine Pufferzone im Süden Somalias zu errichten, um die Infiltration von Terroristen verhindern und Hilfsorganisationen einen besseren Zugang zur Region ermöglichen zu können. Kenia konnte bereits mehrere Städte unter seine Kontrolle bringen und forderte Hilfsorganisationen zur Rückkehr auf. Reuters berichtet, dass Kenia seit dem Einmarsch in Somalia “von einer Welle von Anschlägen heimgesucht wurde”.
Trotz der Verluste im Zuge der Invasion von 2006 bis 2009 hat auch Äthiopien die Grenze zu Somalia überquert. Obwohl die äthiopische Regierung ihre Teilnahme an den militärischen Aktionen gegen die Al-Shabaab-Miliz nicht bestätigt hat, berichten viele Augenzeugen von äthiopischen Truppen in der Stadt Guriel. Über die Absichten Äthiopiens ist zu diesem Zeitpunkt wenig bekannt.
Und was ist der somalischen Regierung? Richard Dowden von der Royal African Society schreibt, dass die Regierung – die sogenannte “Transitional Federal Governmnet (TFG) – durch den Rückzug der Al-Shabaab aus Mogadischu Mitte August und ”mit der kenianischen Militärintervention im Süden, eine Chance erhalten hat, die eigene Handlungsfähigkeit zu beweisen und die Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln und Sicherheit zu gewährleisten. Aber das ist eher unwahrscheinlich …“ Er zitiert den Spezialisten für das Horn von Afrika Ken Menkhaus: „die Bilanz der TFG lässt bislang einen gegenteiligen Schluss zu. Diese hat nie eine Gelegenheit verpasst, eine Gelegenheit zu verpassen.”
– Emily Alpert —
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Heute veröffentlichen wir auf unserem Blog den ersten Beitrag unseres neuen Geschäftsführers Michael Elliot. Darin kündigt er an, dass ONE auch nach Abschluss der Petition zum Horn von Afrika dafür kämpfen wird, dass Hungersnöte wie diese sich nicht mehr wiederholen. Dies ist eine gekürzte Übersetzung des Originalbeitrags, der am 23. September auf dem internationalen ONE-Blog erschienen ist.
Als Folge der Hungersnot in Somalia und der Hungerkrise am Horn von Afrika sind innerhalb der letzten drei Monate mehr als 30.000 Kinder gestorben. Die Leben von 13 Millionen Frauen, Kindern und Männern sind in Gefahr. Niemand von uns kann bei diesen Geschehnissen einfach nur zusehen, deshalb haben wir von ONE im September bei der Clinton Global Initiative (CGI) unsere Kampagne “Dürren sind nicht vermeidbar – Hungernöte schon“ angekündigt. Die CGI ist ein alljährliches Zusammentreffen von Führungspersönlichkeiten aus der ganzen Welt in New York, bei dem die wichtigsten globalen Herausforderungen beraten werden.
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Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.
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