Die Themen heute:

Gestern berichteten wir über die Ergebnisse des G8-Gipfels und warum wir darüber enttäuscht sind. Auch ONE-Mitbegründer Bono findet, dass der Plan zur Reduzierung der Müttersterblichkeit ein guter Anfang ist, aber spätestens beim UN-Millenniumgipfel diesen Herbst noch viel mehr passieren muss. Hier sein Kommentar zum Gipfel in Kanada:
„Der Plan von Premierminister Harper zur Müttersterblichkeit allein reicht nicht aus, um der moralischen Provokation zu begegnen, welche der Tod von Millionen schwangeren Frauen darstellt. Mit diesem Plan wurde die Arbeit begonnen. Nun muss sie von den Staats- und Regierungschefs beim Gipfel der Vereinten Nationen zu den Millennium-Entwicklungszielen im September beendet werden. Bei den MDGs liegt insbesondere Afrika weit zurück. Aber die Millionen von engagierten Menschen überall auf der Welt, die für sie geworben haben, lassen sich nicht so schnell entmutigen – und das sollten die politisch Verantwortlichen, deren Länder die Millennium-Entwicklungsziele unterzeichnet haben, genau so wenig. Präsident Obama versprach einen konkreten globalen Aktionsplan bei den Vereinte Nationen vorzulegen, der die Millennium-Entwicklungsziele „eine Realität“ machen würde. Die Millennium-Entwicklungsziele müssen im Zentrum der Arbeit der G8, G20 und der Vereinten Nationen bleiben, bis ein konkreter Plan steht, wie diese erreicht werden können. Die Uhr tickt.“
ONE-Unterstützer Mark Entwistle hat im Vorfeld des G8-Gipfels echte Ausdauer bewiesen. Er sollte ONEs Petition für 3,5 Millionen zusätzliche Gesundheitsfachkräfte an den kanadischen Premierminister und G8-Gastgeber in Ottawa übergeben. 60.000 ONE-Unterstützer hatten im Vorfeld des Gipfels eine bessere Gesundheitsversorgung von Müttern und Kindern in Afrika gefordert.

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ONE ist mit einem internationalen Team in Kanada gelandet. Mit dabei ist neben Kollegen aus Frankreich, Großbritannien, den USA und Kanada auch Tobias Kahler, Direktor von ONE Deutschland. Das Team hat sich bei einem Treffen mit Torontos Bürgermeister David Miller direkt an die Arbeit gemacht. Unser Ziel ist es, bei den diesjährigen Treffen der G8 und G20 mehr Aufmerksamkeit auf die Bekämpfung extremer Armut zu lenken. Weiterlesen
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Nur noch wenige Stunden bis zur Partie Deutschland gegen Ghana. Wir sind auf dieses Entscheidungsspiel mehr als gespannt und wünschen uns eine schöne und faire Begegnung.
Bevor es losgeht wollen wir euch an dieser Stelle noch eine Nachricht aus Ghana überbringen. Nicht vom ghanaischen Präsidenten, nicht von Kofi Annan, auch nicht von Kevin-Prince Boateng, sondern von Mary Issaka, einer Hebamme, die sich entschlossen für die Gesundheit von Müttern und Kindern einsetzt – denn so schön Fußball auch ist, Fußball ist nicht alles:
Am 3. Juni veranstaltete ONE einen parlamentarischen Empfang in der Nationalgallerie im kanadischen Ottawa, um angesichts des anstehenden G8-Gipfels in Muskoka auf die Gesundheitssituation von Müttern und Kindern aufmerksam zu machen. Model und Aktivistin Christy Turlington-Burns nahm an dieser Veranstaltung teil und zeigte bei dieser Gelegenheit einen Ausschnitt aus ihrem neuen Dokumentarfilm „No Woman, No Cry“.
Ich war 16 Jahre alt, als ich schwanger wurde. Als die Wehen einsetzten, musste ich erst zwei Tage zuhause warten, bevor ich ins Krankenhaus gebracht wurde. Mein Baby hat die Reise nicht überlebt. Ich erlitt Komplikationen, mit deren Folgen ich noch Jahre später zu kämpfen hatte.
Wir können das für künftige Mütter ändern. Nächste Woche treffen sich die Staats- und Regierungschefs der G8, um eine neue Initiative für die Gesundheit von Müttern und Kindern zu verabschieden.
Ich habe in dieser Woche die Ehre, als eine von 3.500 Vertreterinnen und Vertretern aus 140 Ländern bei der Konferenz Women Deliver dabei zu sein. Bereits am ersten Tag konnte ich einer Vielzahl inspirierender Rednerinnen und Redner lauschen: von Ban Ki-moon, dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, über US-Außenministerin Hillary Clinton bis hin zu alten Bekannten und Freundinnen von ONE wie Dr. Ngozi Okonjo-Iweala und Yvonne Chaka-Chaka. Sie alle sprachen voll Klugheit und Überzeugung von der Kraft der Frauen und der Notwendigkeit, neuen Druck zur Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) 4 und 5 aufzubauen.


v.l.n.r.: (hinten) Dr. Kumi Naidoo (Greenpeace International), Ulrich Post (VENRO), Jeremy Hobbs (Oxfam International), Dr. Tido von Schoen-Angerer (Ärzte ohne Grenzen), Rob van Drimmelen (APRODEV)
(vorne) David Lane (ONE), Hubert Weinzierl (Deutscher Naturschutzring e.V.), Bundeskanzlerin Angela Merkel, Jennifer Morgan (World Resources Institute, Director Climate and Energy), Regine Günther (Forum Umwelt und Entwicklung)
Zeit fürs Aufwärmtraining – heute machen wir ein bisschen Weitwerfen! Berlusconi hat innerhalb der G8 mal wieder eine schwache Leistung gebracht, deshalb sollten wir ihn aus der G8 werfen. Du kannst mitmachen, mit unserem kleinen „Wirf den Berlo”-Spiel.
Die Themen heute:
Ja, die Zeit ist wirklich schon um. Bis 2010 wollte die G8 ihre Versprechen eingelöst haben, die sie Afrika mit großer Geste 2005 im schottischen Gleneagles gegeben hatte. Vorangegangen war etwas, das manche sogar die größte soziale Bewegung aller Zeiten nennen: 24 Millionen Menschen hatten unterschrieben. Über drei Milliarden Fernsehzuschauer verfolgten, was auf den Live8-Konzerten rund um den Globus verlangt wurde. Ein Ende unnötiger Armut und vermeidbarer Krankheiten.
Es war ein hektisches Wochenende, aber jetzt, da wir das Endprodukt in den Händen halten, absolut lohnenswert: Für die Montagsausgabe der renommierten kanadischen Zeitung Globe and Mail übernahmen Bono und Bob Geldof gemeinsam mit ONE die Chefredaktion. Kanada bereitet sich gerade darauf vor, auf den G8- und G20-Gipfeln im Juni die Staats- und Regierungschefs der Welt zu willkommen zu heißen. Höchste Zeit für uns, die Aufmerksamkeit im Land auf Afrika zu richten.
Im Vorfeld des Muttertags und aus Anlass des Treffen der G8-Entwicklungsmininster haben wir Ende April eine Petition für bessere Mutter-Kind-Gesundheit gestartet. Da Kanada gerade den Vorsitz über die G8 hat, richteten wir uns mit unserer Forderung an die kanadische Entwicklungsministerin Bev Oda.
Die Themen heute:
In der letzten Woche war ich in Johannesburg, um dort dem 6ten Treffen der CAADP Partnerschaft beizuwohnen. Ich hatte gehört, dass das CAADP – das Comprehensive African Agriculture Development Program, das „Umfassende landwirtschaftliche Entwicklungsprogramm für Afrika“ – ganz schön kompliziert sein kann, aber es verdient auch Anerkennung und Unterstützung.
Zunächst einmal ist das CAADP eine afrikanische Initiative, deren Ziel es ist, einen Rahmen vorzugeben und einen Prozess zu entwickeln, mit dem die landwirtschaftliche Produktivität und Ernährungssicherheit überall auf dem Kontinent erhöht werden können – sicher keine leichte Aufgabe. Davon abgesehen bezieht der Prozess für die Ausarbeitung und Unterzeichnung einer CAADP-Vereinbarung – also des Landwirtschaftsaktionsplans eines Mitgliedsstaates – die unterschiedlichen Interessengruppen von der Bauernvereinigung bis zum Privatsektor mit ein. Damit ist CAADP nicht nur ein exzellentes Beispiel für nachfrageorientierte, umfassende und konsultative Entwicklung, sondern gibt darüber hinaus auch eine Struktur vor, in die Geber ihre Bemühungen einfließen lassen können und innerhalb derer sich die Geber besser absprechen können.
Am 26. April treffen sich die Entwicklungsminister der G8 im kanadischen Halifax, um einen Aktionsplan für die Gesundheit von Müttern, Neugeborenen und Kindern zu erstellen. Dies ist Teil von Premierminister Harpers Zusage aus dem Januar, als Gastgeber der G8 in diesem Jahr den Gipfel dazu zu nutzen, „eine bedeutende Initiative zur Verbesserung der Gesundheit von Müttern und Kindern in den ärmsten Ländern der Welt“ voranzubringen.
Hast du auch noch keine Ahnung, was du deiner Mutter zum Muttertag schenken sollst? Ich habe da einen etwas ungewöhnlichen Vorschlag für dich…

Der renommierte kenianische Anti-Korruptionsaktivist John Githongo und Jamie Drummond, Mitgründer von ONE, veröffentlichten vor kurzem diesen Aufruf, in dem sie den Schlüssel für den Weg Afrikas aus der Armut in die Hände seiner Bürgerinnen und Bürger legen – und den Norden zur Unterstützung dieses Weges aufrufen.
Als diesjähriger Gastgeber der G8 und der G20 befindet sich Kanada in einer guten Position, die fällige Wiederbelebung der weltweiten Kampagne gegen extreme Armut vorzunehmen. Premierminister Stephen Harpers Aufruf zu mehr Verantwortung der G8 gegenüber ihren Entwicklungsversprechen und zu mehr Investitionen in die Gesundheit von Müttern und Kindern sind zu begrüßen und wir freuen uns bereits darauf, dazu weitere Details zu erfahren. Europäische Staatschefs und auch US-Präsident Barack Obama, der im letzten Frühjahr zu einem neuen, weltweiten Plan zur Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele aufgerufen hatte, sind bereits mit an Bord.
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Niebel in Namibia
Die Berliner Morgenpost berichtet über Niebels Trip nach Namibia, wo er erneut die Bedeutung von privaten Investitionen und Public-Private-Partnerships betont hatte.
Personalentscheidungen im BMZ
Der General-Anzeiger berichtet, dass sich im BMZ Unmut breit mache, da Minister Niebel Personalentscheidungen nach politischen Loyalitäten und nicht nach Kompetenz treffe.
Dem Focus zufolge soll Günter Nooke (CDU), jetziger Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung, zum Afrika-Beauftragten ernannt werden, ein Posten, der im BMZ angesiedelt ist.
Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.
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