Im Nachgang des Weltaidstages vor einer Woche, möchte Erin – bei ONE verantwortlich für Gesundheitspolitik – von einer Krankheit erzählen, die direkten Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit nehmen kann, mit der sich eine Frau mit HIV ansteckt.
Vor ONE arbeitete ich für eine Organisation namens Global Network. Diese will über vernachlässigte Tropenkrankheiten (neglected tropical diseases, NTDs) informieren. NTDs sind Krankheiten, die mehr als eine Milliarde Menschen weltweit betreffen, aber weder von der Öffentlichkeit genügend Aufmerksamkeit erhalten noch ausreichend Finanzmittel zur Verfügung haben. Zu den interessantesten Fakten, die ich während meiner Zeit bei Global Network gelernt habe, ist, wie besonders Frauen unter eine vernachlässigte Tropenkrankheit – der Schistosomiasis (auch bekannt als Bilharziose oder „Schneckenfieber”) – zu leiden haben.
Als jemand, der schon seit Jahren in Washington, DC wohnt und gern einmal zu Arbeitszwecken nach Genf reisen muss, habe ich kein Problem damit, zuzugeben, dass diese beiden Städte vielleicht die Bericht-verliebtesten auf der ganzen Welt sind. Es vergeht gefühlt kaum eine Woche, in der nicht eine Nichtregierungsorganisation, ein Think Tank oder ein Ministerium einen neuen Bericht mit aktuellen Daten oder Analysen zum aktuell hippsten Gesundheitsthema veröffentlicht. Und als Politikexperten gehen wir alle diese Berichte natürlich genauestens durch, um vielleicht ein paar Informationen zu finden, die wir gleich in unserer Arbeit verwenden können.
Initiativen in Höhe von $40 Mrd. passieren meistens nicht unbemerkt. Daher habt ihr vielleicht in der letzten Woche davon gehört, dass UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon eine Globale Strategie für die Gesundheit von Frauen und Kindern (PDF) vorgestellt hat. Dieser Plan soll bei den Millennium-Entwicklungszielen 4 und 5 schnellere Fortschritte bringen, indem die weltweiten Zusagen in einem umfassenden Plan verschmolzen werden. Das UN-Generalsekretariat vermeldete, dass die bisher gemachten Zusagen dabei helfen werden,
Ihr habt bestimmt schon mitbekommen, dass wir mit unserer Kampagne rund um den UN-Entwicklungsgipfel gerade alles daran setzen, dass bis 2015 kein Kind mit HIV zur Welt kommt. Viele von euch wollten deshalb in den vergangenen Tagen genauer wissen, wie die Übertragung des HI-Virus von der Mutter auf ihr Kind verhindert werden kann. Unsere Kollegin Erin Hohlfelder gibt euch heute eine kurze Einführung: Weiterlesen
Ende August wurde in Ostafrika ein Fälscherring aufgedeckt und mehr als 10t gefälschter Medikamente wurden an über 300 Orten in Uganda, Burundi, Kenia, Ruanda, Tanzania und auf Sansibar sichergestellt. Laut Interpol waren darunter Medikamente gegen Malaria, Impfampullen und Antibiotika.
Medikamentenfälschung, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO als „beabsichtigte und betrügerische Falschauszeichnung in Bezug auf Identität und/oder Quelle“ jedweder Generika oder Markennamen definiert wird, ist in den Entwicklungsländern ein wachsendes Problem.
Es gibt Neuigkeiten von der Globalen Allianz für Impfstoffe und Immunisierung (GAVI Alliance): Im Oktober, direkt nach der Wiederauffüllungskonferenz des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria, lädt GAVI derzeitige und mögliche neue Geber. Diese sind aufgerufen, $1,1 Mrd. zu mobilisieren, die zwischen 2010 und 2012 für Impfprogramme benötigt werden. Wenn es ihnen möglich ist, können die Geber auch Zusagen für den Zeitraum von 2013 bis 2015 machen.
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Wir haben auf diesen Seiten schon vielfach über das Rotavirus geschrieben – die Krankheit, die die häufigste Form der Durchfallerkrankungen bei Kindern darstellt. Für uns ist Durchfall eklig oder nervig. Häufig vergessen wir aber, dass Durchfall auch tödlich ist: Jährlich sterben daran fast 500.000 Menschen, vor allem in Asien und Afrika. |
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Ich habe in dieser Woche die Ehre, als eine von 3.500 Vertreterinnen und Vertretern aus 140 Ländern bei der Konferenz Women Deliver dabei zu sein. Bereits am ersten Tag konnte ich einer Vielzahl inspirierender Rednerinnen und Redner lauschen: von Ban Ki-moon, dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, über US-Außenministerin Hillary Clinton bis hin zu alten Bekannten und Freundinnen von ONE wie Dr. Ngozi Okonjo-Iweala und Yvonne Chaka-Chaka. Sie alle sprachen voll Klugheit und Überzeugung von der Kraft der Frauen und der Notwendigkeit, neuen Druck zur Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) 4 und 5 aufzubauen.

In der letzten Woche kamen Gesundheitsfachleute aus 193 Mitgliedsstaaten der Weltgesundheitsorganisation WHO zur 63. Weltgesundheitsversammlung (World Health Assembly) in Genf zusammen. Dort blickten sie – wie in jedem Jahr – auf die Arbeit der WHO zurück, setzten sich neue Ziele und vergaben Aufgaben. Hier einige der Themen und Höhepunkte der Woche:
Anfang des Monats traf sich der Vorstand des Globalen Fonds, um wichtige Themen und Reformansätze zu besprechen. Ziel der Reformen ist es, die Leistung des Fonds insgesamt zu verbessern sowie seinen Beitrag zu einer besseren globale Gesundheit zu optimieren. Der Globale Fonds hat bereits damit begonnen, neue Mechanismen einzuführen, die die Effizienz der vergebenen Gelder erhöhen und Transaktionskosten für Moskitonetze oder ACTs gegen Malaria senken sollen, etwa das Voluntary Pooled Procurement (VPP)-Programm und die Advanced Medicines Facility for malaria (AMFm). Diese Reformbemühungen wurden durch die Entscheidungen beim letzten Vorstandstreffen weiter vorangetrieben. Zu diesen Entscheidungen gehören:
Die wichtigsten Geber des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria sowie der GAVI Alliance sind in der letzten Woche in Den Haag zusammengekommen, um die Resultate, die Wirksamkeit und den zukünftigen Mittelbedarf dieser beiden Finanzierungmechanismen zu diskutieren.

Schon seit langem bemüht sich ONE immer wieder, die Wirkungskraft von Globalem Fonds und GAVI hervorzuheben. Gerade jetzt, wo wir uns auf dem letzten Abschnitt in Richtung Zielmarke für die Erreichung der Millenniumentwicklungsziele (MDGs) befinden, sind die beiden wichtiger als je zuvor. Weiterlesen
Am 8. März, dem Internationalen Frauentag, starteten wir eine Online-Kampagne für ein Ende der Mutter-Kind-Übertragung des HI-Virus. Wir richteten unsere Petition an die Geber des Globalen Fonds, der zwar primär für seine Arbeit im Kampf gegen HIV/Aids, TB und Malaria bekannt ist, der in der Vergangenheit aber auch wichtige Fortschritte für die Gesundheit von Müttern und Kindern erzielt hat.
Vergangene Woche trafen sich in Den Haag die wichtigsten Geber des Globalen Fonds und der GAVI Alliance . Unsere Kollegen Erin Hohlfelder und Josh Lozman waren vor Ort dabei und übergaben bei dieser Gelegenheit eure Unterschriften an Michel Kazatchkine, den Geschäftsführer des Globalen Fonds. Hier erzählt Erin von der Petitionsübergabe:
In dieser Woche treffen sich in Den Haag die wichtigsten Geber des Globalen Fonds und der GAVI Alliance. Sie wollen darüber sprechen, was die beiden Mechanismen bisher erreicht haben, und welche Mittel zukünftig notwendig sind. Josh Lozman und ich sind als Mitglieder von ONEs Team für globale Gesundheitspolitik vor Ort, um zuzuhören, unser Wissen zu erweitern und Unterstützung anzubieten, wenn die Geber sich Gedanken über ihre jeweiligen Beiträge in den kommenden Jahren machen.
Wenn man sich häufig mit Fragen globaler Gesundheit beschäftigt, fällt es einem schwer, auf Überschriften wie „Aids: Ist das Ende in Sicht?” oder „Aids ‚könnte in den nächsten fünf Jahren unter Kontrolle gebracht werden‘“ nicht mit Hoffnung oder gar Begeisterung zu reagieren.
Im ONE Blog berichten wir über Hintergründe und Neuigkeiten rund um die Armutsbekämpfung weltweit. Die Beiträge stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ONE, aber auch von Unterstützerinnen und Unterstützern, Netzwerkpartnern, Freunden der Organisation und Entwicklungsexperten.
Der Inhalt der Beiträge und Kommentare spiegelt die Meinung der Autoren wider und entspricht nicht immer den Ansichten von ONE.
Schlagworte: Erin Hohlfelder, Gesundheit, Gesundheit von Müttern und Kindern, HIV/Aids, Politik Aktuell, Ruanda, Vernachlässigte Tropenkrankheiten, Vernachlässigte Tropenkrankheiten