Wieder einmal ist ein G8-Gipfel vorbei. Eine Menge ist passiert. Aber was genau wurde erreicht?
Hier ein kurzer Überblick über die Hauptthemen im Kommuniqué (mehr dazu in den nächsten Tagen):
Auch wenn wir natürlich den G8-Gipfel als ganzes verfolgt haben, hatten wir unser Augenmerk doch insbesondere auf zwei Personen: Obama und Berlusconi. Obama lobten wir, weil er die Landwirtschaftsinitiative vorangetrieben hat und weil sein Land als einziges entscheidende neue Mittel zugesagt hat. Wir hoffen, dass er auf dem G20-Gipfel in Pittsburgh diese Initiative weiter voranbringen wird.
Was Berlusconi angeht, hatten wir folgendes verlangt: Rücknahme der Kürzung der Entwicklungsmittel, dazu $500 Mio. für Landwirtschaft sofort, der Beitrag Italiens zum Globalen Fonds und einen Plan, wie Italien doch noch seine Zusagen von Gleneagles 2005 einhalten wird.
Und das haben wir bekommen: eine Verpflichtung, in den nächsten drei Jahren insgesamt $450 Mio. für die Initiative zur Ernährungssicherheit von L’Aquila zur Verfügung zu stellen, eine Verpflichtung, den Beitrag zum Globalen Fonds in Höhe von $130 Mio. zu entrichten und noch einmal $30 Mio. oben drauf zu tun, um damit die Finanzierungslücke zu schließen, sowie vage Versprechen für einen ‚piano di rientro‘, damit Italien bezüglich seiner Versprechen von Gleneagles wieder auf Kurs kommt (0,33 % für 2010 und 0,51 % 2015). Das klingt vielleicht gar nicht mal so schlecht, doch es bleibt unklar, wie viel, abgesehen von den Mitteln für den Globalen Fonds, tatsächlich zusätzlich sein wird. Wir werden im Rahmen des Haushaltsgesetzes noch ein wenig Arbeit investieren müssen, um nachvollziehen zu können, ob Berlusconi seinen bescheidenen Versprechen auch nachkommt.
Das war es erst einmal für den Moment als Update zu den Kernergebnissen des Gipfels. Jetzt gilt es, sich auf den G20-Gipfel in Pittsburgh im September vorzubereiten, wo wir darauf hoffen, zu den oben angesprochenen Themen neues zu erfahren. Und dann gibt es noch den G8-Gipfel nächstes Jahr in Kanada, wo es im Moment so aussieht, als wäre Verantwortung Fokus der Verhandlungen.
– Eloise Todd –
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