May 7th, 2013 3:02 PM UTC
By ONE Deutschland
Die Top-Themen des Tages
Apr 25th, 2013 3:04 PM UTC
By ONE Deutschland
Die Top-Themen des Tages
Mar 1st, 2013 4:09 PM UTC
By ONE Deutschland
Lauren Pfeifer hat letzte Woche einen tollen Artikel darüber geschrieben, wie Programme wie GAVI oder der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Malaria und Tuberkulose dazu beigetragen haben, Armut zu bekämpfen und den Millennium-Entwicklungszielen näher zu kommen.
In ihrem Artikel nannte sie die Fakten, aber manchmal muss man etwas mit eigenen Augen sehen. Also haben wir diese Woche die ONE-Fotoarchive durchforstet und unsere liebsten Fotos von lebensrettenden, lebensverbessernden und armutsbekämpfenden Aktionen rausgesucht. Davon sind viele Aktionen vom britischen Entwicklungsministerium DfID, der US-amerikanischen Organisation USAID, der Europäischen Union und des kanadischen Entwicklungsministeriums CIDA unterstützt worden. Wir arbeiten weltweit zusammen, um extreme Armut zu beenden!
ERNÄHRUNG
USAID unterstützt das Nyankpala Community Management of Acute Malnutrition, das um unterernährte Kinder kümmert. Foto: Morgana Wingard
Britische Unterstützung hat der Regierung der Demokratischen Republik Kongo und Hilfsorganisationen wie Action Against Hunger geholfen, Unterernährung von Grund auf zu bekämpfen, indem sie eigene Kooperations-Farmen und Selbsthilfe-Gruppen bilden. Foto: DfID
BILDUNG
Die Mwangaza Tumaini Schule in Mukuru Nairobi ist eine teilweise von USAID und der Aga Khan Stiftung finanzierte Grundschule in einem Slum von Nairobi. Dort startete in der 1. und 2. Klasse gerade ein Leseprogramm, das sich auf Lernerfolge konzentriert. Foto: Morgana Wingard
Die Mawango Schule in Malawi wird von UNICEF und der Europäischen Union unterstützt. Zwischen den Jahren 2001 und 2011 sind die Schülerzahlen von 156 auf 777 gestiegen. Außerdem gibt es zwölf Lehrer. Dort startete in der 1. und 2. Klasse gerade ein Leseprogramm, das sich auf Lernerfolge konzentriert. Foto: Morgana Wingard/ONE
IMPFUNGEN
Die Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierung (GAVI) – teilfinanziert von DfID, USAID, der Europäischen Union, Kanada und anderen – und deren Partner haben einen neuen Impfstoff gegen Lungenentzündung entwickelt. Die Mütter stehen Schlange, um ihre Kinder impfen zu lassen. Foto: Morgana Wingard/ONE.
Die Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierung (GAVI) und deren Partner führen in Nairobi eine neue Impfung gegen Lungenentzündung ein. Säuglinge im Langata Gesundheitszentrum in Nairobi bekommen die Pneumokokken-Impfung. Foto: Morgana Wingard
HIV/AIDS-PRÄVENTION UND –BEHANDLUNG
Das Von-Mutter-zu-Mutter-Programm im Adama Referrat Hospital ist eine Selbsthilfegruppe für werdende Mütter, die kürzlich HIV-positiv diagnostiziert wurden. Dieses Programm wird von PEPFAR durch die amerikanische Gesundheitsorganisation JHPIEGO unterstützt. Das Krankenhaus wird von verschiedenen Spendern wie der Bill und Melinda Gates Stiftung finanziert. Foto: Morgana Wingard/ONE
Der Globale Fonds und PEPFAR helfen dabei, das Programm zur Prävention der HIV-Mutter-Kind-Übertragung in Accra zu finanzieren. Foto: Morgana Wingard
WASSER
Ein Wasser- und Hygieneprogramm von USAID und Rotary International in Ghana. Foto: Morgana Wingard/ONE
Ein Wasser- und Hygieneprogramm von USAID und Rotary International in Ghana. Foto: Morgana Wingard/ONE
LANDWIRTSCHAFT
Beim vom britischen Entwicklungsministerium finanzierten Vision 2020 Umurenge Programme (VUP) zur sozialen Sicherung, Ruandas „Aushängeschild“, arbeiten Frauen und Männer in Nord-Ruanda an einer öffentlichen Baustelle, wo durch den Bau von Terrassen Bodenerosion verhindert werden soll. Foto: DFID
In einer Region Ruandas, in der drei von vier Menschen in Armut leben, zeigt diese Frau stolz eine Karotte, die sie in ihrem Garten angebaut hat. Zuvor hatte sie an einem Projekt der Kanadischen Internationalen Entwicklungs-Agentur teilgenommen, bei der landwirtschaftliche Kenntnisse vermittelt wurden. CIDA hat die Unterstützung nachhaltiger landwirtschaftlicher Entwicklung zu einem zentralen Anliegen seiner Strategie gemacht. So konnte die Ernährungssicherheit in Entwicklungsländern gesteigert werden. Foto: CIDA
Gefallen dir diese Fotos? Sorge dafür, dass die nächsten Ziele zur Armutsbekämpfung, die Post-2015-Millennium-Entwicklungsziele, besser als die vorherigen sind.
Feb 25th, 2013 7:02 PM UTC
By ONE Deutschland
Die Top-Themen des Tages
Feb 4th, 2013 7:02 PM UTC
By ONE Deutschland
Die Top-Themen des Tages
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Jan 25th, 2013 4:00 PM UTC
By ONE Deutschland
Diese Woche findet in Davos das Weltwirtschaftsforum statt. Dort treffen sich jedes Jahr hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft um drängende, globale Fragen zu diskutieren. Drängend ist zum Beispiel die Frage, wie man noch mehr Kindern in armen Ländern ein gesundes Leben ermöglichen kann. Seth Berkley, der Geschäftsführer der Impfallianz GAVI, hat seine Gedanken hierzu im nachstehenden Blog festgehalten.
Als Geschäftsführer der GAVI Alliance komme ich nach Davos, um über Möglichkeiten und Herausforderungen für öffentlich-private Partnerschaften zu sprechen, vor allem im Hinblick auf innovative Finanzierungsinstrumente. Das Weltwirtschaftsforum ist der ideale Ort für einen Dialog zwischen Wirtschaft, Zivilgesellschaft, den Vereinten Nationen und Ländern, um eine gemeinsame Antwort auf die Herausforderung zu finden, Kinder vor Krankheiten zu schützen, die durch Impfen vermeidbar sind.
Im Jahr 2000 war das Weltwirtschaftsforum Geburtshelfer der GAVI Alliance und seitdem arbeiten wir eng zusammen, stets mit einem einzigen Ziel: Kindern in Entwicklungsländern den gleichen Impfschutz zu ermöglichen wie Kindern in Industrieländern. In einer zunehmend komplexen Welt haben wir die einfache und zugleich mutige Vision, dass alle Kinder die Möglichkeit haben sollten, gesund aufzuwachsen.

„Widerstandsfähige Dynamik” (Resilient Dynamism) ist das zentrale Thema des Weltwirtschaftsforums 2013. Es fordert die Teilnehmer auf, über einfache Lösungen hinauszugehen und durch strategische Zusammenarbeit und neue Methoden eine gerechtere und nachhaltige Zukunft für alle zu schaffen. Die Teilnehmer des Forums haben diese Woche die Möglichkeit, sich mit den globalen Herausforderungen zu befassen – wie den Millenniumsentwicklungszielen. In der Vergangenheit haben diese Ziele häufig Krankheitsraten stellvertretend für Impfraten beleuchtet. Ich glaube, die internationale Gemeinschaft sollte nun einen Schritt weitergehen und ein neues Ziel anstreben: Das Ziel, Kinder vollständig zu impfen. Hierbei sollten wir die Anzahl der Kinder in den Blick nehmen, die alle von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Impfungen erhalten, die sie zum Schutz vor Krankheiten benötigen.
Für eine nachhaltigere Zukunft für alle Kinder ist der Zugang zu den Grundbausteinen für Gesundheit unerlässlich. Dazu gehören Ernährung, Wasser und Impfungen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Unternehmen, Regierungen und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten und neue Wege finden, um Impfstoffe allen Kindern gleichermaßen zugänglich zu machen. Und wir müssen diesen Zugang messen. Dies nehmen wir bei GAVI ernst. Denn nur auf diese Weise helfen wir letztlich allen Ländern, ihren Beitrag zum gleichen Zugang zu Impfungen zu leisten – gleichen Zugang in allen Ländern und allen Landesteilen.
Seit dem Jahr 2000 hat GAVI in Zusammenarbeit mit Unternehmen, Regierungen, der UN und Partnern aus der Zivilgesellschaft, von denen viele hier beim Weltwirtschaftsforum dabei sind, dazu beigetragen, mehr als 5,5 Millionen vorzeitige Todesfälle in den ärmsten Ländern der Welt zu verhindern. 7,2 Milliarden US-Dollar wurden für neue und bislang unzureichend genutzte Impfstoffe sowie die Stärkung von Gesundheitssystemen zugesagt. Wir haben neue Impfstoffe in unsere Programme aufgenommen, die vor Lungenentzündung und Durchfallerkrankungen schützen – den beiden Haupttodesursachen bei Kindern. Und wir sind dabei, den zweiten Impfstoff gegen Krebs einzuführen: Die HPV-Impfung schützt vor Humanen Papillomaviren (HPV), die Gebärmutterhalskrebs verursachen und 275.000 Frauen pro Jahr das Leben kosten. Und dennoch: Wir schätzen, dass weiterhin 22 Millionen Kinder keinen Zugang zu Impfungen haben. Unser Arbeitsauftrag liegt also auf der Hand.
Ich verfolge unsere Mission leidenschaftlich – und mit einem Gefühl von Dringlichkeit. Denn ich weiß, dass Impfstoffe unglaublich kostenwirksam sind; eine Impfstoff-Dividende kann daran gemessen werden kann, wie viele Leben verbessert und gerettet werden konnten. Letzte Woche hat GAVI eine Expertengruppe berufen, um die Belege für den Nutzen von Impfstoffen zu prüfen. Wir wissen, dass Impfstoffe Krankheiten und Tod verhindern.
Aber es gibt auch wichtige Belege dafür, dass Impfen in vielerlei Hinsicht das Leben von Menschen verbessert. Es fördert ihre Gesundheit und sie widerstandsfähiger. Wenn Kinder gesund sind und ausreichend ernährt werden besuchen sie mit größerer Wahrscheinlichkeit eine Schule. Menschen, die einen Schulabschluss haben und gute Leistungen erbringen, haben als Erwachsene Chancen auf ein besseres Einkommen. Unsere Hoffnung ist, dass diese jungen, gesunden Menschen ins Arbeitsleben eintreten und dazu beitragen, eine globale Wirtschaft aufzubauen.
Ich blicke optimistisch in die Zukunft, denn Impfungen wirken nachweislich positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung. Wenn Eltern ihr Geld nicht für Arzneimittel oder medizinische Dienstleistungen ausgeben müssen, können Sie es in andere Dinge investieren. Beides trägt zum Wirtschaftswachstum bei und kommt somit den Gemeinden und dem ganzen Land zugute. Bei GAVI engagieren wir uns partnerschaftlich mit Unternehmen, Regierungen, den Vereinten Nationen und der Zivilgesellschaft, damit immer mehr Kinder auf dieser Welt alle notwendigen Schutzimpfungen erhalten – egal wo sie leben.
Seth Berkley ist der Geschäftsführer der GAVI Alliance.
Jan 18th, 2013 4:23 PM UTC
By ONE Deutschland
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Jan 3rd, 2013 2:17 PM UTC
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TAGS: Afrika, Angola, Frauen, G8, GAVI Alliance, Gesundheit, ONE, Transparenz, Was wir lesen
Dec 17th, 2012 4:18 PM UTC
By ONE Deutschland
Die Top-Themen des Tages
Dec 13th, 2012 4:49 PM UTC
By ONE Deutschland
Die Top-Themen des Tages
Dec 7th, 2012 5:00 PM UTC
By ONE Deutschland

Als ich neulich an meinem neuen Buch arbeitete, kam meine sechsjährige Enkelin, und fragte mich, was ich dort tun würde. „Ich schreibe mein Buch“, sagte ich. Sie wollte wissen, worum es in dem Buch ginge. Ich antwortete: „In dem Buch geht es um das, was dein Opa für das wichtigste überhaupt hält. Weißt Du, was das ist?“ Da strahlte sie über das ganze Gesicht und antwortete: „Dass die Kinder leben dürfen!“
Damit hatte sie absolut Recht. Und das ist auch das gemeinsame Ziel, das hinter den Anstrengungen der Partner steht, die in der GAVI Alliance zusammenarbeiten: Dass die Kinder leben dürfen!
Was braucht man, um in einem Land wie Haiti, das sich nach dem verheerenden Erdbeben im Jahr 2010 immer noch im Wiederaufbau befindet, Kinder mit nur einer Impfung gegen fünf verschiedene Krankheiten zu schützen? Oder um Impfstoffe gegen Lungenentzündung und schwere Durchfallkrankheiten, die beiden Haupttodesursachen bei Kindern in Entwicklungsländern, in Länder wie Pakistan und den Jemen zu bringen? Oder um in Afrikas „Meningitisgürtel“ innerhalb von nur zwei Jahren 100 Millionen Menschen im Zuge einer riesigen Impfaktion gegen Meningitis (Hirnhautentzündung) zu impfen?
Dazu sind Partnerschaften nötig – und der Glaube daran, dass wir, die alles dafür geben, um Leben zu retten und Gesundheit zu verbessern, zusammen mehr erreichen können als allein. Seit dem Jahr 2000 konnte GAVI mehr als 5 Millionen Leben retten. Jetzt arbeiten wir daran, bis 2015 vier Millionen weitere zu retten. Das ist möglich, weil wir als Allianz mit Partnern wie UNICEF, der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Weltbank, der Bill & Melinda Gates Stiftung, Regierungen und Pharmaunternehmen aus Industrie- und Entwicklungsländern, Forschungsinstituten sowie mit zivilgesellschaftlichen Organisationen wie ONE zusammenarbeiten.
Vom 5. bis 7. Dezember 2012 kommen in Daressalam, Tansania, mehr als 600 Experten aus dem Bereich Globale Gesundheit auf dem GAVI Partner Forum zusammen. Tansania ist genau der richtige Ort für diese Veranstaltung: Gestern wurden hier die Impfungen gegen Rotavirus und Pneumokokken eingeführt und in den Diskussionen ging es darum, wie der Zugang zu Impfstoffen noch verbessert werden kann. Im Jahr 2010 waren Lungenentzündungen für 15 Prozent der Kindersterblichkeit in Tansania verantwortlich, so das „Internationale Zentrum für Zugang zu Impfungen“ an der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in den USA.
Und trotzdem: 2011 schätzten die WHO und UNICEF, dass Tansania bei den Impfraten gegen Pneumokokken bei Kindern die Zielmarken erreichen oder sogar übertreffen wird. Könnte man dies auf die ganze Welt übertragen, könnten zwei Drittel aller Todesfälle durch Lungenentzündung bei Kindern verhindert werden.
GAVIs Mission spiegelt sich in den Themen des Partner Forums wider: Ergebnisse, Innovation, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit. Im Englischen steht die Veranstaltung daher unter dem Motto RISE – Results, Innovation, Sustainability, Equity. Diejenigen, die nicht mit uns in Tansania sein können, haben die Möglichkeit, auf der GAVI Webseite z.B. per Livestream am Forum teilzunehmen. Über Twitter halten wir unter #GAVIpartners auf dem Laufenden.
Der Erfolg unsere Arbeit zeigt sich nicht nur in der Anzahl von geretteten Leben – oder in der Anzahl der Leben, die wir zu retten hoffen. Er zeigt sich darin, dass 370 Millionen Kinder in den ärmsten Ländern der Welt nun die Chance haben, gesund aufzuwachsen und einen Beitrag für die Zukunft ihrer Heimat zu leisten. Es sind insbesondere Innovationen, die Impfungen zu eine der kostengünstigsten Möglichkeiten machen, um Leben zu retten.
GAVI bedient sich verschiedener Finanzierungsmechanismen, um die Entwicklung und Lieferung von Impfstoffen anzukurbeln, damit diese für Entwicklungsländer erschwinglich sind. Auf diese Weise gestalten wir den Impfstoffmarkt aktiv mit und sorgen für niedrigere Preise. Somit können unsere Partnerländer ihr Engagement auch fortsetzen, wenn sie GAVIs Unterstützung nicht mehr benötigen. Selbst die ärmsten Länder der Welt sind stolz, einen Teil der Kosten für die Impfungen selber zu tragen.
Diese Eigenverantwortung verdeutlicht auch, dass sie gleichberechtigte Partner sind.
Um Gerechtigkeit geht es auch bei einem der Hauptziele unserer Arbeit: Wir wollen die zeitliche Diskrepanz zwischen der Einführung von Impfungen in reichen und in armen Ländern drastisch reduzieren. Noch vor nur 20 Jahren wäre dies unmöglich erschienen.
Ich freue mich darauf, Tansania nach Tagen voller Diskussionen und Debatten um viele Erfahrungen reicher wieder zu verlassen – und mit mehr Wissen darüber, wie wir als Partnerschaft noch mehr erreichen können.
Über den Autor: Dagfinn Høybråten ist der Vorstandsvorsitzende der GAVI Alliance. Er ist Vizepräsident des norwegischen Parlaments und ehemaliger Gesundheitsminister. Dem GAVI-Vorstand gehört Dagfinn Høybråten seit dem Jahr 2006 an. Er beteiligt sich aktiv an GAVIs Arbeit und ist sich der bedeutenden Rolle bewusst, die GAVI dabei spielt, wenn es darum geht, das Leben von Millionen von Menschen in Entwicklungsländern zu retten und ihre Gesundheit zu verbessern.
Nov 12th, 2012 7:45 PM UTC
By Gast-Blogger
Die Finanzierung von Programmen zur Bekämpfung von Lungenentzündung muss sicher sein – Lungenentzündung ist weltweit die Haupttodesursache bei Kindern.
Heute begeht die internationale Gemeinschaft den „Welttag zur Bekämpfung von Lungenentzündung“. Damit will sie auf diese weitgehend vermeidbare und behandelbare Krankheit aufmerksam machen, die Haupttodesursache von Kindern unter fünf Jahren. Etwa 1,3 Millionen Kinder sterben jedes Jahr an Lungenentzündung. Es gibt sichere, wirksame Impfstoffe, um Kinder vor den Haupterregern einer schweren Lungenentzündung zu schützen – aber viele der Kinder, die am meisten gefährdet sind, erreicht die Impfung noch nicht.

Für uns Ärzte ist es am Schlimmsten, wenn ein Kind im Gesundheitszentrum ankommt, für das jede Hilfe zu spät kommt. In Entwicklungsländern ist dies viel zu häufig bei jungen Patienten mit Lungenentzündung der Fall. Es bricht einem das Herz, die Kinder husten zu sehen, um Luft ringend, zitternd vor Fieber und Schmerzen in der Brust. Ärzte können Antibiotika und Sauerstoff verabreichen und diese Behandlungen retten vielen Kindern, die an bakterieller Lungenentzündung erkrankt sind, das Leben. Aber für viele andere Kinder kommen diese Behandlungen nicht rechtzeitig. Wir waren beide schon in der schrecklichen Situation, Babys an Lungenentzündung sterben zu sehen. Ebenso furchtbar ist es, die Trauer der Eltern mitzuerleben. Denn als Ärzte und Gesundheitsexperten wissen wir, dass es Mittel wie Impfungen gibt, die solche Tragödien verhindern können.
Zwar ist die medizinische Behandlung bei den häufigsten bakteriellen Lungenentzündungen erfolgreich. 99 Prozent der Todesfälle aufgrund von Lungenentzündung ereignen sich jedoch in Entwicklungsländern. Dort ist der Zugang zu medizinischer Versorgung eingeschränkt oder die Hilfe kommt zu spät. Gesundheitszentren sind oft weit weg, nicht zu erreichen oder nicht ausreichend ausgestattet, um die große Anzahl an Lungenentzündungsfällen zu bewältigen.
Uns ist bewusst, dass die Gesundheitssysteme insgesamt gestärkt werden müssen, damit alle Kinder Zugang zu Gesundheitsversorgung haben, sobald sie krank werden. Genauso deutlich wird aber auch, wie wichtig Prävention ist. Dazu gehören Impfungen – wie die gegen Pneumokokken und Haemophilus influenzae Typ b (Hib), aber auch gegen Keuchusten und Masern, denn sie verhindern, dass Kinder anfälliger für Lungenentzündung werden – genauso wie die Förderung von vollem Stillen und Händewaschen. Wenn wir Kinder vor Lungenentzündung schützen können, verhindern wir Todesfälle und viel Leid. Gleichzeitig senken wir die wirtschaftlichen und sozialen Kosten, die durch die Krankheit hervorgerufen werden.
Als Geschäftsführer von GAVI, einer öffentlich-privaten Partnerschaft, die Impfungen in Entwicklungsländer fördert, und als GAVI-Partner und Forscher an der Johns Hopkins Universität, der sich mit Zugang zu Impfungen in unterversorgten Gemeinden beschäftigt, kennen wir beide das Potenzial von Impfungen: Sie reduzieren Krankheitsfälle und verhindern Leid und Tod. Aus diesem Grund haben wir uns dem Ziel verschrieben, den Zugang zu diesen Impfungen für alle Kinder zu ermöglichen.
Seit GAVI mit ihrer Arbeit im Jahr 2000 begonnen hat, sind wir weit gekommen. Damals lag eine Verzögerung von 10 bis 20 Jahren zwischen der Einführung eines Impfstoffs in Industrieländern und in Entwicklungsländern. Dieses Problem sind wir mit der Hib-Impfung im Rahmen der Hib-Initiative angegangen.
Wir haben viel erreicht: Nach nur drei Jahren hatten 50 Prozent aller GAVI-Länder die Hib-Impfung eingeführt. Inzwischen sind es fast alle Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO wird dies über 600 000 Todesfälle verhindern. Und sogar in Ländern, die die Hib-Impfung nicht in ihr Standard-Impfprogramm aufgenommen haben, sind wir voran gekommen. So hat zum Beispiel Indien letztes Jahr in zwei Bundesstaaten begonnen, Kinder als Teil einer Kombinationsimpfung gegen Hib zu impfen.
Dank GAVIs innovativer Finanzierungsmechanismen konnten wir mit der Pneumokokken-Impfung sogar noch schnellere Fortschritte machen. Im Jahr 2010 war Nicaragua das erste Entwicklungsland, das einen neuen Impfstoff gegen Pneumokokken eingeführt hat – nur ein Jahr nach den Industrieländern.
Bis heute hat die Pneumokokken-Impfung 21 GAVI-Länder erreicht, zuletzt Pakistan, Kongo und Madagaskar. Wir sind auf dem Weg, unser Ziel zu erreichen, dass 50 Länder bis zum Jahr 2015 die Pneumokokken-Impfung in ihr Routine-Impfprogramm aufnehmen.
Wir sind unseren Gebern überall auf der Welt dankbar, dass sie GAVIs Bemühungen unterstützen. Und wir sind sehr zufrieden mit unseren Partnerländern, dass sie für die erfolgreiche Einführung neuer Impfstoffe sorgen. Auch wenn diese Erfolge der internationalen Gemeinschaft und den Partnern in Entwicklungsländern Grund zu Anerkennung und Freude sind, können wir noch nicht zufrieden sein.
Gleichberechtigter Zugang zu lebensrettenden Impfstoffen ist ein Ziel der GAVI Alliance und wir wissen, dass noch immer Millionen Kinder nicht erreicht werden. Dies trifft nicht nur auf Impfstoffe zu, sondern ebenso auf andere Schutzmaßnahmen und lebensrettende Behandlungen. Wir haben die Mittel, um Lungenentzündungen zu verhindern und wir haben uns verpflichtet, alle Kinder erreichen.
Am heutigen Welttag zur Bekämpfung von Lungenentzündung erneuern wir unser Versprechen, die Impfraten zu steigern. In Industrieländern, wo die meisten Kinder Zugang zu Impfungen und Gesundheitsversorgung haben, ist nicht immer erkennbar, was für eine schwere Krankheit Lungenentzündung ist. Doch Lungenentzündungen können schwere Krankheiten und Tod mit sich bringen. Wir müssen dies als Ansporn verstehen, uns weiter dafür stark zu machen, den Schutz der Gesundheit von Kindern Kinder überall auf der Welt zu verbessern.
– By Dr. Seth Berkley und Dr. Mathuram Santosham —
Dr. Seth Berkley ist der Geschäftsführer der GAVI Alliance sowie Gründer, früherer Präsident und Geschäftsführer der Internationalen AIDS-Impfstoff-Initiative (IAVI). Sein Medizinstudium absolvierte er an der Brown University sowie an der Harvard University.
Dr. Mathuram Santosham ist Professor für Kinderheilkunde und Internationale Gesundheit an der Johns Hopkins Universität in Baltimore, Maryland, USA. Er leitet das Zentrum für Amerikanisch-Indianische Gesundheit (Center for American Indian Health) und das Internationale Zentrum für Mütter- und Neugeborenengesundheit (International Center for Maternal and Neonatal Health). Er ist zudem als Chefberater am Internationalen Zentrum für den Zugang zu Impfungen (International Vaccine Access Center, IVAC) an der Johns Hopkins Universität.
Oct 23rd, 2012 6:03 PM UTC
By ONE Deutschland
Die Top-Themen des Tages:
Aug 27th, 2012 4:30 PM UTC
By Netzwerkpartner
Heute beginnt in Montreal der Welt-Krebs-Kongress. In diesem Rahmen nehme ich am „World Cancer Leaders’ Summit“ teil. Das Treffen gibt uns die Gelegenheit, Bilanz darüber zu ziehen, wo sich die Welt mit Blick auf die Krebsvorbeugung und -behandlung gerade befindet. Gleichzeitig werden wir aber auch mehr darüber erfahren, was getan werden kann und muss, um Krebs als lebensbedrohliche Krankheit für künftige Generationen zu beseitigen und welche Herausforderungen dies mit sich bringt. (more…)
TAGS: GAVI Alliance, Impfungen, Kanada, Partner
Jul 16th, 2012 5:42 PM UTC
By ONE Deutschland
Die Top Nachrichten des Tages:
TAGS: Afrika, Afrikanische Union, Benin, DR Kongo, GAVI Alliance, HIV/Aids, Impfungen, Mali, Sudan, Südsudan, UNO, Was wir lesen
Apr 19th, 2012 5:23 PM UTC
By ONE Deutschland
Die Themen des Tages:
Apr 12th, 2012 4:49 PM UTC
By ONE-Partner
Heute bloggt für uns aus Anlass der Weltimpfwoche Dan Thomas von der GAVI Alliance. GAVI ist eine öffentlich-private Partnerschaft mit dem Ziel, das Leben von Kindern zu retten und die Gesundheit der Menschen zu verbessern – durch vereinfachten Zugang zu Impfungen in den ärmsten Ländern der Welt.
Ist es dir schon einmal passiert, dass du im Kino einen Trailer für einen Film gesehen hast, der dich vorher überhaupt nicht interessiert hat, und plötzlich dachtest: “Den muss ich sehen?”
Diese Idee steckt hinter GAVIs neuester Produktion: Ein dreiminütiger Film von einem begabten amerikanischen Filmemacher namens Ryan Youngblood, der mir eines Tages in Ruanda’s Hauptstadt Kigali über den Weg gelaufen ist. Ich finde, er und Produzentin Doune Porter haben ihre Arbeit richtig gut gemacht.
Am 26. April, während der Weltimpfwoche der Weltgesundheitsorganisation WHO, wird das westafrikanische Land Ghana nicht nur einen, sondern gleich zwei neue Impfstoffe in sein staatliches Impfprogramm aufnehmen. Die Impfstoffe gegen Rotavirus-Durchfall und Pneumokokken-Infektionen sollen Babys gegen die beiden Krankheiten schützen, an denen die meisten Kinder in Ghana und überall in Entwicklungsländern sterben: Durchfallerkrankungen und Lungenentzündung.
Die GAVI Alliance und ihre Partner UNICEF und WHO planen am 26. April zusammen mit Ghanas Gesundheitsministerium eine festliche Großveranstaltung in der Hauptstadt Accra, bei der die ersten Kleinkinder geimpft werden sollen. Am selben Tag – aber auf der anderen Seite des Globus – starten unsere Freunde der UN-Stiftung in Atlanta, Georgia, die shot@Life campaign (wörtlich: Schuss fürs Leben – da im Englischen Impfungen oft kurz als “Schuss” bezeichnet werden). Die Kampagne soll die amerikanische Öffentlichkeit anregen, sich für Impfungen als eine der wirksamsten Maßnahmen einzusetzen, um Kinderleben auf der ganzen Welt zu retten.
Dies sind spannende Zeiten für alle, die international im Gesundheitsbereich arbeiten. Mehr und mehr einflussreiche Persönlichkeiten erkennen, wie wichtig es ist, in die Gesundheit der Menschen zu investieren, so dass wir beinahe täglich überall auf der Welt Fortschritte sehen.
Du kannst dir vorstellen, dass unsere Kollegen in Ghana diese Erwartungshaltung spüren. Unser Film hat auf brilliante Weise eingefangen, was für ein umsichtiger, methodischer Planungsprozess mit der Einführung eines Impfstoffs in ein staatliches Impfprogramm einhergeht. Der Film zeigt auch die Fähigkeiten, den Verstand und die Energie, die Ghanas Gesundspersonal in diese außergewöhnliche Initiative steckt.
-Dan Thomas-
Mar 12th, 2012 4:59 PM UTC
By ONE-Partner
Für Mädchen in Entwicklungsländern ist gute Gesundheit während ihrer Kindheit und Jugend der Schlüssel zu einer guten Zukunft. Wenn Mädchen zu gesunden Frauen heranwachsen, profitieren die Länder und die Gesellschaften davon. Jeder profitiert davon. Der Weltfrauentag am 8. März war eine Gelegenheit, die Welt daran zu erinnern, wie Impfungen dazu beitragen können, das Versprechen an Mädchen und Frauen zu halten. (more…)
Feb 16th, 2012 6:35 PM UTC
By ONE Deutschland
Die Themen des Tages:
Jan 13th, 2012 7:49 PM UTC
By ONE Deutschland

Zum Auftakt des neuen Jahres laden ONE, die Globale Impfallianz GAVI und die Cinema for Peace Foundation Sie zu einer besonderen Veranstaltung ein, am Montag, 16. Januar 2012 um 18:00 im Zeughauskino im Deutschen Historischen Museum (Eingang Wasserseite, Am Zeughaus, 10117 Berlin).
Am Beispiel des Kampfs gegen Kindersterblichkeit diskutieren wir über moderne Ansätze der Entwicklungszusammenarbeit für mehr Wirksamkeit: Welche Rolle spielt die Orientierung an Ergebnissen? Inwieweit berücksichtigen wir die Bedürfnisse der Partnerländer? Um Anmeldung per E-Mail an voodoo@one.org oder per Faxantwort an +49 (0) 30 319 891 571 wird gebeten.
PROGRAMM
Begrüßung
Dr. Seth Berkley, Geschäftsführer GAVI Alliance
Tobias Kahler, Direktor ONE Deutschland
Impulse
Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Katja Riemann, ONE-Unterstützerin und Schauspielerin
Filmvorführung “Voodoo and Vaccines”
Die Kurzdokumentation zeigt in 20 Minuten, wie traditionelle Heiler und „westliche“ Mediziner zusammenarbeiten, damit Kinder Zugang zu lebensrettenden Impfstoffen erhalten.
Podiumsdiskussion mit
Dr. Seth Berkley, Geschäftsführer GAVI Alliance
SE Isidore Bio, Botschafter der Republik Benin
Dr. Günther Taube, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
Moderation: Jan Lerch
Get together
Nov 25th, 2011 12:44 PM UTC
By ONE Deutschland
Die Themen des Tages:
Nov 11th, 2011 4:25 PM UTC
By ONE Deutschland
Am morgigen Samstag, 12. November findet bereits zum dritten Mal der „Welttag zur Bekämpfung von Lungenentzündung“ statt, den ein weltweites Bündnis aus über 125 NGOs, wissenschaftliche Einrichtungen, staatliche Stellen und Stiftungen ins Leben gerufen hat. Denn was viele nicht wissen: Jedes Jahr sterben über eine Million Kinder an dieser Krankheit. Das sind 4300 Kinder jeden Tag – alle 20 Sekunden ein junges Leben. Lungenentzündung ist damit die Haupttodesursache bei Kindern unter fünf, vor allem in Entwicklungsländern. Aber es gibt auch gute Nachrichten: In 16 Entwicklungsländerm wurde inzwischen ein Impfstoff eingeführt, der vor Pneumokokken schützt, der Hauptursache von Lungenentzündung. Das erste dieser Länder war Ruanda. Hier berichtet euch die ruandische Gesundheitsministerin über ihre Erfahrungen bei der Bekämpfung dieser tödlichen Krankheit.

Im April 2009 führte Ruanda als erstes Land mit niedrigem Einkommen den Pneumokokken-Impfstoff (PCV7) ein, emöglicht durch eine Partnerschaft mit dem Unternehmen Wyeth. Dies war ein bedeutender Moment für uns, denn nachdem wir es geschafft hatten, die Fälle von Malaria drastisch zu senken, waren nun Pneumokokken-Erkrankungen die neue Hauptursache für Todesfälle bei Kindern in Ruanda. Die engagierte Arbeit unseres Partners, der GAVI Alliance, sorgte dafür, dass der Pneumokokken-Impfstoff in unserem Land sowohl verfügbar als auch erschwinglich sein würde.
Lungenentzündung bleibt weltweit die Hauptursache von Todesfällen bei Kindern unter fünf Jahren. Alle 20 Sekunden stirbt ein Kind an dieser vermeidbaren Krankheit.
Am 12. November 2011 wird Ruanda gemeinsam mit anderen Ländern den 3. Welttag zur Bekämpfung von Lungenentzündung (World Pneumonia Day) begehen – ein Tag, an dem wir feiern, dass Impfungen die Macht haben, Leben zu retten, wenn der Zugang zu ihnen gewährleistet ist.
Außerdem verhindert der Impfstoff, den wir verwenden, sogenannte Pneumokokken-Meningitis, eine Form der Hirnhautentzündung, die durch Pneumokokken verursacht wird. Diese Krankheit hinterlässt bei den Kindern, die sie überleben lebenslange geistige und körperliche Behinderungen.
Natürlich sind Impfungen nicht der einzige Weg, um Lungenentzündung zu verhindern. Das Stillen von Säuglingen, bessere Ernährung sowie die Senkung der Raumluftverschmutzung sind ebenso unerlässlich. Zudem müssen Kinder Zugang zu wirksamen Antibiotika haben, wenn sie doch erkranken. Aber durch Impfungen wird die Häufigkeit von Krankenhauseinweisungen und Behandlungen reduziert und damit das Gesundheitssystem entlastet. Zudem wird durch Impfungen die Zeit verringert, die Familien sonst mit der Pflege eines kranken Kindes verbringen müssten. Dies stellt in Ländern wie Ruanda einen wesentlichen wirtschaftlichen Vorteil dar, denn Eltern, die ihre Kinder pflegen, können nicht zur Arbeit gehen.
Damit Impfungen funktionieren, müssen sie vollständig in die Gesundheits- und Sozialversorgung integriert werden. Genau das haben wir in Ruanda gemacht.
Im letzten Jahr wurden die Impfungen gegen Pneumokokken auf 16 Länder ausgeweitet. GAVI erwartet, dass 58 Länder bis zum Jahr 2015 die neueste Generation von Pneumokokken-Impfungen landesweit eingeführt haben werden. Auf diese Weise werden weitere 90 Millionen Kinder erreicht.
Durch den beständigen Einsatz aller Partner, einschließlich GAVI-förderberechtigter Länder und Geberländer, können wir bemerkenswerte Fortschritte im Kampf gegen tödliche, vermeidbare Krankheiten bei Kindern erzielen. Die Anzahl der von GAVI geretteten Leben ist ein wichtiger Beitrag auf dem Weg zum 4. Millenniums-Entwicklungsziel (Senkung der Kindersterblichkeit), aber wir dürfen nicht nachlassen.
In Ruanda haben heute über 80 Prozent der Kinder Zugang zur Pneumokokken-Impfung. Die Kinder, deren Leben durch unsere Zusammenarbeit mit GAVI gerettet wird, werden dabei helfen, aus Ruanda ein Land zu machen, in dem Gesundheit für alle kein Traum ist, sondern eines der Fundamente einer starken, friedlichen Nation.

Die Autorin Dr. Agnes Binagwaho ist Kinderärztin und Gesundheitsministerin von Ruanda. Sie unterrichtet ausserdem „Global Health“ und Sozialmedizin and der medizinischen Fakultät der Harvard Universität (USA).
– Maike Bildhauer, GAVI Alliance –
TAGS: GAVI Alliance, Ruanda
Oct 24th, 2011 1:52 PM UTC
By Alicia Blázquez
Heute ist der Welttag der Bekämpfung der Kinderlähmung. Die Krankheit ist fast ausgerottet, es gibt also Grund zur Freude. Aus aktuellem Anlass erinnert sich heute Raj Kumar von der GAVI Alliance auf unserem Blog daran, wie er im Jahr 2003 in Indien mit der Kinderlähmung – auch genannt Polio – konfrontiert wurde:

Ich arbeitete gerade im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh als Regierungsberater zur Einführung von Impfstoffen gegen Hepatitis B und Japanischer Enzephalitis (eine Virusinfektion des Gehirns, die in Asien vorkommt), als uns die Nachricht vom ersten Fall von Kinderlähmung (Polio) seit sieben Jahren erreichte. Polio trifft hauptsächlich Kinder unter fünf Jahren und kann bei etwa einer von 200 Infektionen zu lebenslangen Lähmungen führen. Die Krankheit kann tödlich sein, wenn die Lähmung die Atmung betrifft.
Wer in weniger entwickelten Ländern gelebt und gearbeitet habt, ist nur allzu vertraut mit den furchtbaren Behinderungen, die Kinderlähmung nach sich zieht. Aber Kinderlähmung ist, ebenso wie Pocken, eine der wenigen Krankheiten, die außerhalb des menschlichen Körpers nicht lange überleben kann. Und die endgültige Ausrottung dieser Krankheit ist tatsächlich möglich.
Wir haben bereits wirksame Impfstoffen, so dass das größte und einzige Hindernis bei der Ausrottung der Kinderlähmung die Funktionsfähigkeit der Impfsysteme ist. Wenn diese gegeben ist und Routineimpfungen die Kinder erreichen, kann sich Polio nicht ausbreiten. Während die betroffenen Eltern mit all ihrer Kraft das Überleben ihres Kindes herbeiwünschten und sich gleichzeitig auf die Möglichkeit einstellten, dass das Überleben auch eine bleibende Behinderung bedeuten würde, sorgte ich mich also um unser Impfsystem.
Die nächsten 30 Fälle zeigten Schwächen im System auf, aber eine gezielte Impfkampagne machte dem Krankheitsausbruch schließlich den Garaus. Hohe Polio-Impfraten weltweit (mit vier Dosen oralem Impfstoff für Kleinkinder) sind entscheidend, um das Ziel zu erreichen, Kinderlähmung überall auszurotten. Zwischen der Ausrottung der Kinderlähmung und Routineimpfungen bestehen große Synergien, denn Routineimpfungen sind nach wie vor die wirksamste und effektivste Art, Polioimpfungen dorthin zu bringen, wo sie am meisten gebraucht werden.
Hartnäckig andauernde Krankheitsübertragungen in Pakistan und massive Ausbrüche im Tschad und der Demokratischen Republik Kongo zeigen anhaltende Schwächen in den Impfsystemen auf. Mein eigenes Land, Indien, ist eines von vier Ländern der Welt, wo Kinderlähmung noch örtlich begrenzt auftritt. Seit Januar 2011 hat man dort jedoch nicht einen einzigen Fall beobachtet. Dies zeigt, dass es möglich ist, die Krankheit auszurotten.
Ein Ende der Kinderlähmung wird eindrucksvoll demonstrieren, welche Macht Impfungen haben, und es Ländern wie meinem eigenen ermöglichen, sich auf andere lebensrettende Impfungen zu konzentrieren. Wenn wir Kinderlähmung besiegen, wird dies ein Erfolg für uns alle sein.
– Dr. Raj Kumar, Senior Program Manager bei GAVI —
Oct 17th, 2011 6:56 PM UTC
By Sergius Seebohm
Jetzt mal ehrlich: wer hat bei diesem Titel erstmal an Trickfilme mit süßen Tieren gedacht? Madagaskar kann aber auch aus anderen Gründen gute Assoziationen wecken. Von 1990 bis 2009 hat man dort die Kindersterblichkeit um 60 Prozent reduziert. Vor allem durch den massiven Einsatz der so genannten Fünffachimpfung. Eine echte Erfolgsstory. Ed Harris von der Impfallianz GAVI war in Madagaskar. Er ist dieser Erfolgsgeschichte auf den Grund gegangen. Auf dem ONE Blog erzählt er in Wort und Bild, was er erlebt hat — und erklärt außerdem, was eine Fünffachimpfung ist. (more…)
Sep 28th, 2011 2:00 PM UTC
By ONE Deutschland
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